Title:
Equipment for positioning of tools of handling device for machining of workpieces, has base body which can be fixed to device and attachment element, movably mounted opposite base body
Kind Code:
A1


Abstract:
Equipment (1) has a base body (8) which can be fixed to a device (4) and an attachment element (34), movably mounted opposite the base body, which can be brought in a predetermined position in attachment at the workpiece for positioning of the tool (2) and is fixed by the forces acting on the workpiece (6), arising during the machining of the work pieces. An independent claim is included for handling device.



Inventors:
Hartmann, Wilfried (Leonberg, 71229, DE)
Application Number:
DE102005058492
Publication Date:
06/06/2007
Filing Date:
12/02/2005
Assignee:
Maschinenfabrik Otto Baier GmbH (Asperg, 71679, DE)
International Classes:



Foreign References:
EP14002952004-03-24
WO2003049899A22003-06-19
Attorney, Agent or Firm:
Bartels & Partner, Patentanwälte (Stuttgart, 70174)
Claims:
1. Einrichtung (1) zum Positionieren eines Werkzeuges (2) einer handhabbaren Vorrichtung (4) zum Bearbeiten von Werkstücken (6), insbesondere zum Bohren, Fräsen oder Schleifen von Keramikfliesen, Steinplatten oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (1) einen an der Vorrichtung (4) festlegbaren Grundkörper (8) aufweist und mindestens ein gegenüber dem Grundkörper (8) beweglich gelagertes Anlageelement (34), das zum Positionieren des Werkzeuges (2) in einer vorgebbaren Position in Anlage an das Werkstück (6) bringbar ist und durch die beim Bearbeiten des Werkstückes (6) auftretenden Kräfte in Bezug auf das Werkstück (6) fixiert ist.

2. Einrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlageelement (34) mit einer vom Grundkörper (8) wegweisend wirkenden Federkraft beaufschlagbar ist und gegen die Wirkung dieser Federkraft gegenüber dem Grundkörper (8) beweglich ist.

3. Einrichtung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Federkraft durch eine pneumatische oder hydropneumatische Druckbeaufschlagung des Anlageelements (34) bereitgestellt ist.

4. Einrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (8) ein Anschlussmittel (14) für den druckdichten Anschluss eines pneumatischen oder hydropneumatischen Druckspeichers (16) aufweist.

5. Einrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlageelement (34) mindestens einen zylindrischen Abschnitt aufweist, mittels dem das Anlageelement (34) in einer von dem Grundkörper (8) ausgebildeten oder an dem Grundkörper (8) festgelegten Lagerbuchse (40) beweglich gelagert ist.

6. Einrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (4) mehrere gegenüber dem Grundkörper (8) beweglich gelagerte Anlageelemente (34) aufweist, die vorzugsweise gemeinsam in Anlage an das Werkstück (6) bringbar sind.

7. Einrichtung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Anlageelemente (34) in Umfangsrichtung um eine Zentrumsachse der Positioniereinrichtung (1) herum angeordnet sind, vorzugsweise auf einer zur Zentrumsachse konzentrischen Kreislinie gleichverteilt angeordnet sind.

8. Einrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlageelement (34) an seinem dem Werkstück (6) zugewandten Ende ein Abschlusselement (44) aufweist, das in Anlage an das Werkstück (6) bringbar ist, und das aus einem Werkstoff besteht, der einen höheren Haftreibungskoeffizienten gegenüber dem Werkstück (6) aufweist als der Werkstoff des sich an das Abschlusselement (44) anschließenden Abschnitts des Anlageelements (34).

9. Einrichtung (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschlusselement (44) auf seiner dem Werkstück (6) zugeordneten Fläche die Form eines Saugnapfes aufweist.

10. Handhabbare Vorrichtung (4) zum Bearbeiten von Werkstücken (6) mit einem Werkzeug (2), insbesondere zum Bohren, Fräsen oder Schleifen von Keramikfliesen, Steinplatten oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (4) eine Einrichtung (1) zum Positionieren des Werkzeuges (2) aufweist mit einem an der Vorrichtung (4) festgelegten Grundkörper (8) und mit mindestens einem gegenüber dem Grundkörper (8) beweglich gelagerten Anlageelement (34), das zum Positionieren des Werkzeuges (2) in einer vorgebbaren Position in Anlage an das Werkstück (6) bringbar ist und durch die beim Bearbeiten des Werkstückes (6) auftretenden Kräfte in Bezug auf das Werkstück (6) fixiert ist.

11. Vorrichtung (4) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Positioniereinrichtung (1) lösbar an der Vorrichtung (4) festgelegt ist, insbesondere an einem zwischen dem Werkzeug (2) und einem Gehäuse (10) der Vorrichtung (4) angeordneten Abschnitt festgelegt ist.

12. Vorrichtung (4) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (4) einen hydropneumatischen Druckspeicher (16) aufweist, der mit der Positioniereinrichtung (1) verbunden ist und mittels dem das Anlageelement (34) mit einer vom Grundkörper (8) wegweisend wirkenden Federkraft beaufschlagbar ist.

13. Vorrichtung (4) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem hydropneumatischen Druckspeicher (16) Flüssigkeit entnehmbar ist zum Kühlen und/oder Schmieren beim Bearbeiten des Werkstückes (6).

Description:

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Positionieren eines Werkzeuges einer handhabbaren Vorrichtung zum Bearbeiten von Werkstücken sowie eine zugehörige handhabbare Vorrichtung zum Bearbeiten von Werkstücken.

Beim Bearbeiten von Werkstücken mit handhabbaren Vorrichtungen, beispielsweise beim Bohren von Löchern mit Handbohrmaschinen, ist es in der Regel erforderlich, das zu bohrende Loch mit einem Körner zu markieren, um anschließend das Loch an der gewünschten Stelle zu bohren. Die Markierung durch den Körner dient dabei zur Positionierung des Werkzeuges.

Ein solches Ankörnen ist beispielsweise beim Bearbeiten von harten Werkstoffen, beispielsweise beim Bohren in Keramikfliesen oder Natursteinplatten, nicht oder jedenfalls nicht ohne Weiteres möglich, unter anderem weil beim Ankörnen die Gefahr einer Beschädigung oder Zerstörung des Werkstückes besteht. In solchen Fällen bedarf es eines zeitaufwendigen Bearbeitungsvorganges und einer erfahrenen Bedienperson, um beispielsweise ein Loch an der gewünschten Stelle mit der erforderlichen Präzision zu bohren.

Eine Alternative zum Ankörnen besteht in der Verwendung von Bohrschablonen, die vor dem Bohrvorgang in Bezug auf das Werkstück ausgerichtet und an diesem festgelegt werden müssen. Dies ist einerseits aufwendig und andererseits nicht in allen Fällen möglich, beispielsweise beim Bohren in Ecken oder Kanten oder an anderweitig schwer zugänglichen Stellen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zum Positionieren eines Werkzeuges einer handhabbaren Vorrichtung zum Bearbeiten von Werkstücken sowie eine zugehörige handhabbare Vorrichtung zum Bearbeiten von Werkstücken bereitzustellen, welche die Nachteile des Standes der Technik überwinden. Insbesondere soll die Bearbeitung von Werkstücken vereinfacht werden und bei kurzen Bearbeitungszeiten eine sehr präzise Bearbeitung gewährleistet sein.

Diese Aufgabe ist durch die im Anspruch 1 bestimmte Einrichtung sowie durch die im nebengeordneten Anspruch bestimmte Vorrichtung gelöst. Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den Unteransprüchen bestimmt.

Das Werkzeug der Bearbeitungsvorrichtung ist vorzugsweise motorisch angetrieben, insbesondere elektromotorisch angetrieben. Ein typisches Anwendungsbeispiel für die erfindungsgemäße Positioniereinrichtung sind handelsübliche Bohrmaschinen, wie sie auch für das Bohren von Befestigungslöchern in Fliesen oder Natursteinen eingesetzt werden. Dadurch, dass die Einrichtung mittels eines Grundkörpers an der Bearbeitungsvorrichtung festgelegt werden kann, sind keine separat mitzuführenden Positioniermittel erforderlich, die vor dem Bearbeiten an dem Werkstück ausgerichtet und an diesem festgelegt werden müssen. Vielmehr sind alle für das Positionieren erforderlichen Mittel an der Bearbeitungsvorrichtung vorhanden, sodass eine kurze Bearbeitungszeit durch den Wegfall von vorbereiteten Maßnahmen gegeben ist.

Das Anlageelement steht in seiner Ausgangsstellung gegenüber dem Werkzeug in Richtung auf das Werkstück vor. Dadurch erfolgt der erste Kontakt zwischen der Bearbeitungsvorrichtung und dem Werkstück durch das Anlageelement der Positioniereinrichtung. Das Anlageelement ist dabei gegenüber dem Grundkörper beweglich, sodass noch einer Bearbeitung, d. h. vor Inbetriebsetzen der Bearbeitungsvorrichtung, die Positionierung des Werkzeuges überprüft werden kann und erst bei einem Andrücken der Bearbeitungsvorrichtung an das Werkstück das Werkzeug in Anlage an das Werkstück gebracht wird. Durch das Andrücken der Bearbeitungsvorrichtung an das Werkstück und die dabei auftretenden Reibungskräfte zwischen dem Anlageelement und dem Werkstück ist die Positioniereinrichtung und die dadurch die Bearbeitungsvorrichtung in Bezug auf das Werkstück fixiert.

In einer Ausführungsart der Erfindung ist das Anlageelement mit einer vom Grundkörper wegweisend wirkenden Federkraft beaufschlagt und gegen die Wirkung dieser Federkraft gegenüber dem Grundkörper beweglich.

Grundsätzlich kann die erforderliche Federkraft durch alle geeigneten Federmittel bereitgestellt werden, beispielsweise auch durch eine Schrauben-, Blatt- oder Tellerfeder oder dergleichen. Besonders vorteilhaft ist dabei, wenn bereits bei kleinen Auslenkungen eine verhältnismäßig hohe Federkraft bereitgestellt wird, weil gerade zu Beginn des Bearbeitungsvorgangs hohe Fixierkräfte erforderlich sind. Insbesondere bei der Verwendung von mechanischen Federelementen ist daher auch eine Lösung möglich, bei der die Beaufschlagung mit einer Federkraft zweistufig erfolgt, nämlich für geringe Auslenkungen mit einer hohen Federkonstante, die nach Überschreiten eines vorgebbaren und gegebenenfalls auch einstellbaren Federweges abgelöst wird von einer geringeren Federkonstante, die insbesondere bereitgestellt wird, um nach einem Absetzen der Bearbeitungsvorrichtung von dem Werkstück die Positioniereinrichtung und insbesondere deren Anlageelement wieder in eine Ausgangsstellung zurückzuführen.

Besonders vorteilhaft ist die Bereitstellung der Federkraft durch eine pneumatische oder hydropneumatische Druckbeaufschlagung des Anlageelements. Dadurch können auf einfache Weise hohe Federkräfte auch bei kleinen Auslenkungen bereitgestellt werden. Außerdem ist es möglich, die Druckbeaufschlagung abzuschalten, wenn beispielsweise die Bearbeitungsvorrichtung anderweitig eingesetzt wird und keine Positioniereinrichtung erforderlich ist. In einem solchen Fall kann das Anlageelement nach Abschalten der Druckbeaufschlagung in eine zurückversetzte Ruheposition überführt werden.

In einer Ausführungsart weist der Grundkörper der Positioniereinrichtung ein Anschlussmittel für den druckdichten Anschluss eines pneumatischen oder hydropneumatischen Druckspeichers auf. Über vorzugsweise im Innern des Grundkörpers angeordnete Verbindungskanäle kann eine Druckbeaufschlagung der Anlageelemente erfolgen.

In einer Ausführungsart weisen die Anlageelemente mindestens einen zylindrischen Abschnitt auf, mittels dem das Anlageelement in einer von dem Grundkörper ausgebildeten oder an dem Grundkörper festgelegten Lagerbuchse beweglich gelagert ist. Vorzugsweise ist das Anlageelement insbesondere geradlinig beweglich gelagert. Die Ausrichtung der Lagerbuchse und des Anlageelements kann dabei parallel zu einer Längsachse des Werkzeuges sein.

In einer Ausführungsart weist die Vorrichtung mehrere Anlageelemente auf, die vorzugsweise gemeinsam in Anlage an das Werkstück bringbar sind. Besonders vorteilhaft ist die Anordnung von zwei Anlageelementen, die in Bezug auf das Werkzeug einander gegenüberliegend angeordnet sind. Soweit mehrere Anlageelemente vorgesehen sind, sind diese vorzugsweise um eine Zentrumsachse der Positioniereinrichtung, die durch das Werkzeug gebildet sein kann, herum angeordnet, vorzugsweise auf einer zur Zentrumsachse konzentrischen Kreislinie gleichverteilt angeordnet.

In einer Ausführungsart weist das Anlageelement an seinem dem Werkstück zugewandten Ende ein Abschlusselement auf, das in Anlage an das Werkstück bringbar ist. Das Abschlusselement besteht vorzugsweise aus einem Werkstoff, der gegenüber dem Werkstück einen höheren Haftreibungskoeffizienten aufweist als der Werkstoff des sich an das Abschlusselement anschließenden Abschnitts des Anlageelements. Dadurch werden die Fixierkräfte erhöht. Beispielsweise kann das Anlageelement grundsätzlich aus einem Metall bestehen, insbesondere aus gehärtetem Stahl, wohingegen das Abschlusselement aus einem Polymerkunststoff besteht, wie beispielsweise Polyethylen oder Siliconkautschuk.

Das Abschlusselement weist auf seiner dem Werkstück zugeordneten Fläche vorzugsweise die Form eines Saugnapfes auf, sodass die Fixierkräfte weiter erhöht sind. Das Abschlusselement kann lösbar an dem Anlageelement festgelegt sein, beispielsweise mit einem zapfenartigen Abschnitt in eine korrespondierende stirnseitige Öffnung des Anlageelements eingesteckt sein. Die Verbindung des Abschlusselements mit dem Anlageelement kann auch eine Verschraubung, ein Einklipsen, ein Verklemmen, Verstiften oder dergleichen vorsehen. Durch eine Lösbarkeit der Verbindung ist es möglich, die Abschlusselemente einfach und schnelle auszutauschen, beispielsweise in Anpassung an den jeweiligen Anwendungsfall oder im Falle eines Verschleißes der Abschlusselemente. Vorzugsweise weist das Anlageelement und/oder das Abschlusselement eine Werkzeugangriffsfläche auf, um das Verbinden und Lösen zu vereinfachen.

Die Erfindung betrifft auch eine handhabbare Vorrichtung zum Bearbeiten von Werkstücken mit einer erfindungsgemäßen Positioniereinrichtung. Besonders vorteilhaft ist dabei, wenn die Positioniereinrichtung derart an die Bearbeitungsvorrichtung angepasst ist, dass auch bestehende Bearbeitungsvorrichtung nachgerüstet werden können und insbesondere die Positioniereinrichtung lösbar an der Bearbeitungsvorrichtung festlegbar ist. Hierzu kann die Positioniereinrichtung an einem zwischen dem Werkzeug und einem Gehäuse der Bearbeitungsvorrichtung angeordneten Abschnitt festlegbar sein, der vorzugsweise eine zylindrische Mantelfläche bildet, insbesondere eine kreiszylindrische Mantelfläche. Ein derartiger Abschnitt ist bei vielen Bearbeitungsvorrichtungen bereits vorhanden und wird häufig als Maschinenhals bezeichnet. Die Festlegung kann mittels einer Klemmschelle oder einer Klemmschraube erfolgen, die in eine vorzugsweise radial in Bezug auf die Werkzeugachse verlaufende Gewindebohrung in dem Grundkörper der Positioniereinrichtung einschraubbar ist.

In einer Ausführungsart weist die Bearbeitungsvorrichtung einen hydropneumatischen Druckspeicher auf, der mit der Positioniereinrichtung verbunden ist und mittels dem das Anlageelement mit einer Federkraft beaufschlagbar ist. Der Druckspeicher kann eine handbetätigte Pumpeinrichtung aufweisen, beispielsweise eine Hubkolbenpumpe. Alternativ zu einem solchen Druckspeicher kann die Bearbeitungsvorrichtung oder die Positioniereinrichtung auch einen Druckluftanschluss für eine externe Druckluftversorgung aufweisen.

In einer Ausführungsart ist aus dem hydropneumatischen Druckspeicher auch Flüssigkeit entnehmbar, beispielsweise zum Kühlen und/oder Schmieren beim Bearbeiten des Werkstückes. Hierzu kann der Druckspeicher einen ersten Ausgangsanschluss für den Austritt der Kühl- und Schmierflüssigkeit aufweisen und einen zweiten Ausgangsanschluss, über den der Druckspeicher mit der Positioniereinrichtung verbunden ist. Hierzu kann beispielsweise eine Verbindungsleitung zwischen dem Druckspeicher und dem Grundkörper der Positioniereinrichtung vorgesehen sein. Am Druckspeicher, im Verlauf der Verbindungsleitung oder an der Positioniereinrichtung kann ein Absperrventil vorgesehen sein, mittels dem die Druckbeaufschlagung an- und abschaltbar ist. In entsprechender Weise kann auch ein Druckregelventil vorgesehen sein, mittels dem die Druckbeaufschlagung für das Anlageelement einstellbar ist.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben ist. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.

1 zeigt eine erfindungsgemäße Einrichtung zum Positionieren eines Werkzeuges einer handhabbaren Vorrichtung,

2 zeigt einen Schnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel eines Grundkörpers,

3 zeigt einen Schnitt entlang III-III durch den Grundkörper der 2, und

4 zeigt einen Schnitt entlang IV-IV durch den Grundkörper der 2.

Die 1 zeigt – teilweise im Querschnitt und teilweise in der Ansicht – eine erfindungsgemäße Einrichtung 1 zum Positionieren eines Werkzeuges 2 einer handhabbaren Vorrichtung 4 zum Bearbeiten von Werkstücken 6, im dargestellten Ausführungsbeispiel zum Bohren einer Keramikfliese.

Die Einrichtung 1 weist einen an der Vorrichtung 4 festlegbaren Grundkörper 8 auf, der lösbar an einem von dem Gehäuse 10 der Vorrichtung 4 ausgebildeten Maschinenhals 12 festgelegt ist. An mindestens einer Stelle seiner zylindrischen Mantelfläche weist der Grundkörper 8 ein Anschlussmittel 14 für den druckdichten Anschluss eines pneumatischen oder hydropneumatischen Druckspeichers 16 auf. Der Druckspeicher 16 kann dabei durch einen Tank gebildet sein, der bis zu einer vorgebbaren Füllhöhe mit einer Kühl- oder Schmierflüssigkeit gefüllt werden kann, insbesondere mit Wasser. Ein verbleibendes Restvolumen wird mit Druckluft beaufschlagt, vorzugsweise mittels einer an dem Druckspeicher 16 angeordneten handbetätigbaren Pumpe. Durch diese Druckbeaufschlagung ist über eine erste Ausgangsöffnung 18 des Druckspeichers 16 Kühl- und Schmierflüssigkeit entnehmbar und über in dem Bohrfutter 20 und der Antriebswelle 22 verlaufende Bohrungen dem Werkzeug 2 zuführbar.

Über eine zweite Ausgangsöffnung 24, die im Wesentlichen axial in Bezug auf eine mit der Längsachse 26 der Vorrichtung 4 parallel verlaufenden Längsachse 28 des Druckspeichers 16 verläuft, wird über eine Verbindungsleitung 30 der in dem Druckbehälter 16 herrschende Druck dem Grundkörper 8 und damit der Positioniereinrichtung 1 zugeführt.

Für die Funktion der Positioniereinrichtung 1 ist es dabei unerheblich, ob die Druckbeaufschlagung über die Verbindungsleitung 30 durch Druckluft oder durch die Kühl- und Schmiermittelflüssigkeit erfolgt. In jedem Fall ist die Verbindungsleitung 30 über innerhalb des Grundkörpers 8 verlaufende Verbindungskanäle 132 (2) mit dem Anlageelement 34 verbunden, das gegenüber dem Grundkörper 8 in Richtung des Doppelpfeils 36 beweglich ist. Hierzu ist am Grundkörper 8 ein Führungselement 38 festgelegt, das im dargestellten Ausführungsbeispiel durch ein vorzugsweise kreiszylindrisches Rohr gebildet ist. An seinem dem Grundkörper 8 zugewandten Ende ist das Führungselement stirnseitig offen für den Eintritt des Druckmediums. An seinem gegenüberliegenden Ende weist das Führungselement 38 eine Lagerbuchse 40 auf, mittels der das Anlageelement 34 beweglich gelagert ist.

An seinem dem Werkstück 6 zugewandten Ende weist das Anlageelement 34 eine stirnseitige Sacklochbohrung 42 auf, in welche ein Abschlusselement 44 aus einem Polymerkunststoff eingesteckt ist.

Das Abschlusselement 44 weist auf seinem dem Werkstück 6 zugewandten Ende im Ausgangszustand eine konkave Krümmung auf und bildet dadurch einen Saugnapf. Durch geeignete Wahl des Werkstoffes des Abschlusselements 44 sind auch gegenüber Werkstücken 6 mit einer glatten Oberfläche, wie beispielsweise Fliesen oder Natursteinen, hohe Haftreibungskräfte erzielbar.

An seinem dem Abschlusselement 44 gegenüberliegenden Ende bildet das Anlageelement 34 einen Abschnitt 46 mit vergrößertem Außendurchmesser aus, wobei in den durch die Durchmesservergrößerung gebildeten Absatz ein Gleit- und Dichtring 48 eingelegt ist, mittels dem das Anlageelement 34 in dem Führungselement 38 geführt ist und eine Abdichtung des unter Druck gesetzten Volumens des Führungselements 38 erfolgt.

In der Darstellung der 1 ist das Werkzeug 2, im vorliegenden Fall ein Bohrer mit einer diamantstaubbesetzten Bohrkrone 50, noch nicht in Eingriff mit dem Werkstück 6. Das Anlageelement 34 und insbesondere das Abschlusselement 44 ist aber bereits in Anlage an dem Werkstück 6 und dadurch ist die Einrichtung 1 und damit die Vorrichtung 4 in Bezug auf das Werkstück 6 positioniert. Durch weiteres Andrücken der Vorrichtung in Richtung auf das Werkstück 6 kommt das Werkzeug 2 in Anlage an das Werkstück 6. Solange die Vorrichtung 4 noch nicht in Betrieb gesetzt ist, beispielsweise der zugehörige Elektromotor noch nicht bestromt ist, kann in dieser Position überprüft werden, ob das Loch an der gewünschten Stelle gebohrt wird. Erforderlichenfalls kann eine nochmalige Korrektur durch erneutes Aufsetzen des Anlageelements 34 an dem Werkstück 6 erfolgen.

Der gewünschte Anpressdruck kann über den im Druckspeicher 16 herrschenden Druck eingestellt werden, beispielsweise indem die Druckbeaufschlagung des Druckspeichers 16 erhöht wird, etwa mit einer vorhandenen Handpumpe nachgepumpt wird. Alternativ oder ergänzend ist es auch möglich, im Bereich zwischen dem Druckspeicher 16 und dem Anlageelement 34 ein Druckregelventil vorzusehen, mittels dem die Druckbeaufschlagung auf das Anlageelement 34 einstellbar ist.

Das Anlageelement 34 besteht vorzugsweise aus Metall, insbesondere Stahl, und hier wiederum aus rostfreiem und gegebenenfalls auch gehärtetem Stahl. Die Lagerbuchse 40 besteht demgegenüber vorzugsweise aus Messing oder Bronze. Die übrigen Teile der Positioniereinrichtung 1, insbesondere das Führungselement 38 und der Grundkörper 8 bestehen vorzugsweise aus Aluminium. Das Führungselement 38 kann in den Grundkörper 8 eingeschraubt, eingeklebt, eingepresst oder dergleichen sein.

Die 2 zeigt einen Schnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel eines Grundkörpers 108 der Positioniereinrichtung 1. Die Längsachse 26 der Bearbeitungsvorrichtung 4 verläuft senkrecht zur Zeichenebene der 2. Der Grundkörper 108 weist zwei in Bezug auf die Längsachse 26 einander gegenüberliegende erste und zweite Gewindebohrungen 152, 154 auf, die parallel zur Längsachse 26 verlaufen und in die jeweils ein Führungselement 38 für das Anlageelement 34 einschraubbar ist. Eine konzentrisch zur Längsachse 26 vorgesehene Durchgangsöffnung 156 dient zum Aufschieben des Grundkörpers 108 auf den Maschinenhals der Bearbeitungsvorrichtung 4.

Mittig in Bezug auf die beiden ersten und zweiten Gewindebohrungen 152, 154 weist der Grundkörper 108 eine dritte Gewindebohrung 158 für das Einschrauben des Anschlussmittels 14 auf, die radial zur Längsachse 26 verläuft. Tangential in Bezug auf die Längsachse 26 verlaufende Verbindungskanäle 132 verbinden die dritte Gewindebohrung 158 mit den ersten und zweiten Gewindebohrungen 152, 154. Endseitig werden die Verbindungskanäle 132 verschlossen, beispielsweise verklebt, mit einem Verschlussmittel verstemmt oder verschraubt oder dergleichen.

Die 3 zeigt einen Schnitt entlang III-III durch den Grundkörper 108 der 2. Die Durchgangsbohrung 156 ist als Stufenbohrung ausgeführt und zu dem der Bearbeitungsvorrichtung zugewandten Ende hin aufgeweitet. Die dritte Gewindebohrung 158 für den Druckanschluss ist dabei in dem der Bearbeitungsvorrichtung abgewandten Abschnitt des Grundkörpers 108 angeordnet, in welchem die Durchgangsöffnung 156 den geringeren Durchmesser aufweist. In dem der Bearbeitungsvorrichtung 4 zugewandten Abschnitt mit vergrößertem Durchmesser der Durchgangsöffnung 156 ist auf der Seite, die der dritten Gewindebohrung 158 für den Druckanschluss in Bezug auf die Längsachse 26 gegenüber liegt, eine vierte Gewindebohrung 160 vorgesehen, die ebenfalls radial zur Längsachse 26 verläuft und die von der Außenseite des Grundkörpers 108 bis in die Durchgangsöffnung 156 reicht. In diese vierte Gewindebohrung 160 ist eine Klemmschraube einschraubbar zum lösbaren Festlegen des Grundkörpers 108 an der Bearbeitungsvorrichtung 4.

Die 4 zeigt einen Schnitt entlang IV-IV durch den Grundkörper 108 der 2. Die ersten und zweiten Gewindebohrungen 152, 154 für das Festlegen der Führungselemente 38 sind als Sacklochbohrungen ausgeführt und erstrecken sich in axialer Richtung entlang der Längsachse 26 in dem der Bearbeitungsvorrichtung 4 abgewandten Abschnitt des Grundkörpers 108 mit dem geringeren Durchmesser der Durchgangsöffnung 156.