Title:
Monitoring device e.g. pan-tilt-zoom monitoring camera system, detection and identification method for monitoring e.g. subway, involves transferring information describing actual monitoring region to person who is near or within region
Kind Code:
A1
Abstract:
The method involves detecting an actual monitoring region (10) of a monitoring device i.e. monitoring camera system (1). Information describing the actual monitoring region is provided and transferred to a person (11) who is near or within the monitoring region. A notification of the person takes place during overlapping or falling below of a minimum distance between the positions of the person and the monitoring region. Detailed information about type and range of data detected by the monitoring device is wirelessly transmitted. An independent claim is also included for a device for detecting and identification of a monitoring device.


Inventors:
Aumayr, Philipp (Alkoven, AT)
Ferscha, Alois (Wien, AT)
Marquart, Franz (Sauerlach, 82054, DE)
Hechinger, Manfred (Linz, AT)
Riener, Andreas (Zwettl, AT)
Schmitzberger, Heinrich (Linz, AT)
Zeidler, Andreas (München, 81539, DE)
Rocha, Marcos dos Santos (München, 80802, DE)
Application Number:
DE102007000532
Publication Date:
04/23/2009
Filing Date:
10/18/2007
Assignee:
Siemens AG (München, 80333, DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE10059129A1N/A2001-07-12
Claims:
1. Verfahren zur Erkennung und Identifikation einer Überwachungseinrichtung (01),
gekennzeichnet durch
die Verfahrensschritte
– Erfassung eines aktuellen Überwachungsbereichs (10) der Überwachungseinrichtung (01), sowie
– Zurverfügungstellung und Weitergabe einer zumindest den aktuellen Überwachungsbereich (10) der Überwachungseinrichtung (01) beschreibenden Information an mindestens eine Person (11), die sich zumindest nahe oder innerhalb des Überwachungsbereichs (10) befindet.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem ersten Verfahrensschritt der aktuelle Überwachungsbereich (10) der Überwachungseinrichtung (01) ermittelt wird, in einem zweiten Verfahrensschritt zumindest diese Information zumindest innerhalb des Überwachungsbereichs (10) drahtlos ausgesendet bzw. zur Verfügung gestellt wird, in einem dritten Verfahrensschritt die Position einer Person (11) die sich zumindest in der Nähe des Überwachungsbereichs (10) befindet bestimmt wird, in einem vierten Verfahrensschritt zumindest die Position der Person (11) und der Überwachungsbereich (10) abgeglichen werden und in einem fünften Verfahrensschritt bei einer Überlappung oder Unterschreitung einer Mindestdistanz zumindest zwischen der Position der Person (11) und dem Überwachungsbereich (10) eine Benachrichtigung der Person (11) erfolgt.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zweiten Verfahrensschritt detaillierte Informationen über Art und Umfang der von der Überwachungseinrichtung (01) erfassten Daten drahtlos ausgesendet werden.

4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die detaillierten Informationen die Größe und Ausdehnung des Überwachungsbereichs (10) sowie
– den Verwendungszweck der erfassten Daten und/oder
– die Art der erfassten Daten und/oder
– den Betreiber der Überwachungseinrichtung (01) umfasst.

5. Verfahren nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das drahtlose Aussenden der Informationen in regelmäßigen Zeitabständen erfolgt.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das drahtlose Aussenden per WLAN und/oder Bluetooth und/oder WiMax und/oder IrDA erfolgt.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Position der Person (11) im dritten Verfahrensschritt in Form von geographischen Koordinaten, einer WLAN-Access-Point-ID, oder eines IRdA-Beacons bestimmt wird.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in dem vierten Verfahrensschritt zusätzlich die Echtheit der Informationen geprüft wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Echtheit der Daten anhand einer Signatur geprüft wird.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Benachrichtigung der Person (11) im fünften Verfahrensschritt mittels eines mobilen Überwachungs-Erkennungsgeräts (04) erfolgt, welches die drahtlos ausgesendete Information empfängt und den dritten, vierten und fünften Verfahrensschritt ausführt.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Benachrichtigung zumindest dann erfolgt, wenn die im zweiten Verfahrensschritt zur Verfügung gestellte Information einen Hinweis enthält, dass es sich bei einem Betreiber der Überwachungseinrichtung (01) um einen nicht vertrauenswürdigen Betreiber handelt.

12. Vorrichtung zur Erkennung und Identifikation einer Überwachungseinrichtung (01) gekennzeichnet durch mindestens ein mobiles Überwachungserkennungs-Endgerät (04) sowie mindestens eine Überwachungseinrichtung (01), die zumindest einen aktuell von ihr erfassten Überwachungsbereich (10) beschreibende Informationen drahtlos an mindestens ein mobiles Überwachungs-Erkennungsgerät (04) in ihrer Umgebung verteilt, wobei das mobile Überwachungs-Endgerät (04) die Informationen mit seiner eigenen Position vergleicht, wobei das mobile Überwachungs-Erkennungsgerät (04), wenn es sich zumindest in der Nähe oder innerhalb des Überwachungsbereichs (10) befindet, eine Benachrichtigung ausgibt.

13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (01) Mittel (02) zur Erfassung der Informationen und Mittel (03) zur Zurverfügungstellung der Informationen umfasst.

14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (02) zur Erfassung der Informationen ein Kamera-Ansteckmodul (02) umfassen.

15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Kamera-Ansteckmodul (02) eine Informationserfassungsschnittstelle (07) zur Erfassung, Verarbeitung und Speicherung der Informationen, sowie eine Informationsübertragungsschnittstelle (08), welche die von der Informationserfassungsschnittstelle (07) erfassten, verarbeiteten und gespeicherten Informationen mit geeigneten Empfangsmodulen (05) ausgestatteten Benutzer-Endgeräten (04) zur Verfügung stellt, umfasst.

16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationserfassungsschnittstelle (07) des Kamera-Ansteckmoduls (02) die relevanten Informationen direkt und/oder durch Berechnung und/oder anhand der Konfiguration der Überwachungseinrichtung (01) gewinnt.

17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationsübertragungsschnittstelle (08) ein unidirektionales Sendemodul ist, welches die über die Informationserfassungsschnittstelle (07) gewonnenen und verarbeiteten und gespeicherten Daten in Verbindung mit einem mobilen Überwachungs-Erkennungsgerät (04) zur Verfügung stellt.

18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (03) zur Zurverfügungstellung der Informationen ein Sendemodul (03) umfassen, welches zumindest mit einem sich im Überwachungsbereich (10) befindlichen mobilen Überwachungs-Erkennungsgerät (04) kommuniziert.

19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Überwachungs-Erkennungsgerät (04) Mittel (05, 06, 20, 21) zur Weitergabe der Informationen an eine sich im Überwachungsbereich befindende Person (11) umfasst.

20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (05, 06, 20, 21) zur Weitergabe der Informationen an eine sich im Überwachungsbereich (10) befindende Person (11) Mittel (05) zum Empfangen der von der Überwachungseinrichtung (01) drahtlos in der Umgebung verteilten Informationen umfassen.

21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (05) zum Empfangen der von der Überwachungseinrichtung (01) drahtlos in der Umgebung verteilten Informationen ein in ein mobiles Überwachungs-Erkennungsgerät (04) integriertes Empfangsmodul (05) umfassen.

22. Vorrichtung nach Anspruch 19, 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (05, 06, 20, 21) zur Weitergabe der Informationen an eine sich im Überwachungsbereich (10) befindende Person (11) Mittel (06, 20, 21) zur Ausgabe einer Benachrichtigung an die Person umfassen.

23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Ausgabe einer Benachrichtigung an eine Person (11) eine Kontrolleinheit (06) umfassen.

24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Überwachungs-Erkennungsgerät (04) Mittel zur Bestimmung seiner aktuellen Position, umfasst.

25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Überwachungs-Erkennungsgerät (04) Mittel zur Filterung der Informationen nach relevanten Kriterien umfasst.

26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationen die Größe und Ausdehnung des Überwachungsbereichs (10), sowie den Verwendungszweck der erfassten Daten und/oder die Art der erfassten Daten, und/oder den Betreiber der Überwachung umfassen.

27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass die Benachrichtigung visuell (06, 20) und/oder akustisch (06, 21) ausgegeben wird.

28. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Überwachungseinrichtung (01), die Informationen in regelmäßigen Zeitabständen drahtlos in ihrer Umgebung verteilt.

Description:

Die öffentliche Überwachung wird mit der Absicht einer Verringerung von Straftaten aller Art vorangetrieben. Dabei werden Bürgerrechte, wie beispielsweise das Recht auf Wahrung der Privatsphäre und Freiheit, nicht, oder in nicht ausreichendem Umfang berücksichtigt.

Obwohl die Anzahl von Überwachungseinrichtungen, wie beispielsweise Überwachungskameras, zur Überwachung öffentlicher Plätze seit Jahren steigt, hat sich noch kaum jemand damit beschäftigt, aktive Hilfsmittel zu entwickeln, mit denen Personen, die sich im Bereich einer Überwachungskamera befinden, ihr Recht auf Wahrung der Privatsphäre und Freiheit soweit möglich ausüben können.

Um eine Überwachung durch eine oder mehrere Überwachungskameras festzustellen sind Hinweisschilder bekannt, welche auf eine Videoüberwachung, beispielsweise eines öffentlichen Platzes, wie etwa einer Unterführung, einer Straßenbahnhaltestelle oder dergleichen, mit einer Überwachungskamera hinweisen. Solche Hinweisschilder sind stationär, oftmals ungünstig angebracht und werden deshalb oft nicht oder nicht mehr wahrgenommen. Außerdem unterliegen derartige Hinweisschilder der Einschränkung, dass ihnen nicht entnehmbar ist wie lange eine Videoaufzeichnung läuft und/oder welcher Bereich sich im Fokus der Überwachungskamera befindet.

Außerdem ist bekannt, Orte, an denen Überwachungskameras zur Videoüberwachung installiert sind, über verschiedene Medien, wie beispielsweise Internet, Fernsehen, Zeitung und dergleichen, öffentlich zugänglich bekannt zu geben. Dies ist ab einer bestimmten Anzahl von Überwachungskameras in einer Umgebung nicht mehr praktikabel.

Weiterhin ist bekannt, Koordinaten in Form von geographischer Länge und Breite von Orten, an denen Überwachungskameras zur Videoüberwachung installiert sind, in einer Datenbank einzutragen und mittels beispielsweise tragbaren, satellitengestütztes Navigationsgeräts auf diese Datenbank zuzugreifen, um Überwachungskameras in der Umgebung ausfindig zu machen. Dies funktioniert nur an Orten, an denen ein satellitengestütztes Navigationsgerät funktioniert und Empfang hat. Mobile Überwachungskameras oder so genannte Pan-Tilt-Zoom (PTZ) Überwachungskameras, welche um eine vertikale Hochachse schwenkbar und um eine horizontale Querachse neigbar sind, und welche den beobachteten Bereich durch Zoomen vergrößern und verkleinern können, können jedoch nicht in Bezug auf Details, wie den momentan von ihnen erfassten Bereich, mittels eines solchen satellitengestützten Navigationsgeräts erfasst werden.

Darüber hinaus ist bekannt, an einer Überwachungskamera eine Leuchtdiode anzuordnen, welche in eingeschaltetem Zustand der Überwachungskamera den Status anzeigt, dass die Überwachungskamera etwas aufzeichnet. Dies eignet sich nicht anzuzeigen, welchen Sichtbereich die Überwachungskamera hat, zu welchem Zweck die Aufzeichnung bzw. Videoüberwachung erfolgt, oder von wem die Aufzeichnung bzw. Videoüberwachung durchgeführt wird.

Zusätzlich sind Kamera-Detektoren bekannt geworden, so genannte Hidden-Camera-Detectors, welche das Auffinden von Videokameras mittels eines optischen Systems erlauben. Der Kamera-Detektor sendet zum Auffinden von Videokameras Licht aus, das an einer Kameralinse reflektiert wird. Damit kann ein Benutzer mit einem gewissen Aufwand eine Überwachungskamera erkennen, ohne jedoch zu wissen, ob sie wirklich aktiv ist und von wem sie betrieben wird.

Als eine Aufgabe der Erfindung kann es deshalb angesehen werden, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu entwickeln, die es ermöglichen, einer überwachten oder sich in einem Überwachungsbereich einer Überwachungseinrichtung befindenden Person die Erfassung durch die Überwachungseinrichtung visuell und/oder akustisch anzuzeigen.

Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. durch die Merkmale des Anspruchs 12.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Erkennung und Identifikation einer Überwachungseinrichtung sieht demnach die Verfahrensschritte:

  • – Erfassung eines aktuellen Überwachungsbereichs der Oberwachungseinrichtung, sowie
  • – Zurverfügungstellung und Weitergabe einer zumindest den aktuellen Überwachungsbereich der Überwachungseinrichtung beschreibenden Information an mindestens eine Person, die sich zumindest nahe oder innerhalb des Überwachungsbereichs befindet
vor. Bei dem Überwachungsbereich handelt es sich um einen beliebig im Raum geformten Bereich, der den aktuell von einer Überwachungseinrichtung erfassten Bereich begrenzt. Bei mehreren Überwachungskameras zum Beispiel kann sich der Überwachungsbereich aus der Summe der von den Überwachungskameras erfassten Bereiche ergeben. Ebenso kann der Überwachugsbereich durch im Blickfeld beispielsweise einer Videokamera befindliche Hindernisse beschränkt sein.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass in einem ersten Verfahrensschritt der aktuelle Überwachungsbereich der Überwachungseinrichtung ermittelt wird, in einem zweiten Verfahrensschritt zumindest diese Information zumindest innerhalb des Überwachungsbereichs gerichtet oder beispielsweise per Rundruf ungerichtet drahtlos ausgesendet bzw. zur Verfügung gestellt wird, in einem dritten Verfahrensschritt die Position einer Person die sich zumindest in der Nähe des Überwachungsbereichs befindet bestimmt wird, in einem vierten Verfahrensschritt zumindest die Position der Person und der Überwachungsbereich abgeglichen bzw. verglichen werden und in einem fünften Verfahrensschritt bei einer Überlappung oder Unterschreitung einer Mindestdistanz zumindest zwischen der Position der Person und dem Überwachungsbereich eine Benachrichtigung der Person erfolgt.

Dabei ist denkbar, dass in dem zweiten Verfahrensschritt detaillierte Informationen über Art und Umfang der von der Überwachungseinrichtung erfassten Daten drahtlos ausgesendet werden.

Die detaillierten Informationen können die Größe und Ausdehnung des Überwachungsbereichs, beispielsweise durch Angabe eines Polygons, von geographischen Koordinaten, einer Raumnummer oder dergleichen, sowie

  • – den Verwendungszweck der erfassten Daten und/oder
  • – die Art der erfassten Daten, wie beispielsweise Schnappschuss, Videoaufzeichnung, Wärmebild, Ton und dergleichen, und/oder
  • – den für die Überwachung Verantwortlichen bzw. den Betreiber der Überwachungseinrichtung umfassen.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass das drahtlose Aussenden in regelmäßigen Zeitabständen erfolgt.

Eine vorteilhafte Weiterbildung des Verfahrens sieht vor, dass das drahtlose Aussenden per WLAN und/oder Bluetooth und/oder WiMax und/oder IrDA erfolgt. Bei einer optischen Lösung mittels Infrarottechnologie, wie etwa IrDA ergibt sich der Vorteil, dass die Information nur im Sichtbereich ausgesendet wird, wodurch eine genaue Sichtbarkeitsprüfung möglich ist. Eine Lösung mittels Funktechnologie nutzt den Vorteil einer größeren Reichweite, so dass eine Wahrnehmung einer Überwachungseinrichtung auch außerhalb des direkten Sichtbereichs möglich ist.

Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass die Position der Person im dritten Verfahrensschritt in Form von geographischen Koordinaten, einer WLAN-Access-Point-ID, oder eines IRdA-Beacons bestimmt wird.

Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des Verfahrens sieht vor, dass in dem vierten Verfahrensschritt zusätzlich die Echtheit der Informationen geprüft wird.

Dabei ist denkbar, dass die Echtheit der Daten durch Überprüfung anhand einer Signatur geprüft wird.

Eine zusätzliche vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass die Benachrichtigung der Person im fünften Verfahrensschritt mittels eines mobilen Überwachungs-Erkennungsgeräts erfolgt, welches die drahtlos ausgesendete Information empfängt und den dritten, vierten und fünften Verfahrensschritt ausführt.

Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des Verfahrens sieht vor, dass eine Benachrichtigung zumindest dann erfolgt, wenn die im zweiten Verfahrensschritt zur Verfügung gestellte Information einen Hinweis enthält, dass es sich bei einem Betreiber der Überwachungseinrichtung um einen nicht vertrauenswürdigen Betreiber handelt.

Ein zweiter Gegenstand der Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erkennung und Identifikation einer Überwachungseinrichtung, welche mindestens ein mobiles Überwachungserkennungs-Endgerät sowie mindestens eine Überwachungseinrichtung umfasst, beispielsweise eine Überwachungskamera oder ein Überwachungskamerasystem, die vorzugsweise detaillierte, zumindest einen aktuell von ihr erfassten Überwachungsbereich sowie vorzugsweise Art und Umfang der von ihr erfassten Daten beschreibende Informationen drahtlos, beispielsweise per WLAN, Bluetooth, WiMax, IrDA oder dergleichen, an mindestens ein mobiles Überwachungs-Erkennungsgerät in ihrer Umgebung verteilt, wobei das mobile Überwachungs-Endgerät zumindest die den aktuell erfassten Überwachungsbereich beschreibenden Informationen mit seiner eigenen Position und/oder mit der Position von mobile Überwachungs-Erkennungsgeräte mitführenden Personen vergleicht, wobei das mobile Überwachungs-Erkennungsgerät, wenn es sich zumindest in der Nähe oder innerhalb des Überwachungsbereichs befindet, eine Benachrichtigung an mindestens eine ein mobiles Überwachungs-Erkennungsgerät mitführende Person ausgibt.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Vorrichtung sieht vor, dass die Überwachungseinrichtung Mittel zur Erfassung der Informationen und Mittel zur Zurverfügungstellung der Informationen umfasst.

Dabei ist denkbar, dass die Mittel zur Erfassung der Informationen ein Kamera-Ansteckmodul umfassen, welches vorzugsweise Orientierung und Position beispielsweise einer Überwachungskamera eines Überwachungskamerasystems, Zoomfaktor, sowie Zustand des Überwachungskamerasystems, beispielsweise ob eine Überwachungskamera ein- bzw. ausgeschaltet ist, ob eine gegebenenfalls vorhandene Batterie leer ist, ob sich die Überwachungskamera im Aufnahmemodus befindet, welche Aufnahmedauer verbleibt, welche Seriennummer die Überwachungskamera hat, bestimmt.

Vorzugsweise umfasst das Kamera-Ansteckmodul eine Informationserfassungsschnittstelle zur Erfassung von Informationen, wie etwa Position und/oder Ausrichtung einer Überwachungskamerasystems bzw. einer Überwachungskamera, Zeit, beispielsweise zur Synchronisation, sowie gegebenenfalls zusätzlich benötigten administrative Informationen, zur Verarbeitung und Speicherung von durch die Erfassung gewonnenen, die Informationen enthaltenden Daten, beispielsweise in Form eines ein eingebetteten Computersystems, sowie eine Informationsübertragungsschnittstelle, welche die von der Informationserfassungsschnittstelle erfassten, verarbeiteten und gespeicherten Informationen mit geeigneten Empfangsmodulen ausgestatteten Benutzer-Endgeräten zur Verfügung stellt.

Weiterhin ist denkbar, dass die Informationserfassungsschnittstelle des Kamera-Ansteckmoduls die relevanten Informationen direkt und/oder durch Berechnung und/oder anhand der Konfiguration der Überwachungseinrichtung gewinnt. Bei der direkten Gewinnung greift die Informationserfassungsschnittstelle direkt auf entsprechende Kameraparameter zu, sofern die Überwachungskamera bzw. das Überwachungskamerasystem über entsprechende technische Möglichkeiten verfügt. Eine Berechnung setzt geeignete Sensoren voraus. Anhand der Konfiguration eines statischen Überwachungskamerasystems mit Überwachungskameras ohne PTZ-Eigenschaften können ebenfalls die relevanten Informationen gewonnen werden.

Die Informationsübertragungsschnittstelle ist vorzugsweise ein unidirektionales Sendemodul, welches die über die Informationserfassungsschnittstelle gewonnenen und dann verarbeiteten und gespeicherten Daten in Verbindung mit einem mobilen Überwachungs-Erkennungsgerät zur Verfügung stellt.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Vorrichtung sieht vor, dass die Mittel zur Zurverfügungstellung der Informationen zumindest über den aktuellen Überwachungsbereich ein Sendemodul umfassen, welches zumindest mit einem sich im Überwachungsbereich befindlichen mobilen Überwachungs-Erkennungsgerät bzw. mit Empfangsmodulen von Benutzer-Endgeräten kommuniziert. Das Sendemodul ist die Kommunikationskomponente des Kamera-Ansteckmoduls.

Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Vorrichtung sieht vor, dass das mobile Überwachungs-Erkennungsgerät Mittel zur Weitergabe der Informationen an eine sich im Überwachungsbereich befindende Person umfasst.

Diese Mittel zur Weitergabe der Informationen an eine sich im Überwachungsbereich befindende Person können Mittel zum Empfangen der von der Überwachungseinrichtung drahtlos in der Umgebung verteilten Informationen umfassen.

Weiterhin können die Mittel zum Empfangen der von der Überwachungseinrichtung drahtlos in der Umgebung verteilten Informationen ein in ein mobiles Überwachungs-Erkennungsgerät integriertes Empfangsmodul umfassen, welches Daten vom Überwachungskamerasystem und/oder von einem Sendemodul entgegennehmen und interpretieren kann.

Die Mittel zur Weitergabe der Informationen an eine sich im Überwachungsbereich befindende Person umfassen vorzugsweise Mittel zur Ausgabe einer Benachrichtigung an die Person.

Die Mittel zur Ausgabe einer Benachrichtigung an eine Person umfassen vorzugsweise eine Kontrolleinheit, welche einer Darstellung überwachungsrelevanter Daten in geeigneter Form, beispielsweise visuell, dient.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Vorrichtung sieht vor, dass das mobile Überwachungs-Erkennungsgerät Mittel zur Bestimmung seiner aktuellen Position, beispielsweise durch satellitengestützte Navigation, wie etwa per GPS, GLONASS, Galileo, oder per GSM, WLAN, IrDA-Beacons oder dergleichen, umfasst.

Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der Vorrichtung sieht vor, dass das mobile Überwachungs-Erkennungsgerät Mittel zur Filterung der Informationen nach relevanten Kriterien, beispielsweise im Rahmen einer Kontextbezogenen Abstimmung bezüglich Position, nicht vertrauenswürdige Betreiber, eingestelltes Privatsphären-Niveau etc., umfasst, wobei eine Ausgabe einer Benachrichtigung an einer Person nur bei Übereinstimmung der Informationen mit den relevanten Kriterien erfolgt.

Eine zusätzliche vorteilhafte Ausgestaltung der Vorrichtung sieht vor, dass die Informationen die Größe und Ausdehnung des Überwachungsbereichs, beispielsweise durch Angabe eines Polygons, von geographischen Koordinaten, einer Raumnummer oder dergleichen, sowie den Verwendungszweck der erfassten Daten und/oder die Art der erfassten Daten, wie beispielsweise Schnappschuss, Videoaufzeichnung, Wärmebild, Ton und dergleichen, und/oder den für die Überwachung Verantwortlichen bzw. den Betreiber der Überwachung umfassen.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Vorrichtung sieht vor, dass die Benachrichtigung visuell und/oder akustisch ausgegeben wird und vorzugsweise Angaben enthält über die Art der erfassten Daten, beispielsweise ob es sich um ein Foto, ein Wärmebild, eine Videoaufzeichnung, eine Tonaufzeichnung, um eine Erfassung biometrischer Merkmale, um eine Erfassung von Autokennzeichen und dergleichen handelt, und/oder Angaben über den Betreiber der Überwachungseinrichtung und/oder die Dauer der Speicherung der erfassten Daten und/oder die Bedingungen für eine Weitergabe der Daten.

Eine zusätzliche, besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Vorrichtung sieht vor, dass die Überwachungseinrichtung, beispielsweise eine Überwachungskamera oder ein Überwachungskamerasystem, die vorzugsweise detaillierte Informationen zumindest über vorzugsweise Art und Umfang der von ihr erfassten Daten sowie den aktuell von ihr aktuell erfassten Überwachungsbereich in regelmäßigen Zeitabständen drahtlos in ihrer Umgebung verteilt

Die Erfindung löst das technische Problem, wie eine passive Überwachung, bei der eine überwachte Person nicht mit einbezogen ist, von der überwachten Person wahrgenommen werden kann. Außerdem ist eine Identifikation der Überwachungseinrichtung, beispielsweise einer Überwachungskamera, einem Bewegungsmelder oder dergleichen möglich, so dass ein Zugriff auf die Art und dem Umfang der Überwachung möglich ist.

Vorteile der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik ergeben sich aus einer sachgerechten Kombination der Vorteile einer Erfassung und Weitergabe des aktuellen Überwachungsbereichs einer Überwachungseinrichtung, wie beispielsweise einer Überwachungskamera oder einem Bewegungsmelder, und der Zurverfügungstellung zumindest dieser Information an Personen, die sich zumindest innerhalb des Überwachungsbereichs befinden.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich durch die Möglichkeit einer selbständigen Erkennung von Überwachungseinrichtungen in Verbindung mit aktuellen Informationen über deren Betriebszustand. Die Erfindung ermöglicht eine Filterung bezüglich nicht vertrauenswürdiger Betreiber. Die Erfindung ermöglicht eine Anpassung an persönliche Vorlieben im Rahmen einer Personalisierung. So kann beispielsweise eine Benachrichtigung bei bestimmten erkannten Überwachungseinrichtungen, beispielsweise von Überwachungskameras im Schalterraum einer Bank, durch eine Benutzereinstellung oder durch ein Selbstlernverfahren unterdrückt werden. Die Erfindung benötigt keinerlei zusätzliche Infrastruktur und ist dadurch leicht in bestehende Überwachungseinrichtungen integrierbar und/oder nachrüstbar. Eine Verwendung eines am Körper bzw. von einer Person mitführbaren Benutzer-Endgeräts, welches die personenbezogenen Verfahrensschritte ausführt, erlaubt eine einfache Umsetzung der Erfindung im täglichen Leben. Die Erfindung kann mit einer dezentralen Architektur umgesetzt werden, was eine zeitnahe Verteilung von detaillierten Daten zu einer laufenden Überwachung in einer betroffenen Umgebung ermöglicht. Damit ist es möglich, die Erfindung bei immer wichtiger werdenden mobilen Überwachungssystemen, wie beispielsweise Drohnen, Autos oder Roboter einzusetzen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen

1 eine schematische Darstellung der technischen Komponenten einer erfindungsgemäßen Vorrichtung und deren Zusammenwirken;

2 eine schematische Darstellung des Aufbaus eines ersten Ausführungsbeispiels eines Kamera-Ansteckmoduls;

3 eine schematische Darstellung des Aufbaus eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Kamera-Ansteckmoduls;

4 eine schematische Darstellung eines Benutzer-Endgeräts mit Empfangsmodul;

5 eine schematische Darstellung eines Anwendungsbeispiels und einer Verwirklichung des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Die Erfindung basiert auf folgenden technischen Einrichtungen:

  • A) Eine Überwachungseinrichtung, beispielsweise eine Überwachungskamera oder ein Überwachungskamerasystem, die detaillierte Informationen über Art und Umfang der von ihr erfassten Daten an mobile Überwachungs-Erkennungsgeräte in ihrer Umgebung verteilt. Diese detaillierten Informationen sind:
    – Der Verwendungszweck der erfassten Daten;
    – Die Art der erfassten Daten, wie beispielsweise Schnappschuss, Videoaufzeichnung, Wärmebild, Ton und dergleichen;
    – Die Größe und Ausdehnung des Überwachungsbereichs, beispielsweise durch Angabe eines Polygons, von geographischen Koordinaten, einer Raumnummer oder dergleichen.
    – Der für die Überwachung Verantwortliche bzw. der Betreiber der Überwachung.
  • B) Ein mobiles Überwachungs-Erkennungsgerät mit einem Positionserkennungsmodul, welches:
    – seine aktuelle Position ermittelt, beispielsweise durch satellitengestützte Navigation, wie etwa per GPS, GLONASS, Galileo, oder per GSM, WLAN, IrDA-Beacons oder dergleichen,
    – Nachrichten die von dem Überwachungsgerät verteilt werden empfängt, sowie
    – die Nachrichten nach relevanten Kriterien filtert im Rahmen einer Kontextbezogenen Abstimmung bezüglich Position, nicht vertrauenswürdige Betreiber, eingestelltes Privatsphären-Niveau etc.

In 1 sind die nachfolgend detailliert beschriebenen technischen Komponenten sowie deren Zusammenwirken dargestellt.

Ein Überwachungskamerasystem 01 dient zur visuellen, vorzugsweise zur audio-visuellen Überwachung. Das Überwachungskamerasystem 01 umfasst vorzugsweise mindestens eine Überwachungskamera und kann Mittel zur Speicherung und Übertragung der erfassten Daten aufweisen.

Ein Kamera-Ansteckmodul 02 dient zur Bestimmung von Orientierung und Position einer Überwachungskamera eines Überwachungskamerasystems 01, Zoomfaktor, sowie Zustand des Überwachungskamerasystems 01, beispielsweise ob die Überwachungskamera ein- bzw. ausgeschaltet ist, ob eine gegebenenfalls vorhandene Batterie leer ist, ob sich die Überwachungskamera im Aufnahmemodus befindet, welche Aufnahmedauer verbleibt, welche Seriennummer die Überwachungskamera hat.

Ein Sendemodul 03, dient der Kommunikation mit Empfangsmodulen 05 von Benutzer-Endgeräten 04. Das Sendemodul 03 ist die Kommunikationskomponente des Kamera-Ansteckmoduls 02.

Das Benutzer-Endgerät 04 ist ein mobiles Überwachungs-Erkennungsgerät 04 ausgestattet mit einer Sensorik zur Feststellung, ob sich ein Überwachungskamerasystem 01 im Einflussbereich befindet. Das Benutzer-Endgerät 04 kann von einer Person 11 mitgeführt werden.

Das Empfangsmodul 05 ist eine technische Einrichtung, die in das Benutzer-Endgerät 04 integriert ist und Daten vom Überwachungskamerasystem 01 und/oder vom Sendemodul 03 entgegennehmen und interpretieren kann.

Eine Kontrolleinheit 06, beispielsweise in Form eines Displays 06, wie etwa einem alphanumerischen Display 06 dient der Darstellung überwachungsrelevanter Daten in geeigneter Form, beispielsweise visuell.

Die oben beschriebenen Komponenten vorausgeschickt, läuft ein erfindungsgemäßes Verfahren wie folgt ab:
Das Kamera-Ansteckmodul 02 ermittelt in einem ersten Verfahrensschritt mit Hilfe von Sensoren den aktuellen Überwachungsbereich 10 der mindestens einen Überwachungskamera 09 des Überwachungskamerasystems 01 und sendet diese Information in einem zweiten Verfahrensschritt zusammen mit weiteren Informationen über Art und Umfang der erfassten Daten in regelmäßigen Zeitabständen an die Benutzer-Endgeräte 04, die sich in seiner Umgebung befinden, beispielsweise über WLAN, Bluetooth, WiMax oder dergleichen.

Das Benutzer-Endgerät 04 ermittelt in einem dritten Verfahrensschritt seine Position an seinem aktuellen Aufenthaltsort, beispielsweise in Form von geographischen Koordinaten, einer WLAN-Access-Point-ID, eines IRdA-Beacons oder dergleichen, und gleicht diese in einem vierten Verfahrensschritt mit den Daten ab, die es von Überwachungskamerasystemen 01 in seiner Umgebung empfängt. Bei einer Übereinstimmung, bei der sich das Benutzer-Endgerät 04 beispielsweise in einem Überwachungsbereich 10 befindet, wird die Echtheit der Daten geprüft, beispielsweise durch Überprüfung einer Signatur. In einem fünften Verfahrensschritt wird ein Benutzer 11 des Benutzer-Endgeräts 04, der eine Person 11 ist, die das Benutzer-Endgerät 04 mit sich führt, gegebenenfalls durch Ausgabe einer beispielsweise akustischen und/oder visuellen Warnung durch die Kontrolleinheit 06 verständigt.

Eine Person 12, die in einen Überwachungsbereich 13 einer Kamera 14 tritt, die keine Informationen über ihren aktuellen Überwachungsbereich 13 ausgibt und/oder eine Person 12, die kein Benutzer-Endgerät 04 bei sich führt, wird nicht gewarnt und erfährt nichts von einer Überwachung.

Das erfindungsgemäße Verfahren verwendet die oben angeführten Komponenten um über eine gerichtete oder ungerichtete lokale Datenverbindung zwischen einem Sende- 03 und einem oder mehreren Empfangsmodulen 05 eine Verbindung herzustellen und persönlichkeitsschutzrelevante Daten zu übermitteln.

Dazu besitzt jedes der in den 2 und 3 dargestellten Kamera-Ansteckmodule 02 die folgenden Schnittstellen:

  • – Eine Informationserfassungsschnittstelle 07 in Form einer Einrichtung zur Erfassung, Verarbeitung und Speicherung gewonnener Daten, beispielsweise ein eingebettetes Computersystem. Bei den von der Informationserfassungsschnittstelle 07 erfassten Informationen handelt es sich um Position und/oder Ausrichtung eines Überwachungskamerasystems 01 bzw. einer Überwachungskamera, die Zeit, beispielsweise zur Synchronisation, sowie zusätzlich benötigte administrative Informationen.
  • – Eine Informationsübertragungsschnittstelle 08, welche die von der Informationserfassungsschnittstelle 07 erfassten und verarbeiteten Informationen mit geeigneten Empfangsmodulen 05 ausgestatteten Benutzer-Endgeräten 04 zur Verfügung stellt.

Bei dem in 2 dargestellten Kamera-Ansteckmodul 02 ist die Informationserfassungsschnittstelle 07 direkt mit einer Überwachungskamera 09 eines Überwachungskamerasystems 01 verbunden und bildet somit einen Teil eines Überwachungskamerasystems 01. Die Überwachungskamera 09 liefert alle notwendigen Informationen über ihre Ausrichtung, Position und den von ihr aktuell erfassten Überwachungsbereich 10.

Bei dem in 3 dargestellten Kamera-Ansteckmodul 02 erfasst die Informationserfassungsschnittstelle 07 mittels geeigneter Sensoren 15, 16 alle notwendigen Informationen über Ausrichtung, Position und den aktuell erfassten Überwachungsbereich 10 der Überwachungskamera 09. Bei dem Sensor 15 handelt es sich um einen Satellitenempfänger, 15, beispielsweise einen GPS-Empfänger, bei dem Sensor 16 handelt es sich beispielsweise um einen Drehwinkelgeber 16.

Die Informationserfassungsschnittstelle 07 des Kamera-Ansteckmoduls 02 kann die relevanten Informationen direkt (2), durch Berechnung (3), oder anhand der Konfiguration des Überwachungskamerasystems 01 gewinnen, oder durch eine Kombination dieser Möglichkeiten. Bei der direkten Gewinnung greift die Informationserfassungsschnittstelle 07 direkt auf entsprechende Kameraparameter zu, sofern die Überwachungskamera 09 bzw. das Überwachungskamerasystem 01 über entsprechende technische Möglichkeiten verfügt. Eine Berechnung setzt geeignete Sensoren voraus. Anhand der Konfiguration eines statischen Überwachungskamerasystems mit Überwachungskameras ohne PTZ-Eigenschaften können ebenfalls die relevanten Informationen gewonnen werden.

Die Informationsübertragungsschnittstelle 08 ist ein vorzugsweise unidirektionales Sendemodul, welches die über die Informationserfassungsschnittstelle 07 gewonnenen und dann verarbeiteten und gespeicherten Daten in Verbindung mit einem Benutzer-Endgerät 04 zur Verfügung stellt. Das Sendemodul 03 umfasst vorzugsweise eine Funkschnittstelle 18 sowie eine optische Infrarotschnittstelle 19. Das Sendemodul 03 sendet die Daten ungerichtet oder gerichtet.

Eine Steuereinheit 17 ist zwischen Informationserfassungsschnittstelle 07 und Informationsübertragungsschnittstelle 08 des Kamera-Ansteckmoduls 02 angeordnet.

Das in 4 dargestellte Benutzer-Endgerät 04 umfasst ein Empfangsmodul 05 und eine Kontrolleinheit 06 in Form eines Displays 20 und eines Lautsprechers 21. Das Benutzer-Endgerät 04 ermöglicht durch Verwendung geeigneter Technologien, wie beispielsweise optischer Sensoren, ein gezieltes Auffinden von Überwachungskameras im Sichtbereich des Benutzer-Endgeräts 04 bzw. eines Benutzers, der ein Benutzer-Endgerät 04 bei sich trägt. Eine Benachrichtigung, dass ein Überwachungskamerasystem 01 den Benutzer erfasst hat, kann auf Anfrage des Benutzers oder automatisch ausgegeben werden. Ebenfalls kann vorgesehen sein, dass das Benutzer-Endgerät 04 beispielsweise durch einen Automatismus mittels des Empfangsmoduls 05 Überwachungskamerasysteme in der Umgebung erkennt. Auch hier kann eine Benachrichtigung, dass ein Überwachungskamerasystem den Benutzer erfasst hat, auf Anfrage des Benutzers oder automatisch ausgegeben werden.

Dabei können visuell und/oder akustisch ausgegeben werden:

  • – Die Art der Daten, die erfasst werden, beispielsweise Foto, Wärmebild, Video, Ton, biometrische Merkmale, Autokennzeichen und dergleichen.
  • – Von wem das Überwachungssystem betrieben wird.
  • – Wie lange die Daten gespeichert werden.
  • – Unter welchen Bedingungen die Daten weitergegeben werden.

5 zeigt ein Anwendungsbeispiel der Erfindung, bei dem ein Benutzer 11 von links kommend in einem Überwachungsbereich 10 eines Überwachungskamerasystems 01 mit zwei Überwachungskameras 09 eintritt. Befindet sich der Benutzer 11 links noch außerhalb der Überwachungsbereiche 10 beider Kameras 09 des Überwachungskamerasystems 01, zeigt das Benutzer-Endgerät 04 keine Überwachungskamera 09 an, die den Benutzer 11 aufnimmt. Sobald der Benutzer 11 einen Überwachungsbereich 10 betritt, wird die Erfassung des Benutzers 11 durch eine Kamera 09 auf dem Display 06 des Benutzer-Endgeräts 04 angezeigt. Sobald der Benutzer 11 einen Überlappungsbereich zweier Überwachungsbereiche 10 betritt, wird die Erfassung des Benutzers 11 durch zwei Kameras 09 auf dem Display 06 des Benutzer-Endgeräts 04 angezeigt. Verlässt der Benutzer 11 den Überwachungsbereich 10 wieder, zeigt das Benutzer-Endgerät 04 wieder keine Kamera 09 in der Umgebung an.

Wichtig ist hervorzuheben, dass das erfindungsgemäße Verfahren durch Verwendung eines Kamera-Ansteckmoduls 02 leicht in bestehende Überwachungskamerasysteme integriert werden kann.