Title:
Printing method for printing e.g. logo on e.g. slipper, has applying color pastes on film using motive screening, where application traction of each color paste takes place after application of color pastes
Kind Code:
A1


Abstract:
The method involves applying a paste having a thermo-catalytically cross-linked reactive plastic and pressing the paste on a printing substrate using a planar-like device that is tempered in 50 degree Celsius to 150 degree Celsius for film formation of the paste. Color pastes are applied on the film using motive screening, where the total motive is applied as the primary in full outline circumference, where application traction of each color paste takes place after the application of the color paste. Independent claims are also included for the following: (1) logos, word and/or image logos, event motive and spot advertisement printed on bath-slipper and slipper (2) bath-slipper and slipper.



Inventors:
Erfinder wird später genannt werden
Application Number:
DE102006042935
Publication Date:
05/10/2007
Filing Date:
09/13/2006
Assignee:
Termin, Erich, Dr. (Pocking, 94060, DE)
International Classes:



Claims:
1. Dreistufen-Transferdruckverfahren, zum Bedrucken von Textilmaterialien,
dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Stufen bestehen aus;
a. dem Auftragen einer Paste, bestehend aus einem thermokatalytisch vernetzbaren Reaktivkunststoff der auf das textile Drucksubstrat, mittels einem Sieb das für die Paste nur in der Größe des Gesamtdruckmotivs durchlässig ist,
b. dem Andrücken der Paste gemäß a auf das Drucksubstrat, mittels einem auf mindestens 50°C bis 150° temperierten flächenartigen Gerätes, funktionierend nach dem Bügeleisenprinzip bis zur Filmbildung der Paste und
c. dem Auftragen von Farbpasten mittels Motivsieben auf den gemäß b gebildeten Film, wobei das Gesamtmotiv als das Erste im vollen Konturenumfang aufgetragen wird und anschließend pro Farbe je ein Auftragzug der jeweiligen Farbpaste der Gesamtfarbgamme des Gesamtmotivs erfolgt.

2. Dreistufen-Transferdruckverfahren, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zu bedruckende Textilmaterial als flächenartiges Gebilde in deren Webstruktur vertikal voluminös strukturiert ist.

3. Dreistufen-Transferdruckverfahren, nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Oberflächenflor des Textilmaterials schlaufenförmig oder aus der Basisfläche ausragend ist, nach der Art von Velours oder Frottee.

4. Dreistufen-Transferdruckverfahren, nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das zu bedruckende Textilmaterial mit Schaumstoffkunststoff unterfüttert ist.

5. Dreistufen-Transferdruckverfahren, nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zu bedruckende Textilmaterial die Rohstoffbasis zur Herstellung von Hausschuhen oder Bad-Slippern ist.

6. Dreistufen-Transferdruckverfahren, nach Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckverfahren dem Bedrucken von Textilien mit Logos, Wort/Bild Logos, Eventmotiven und Werbezwecken dient.

7. Logos, Wort/Bild Logos, Eventmotive und Werbespots, nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Bad-Slipper und Hausschuhe bedruckt werden.

8. Bad-Slipper und Hausschuhe bedruckt nach dem Transferdruckverfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 7.

9. Bad-Slipper und Hausschuhe, gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, das sie baktericid/fungicid ausgerüstet sind.

Description:

Die Erfindung betrifft, ein Dreistufen-Transferdruckverfahren zum Bedrucken von Produkten hergestellt aus Textilmaterialien, Textilersatzmaterialien, Leder und Lederimitaten. Derartige Produkte sind beispielsweise Bad-Slipper, wie in der Patentschrift DE 10113370 beschrieben. Die Produkte werden oft auf deren sichtbaren Flächen dekoriert, beispielsweise mit Logos oder Eventmotiven. Dies kann beispielsweise mittels Stempeldruck oder dem Besticken erfolgen. Bei Produkten wie Bad-Slipper, mit oft hochfloriger Oberflächenstruktur des verarbeiteten Textilmaterials, beispielsweise Velours oder Frottee, sind die herkömmlichen Dekorationsmethoden nachteilig. Der Stempeldruck erfolgt nur einfarbig, ist Konturen schwach und farbabweichend, weil beim ersten Stempel intensivfarbig beim fünften Stempel schon farbschwächer. Das Besticken ist wegen dem erforderlichen Garnmaterial bei großen Motiven recht kostenintensiv. Bei hochflorigem Textilmaterial wird dieses auf der Negativseite mit engmaschigem Material unterlegt um das Versinken des Garns zu verhindern. Kleine Buchstabenmotive versinken derart im Oberflächenflor, dass Buchstaben erst ab der Höhe von zirka 1 cm deutlich reproduzierbar sind. Oft kommt wie beispielsweise bei Bad-Slippern, Textilmaterial im Verbund mit Polyurethan-Schaumstoff für die genannten zu dekorierenden Flächenteile zum Einsatz. Die Materialdicke erreicht dann Werte von zirka 5 mm bis 10 mm. Das Material wird dann beim herkömmlichen Druckverfahren derart komprimiert, dass das Druckbild beim Drucken andere Konturen besitzt als nach dem Expandieren, nämlich unscharfe.

Aufgabe der Erfindung war es deshalb ein Druckverfahren zu finden das die geschilderten Unzulänglichkeiten des Standes der Technik überwindet. Das neue Druckverfahren sollte es erlauben dass Drucksubstrate, wie beschrieben, insbesondere drucksensible Materialien, im Sinne von physischem Druck, wie Textil-Kunststoffschaumstoff-Verbundmaterialien oder hochflorige Textilmaterialien, so bedruckt werden können, dass mehrfarbige, konturenscharfe und farbgetreue Drucke auf dem Drucksubstrat erhalten werden. Aufgabe der Erfindung war es ferner dass das neue Druckverfahren es erlaubt auch flächenmässig kleine partielle Produkteinzelteile, wie, das ausgestanzte Fußbett-Teil und/oder das Vorderteil von Bad-Slippern und/oder Hausschuhen in Serie zu bedrucken. Aufgabe der Erfindung war des weiteren das mittels dem neuen Verfahren bedruckte Produkt insbesondere Bad-Slipper und Hausschuhe.

Da an Drucksubstrate, wie beispielsweise Bad-Slipper, hohe Anforderungen bezüglich der Nässetauglichkeit, Abrieb- und Knitterfestigkeit gestellt werden, war es erforderlich all diesen Aspekten bei der Entwicklung des Druckverfahrens und den mittels dem Verfahren bedruckten Produkten Rechnung zu tragen.

Aufgabe der Erfindung war es auch, dass mittels dem Druckverfahren komplizierte vielfarben Drucke, beispielsweise von 12 verschieden Farben unkompliziert machbar sind. Im regulären Farbendruck sind nämlich 4-Farben Drucke das Übliche. 6-Farben Drucke sind entsprechend teurer weil die Maschineninvestitionen überproportional mit jedem weiteren Farbton zu Buche schlagen.

Die Aufgabe der Erfindung wurde gelöst durch ein Dreistufen-Transferdruckverfahren, das zur Erweiterung des Standes der Technik beiträgt.

Das Dreistufen-Transferdruckverfahren beinhaltet folgende 3 Stufen des Schichtaufbaus des Druckbildes derart, dass eine Materialfusion folgender Schichten zustande kommt;

  • 1. Drucksubstrat
  • 2. Motivträgerfilm
  • 3. Farbbildmotiv

Die Aufgabe der Erfindung wurde gelöst durch ein Dreistufen-Transferdruckverfahren zum Bedrucken von Textilmaterialien, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die einzelnen Stufen bestehen aus;

  • a. dem Auftragen einer Paste, bestehend aus einem thermokatalytisch vernetzbaren Reaktivkunststoff der auf das textile Drucksubstrat, mittels einem Sieb das für die Paste nur in der Größe des Gesamtdruckmotivs durchlässig ist,
  • b. dem Andrücken der Paste gemäß a auf das Drucksubstrat, mittels einem auf mindestens 50°C bis 150° temperierten flächenartigen Gerätes, funktionierend nach dem Bügeleisenprinzip bis zur Filmbildung der Paste und
  • c. dem Auftragen von Farbpasten mittels Motivsieben auf den gemäß b gebildeten Film, wobei das Gesamtmotiv als das Ente im vollen Konturenumfang aufgetragen wird und anschließend pro Farbe je ein Auftragzug der jeweiligen Farbpaste der Gesamtfarbgamme des Gesamtmotivs erfolgt.

Der thermokatalytisch vernetzbare Reaktivkunststoff der streichbaren Paste gemäß a, ist niedermolekular und besitzt chemisch reaktive Gruppen wie beispielsweise Doppelbindungen, Hydroxyl- und Carboxylgruppen oder adäquate chemische Reaktivgruppen, die durch Thermokatalyse;
der Polykondensation, der Polymerisation, der Polyaddition oder entsprechenden rohstoffspezifischen chemischen Reaktionen unterliegen.

Im Zuge der Prozedur gemäß b entsteht ein mittelmolekularer Kunststoff-Film, fest verbunden mit und auf dem zu bedruckenden Textil- beziehungsweise Textilverbundmaterial, der flexibel und deshalb knitteresistent und mit Farbpasten gut und farbecht bedruckbar ist.

Das zu bedruckende Textilmaterial ist ein flächenartiges Gebilde dessen Webstruktur oft voluminös strukturiert ist. Meist ist das Oberflächenflor schlaufenartig oder aus der Basisfläche ausragend nach der An von Velours- oder Frottee-Textilmaterial.

Das zu bedruckende Textilmaterial ist oft zusätzlich mit Schaumstoffkunststoffen unterfüttert, insbesondere wenn das Textil-Schaumstoffmaterial als Rohstoffbasis zur Herstellung von Hausschuhen oder Bad-Slippern verwendet wird, deren Nutzeigenschaften entspannend und gleichzeitig Fuß pflegend im Sinne von Warmhalten wirken sollen.

Druckmotive die mittels dem Dreistufen-Transferdruckverfahren auf das textile Drucksubstrat aufgetragen werden sind beispielsweise Logos, Wort/Bild Logos, Eventmotive, Werbedesignmotive.

Das Dreistufen-Transferdruckverfahren ist geradezu prädestiniert für voluminöse Textilmaterialien, wie solche mit abgehobenem Flor, beispielsweise der Art Velours und Frottee sowie deren Verbund mit Schaumkunststoffmaterial.

Das Dreistufen-Transferdruckverfahren eignet sich speziell zum Bedrucken von kleinflächigen Drucksubstraten, wie beispielsweise Bestandteilen von Hausschuhen und Bad-Slippern, speziell dem Fußbett, der Vorderkappe, oder einer Brücke bei offener Vorderkappe.

Das Bedrucken genannter Drucksubstrate mittels dem Dreistufen-Transferdruckverfahren erfolgt wegen der limitierten Stückzahlen überwiegend im Serienverfahren. Dementsprechend werden die Drucksubstrate, nämlich die partiellen Teile, wie Slipper- oder Hausschuhvorderkappen bei geschlossenem Vorderteil, beziehungsweise Slipper- oder Hausschuhbrücken bei offenem Vorderteil oder entsprechend das Fußbett vor dem Zusammenfügen zu den Endprodukten reihenweise auf einer Basisfläche mittels Temporär-Haftkleber fixiert. Danach erfolgt als erste Verfahrensstufe der Auftrag einer flüssig pastösen Kunststoffmasse mittels einem Sieb vollflächig ausgraviert in der Größe der Fläche des Druckmotivs gemäß Prozedur a. Als zweite Verfahrensstufe erfolgt die Temperaturbehandlung gemäß b der aufgetragenen Kunststoffpaste zum Zwecke der Filmbildung. Die dritte Verfahrensstufe besteht aus dem Auftrag der Farbstoffpasten gemäß c auf den Kunststoff Film gemäß b, meist mittels einem Spachtel mittels einem Sieb mit ausgravierten Siebbildern in der Reihenfolge, Gesamtmotivkontur und danach erfolgen entsprechend der Farbengamme pro Farbe weitere Spachtelzüge auf dem Sieb zwecks Kolorierung der partiellen Motivstrukturfelder.

Insbesondere die in darstellender Form entworfenen Druckmotive von Eventdarstellungen wie Fancybilder, Feiertagsereignissen, wie beispielsweise Weihnachts- und Ostermotiven, Blumen, Tieren und Ähnlichen können mittels dem Dreistufen-Transferdruckverfahren präzise auf die flexiblen Flächen der partiellen Drucksubstrate gedruckt werden.

Der erhaltene Basisfilm aus der flüssig patösen Kunststoffmasse ist falt- und abriebresistent. Die aufgetragenen Farben sind exakt Kontur deckend, höchststufig farbecht und farbbrillant. Da der zu bedruckende Basisfilm chemisch vernetzt und die Farben höchststufig farbecht sind, ist die Gefahr einer physiologischen Einwirkung auf die Haut des Produktnutzers nicht gegeben. Die physiologische Unbedenklichkeit wird gestützt durch eine baktericid/fungicide Ausrüstung des bedruckbaren Rohstoffmaterials, insbesondere bei der Nutzung als Bad-Slipper oder Hausschuh.

Die Entwicklung des erfinderischen Dreistufen-Transferdruckverfahrens wurde unter dem Aspekt der optimalen Umweltverträglichkeit konzipiert. Dies kommt im Resultat derart zum Ausdruck, dass keine zu entsorgenden Druck-Nebenprodukte anfallen. Bekanntlich fallen beim traditionellen Sublimations-Transferdruckverfahren große Mengen Papierabfall an, da das Druckmotiv vom Motivträgerpapier auf das Drucksubstrat mittels Sublimation transferiert wird. Das nach dem Absublimieren anfallende Motivträgerpapier ist anderweitig nicht nutzbar.

Ähnlich verhält es sich mit dem Abziehbild-Druckverfahren, wo ebenfalls das Bildträgerpapier als Abfall anfällt.

Eines der Vorteile des Dreistufen-Transferdruckverfahrens ist das flächenmässige Andrücken des Siebes mit dem Druckmotiv auf das Drucksubstrat beim Transfer der der Motive wenn das Drucksubstrat vertikal voluminös ist. Insbesondere wie bei Textilschaumkunststoff Verbundmaterial oder Textilien wie Frottee oder Velours.

Die nachfolgenden Beispiele zeigen mittels dem Dreistufen-Transferdruckverfahren druckbare motive.

Beispiele 1 bis 4 zeigen;

Bildmotive gemäß dem Dreistufen-Transferdruckverfahren in der Konturenform, die entsprechend farblich gestaltbar sind.

Beispiel 5:

Zeigt beispielhaft einen mittels dem Dreistufen-Transferdruckverfahren dekorierten Bad-Slipper mit einem Weihnachtsmotiv.