Title:
Neue mit Fluor substituierte 1,4-Benzothiepin-1,1-Dioxidderivate, diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel und deren Verwendung
Kind Code:
B4


Abstract:

Verbindungen der Formel I, worin bedeuten
X NH;
R1 (C1-C6)-Alkyl;
R4 F;
R4' H, F;
R2, R2', R3, R3', R5, R5' unabhängig voneinander H, F, Cl, Br, I, OH, -(CH2)-OH, CH2F, CHF2, CF3, NO2, N3, CN, S(O)p-R6, (C1-C6)-Alkylen-S(O)p-R6, COOH, COO(C1-C6)Alkyl, CONH2, CONH(C1-C6)Alkyl, CON[(C1-C6)Alkyl]2, (C1-C6)-Alkyl, (C2-C6)-Alkenyl, (C2-C6)-Alkinyl, O-(C1-C6)-Alkyl, wobei in den Alkylresten ein, mehrere, oder alle Wasserstoff(e) durch Fluor ersetzt sein können;
Phenyl -(CH2)-Phenyl, -(CH2)n-Phenyl, O-Phenyl, O-(CH2)m-Phenyl, -(CH2)-O-(CH2)m-Phenyl, wobei der Phenylring ein bis 3-fach substituiert sein kann mit F, Cl, Br, I, OH, CF3, NO2, CN, OCF3, O-(C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)-Alkyl, NH2, NH(C1-C6)-Alkyl, N((C1-C6)-Alkyl)2, SO2-CH3, COOH, COO-(C1-C6)-Alkyl, CONH2;
R6 H, OH, (C1-C6)-Alkyl, NH2, NH(C1-C6)-Alkyl, N((C1-C6)-Alkyl)2;
n 2, 3, 4, 5, 6;
m 1, 2, 3, 4, 5, 6;
p 0, 1, 2;
sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze.




Inventors:
Frick, Wendelin, Dr. (65510, Hünstetten, DE)
Glombik, Heiner, Dr. (65719, Hofheim, DE)
Theis, Stefan, Dr. (60594, Frankfurt, DE)
Heuer, Hubert, Dr. (55270, Schwabenheim, DE)
Schaefer, Hans-Ludwig, Dr. (65239, Hochheim, DE)
Kramer, Werner, Prof. Dr. Dr. (55130, Mainz, DE)
Application Number:
DE102006053637
Publication Date:
05/15/2008
Filing Date:
11/14/2006
Assignee:
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, 65929 (DE)
Domestic Patent References:
DE102004028241A1N/A2006-01-05



Foreign References:
WO2003018024A12003-03-06
Claims:
1. Verbindungen der Formel I, worin bedeuten
X NH;
R1 (C1-C6)-Alkyl;
R4 F;
R4' H, F;
R2, R2', R3, R3', R5, R5' unabhängig voneinander H, F, Cl, Br, I, OH, -(CH2)-OH, CH2F, CHF2, CF3, NO2, N3, CN, S(O)p-R6, (C1-C6)-Alkylen-S(O)p-R6, COOH, COO(C1-C6)Alkyl, CONH2, CONH(C1-C6)Alkyl, CON[(C1-C6)Alkyl]2, (C1-C6)-Alkyl, (C2-C6)-Alkenyl, (C2-C6)-Alkinyl, O-(C1-C6)-Alkyl, wobei in den Alkylresten ein, mehrere, oder alle Wasserstoff(e) durch Fluor ersetzt sein können;
Phenyl -(CH2)-Phenyl, -(CH2)n-Phenyl, O-Phenyl, O-(CH2)m-Phenyl, -(CH2)-O-(CH2)m-Phenyl, wobei der Phenylring ein bis 3-fach substituiert sein kann mit F, Cl, Br, I, OH, CF3, NO2, CN, OCF3, O-(C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)-Alkyl, NH2, NH(C1-C6)-Alkyl, N((C1-C6)-Alkyl)2, SO2-CH3, COOH, COO-(C1-C6)-Alkyl, CONH2;
R6 H, OH, (C1-C6)-Alkyl, NH2, NH(C1-C6)-Alkyl, N((C1-C6)-Alkyl)2;
n 2, 3, 4, 5, 6;
m 1, 2, 3, 4, 5, 6;
p 0, 1, 2;
sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze.

2. Arzneimittel enthaltend Verbindungen der Formel I, gemäß Anspruch 1.

3. Arzneimittel, gemäß gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß es als weiteren Hilfsstoff eine oder mehrere Metallsalze enthält.

4. Verwendung der Verbindungen der Formel I, gemäß Anspruch 1 zur Herstellung eines Medikaments zur Behandlung von Hyperlipidämie.

5. Verwendung der Verbindungen der Formel I, gemäß Anspruch 1 zur Herstellung eines Medikaments zur Senkung des Serumcholesterinspiegels.

Description:

Die Erfindung betrifft mit Fluor substituierte 1,4-Benzothiepin-1,1-Dioxidderivate und deren physiologisch verträgliche Salze.

Es sind bereits strukturähnliche 1,4-Benzothiepin-1,1-Dioxidderivate beschrieben worden (US 5,994,391, WO 03/018024 A1, DE 10 2004 028 241 A1).

Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, weitere Verbindungen zur Verfügung zu stellen, die eine hypolipidämische Wirkung zeigen.

Die Erfindung betrifft daher die Verbindung der Formel I worin bedeuten
X NH;
R1 (C1-C6)-Alkyl;
R4 F;
R4' H, F;
R2, R2', R3, R3', R5, R5' unabhängig voneinander H, F, Cl, Br, I, OH, -(CH2)-OH, CH2F, CHF2, CF3, NO2, N3, CN, S(O)p-R6, (C1-C6)-Alkylen-S(O)p-R6, COOH, COO(C1-C6)Alkyl, CONH2, CONH(C1-C6)Alkyl, CON[(C1-C6)Alkyl]2, (C1-C6)-Alkyl, (C2-C6)-Alkenyl, (C2-C6)-Alkinyl, O-(C1-C6)-Alkyl, wobei in den Alkylresten ein, mehrere, oder alle Wasserstoff(e) durch Fluor ersetzt sein können;
Phenyl, -(CH2)-Phenyl, -(CH2)n-Phenyl, O-Phenyl, O-(CH2)m-Phenyl, -(CH2)-O-(CH2)m-Phenyl, wobei der Phenylring ein bis 3-fach substituiert sein kann mit F, Cl, Br, I, OH, CF3, NO2, CN, OCF3, O-(C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)-Alkyl, NH2, NH(C1-C6)-Alkyl, N((C1-C6)-Alkyl)2, SO2-CH3, COOH, COO-(C1-C6)-Alkyl, CONH2;
R6 H, OH, (C1-C6)-Alkyl, NH2, NH(C1-C6)-Alkyl, N((C1-C6)-Alkyl)2;
n 2, 3, 4, 5, 6;
m 1, 2, 3, 4, 5, 6;
p 0, 1, 2;
sowie deren pharmazeutisch verträgliche Salze.

Weiterhin bevorzugt sind Verbindungen der Formel I, worin ein, zwei oder drei der Reste R2, R2', R3, R3', R5, R5' die Bedeutung OH besitzen.

Können Reste oder Substituenten mehrfach in den Verbindungen der Formeln I auftreten, so können sie alle unabhängig voneinander die angegebene Bedeutung haben und gleich oder verschieden sein.

Die Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl-, Alkylen-, Alkenylen- und Alkinylenreste in den Resten R1, R2, R2', R3, R3', R5, R5' und R6 können sowohl geradkettig wie verzweigt sein.

Die Erfindung bezieht sich auf Verbindungen der Formel I, in Form ihrer Tautomere, Racemate, racemischen Mischungen, Stereoisomerengemische, reinen Stereoisomere, Diastereoisomerengemische, reinen Diastereoisomere. Die Trennung der Gemische erfolgt zum Beispiel auf chromatographischem Weg.

Pharmazeutisch verträgliche Salze sind aufgrund ihrer höheren Wasserlöslichkeit gegenüber den Ausgangs- bzw. Basisverbindungen besonders geeignet für medizinische Anwendungen. Diese Salze müssen ein pharmazeutisch verträgliches Anion oder Kation aufweisen. Geeignete pharmazeutisch verträgliche Säureadditionssalze der erfindungsgemäßen Verbindungen sind Salze anorganischer Säuren, wie Salzsäure, Bromwasserstoff-, Phosphor-, Metaphosphor, Salpeter- und Schwefelsäure sowie organischer Säuren, wie z. B. Essigsäure, Benzolsulfon-, Benzoe-, Zitronen-, Ethansulfon-, Fumar-, Glucon-, Glykol-, Isethion-, Milch-, Lactobion-, Malein-, Äpfel-, Methansulfon-, Bernstein-, p-Toluolsulfon- und Weinsäure. Geeignete pharmazeutisch verträgliche basische Salze sind Ammoniumsalze, Alkalimetallsalze (wie Natrium- und Kaliumsalze), Erdalkalisalze (wie Magnesium- und Calciumsalze), Trometamol (2-Amino-2-hydroxymethyl-1,3-propandiol), Diethanolamin, Lysin oder Ethylendiamin.

Salze mit einem nicht pharmazeutisch verträglichen Anion, wie zum Beispiel Trifluoracetat, gehören ebenfalls in den Rahmen der Erfindung als nützliche Zwischenprodukte für die Herstellung oder Reinigung pharmazeutisch verträglicher Salze und/oder für die Verwendung in nicht-therapeutischen, zum Beispiel in-vitro-Anwendungen.

Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch in verschiedenen polymorphen Formen vorliegen, z. B. als amorphe und kristalline polymorphe Formen. Alle polymorphen Formen der erfindungsgemäßen Verbindungen gehören in den Rahmen der Erfindung und sind ein weiterer Aspekt der Erfindung.

Nachfolgend beziehen sich alle Verweise auf ”Verbindung(en) gemäß Formel I” auf Verbindung(en) der Formel I wie vorstehend beschrieben, sowie ihre Salze und Solvate wie hierin beschrieben.

Unter einem Alkylrest wird eine geradkettige oder verzweigte Kohlenwasserstofflkette mit einem bis acht Kohlenstoffen verstanden, wie z. B. Methyl, Ethyl, iso-Propyl, tert.-Butyl, Hexyl, Heptyl, Octyl. Die Alkylreste können einfach oder mehrfach wie oben beschrieben substituiert sein.

Die Verbindung(en) der Formel I können auch in Kombination mit weiteren Wirkstoffen verabreicht werden.

Die Menge einer Verbindung gemäß Formel I, die erforderlich ist, um den gewünschten biologischen Effekt zu erreichen, ist abhängig von einer Reihe von Faktoren, z. B. der gewählten spezifischen Verbindung, der beabsichtigten Verwendung, der Art der Verabreichung und dem klinischen Zustand des Patienten. Im Allgemeinen liegt die Tagesdosis im Bereich von 0,3 mg bis 100 mg (typischerweise von 3 mg und 50 mg) pro Tag pro Kilogramm Körpergewicht, z. B. 3–10 mg/kg/Tag. Eine intravenöse Dosis kann z. B. im Bereich von 0,3 mg bis 1,0 mg/kg liegen, die geeigneterweise als Infusion von 10 ng bis 100 ng pro Kilogramm pro Minute verabreicht werden kann. Geeignete Infusionslösungen für diese Zwecke können z. B. von 0,1 ng bis 10 mg, typischerweise von 1 ng bis 10 mg pro Milliliter, enthalten. Einzeldosen können z. B. von 1 mg bis 10 g des Wirkstoffs enthalten. Somit können Ampullen für Injektionen beispielsweise von 1 mg bis 100 mg, und oral verabreichbare Einzeldosisformulierungen, wie zum Beispiel Tabletten oder Kapseln, können beispielsweise von 1,0 bis 1000 mg, typischerweise von 10 bis 600 mg enthalten. Zur Therapie der oben genannten Zustände können die Verbindungen gemäß Formel I selbst als Verbindung verwendet werden, vorzugsweise liegen sie jedoch mit einem verträglichen Träger in Form einer pharmazeutischen Zusammensetzung vor. Der Träger muss natürlich verträglich sein, in dem Sinne, dass er mit den anderen Bestandteilen der Zusammensetzung kompatibel ist und nicht gesundheitsschädlich für den Patienten ist. Der Träger kann ein Feststoff oder eine Flüssigkeit oder beides sein und wird vorzugsweise mit der Verbindung als Einzeldosis formuliert, beispielsweise als Tablette, die von 0,05% bis 95 Gew.-% des Wirkstoffs enthalten kann. Weitere pharmazeutisch aktive Substanzen können ebenfalls vorhanden sein, einschließlich weiterer Verbindungen gemäß Formel I. Die erfindungsgemäßen pharmazeutischen Zusammensetzungen können nach einer der bekannten pharmazeutischen Methoden hergestellt werden, die im wesentlichen darin bestehen, dass die Bestandteile mit pharmakologisch verträglichen Träger- und/oder Hilfsstoffen gemischt werden.

Erfindungsgemäße pharmazeutische Zusammensetzungen sind solche, die für orale, rektale, topische, perorale (z. B. sublinguale) und parenterale (z. B. subkutane, intramuskuläre, intradermale oder intravenöse) Verabreichung geeignet sind, wenngleich die geeignetste Verabreichungsweise in jedem Einzelfall von der Art und Schwere des zu behandelnden Zustandes und von der Art der jeweils verwendeten Verbindung gemäß Formel I abhängig ist. Auch dragierte Formulierungen und dragierte Retardformulierungen gehören in den Rahmen der Erfindung. Bevorzugt sind säure- und magensaftresistente Formulierungen. Geeignete magensaftresistente Beschichtungen umfassen Celluloseacetatphthalat, Poylvinylacetatphthalat, Hydroxypropylmethylcellulosephthalat und anionische Polymere von Methacrylsäure und Methacrylsäuremethylester.

Geeignete pharmazeutische Verbindungen für die orale Verabreichung können in separaten Einheiten vorliegen, wie zum Beispiel Kapseln, Oblatenkapseln, Lutschtabletten oder Tabletten, die jeweils eine bestimmte Menge der Verbindung gemäß Formel I enthalten; als Pulver oder Granulate; als Lösung oder Suspension in einer wässrigen oder nicht-wässrigen Flüssigkeit; oder als eine Öl-in-Wasser- oder Wasser-in-Öl-Emulsion. Diese Zusammensetzungen können, wie bereits erwähnt, nach jeder geeigneten pharmazeutischen Methode zubereitet werden, die einen Schritt umfasst, bei dem der Wirkstoff und der Träger (der aus einem oder mehreren zusätzlichen Bestandteilen bestehen kann) in Kontakt gebracht werden. Im allgemeinen werden die Zusammensetzungen durch gleichmäßiges und homogenes Vermischen des Wirkstoffs mit einem flüssigen und/oder feinverteilten festen Träger hergestellt, wonach das Produkt, falls erforderlich, geformt wird. So kann beispielsweise eine Tablette hergestellt werden, indem ein Pulver oder Granulat der Verbindung verpresst oder geformt wird, gegebenenfalls mit einem oder mehreren zusätzlichen Bestandteilen. Gepresste Tabletten können durch tablettieren der Verbindung in frei fließender Form, wie beispielsweise einem Pulver oder Granulat, gegebenenfalls gemischt mit einem Bindemittel, Gleitmittel, inertem Verdünner und/oder einem (mehreren) oberflächenaktiven/dispergierenden Mittel in einer geeigneten Maschine hergestellt werden. Geformte Tabletten können durch Formen der pulverförmigen, mit einem inerten flüssigen Verdünnungsmittel befeuchteten Verbindung in einer geeigneten Maschine hergestellt werden.

Pharmazeutische Zusammensetzungen, die für eine perorale (sublinguale) Verabreichung geeignet sind, umfassen Lutschtabletten, die eine Verbindung gemäß Formel I mit einem Geschmacksstoff enthalten, üblicherweise Saccharose und Gummi arabicum oder Tragant, und Pastillen, die die Verbindung in einer inerten Basis wie Gelatine und Glycerin oder Saccharose und Gummi arabicum umfassen.

Geeignete pharmazeutische Zusammensetzungen für die parenterale Verabreichung umfassen vorzugsweise sterile wässrige Zubereitungen einer Verbindung gemäß Formel I, die vorzugsweise isotonisch mit dem Blut des vorgesehenen Empfängers sind. Diese Zubereitungen werden vorzugsweise intravenös verabreicht, wenngleich die Verabreichung auch subkutan, intramuskulär oder intradermal als Injektion erfolgen kann. Diese Zubereitungen können vorzugsweise hergestellt werden, indem die Verbindung mit Wasser gemischt wird und die erhaltene Lösung steril und mit dem Blut isotonisch gemacht wird. Injizierbare erfindungsgemäße Zusammensetzungen enthalten im Allgemeinen von 0,1 bis 5 Gew.-% der aktiven Verbindung.

Geeignete pharmazeutische Zusammensetzungen für die rektale Verabreichung liegen vorzugsweise als Einzeldosis-Zäpfchen vor. Diese können hergestellt werden, indem man eine Verbindung gemäß Formel I mit einem oder mehreren herkömmlichen festen Trägern, beispielsweise Kakaobutter, mischt und das entstehende Gemisch in Form bringt.

Geeignete pharmazeutische Zusammensetzungen für die topische Anwendung auf der Haut liegen vorzugsweise als Salbe, Creme, Lotion, Paste, Spray, Aerosol oder Öl vor. Als Träger können Vaseline, Lanolin, Polyethylenglykole, Alkohole und Kombinationen von zwei oder mehreren dieser Substanzen verwendet werden. Der Wirkstoff ist im Allgemeinen in einer Konzentration von 0,1 bis 15 Gew.-% der Zusammensetzung vorhanden, beispielsweise von 0,5 bis 2%.

Auch eine transdermale Verabreichung ist möglich. Geeignete pharmazeutische Zusammensetzungen für transdermale Anwendungen können als einzelne Pflaster vorliegen, die für einen langzeitigen engen Kontakt mit der Epidermis des Patienten geeignet sind. Solche Pflaster enthalten geeigneterweise den Wirkstoff in einer gegebenenfalls gepufferten wässrigen Lösung, gelöst und/oder dispergiert in einem Haftmittel oder dispergiert in einem Polymer. Eine geeignete Wirkstoff-Konzentration beträgt ca. 1% bis 35%, vorzugsweise ca. 3% bis 15%. Als eine besondere Möglichkeit kann der Wirkstoff, wie beispielsweise in Pharmaceutical Research, 2(6): 318 (1986) beschrieben, durch Elektrotransport oder Iontophorese freigesetzt werden.

Als weitere Wirkstoffe für die Kombinationspräparate sind geeignet:
Alle Antidiabetika, die in der Roten Liste 2006, Kapitel 12 genannt sind; alle Abmagerungsmittel/Appetitzügler, die in der Roten Liste 2006, Kapitel 1 genannt sind; alle Lipidsenker, die in der Roten Liste 2006, Kapitel 58 genannt sind. Sie können mit der erfindungsgemäßen Verbindung der Formel I insbesondere zur synergistischen Wirkungsverbesserung kombiniert werden. Die Verabreichung der Wirkstoffkombination kann entweder durch getrennte Gabe der Wirkstoffe an den Patienten oder in Form von Kombinationspräparaten, worin mehrere Wirkstoffe in einer pharmazeutischen Zubereitung vorliegen, erfolgen. Die meisten der nachfolgend aufgeführten Wirkstoffe sind in USP Dictionary of USAN and International Drug Names, US Pharmacopeia, Rockville 2001, offenbart.

Antidiabetika umfassen Insulin und Insulinderivate, wie z. B. Lantus® (siehe www.lantus.com) oder HMR 1964 oder Levemir® (insulin detemir) oder solche, wie sie in WO2005005477 (Novo Nordisk) beschrieben sind, schnell wirkende Insuline (siehe US 6,221,633), inhalierbare Insuline, wie z. B. Exubera® oder orale Insuline, wie z. B. IN-105 (Nobex) oder Oral-lynTM (Generex Biotechnology), GLP-1-Derivate wie z. B. Exenatide, Liraglutide oder diejenigen die in WO 98/08871, WO2005027978, WO2006037811, WO200603781 von Novo Nordisk A/S, in WO 01/04156 von Zealand oder in WO 00/34331 von Beaufour-Ipsen offenbart wurden, Pramlintide Acetat (Symlin; Amylin Pharmaceuticals), sowie oral wirksame hypoglykämische Wirkstoffe.

Die oral wirksamen hypoglykämischen Wirkstoffe umfassen vorzugsweise
Sulfonylharnstoffe,
Biguanidine,
Meglitinide,
Oxadiazolidindione,
Thiazolidindione,
Glukosidase-Inhibitoren,
Hemmstoffe der Glykogenphosphorylase,
Glukagon-Antagonisten,
Glukokinaseaktivatoren,
Inhibitoren der Fructose-1,6-bisphosphatase
Modulatoren des Glukosetransporters-4 (GLUT4),
Inhibitoren der Glutamin-Fructose-6-Phosphat-Amidotransferase (GFAT),
GLP-1-Agonisten, Kaliumkanalöffner, wie z. B. diejenigen, die in WO 97/26265 und WO 99/03861 von Novo Nordisk A/S offenbart wurden oder die, die in WO2006045799 beschrieben sind (Solvay),
Inhibitoren der Dipeptidylpeptidase-IV (DPP-IV),
Insulin-Sensitizer,
Inhibitoren von Leberenzymen, die an der Stimulation der Glukoneogenese und/oder Glykogenolyse beteiligt sind,
Modulatoren der Glukoseaufnahme, des Glukosetransports und der Glukoserückresorption,
Hemmstoffe der 11β-HSD1,
Inhibitoren der Protein-Tyrosin-Phosphatase-1B (PTP1B),
Modulatoren des natrium-abhängigen Glukosetransporters 1 oder 2 (SGLT1, SGLT2),
den Fettstoffwechsel verändernde Verbindungen wie antihyperlipidämische Wirkstoffe und antilipidämische Wirkstoffe,
Verbindungen, die die Nahrungsmitteleinnahme verringern,
Verbindungen, die die Thermogenese erhöhen,
PPAR- und RXR-Modulatoren und
Wirkstoffe, die auf den ATP-abhängigen Kaliumkanal der Betazellen wirken.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem HMGCoA-Reduktase Inhibitor wie Simvastatin, Fluvastatin, Pravastatin, Lovastatin, Atorvastatin, Cerivastatin, Rosuvastatin, L-659699
verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Cholesterinresorptionsinhibitor, wie z. B. Ezetimibe, Tiqueside, Pamaqueside, FM-VP4 (sitostanol/campesterol ascorbyl phosphat; Forbes Medi-Tech, WO2005042692, WO2005005453), MD-0727 (Microbia Inc., WO2005021497, WO2005021495) oder mit Verbindungen, wie in WO2002066464 (Kotobuki Pharmaceutical Co. Ltd.) oder WO2005044256 oder WO2005062824 (Merck & Co.) oder WO2005061451 und WO2005061452 (AstraZeneca AB) und WO2006017257 (Phenomix) oder WO2005033100 (Lipideon Biotechnology AG) beschrieben, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit VytorinTM, einer festen Kombination von Ezetimibe mit Simvastatin, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einer festen Kombination von Ezetimibe mit Fenofibrat verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einer festen Kombination von Fenofibrat mit Rosuvastatin verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit ISIS-301012, einem Antisense-Oligonukleotid, welches in der Lage ist, das Apolipoprotein B Gen zu regulieren, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem PPAR gamma Agonisten, wie z. B. Rosiglitazon, Pioglitazon, JTT-501, GI 262570, R-483, CS-011 (Rivoglitazon) verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit CompetactTM, einer festen Kombination von Pioglitazon Hydrochlorid mit Metformin Hydrochlorid, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit duetactTM, einer festen Kombination von Pioglitazon Hydrochlorid mit Glimepirid, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Avandamet®, einer festen Kombination von Rosiglitazon Maleat mit Metformin Hydrochlorid, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit PPAR alpha Agonisten, wie z. B. GW9578, GW-590735, K-111, LY-674, KRP-101, DRF-10945 verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem gemischten PPAR alpha/gamma Agonisten, wie z. B. Naveglitazar, LY-510929, ONO-5129, E-3030, AVE 8042, AVE 8134, AVE 0847, oder wie in PCT/US 00/11833, PCT/US 00/11490, DE10142734.4 oder in J. P. Berger et al., TRENDS in Pharmacological Sciences 28(5), 244–251, 2005 beschrieben, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem PPAR delta Agonisten, wie z. B. GW-501516 verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Metaglidasen oder mit MBX-2044 oder anderen partiellen PPAR gamma Agonisten/Antagonisten verabreicht Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Aktivator der AMP-aktivierten Proteinkinase (AMPK), wie z. B. A-769662 oder solchen Verbindungen wie sie in US20050038068 beschrieben sind, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Fibrat, wie z. B. Fenofibrat, Clofibrat, Bezafibrat, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem MTP-Inhibitor, wie z. B. Implitapide, BMS-201038, R-103757 oder solchen wie in WO2005085226, WO2005121091, WO2006010423 beschrieben, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem CETP-Inhibitor, wie z. B. Torcetrapib oder JTT-705 oder solchen wie sie in WO2006002342, WO2006010422, WO2006012093 beschrieben sind, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Gallensäureresorptionsinhibitor (siehe z. B. US 6,245,744, US 6,221,897 oder WO00/61568), wie z. B. HMR 1741 oder solchen wie in DE 10 2005 033 099.1 und DE 10 2005 033 100.9 beschrieben, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem polymeren Gallensäureadsorber, wie z. B. Cholestyramin, Colesevelam, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem LDL-Rezeptorinducer (siehe US 6,342,512), wie z. B. HMR1171, HMR1586, oder solchen wie in WO2005097738 beschrieben, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Omacor® (Omega-3-Fettsäuren; hochkonzentrierte Ethylester der Eicosapentaensäure und der Docosahexaensäure) verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem ACAT-Inhibitor, wie z. B. Avasimibe oder SMP-797, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Antioxidans, wie z. B. OPC-14117, Probucol, Tocopherol, Ascorbinsäure, β-Caroten oder Selen verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Vitamin, wie z. B. Vitamin B6 oder Vitamin B12 verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Lipoprotein-Lipase Modulator, wie z. B. Ibrolipim (NO-1886), verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem ATP-Citrat-Lyase Inhibitor, wie z. B. SB-204990, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Squalen Synthetase Inhibitor, wie z. B. BMS-188494 oder wie in WO2005077907 beschrieben, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Lipoprotein(a) antagonist, wie z. B. Gemcabene (CI-1027) verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Agonisten des GPR109A (HM74A Rezeptor Agonisten), wie z. B. Nicotinsäure oder „extended release niacin” in Verbindung mit MK-0524A oder solchen Verbindungen, wie sie in WO2006045565, WO2006045564, WO2006069242 beschrieben sind, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Agonisten des GPR116, wie sie z. B. in WO2006067531, WO2006067532 beschrieben sind, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Lipase Inhibitor, wie z. B. Orlistat oder Cetilistat (ATL-962), verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Insulin verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff, wie z. B. Tolbutamid, Glibenclamid, Glipizid oder Glimepirid verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einer die Insulinsekretion verstärkende Substanz, wie z. B. KCP-265 (WO2003097064), verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Agonisten des glucose-abhängigen insulinotropischen Rezeptors (GDIR) wie z. B. APD-668 verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Biguanid, wie z. B. Metformin, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Meglitinid, wie z. B. Repaglinide oder Nateglinid, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Thiazolidindion, wie z. B. Troglitazon, Ciglitazon, Pioglitazon, Rosiglitazon oder den in WO 97/41097 von Dr. Reddy's Research Foundation offenbarten Verbindungen, insbesondere 5-[[4-[(3,4-Dihydro-3-methyl-4-oxo-2-chinazolinylmethoxy]phenyl]methyl]-2,4-thiazolidindion, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem α-Glukosidase-Inhibitor, wie z. B. Miglitol oder Acarbose, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Wirkstoff verabreicht werden, der auf den ATP-abhängigen Kaliumkanal der Betazellen wirkt, wie z. B. Tolbutamid, Glibenclamid, Glipizid, Glimepirid oder Repaglinid.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit mehr als einer der vorstehend genannten Verbindungen, z. B. in Kombination mit einem Sulfonylharnstoff und Metformin, einem Sulfonylharnstoff und Acarbose, Repaglinid und Metformin, Insulin und einem Sulfonylharnstoff, Insulin und Metformin, Insulin und Troglitazon, Insulin und Lovastatin, etc. verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Hemmstoff der Glykogenphosphorylase, wie z. B. PSN-357 oder FR-258900 oder solchen wie in WO2003084922, WO2004007455, WO2005073229-31, WO2005067932 beschrieben, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Glukagon-Rezeptor-Antagonisten, wie z. B. A-770077 oder NNC-25-2504 oder wie in WO2004100875, WO2005065680, beschrieben, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Aktivatoren der Glukokinase, wie z. B. LY-2121260 (WO2004063179), PSN-105, PSN-110, GKA-50 oder solchen wie sie z. B. in WO2004072031, WO2004072066, WO2005080360, WO2005044801, WO2006016194, WO2006058923 beschrieben sind, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Inhibitor der Glukoneogenese, wie z. B. FR-225654, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Inhibitoren der Fructose-1,6-bisphosphatase (FBPase) wie z. B. CS-917 (MB-06322) oder MB-07803 oder solchen wie sie in WO2006023515 beschrieben sind, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Modulatoren des Glukosetransporters-4 (GLUT4), wie z. B. KST-48 (D.-O. Lee et al.: Arzneim.-Forsch. Drug Res. 54 (12), 835 (2004)), verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Inhibitoren der Glutamin-Fructose-6-Phosphat-Amidotransferase (GFAT), wie sie z. B. in WO2004101528 beschrieben sind, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Inhibitoren der Dipeptidylpeptidase-IV (DPP-IV), wie z. B. Vildagliptin (LAF-237), Sitagliptin (MK-0431), Saxagliptin ((BMS-477118), GSK-823093, PSN-9301, SYR-322, SYR-619, TA-6666, TS-021, GRC-8200, GW-825964X, KRP-104, DP-893 oder wie sie in WO2003074500, WO2003106456, WO200450658, WO2005058901, WO2005012312, WO2005/012308, WO2006039325, WO2006058064, PCT/EP2005/007821, PCT/EP2005/008005, PCT/EP2005/008002, PCT/EP2005/008004, PCT/EP2005/008283, DE 10 2005 012874.2 oder DE 10 2005 012873.4 beschrieben sind, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit JanuviaTM, einer festen Kombination von Sitagliptin Phosphat mit Metformin hydrochlorid, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Hemmstoffen der 11-beta-Hydroxysteroid-Dehydrogenase-1 (11β-HSD1), wie z. B. BVT-2733, JNJ-25918646, INCB-13739 oder solche, wie sie z. B. in WO200190090-94, WO200343999, WO2004112782, WO200344000, WO200344009, WO2004112779, WO2004113310, WO2004103980, WO2004112784, WO2003065983, WO2003104207, WO2003104208, WO2004106294, WO2004011410, WO2004033427, WO2004041264, WO2004037251, WO2004056744, WO2004058730, WO2004065351, WO2004089367, WO2004089380, WO2004089470-71, WO2004089896, WO2005016877, WO2005097759, WO2006010546, WO2006012227, WO2006012173, WO2006017542, WO2006034804, WO2006040329, WO2006051662, WO2006048750, WO2006049952, WO2006048331, WO2006050908, WO2006024627, WO2006040329, WO2006066109 beschrieben sind, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Inhibitoren der Protein-Tyrosin-Phosphatase-1B (PTP1B), wie sie z. B. in WO200119830-31, WO200117516, WO2004506446, WO2005012295, WO2005116003, PCT/EP2005/005311, PCT/EP2005/005321, PCT/EP2005/007151, PCT/EP2005/01294 oder DE 10 2004 060542.4 beschrieben sind, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Modulatoren des natrium-abhängigen Glukosetransporters 1 oder 2 (SGLT1, SGLT2), wie z. B. KGA-2727, T-1095, SGL-0010, AVE 2268 und SAR 7226 oder wie sie z. B. in WO2004007517, WO200452903, WO200452902, PCT/EP2005/005959, WO2005085237, JP2004359630, WO2005121161, WO2006018150, WO2006035796, WO2006062224, WO2006058597 oder von A. L. Handlon in Expert Opin. Ther. Patents (2005) 15(11), 1531–1540 beschrieben sind, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Modulatoren des GPR40 verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Modulatoren des GPR119b, wie sie z. B. in WO2004041274 beschrieben sind, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Modulatoren des GPR119, wie sie z. B. in WO2005061489 (PSN-632408) beschrieben sind, verabreicht werden. Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Inhibitoren der hormon-sensitiven Lipase (HSL), wie z. B. in WO2005073199 beschrieben, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Hemmstoffen der Acetyl-CoA Carboxylase (ACC) wie z. B. solchen wie in WO199946262, WO200372197, WO2003072197, WO2005044814, WO2005108370, JP2006131559 beschrieben, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Inhibitor der Phosphoenolpyruvatcarboxykinase (PEPCK), wie z. B. solchen, wie in WO2004074288 beschrieben, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Inhibitor der Glykogen Synthase Kinase-3 beta (GSK-3 beta), wie z. B. in US2005222220, WO2005085230, PCT/EP2005/005346, WO2003078403, WO2004022544, WO2003106410, WO2005058908, US2005038023, WO2005009997, US2005026984, WO2005000836, WO2004106343, EP1460075, WO2004014910, WO2003076442, WO2005087727, WO2004046117 beschrieben, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Inhibitor der Protein Kinase C beta (PKC beta), wie z. B. Ruboxistaurin, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Endothelin-A-Rezeptor Antagonisten, wie z. B. Avosentan (SPP-301), verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Inhibitoren der „I-kappaB knase” (IKK Inhibitoren), wie sie z. B. in WO2001000610, WO2001030774, WO2004022553, WO2005097129 beschrieben sind, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Modulatoren des Glucocorticoidrezeptors, wie sie z. B. in WO2005090336 beschrieben sind, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit CART-Modulatoren (siehe ”Cocaine-amphetamine-regulated transcript influences energy metabolism, anxiety and gastric emptying in mice” Asakawa, A. et al.: Hormone and Metabolic Research (2001), 33(9), 554–558);
NPY-Antagonisten wie z. B. Naphthalin-1-sulfonsäure-{4-[(4-amino-quinazolin-2-ylamino)-methyl]-cyclohexylmethyl}-amid Hydrochlorid (CGP 71683A);
NPY-5 Rezeptorantagonisten wie L-152804, S-2367 oder wie sie z. B. in WO2006001318 beschrieben sind;
Peptid YY 3-36 (PYY3-36) oder analoge Verbindungen wie z. B. CJC-1682 (PYY3-36 konjugiert mit humanem Serum Albumin über Cys34) oder CJC-1643 (Derivat des PYY3-36, welches sich in vivo an Serum Albumin konjugiert) oder solche, wie sie in WO2005080424 beschrieben sind;
CB1R (Cannabinoid Rezeptor 1) Antagonisten (wie z. B. Rimonabant, SR147778 oder solche wie sie in z. B. EP 0656354, WO 00/15609, WO 02/076949, WO2005080345, WO2005080328, WO2005080343, WO2005075450, WO2005080357, WO200170700, WO2003026647-48, WO200302776, WO2003040107, WO2003007887, WO2003027069, US6,509,367, WO200132663, WO2003086288, WO2003087037, WO2004048317, WO2004058145, WO2003084930, WO2003084943, WO2004058744, WO2004013120, WO2004029204, WO2004035566, WO2004058249, WO2004058255, WO2004058727, WO2004069838, US20040214837, US20040214855, US20040214856, WO2004096209, WO2004096763, WO2004096794, WO2005000809, WO2004099157, US20040266845, WO2004110453, WO2004108728, WO2004000817, WO2005000820, US20050009870, WO200500974, WO2004111033-34, WO200411038-39, WO2005016286, WO2005007111, WO2005007628, US20050054679, WO2005027837, WO2005028456, WO2005063761-62, WO2005061509, WO2005077897, WO2006047516, WO2006060461, WO2006067428, WO2006067443 beschrieben sind);
MC4-Agonisten (z. B. 1-Amino-1,2,3,4-tetrahydro-naphthalin-2-carbonsäure [2-(3a-benzyl-2-methyl-3-oxo-2,3,3a,4,6,7-hexahydro-pyrazolo[4,3-c]pyridin-5-yl)-1-(4-chloro-phenyl)-2-oxo-ethyl]-amid; (WO 01/91752)) oder LB53280, LB53279, LB53278 oder THIQ, MB243, RY764, CHIR-785, PT-141 oder solche wie sie in WO2005060985, WO2005009950, WO2004087159, WO2004078717, WO2004078716, WO2004024720, US20050124652, WO2005051391, WO2004112793, WOUS20050222014, US20050176728, US20050164914, US20050124636, US20050130988, US20040167201, WO2004005324, WO2004037797, WO2005042516, WO2005040109, WO2005030797, US20040224901, WO200501921, WO200509184, WO2005000339, EP1460069, WO2005047253, WO2005047251, EP1538159, WO2004072076, WO2004072077, WO2006021655-57 beschrieben sind;
Orexin-Rezeptor Antagonisten (z. B. 1-(2-Methyl-benzoxazol-6-yl)-3-[1,5]naphthyridin-4-yl-harnstoff Hydrochlorid (SB-334867-A) oder solche, wie sie z. B. in WO200196302, WO200185693, WO2004085403, WO2005075458, WO2006067224 beschrieben sind);
Histamin H3 Rezeptor Agonisten (z. B. 3-Cyclohexyl-1-(4,4-dimethyl-1,4,6,7-tetrahydro-imidazo[4,5-c]pyridin-5-yl)-propan-1-on Oxalsäuresalz (WO 00/63208) oder solche, wie sie in WO200064884, WO2005082893 beschrieben sind);
CRF-Antagonisten (z. B. [2-Methyl-9-(2,4,6-timethyl-phenyl)-9H-1,3,9-triaza-fluoren-4-yl]-dipropyl-amin (WO 00/66585));
CRF BP-Antagonisten (z. B. Urocortin);
Urocortin-Agonisten;
Agonisten des beta-3 Adrenoceptors wie z. B. 1-(4-Chloro-3-methanesulfonylmethylphenyl)-2-[2-(2,3-dimethyl-1H-indol-6-yloxy)-ethylamino]-ethanol Hydrochlorid (WO 01/83451) oder Solabegron (GW-427353) oder N-5984 (KRP-204) oder solche, wie sie in JP2006111553 beschrieben sind;
MSH(Melanocyt-stimulierendes Hormon)-Agonisten;
MCH (melanin-konzentrierendes Hormon) Rezeptor Antagonisten (wie z. B. NBI-845, A-761, A-665798, A-798, ATC-0175, T-226296, T-71, GW-803430 oder solche Verbindungen, wie sie in WO2003/15769, WO2005085200, WO2005019240, WO2004011438, WO2004012648, WO2003015769, WO2004072025, WO2005070898, WO2005070925, WO2004039780, WO2003033476, WO2002006245, WO2002089729, WO2002002744, WO2003004027, FR2868780, WO2006010446, WO2006038680, WO2006044293, WO2006044174 beschrieben sind);
CCK-A Agonisten (wie z. B. {2-[4-(4-Chloro-2,5-dimethoxy-phenyl)-5-(2-cyclohexyl-ethyl)-thiazol-2-ylcarbamoyl]-5,7-dimethyl-indol-1-yl}-essigsäure Trifluoressigsäuresalz (WO 99/15525) oder SR-146131 (WO 0244150) oder SSR-125180) oder solchen, wie sie in WO2005116034 beschrieben sind;
Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (z. B. Dexfenfluramine);
gemischte Sertonin- und noradrenerge Verbindungen (z. B. WO 00/71549);
5-HT-Rezeptor Agonisten z. B. 1-(3-Ethyl-benzofuran-7-yl)-piperazin Oxalsäuresalz (WO 01/09111);
5-HT2C Rezeptor Agonisten (wie z. B. Lorcaserin Hydrochlorid (APD-356) oder BVT-933 oder solche, wie sie in WO200077010, WO20077001-02, WO2005019180, WO2003064423, WO200242304, WO2005082859 beschrieben sind);
5-HT6 Rezeptor Antagonisten, wie sie z. B. in WO2005058858 beschrieben sind;
Bombesin-Rezeptor Agonisten (BRS-3 Agonisten;
Galanin-Rezeptor Antagonisten;
Wachstumshormon (z. B. humanes Wachstumshormon oder AOD-9604);
Wachstumshormon freisetzende Verbindungen (6-Benzyloxy-1-(2-diisopropylamino-ethylcarbamoyl)-3,4-dihydro-1H-isochinolin-2-carbonsäuretertiärbutylester (WO 01/85695));
Growth Hormone Secretagogue Receptor Antagonisten (Ghrelin Antagonisten) wie z. B. A-778193 oder solchen, wie sie in WO2005030734 beschrieben sind;
TRH-Agonisten (siehe z. B. EP 0 462 884);
entkoppelnde Protein 2- oder 3-Modulatoren;
Leptinagonisten (siehe z. B. Lee, Daniel W.; Leinung, Matthew C.; Rozhavskaya-Arena, Marina; Grasso, Patricia. Leptin agonists as a potential approach to the treatment of obesity. Drugs of the Future (2001), 26(9), 873–881);
DA-Agonisten (Bromocriptin, Doprexin);
Lipase/Amylase-Inhibitoren (z. B. WO 00/40569);
Inhibitoren der Diacylglycerol O-Acyltransferasen (DGATs) wie z. B. BAY-74-4113 oder wie z. B. in US2004/0224997, WO2004094618, WO200058491, WO2005044250, WO2005072740, JP2005206492, WO2005013907, WO2006004200, WO2006019020, WO2006064189 beschrieben;
Inhibitoren der Fettsäuresynthase (FAS) wie z. B. C75 oder solchen, wie in WO2004005277 beschrieben;
Oxyntomodulin;
Oleoyl-Estron
oder Agonisten des Schilddrüsenhormonrezeptors (thyroid hormone receptor agonists) wie z. B: KB-2115 oder solche, wie in WO20058279, WO200172692, WO200194293, WO2003084915, WO2004018421, WO200509231 beschrieben, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Varenicline Tartrate, ein partieller Agonist des alpha 4-beta 2 nikotinischen Acetylcholinrezeptors, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Trodusquemine, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit einem Modulator des Enzyms SIRT1, eines Mitglieds der humanen Sirtuinenzymfamilie, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Leptin;
siehe z. B. ”Perspectives in the therapeutic use of leptin”, Salvador, Javier; Gomez-Ambrosi, Javier; Fruhbeck, Gema, Expert Opinion an Pharmacotherapy (2001), 2(10), 1615–1622, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Dexamphetamin oder Amphetamin, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Fenfluramin oder Dexfenfluramin, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Sibutramin, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Mazindol oder Phentermin, verabreicht werden.

Die Verbindung der Formel I kann in Kombination mit Ballaststoffen, vorzugsweise unlöslichen Ballaststoffen (siehe z. B. Carob/Caromax® (Zunft H J; et al., Carob pulp preparation for treatment of hypercholesterolemia, ADVANCES IN THERAPY (2001 Sep-Oct), 18(5), 230–6.) Caromax ist ein Carob enthaltendes Produkt der Fa. Nutrinova, Nutrition Specialties&Food Ingredients GmbH, Industriepark Höchst, 65926 Frankfurt/Main)) verabreicht werden. Die Kombination mit Caromax® kann in einer Zubereitung erfolgen, oder durch getrennte Gabe von Verbindungen der Formel I und Caromax®. Caromax® kann dabei auch in Form von Lebensmitteln, wie z. B. in Backwaren oder Müsliriegeln, verabreicht werden.

Die nachfolgend aufgeführten Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung, ohne diese jedoch einzuschränken. Tabelle 1:

BspR1R2, R2'R3, R3'R4, R4'R5, R5'X1EtOH, HOH, HF, HCH2OH, HNH2EtOH, HOH, HF, HCH2OSO2OH, HNH3EtOH, HOH, HF, FCH2OH, HNH4EtOH, HOH, HF, FCH2OSO2OH, HNH5EtOH, HOH, HF, HCH2SO2OH, HNH
Et = Ethyl

Die Wirksamkeit der Verbindungen wurde wie folgt getestet:

Vorarbeiten und Durchführung des in vitro IBAT Hemmtestes:1. Klonierung eines Expressionsvektors für den humanen IBAT

Die cDNA (complementary deoxyribonucleic acid) des humanen IBAT wurde über molekularbiologische Standardmethoden, wie z. B. in Molecular Cloning: A Laboratory Manual von Joseph Sambrook und David Russell beschrieben, kloniert und in den pcDNA1 Vektor der Fa. Invitrogen eingebracht. Die anschließende Sequenzierung des Inserts ergab vollständige Identität mit den Basen 599 bis 1645 der von P. A. Dawson beschriebenen und in der GenBank Sequenzdatenbank hinterlegten Basensequenz für den humanen IBAT (GenBank Accesion Nummer: U10417). Die Basen 599 bis 1645 entsprechen der kompletten kodierenden Region des humanen IBAT.

2. Herstellung einer rekombinanten Zelllinie mit konstitutiver Expression des humanen IBAT

Der Expressionsvektor für den humanen IBAT wurde mittels stabiler Transfektion in CHO (chinese hamster ovary) Zellen eingeführt. Zur Selektion von Einzelzellklonen wurde dem Zellkulturmedium (Ham's F12 Medium supplementiert mit 10% fötalem Kälberserum, 100 Einheiten/ml Penicillin, 100 Einheiten/ml Streptomycin) 400 μg/ml Geneticin zugesetzt. Die Funktionalität der aus der Selektion resultierenden Einzelzellklone wurde über deren Aufnahmeaktivität für radioaktiv markierte Taurocholsäure ([3H]-TCA) getestet. Derjenige Zellklon mit der höchsten Aufnahmeaktivität für [3H]-TCA, nachfolgend CHO-hIBAT bezeichnet, wurde für die weiteren Tests ausgewählt und weiterhin in Anwesenheit von 400 μg/ml Geneticin kultiviert.

3. Messung der hemmenden Wirkung der erfindungsmäßigen Verbindung auf die IBAT-abhängige Aufnahme von Taurocholsäure in Zellen

CHO-hIBAT Zellen wurden in einer Konzentration von 40 000 Zellen pro Well in Poly-D-Lysin-beschichtete 96-Well Platten in Zellkulturmedium ausgesät und für 24 h kultiviert. Dann wurden die Zellen einmal mit natrium-freiem Transport-Assay-Puffer (140 mM Cholinchlorid, 2 mM Kaliumchlorid, 1 mM Magnesiumchlorid, 1 mM Kalziumchlorid, 10 mM HEPES/Tris, pH 7,5) gewaschen und anschließend entweder mit natrium-freiem Transport-Assay-Puffer als Negativkontrolle oder mit natrium-haltigem Transport Assay Puffer (140 mM Natriumchlorid, 2 mM Kaliumchlorid, 1 mM Magnesiumchlorid, 1 mM Kalziumchlorid, 10 mM HEPES/Tris, pH 7,5) als Positivkontrolle für 30 min bei Raumtemperatur inkubiert. Gleichzeitig wurden auch die Testwells in Anwesenheit der zu untersuchenden Verbindung in unterschiedlicher Konzentration für 30 min bei Raumtemperatur in natrium-haltigem Transport-Assay-Puffer inkubiert. Die Testsubstanzen wurden ausgehend von einer 10 mM Stammlösung in Dimethylsulfoxid entsprechend in Transport-Assay-Puffer verdünnt (40 μl/Well). Der Test wurde anschließend durch Zugabe von 10 μl/Well einer Mischung aus radioaktiv markierter Taurocholsäure ([3H]-TCA) und unmarkierter Taurocholsäure gestartet. Die Endkonzentration der Taurocholsäure im Test lag bei 10 μM. Nach einer Inkubationszeit von 60 min bei Raumtemperatur wurde die Reaktion durch Zugabe von 100 μl/Well natrium-freiem Transport-Assay-Puffer (4°C) gestoppt und jedes Well dreimal mit natrium-freiem Transport-Assay-Puffer gewaschen. Zuletzt wurde jedem Well 100 μl Szintillationsflüssigkeit zugegeben und die in die Zellen aufgenommene Radioaktivität in einem MicroBeta Scintillation Microplate Reader der Fa. Wallac bestimmt.

Die halbmaximale Hemmwirkung der Testverbindung (IC50 Wert, inhibitory concentration 50) wurde folgendermaßen bestimmt:

  • 1. Feststellung des Wertes für 0% Inhibition. Dies ist der Messwert bei Abwesenheit von Substanz, gemessen in natrium-haltigem Transport-Assay-Puffer.
  • 2. Feststellung des Wertes für 100% Inhibition. Dies ist der Messwert bei Abwesenheit von Substanz, gemessen in natrium-freiem Transport-Assay-Puffer.
  • 3. Errechnung der prozentualen Hemmwerte derjenigen Messungen, die in Anwesenheit unterschiedlicher Konzentrationen der zu untersuchenden Verbindung durchgeführt wurden. Daraus konnte dann diejenige Konzentration der Verbindung ermittelt werden, welche die Aufnahme der Taurocholsäure um 50% reduziert (IC50 Wert).
Tabelle 2: Biologische AktivitätBsp.IC-50 (human IBAT) μM10.006520.003930.005340.003650.0056

Aus den Messdaten ist abzulesen, dass die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel I gut zur Behandlung Behandlung von Hyperlipidämie geeignet sind.

Nachfolgend wird die Herstellung einiger Beispiele detailliert beschrieben, die übrigen Verbindungen der Formel I wurden analog erhalten:

Experimenteller Teil:

Beispiel 1

Synthese von Verbindung 3:

10.0 g (17.9 mmol) Bromid 1 (WO 2005121161) werden in 100 ml Dimethylformamid gelöst. Nach Zugabe von 2.2 g Natriumazid wird 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt. Die Reaktionslösung wird mit Wasser und Ethylacetat extrahiert, die organische Phase noch zweimal mit gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen, über wenig Kieselgel filtriert und eingeengt. Man erhält 11.3 g Rohprodukt 2. Dies Azid 2 wird in 300 ml Ethylacetat und 1.5 ml Triethylamin gelöst. Nach Zugabe von 1 g 10% Palladium auf Aktivkohle wird 1 Stunde bei 4 bar Wasserstoffdruck hydriert. Der Katalysator wird über wenig Kieselgel abgetrennt und das Kieselgel mit Ethylacetat nachgewaschen. Die Lösung wird eingeengt und der Rückstand wird mit Flashchromatographie gereinigt. Man erhält 7.0 g farbloser Festoff 3 (80% Ausbeuut über 2 Stufen). DC (Ethylacetat). Rf = 0.3. C27H24NO7 (493.49). MS (M+H)+ = 494.27.

Synthese von Verbindung 4:

2.0 g (4.1 mmol) Amin-derivat 3 werden in 50 ml Methylenchlorid gelöst. Nach Zugabe von 30 ml gesättigter wässeriger Natriumhydrogencarbonatlösung wird auf 0°C gekühlt und 2 g (6.7 mmol) Triphosgen (Aldrich) zugegeben. Man läst 60 Minuten bei Raumtemperatur reagieren. Die Lösung wird anschliessend mit gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung gewaschen, über wenig Kieselgel filtriert, eingeengt und man erhält 2.0 g Rohprodukt Isocyanat 4 als farbolses Öl, das ohne weitere Reinigung weiter umgesetzt wird (Isocyanat 4 zersetz sich beim chromatogaphieren).

Synthese von Beispiel 1:

Synthese von Verbindung 6:

940 mg (2.2 mmol) Anilid 5 (US 5.994.391) und 940 mg (1.8 mmol) Isocyanat 4 werden in 50 ml Methylenchlorid bei Raumtemperatur gelöst. Nach einer Stunde bei Raumtemperatur wird eingeengt und man erhält 1.9 g Rohprodukt 6 als farbloser Feststoff. DC (n-Heptan/Ethylacetat 1:1). Rf = 0.3.

Synthese von Beispiel 1:

1.9 g Rohprodukt 6 werden in 20 ml Methanol gelöst und mit 0.5 ml 1 M Natriummethanolat/Methanol Lösung versetzt. Nach 30 Minuten wird die Reaktionslösung mit 1 ml 0.5 M HCL/Methanol Lösung neutrallisiert und eingeengt. Der Rückstand wird mit Flashchromatographie gereinigt. Ausbeute 870 mg (76% über 2 Stufen) Bsp. 1 als farbloser Feststoff. DC (Methylenchlorid/Methanol/konz. Ammoniak 30/5/1). Rf = 0.5. C31H44FN3O8S (637.77). MS (M+H)+ = 638.38.

Beispiel 2

250.0 mg (0.39 mmol) Beispiel 1 wird in 5 ml Pyridin gelöst und nach Zugabe von 100 mg Pyridin-schwefeltrioxid-komplex 30 Minuten bei 60°C gerührt. Nach Zugabe von 10 ml Methanol wird am Rotationsverdampfer eingeengt. Der Rückstand wird noch einmal mit 10 ml Methanol abgeraucht und dann mit Flashchromatographie gereinigt. Ausbeute 210 mg (75%) Bsp. 2 als Ammoniumsalz. DC (Methylenchlorid/Methanol/konz. Ammoniak 30/5/1). Rf = 0.3. C31H44FN3O11S2 × NH3 (734.87). MS (M+H)+ = 718.39

Synthese von Isocyanat 9

Das Isocyanat 9 wird, ausgehend von Bromid 7 (WO 2004 052903) über das Amin 8, analog der Synthese von Isocyanat 4, als Rohprodukt hergestellt.

Beispiel 3

Beispiel 3 wird ausgehend von 60 mg Isocyanat 9 und 184 mg Anilin 5 analog der Synthese von Beispiel 1 hergestellt und man erhält 50 mg (45% Ausbeute über 2 Stufen) Bsp 3 als farbloser Feststoff. DC (Methylenchlorid/Methanol/konz. Ammoniak 30/5/1). Rf = 0.5. C31H43F2N3O8S (655.76). MS (M+H)+ = 656.32.

Beispiel 4

Beispiel 4 wird ausgehend von 30 mg Beispiel 3 analog der beschriebenen Synthese für Beispiel 2 hergestellt und man erhält 17 mg (55%) Ammoniumsalz Beispiel 4. DC (Methylenchlorid/Methanol/konz. Ammoniak 30/5/1). Rf = 0.3. C31H43F2N3O11S2 × NH3 (752.86). MS (M+H) = 734.39.

Beispiel 5

Synthese von Tosylat 10:

670 mg (1.1 mmol) Beispiel 1 werden in 5 ml Pyridin gelöst und bei Raumtemperatur mit 460 mg (2.4 mmol) p-Toslychlorid versetzt. Nach 1 Stunde bei Raumtemperatur gibt man 20 ml Methanol zu und destilliert das Lösungsmittel ab. Der Rückstand wird mit Flashchromatographie gereinigt. Ausbeute 800 mg (96%) Tosylat 10 als farbloser Feststoff. DC (Methylenchlorid/Methanol/konz. Ammoniak 30/5/1). Rf = 0.7. C38H50FN3O10S2 (791.97). MS (M+H)+ = 792.34.

Synthese von Verbindung 11:

800 mg (1.0 mmol) Tosylat 10 werden in 15 ml Pyridin gelöst und bei 0°C mit 0.32 ml Benzoylchlorid versetzt. Die Kühlung wird entfernt und nach 1 Stunde bei Raumtemperatur gibt man 20 ml Methanol zu und destilliert das Lösungsmittel ab. Der Rückstand wird mit Flashchromatographie gereinigt. Ausbeute 800 mg (80%) Verbindung 11 als farbloser Feststoff. DC (n-Heptan/Ethylacetat 1/2). Rf = 0.5. C52H58FN3O12S2 (1000.18). MS (M+H)+ = 1000.32.

Synthese von Verbindung 12:

800 mg (0.8 mmol) Tosylat 11 werden in 10 ml Dimethylformamid gelöst. Nach Zugabe von 550 mg Kalium-thioacetat wird 2 Stunde bei Raumtemperatur gerührt. Die Reaktionslösung wird mit Wasser und Ethylacetat extrahiert, die organische Phase noch zweimal mit gesättigter Natriumchloridlösung gewaschen, über wenig Kieselgel filtriert und eingeengt. Der Rückstand wird mit Flaschchromatographie (n-Heptan/Ethylacetat) gereinigt und man erhält 560 mg (77% Ausbeute) Thioacetat 12 als farbloser Feststoff. DC (n-Heptan/Ethylacetat 1:2). Rf = 0.5. C47H54FN3O10S2 (904.09). MS (M+H)+ = 904.29.

Synthese von Verbindung 13:

Herstellen der Oxidationslösung A:

1.5 ml 30%ige wässrige Wasserstoffperoxidlösung werden in 13.5 ml Ammeisensäure gelöst und 1 Stunde stehen gelassen. Diese Lösung kann mehrere Wochen im Kühlschrank aufbewart werden.

560 mg (0.62 mmol) Thioacetat 12 werden in 14.5 ml der Oxidationslösung A gelöst. Nach 2 Stunden bei Raumtemperatur wird mit Ethylacetat und gesättigter Natriumchloridlösung verdünnt. Die wässrige Phase wird noch zweimal mit Ethylacetat extrahiert, die gesammelten organische Phasen über Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und eingeegnt. Der Rückstand wird mit Flashchromatographie gereinigt. Ausbeute 446 mg (78%) Sulfonat 13 als gelbliches Ammoniumsalz. DC (Methylenchlorid/Methanol/konz. Ammoniak 30/5/1). Rf = 0.5. C45H52FN3O13S2 × NH3 (943.09). MS (M+H)+ = 926.23.

Synthese von Verbindung 14:

446 mg (0.47 mmol) Ammoniumsalz 13 wird in 5 ml Methanol gelöst und mit 0.5 ml 1 M Natriummethanolat/Methanol Lösung versetzt. Nach 30 Minuten wird die Reaktionslösung mit 1 ml 0.5 M HCL/Methanol Lösung neutrallisiert und eingeengt. Der Rückstand wird mit Flashchromatographie gereinigt. Ausbeute 293 mg (84%) N-oxid 14 als farbloser Feststoff. DC (Methylenchlorid/Methanol/konz. Ammoniak 30/15/5). Rf = 0.2. C31H44FN3O11S2 × NH3 (734.87). MS (M+H)+ = 718.24.

Beispiel 5:

287 mg (0.39 mmol) N-oxid 14 werden in 10 ml Methanol und 2 ml 0.5 M HCl/Methanol gelöst. Nach Zugabe von 200 mg 10% Palladium auf Aktivkohle wird 1 Stunde bei 6 bar Wasserstoffdruck hydriert. Die Lösung wird eingeengt und der Rückstand wird mit Flashchromatographie gereinigt. Ausbeute 205 mg (73%) Sulfonat Beispiel 5 als farbloser Feststoff. DC (Methylenchlorid/Methanol/konz. Ammoniak 30/15/5). Rf = 0.6. C31H44FN3O10S2 × NH3 (718.87). MS (M+H)+ = 702.19.