Title:
Communication connection establishing method, involves forming subscriber station for supporting different radio access technologies, where one of technologies is selected depending on subscriber station class that is assigned to station
Kind Code:
A1


Abstract:
The method involves forming subscriber stations for supporting different radio access technologies, where one of the supported radio access technologies is selected depending on a subscriber station class that is assigned to the subscriber station. Each subscriber station and/or radio access technology specific offset parameter is defined for the subscriber station class for consideration with the selection of the technologies for accomplishing connection establishment. An independent claim is also included for a radio-communication system with a subscriber station and a network-sided input device.



Inventors:
Breuer, Volker (Oberkrämer, 16727, DE)
Gustrau, Jörg (Berlin, 10627, DE)
Kroth, Norbert (Potsdam, 14482, DE)
Ulrich, Thomas (67098 Bad Dürkheim, DE)
Application Number:
DE102005054687
Publication Date:
05/31/2007
Filing Date:
11/16/2005
Assignee:
Siemens AG (München, 80333, DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE102004057387A1N/A2006-06-01



Foreign References:
200501431432005-06-30
EP08447981998-05-27
WO2005062642A12005-07-07
WO2002032160A22002-04-18
Claims:
1. Verfahren zum Aufbauen einer Kommunikationsverbindung zwischen einer Teilnehmerstation (UE) und einer netzseitigen Zugangseinrichtung (NB2) zum Übertragen von Daten über eine Funkschnittstelle (V) eines Funk-Kommunikationssystems, wobei die Teilnehmerstation (UE) ausgestaltet ist zum Unterstützen unterschiedlicher Funkzugriffstechnologien (2G, 3G, 3G+), dadurch gekennzeichnet, dass die Auswahl einer der unterstützten Funkzugriffstechnologie (2G, 3G, 3G+) abhängig von einer der Teilnehmerstation (UE) zugewiesenen Teilnehmerstationskategorie (c) durchgeführt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Teilnehmerstationskategorie (c) Teilnehmerstationskategorien abhängig von einem gewählten Dienst der aufzubauenden Verbindung (V), einer gewählten Datenrate, einer Benutzerpriorität und/oder einem Benutzerprofil der Teilnehmerstation (UE) zugewiesen wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Teilnehmerstationskategorie (c) der Teilnehmerstation (UE) über eine dedizierte Verbindung (dc) zugewiesen wird.

4. Verfahren nach einem vorstehenden Anspruch, bei dem die Teilnehmerstationskategorie (c) der Teilnehmerstation (UE) mittels einer in die Teilnehmerstation (UE) einsetzbaren oder fest eingebauten Speichereinrichtung der Teilnehmerstation (UE) zugewiesen wird.

5. Verfahren nach einem vorstehenden Anspruch, bei dem für verschiedene der Teilnehmerstationskategorien (c) jeweils teilnehmerstations- und/oder funkzugriffstechnologiespezifische Offsetparameter (o) definiert werden zum Berücksichtigen bei der Auswahl einer Funkzugriffstechnologie zum Durchführen des Verbindungsaufbaus.

6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem als Kriterium für die Auswahl einer der Funkzugriffstechnologien (2G, 3G, 3G+) ein Überschreiten eines Qualitätsparametersunter Berücksichtigung der Offsetparameter (o) verwendet wird.

7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, bei dem die Teilnehmerstation (UE) den oder die Offsetparameter (o) über einen Rundsendekanal (BCH) von zumindest einer der Zugangseinrichtungen (NB1–NB3) empfängt.

8. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, bei dem die Teilnehmerstation (UE) den oder die Offsetparameter (o) über eine dedizierte Verbindung (dc) empfängt.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, bei dem der oder die Offsetparameter (o) abhängig von einer aktuellen und/oder erwarteten Netzauslastung variabel angepasst an die Teilnehmerstation (UE) übertragen werden.

10. Teilnehmerstation (UE) eines Funk-Kommunikationssystems, mit Mitteln zum Aufbauen einer Kommunikationsverbindung gemäß den Merkmalen des Verfahrens nach Anspruch 1.

11. Funk-Kommunikationssystem, aufweisend zumindest eine Teilnehmerstation (UE) und eine netzseitigen Zugangseinrichtung (NB2), zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 1.

Description:

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufbauen einer Kommunikationsverbindung zum Übertragen von Daten über eine Funkschnittstelle eines Funk-Kommunikationssystems, sowie auf eine Teilnehmerstation und ein Funk-Kommunikationssystem zum Durchführen eines solchen Verfahrens.

Die Anzahl unterschiedlicher Funkzugriffstechnologien (RATs: Radio Access Technologies) nimmt derzeit stetig zu. Dabei decken diese Funkzugriffstechnologien unterschiedliche Märte bzw. Anwendungsgebiete ab. So sind Systeme der so genannten zweiten Generation (2G), beispielsweise basierend auf dem GSM-Standard (Global System for Mobile Communication) für die Übertragung von Daten mit geringen bis mittleren Datenraten, Mobilfunksysteme der so genannten dritten Generation (3G), beispielsweise basierend auf dem UMTS-Standard (Universal Mobile Telecommunication System) jedoch für die Übertragung von Daten mit mittleren bis hohen Datenraten (aktuell bis 2 Mbit/s) dimensioniert. Basierend auf dem 3G-Standard wird derzeit an Evolutionen dieses Standards in Richtung noch höherer Datenraten gearbeitet. Diese Weiterentwicklungen werden in Fachkreisen als 3G+ oder 3G LTE (Long Term Evolution) bezeichnet. Aufgrund dieser weiter zunehmenden Anzahl unterschiedlicher Funkzugriffstechnologien, welche zudem parallel zueinander eingesetzt werden, ist zu erwarten, dass Terminals bzw. Teilnehmerstationen als Datenendgeräte im weitesten Sinne mehrere Funkzugriffstechnologien unterstützen werden. Ein aktuelles Beispiel hierfür sind Mobilstationen, die sowohl in einem GSM- als auch einem UMTS-basiereten Mobilfunknetz betreibbar sind.

Derzeit besteht für ein Netz typischerweise die Aufgabe, die Last zwischen den verschiedenen untereinander verbundenen Netzen gleichmäßig zu teilen und Ressourcen entsprechend der Aufgaben des jeweiligen Terminals zuzuweisen. Außerdem besteht der Trend, verschiedene Dienste für verschiedene Funkzugriffstechnologien bereitzustellen, beispielsweise Sprache in 2G und Datendienste in 3G.

Es wird erwartet, dass zukünftige Terminals und Benutzer als Anwender der Teilnehmerstationen sich hinsichtlich deren Diensteprofile und Teilnehmerkategorien unterscheiden werden, sodass z.B. Teilnehmer bzw. Teilnehmerstationen mit einem Schwerpunkt auf Sprache und andere Teilnehmer/Teilnehmerstationen mit einem Schwerpunkt auf Diensten mit einer hohen Datenrate bereitgestellt werden. Außerdem wird erwartet, dass Funkzugriffstechnologien für bestimmte Dienste besser geeignet sein werden, beispielsweise 2G für Sprache und 3G+ für Dienste mit einer hohen Datenrate.

Derzeit werden Übergänge von Teilnehmerstationen aus einem untätigen bzw. Bereitschafts-Modus (Idle-Mode) in einen verbundenen Modus lediglich abhängig davon durchgeführt, wo die Teilnehmerstationen ein Paging (Suchruf), das heißt ein diese suchendes Rundfunksignal empfangen können, wobei eine Verbindung aufgrund einer Datenübertragung in Abwärtsrichtung getriggert wird, gemäß der technischen Spezifikation 3GPP TS 23.060 V6.10.0 (2005-10-05) Kapitel 6.13.1.3.2, oder abhängig davon durchgeführt, in welchem Modus sich die Teilnehmerstation befindet, wobei eine Verbindung aufgrund einer Datenübertragung in Aufwärtsrichtung getriggert wird gemäß der technischen Spezifikation 3GPP TS 23.060 V6.10.0 (2005-10-05) Kapitel 6.13.1.3.1. Dabei werden alle Benutzer bzw. Teilnehmerstationen gleich behandelt, das heißt, es wird bezüglich aller das gleiche Zellauswahl-Kriterium angewendet gemäß der technischen Spezifikation TS 25.304 V6.7.0 (2005-10-14) Kapitel 5.2.

Nachteilhafterweise gibt es keine Mittel, um bestimmte Teilnehmer oder Teilnehmerstationen zu ausgewählten Funkzugriffstechnologien zu schieben, wobei Teilnehmer-Eigenschaften wie z.B. ein Diensteprofil, eine Priorität etc. berücksichtigt werden würden. Lediglich das Zellauswahl-Kriterium abhängig von der minimalen Empfangsleistung für eine Technologie, welche eine hardware-spezifische Teilnehmerstations-Eigenschaft bzw. Systemeigenschaft darstellt, wird berücksichtigt gemäß TS technischen Spezifikation 25.304 V6.7.0 (2005-10-14) Kapitel 5.2.3.1.2. Jedoch ist dieser Wert von einem Betreiber oder einer netzseitigen Einrichtung nicht individuell für Teilnehmer einstellbar, da er direkt von der Teilnehmerstations-Hardware bzw. dem generellen System abhängt.

Momentan greifen die Teilnehmerstationen auf die Funkzugriffstechnologie mit den besten Funkbedingungen zu. Erst nachdem der Zugriff erfolgt ist und abhängig von der Last im Netz und des angeforderten Dienstes kann die Teilnehmerstation zu einem späteren Zeitpunkt zu einem Netz bzw. einer Zelle mit einer zur momentanen Funkzugriffstechnologie verschiedenen Funkzugriffstechnologie verschoben werden. Das heißt, erst nach dem vollständigen Aufbau einer Funkverbindung in einer ersten spezifischen Funk-Zugriffstechnologie, das heißt, nachdem die Teilnehmerstation in den verbundenen Zustand versetzt wurde, kann sie in einem nachfolgenden zweiten Schritt zu einem System mit einer anderen zweiten Funkzugriffstechnologie versetzt werden. Dabei ist ein Übergang vom untätigen (idle mode) zum verbundenen Zustand (connected mode) abhängig von der Betriebsart bekannt ist, in welcher das Paging durch die Teilnehmerstation empfangen wird gemäß z.B. der technischen Spezifikation 3GPP TS 23.060 V6.10.0 (2005-10-05) Kapitel 6.13.1.3.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein flexibleres Verfahren zum Aufbauen einer Kommunikationsverbindung über eine Funkschnittstelle eines Funk-Kommunikationssystems derart bereitzustellen, dass bereits beim Verbindungsaufbau eine Auswahl spezifischer Funkzugriffstechnologien durchgeführt werden kann. Vorzugsweise soll eine Teilnehmerstation eine Zelle der von deren Teilnehmer bzw. Benutzer bevorzugten Technologie unmittelbar vor einer Diensteanfrage auswählen, um einen schnelleren Zugriff auf Dienste zu ermöglichen und nachträgliche Verbindungsweiterschaltungen (Handover) zwischen Zugriffsmöglichkeiten verschiedener Funkzugriffstechnologie zu vermeiden.

Diese Aufgabe wird durch das Verfahren, durch die Teilnehmerstation sowie durch das Funk-Kommunikationssystem mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand abhängiger Ansprüche.

Bevorzugt wird demgemäß ein Verfahren zum Aufbauen einer Kommunikationsverbindung zwischen einer Teilnehmerstation und einer netzseitigen Zugangseinrichtung über eine Funkschnittstelle eines Funk-Kommunikationssystems, wobei die Teilnehmerstation ausgelegt ist zum Betreiben verschiedenartiger Funkschnittstellen jeweils zueinander verschiedener Funkzugriffstechnologien und wobei eine von mehreren aufbaubaren Funkschnittstellen abhängig von einer der Teilnehmerstation zugeordneten Eigenschaft für den Aufbau ausgewählt wird, wobei durch die Teilnehmerstation die Auswahl der Funkschnittstelle abhängig von deren Funkzugriffstechnologie und abhängig von einer der Teilnehmerstation zugewiesenen Teilnehmerstationskategorie durchgeführt wird.

Vorteilhaft wird der Teilnehmerstation und/oder einem Benutzer der Teilnehmerstation die Teilnehmerstationskategorie aus einer Vielzahl von verschiedenen Teilnehmerstationskategorien abhängig von einem bestimmten Benutzer der Teilnehmerstation und/oder abhängig von einem ausgewählten Dienst der Teilnehmerstation zugeordnet, insbesondere als Funktion einer Datenrate, einer Benutzerpriorität oder einem Benutzerprofil zugeordnet.

Die Teilnehmerstationskategorie kann der Teilnehmerstation über eine dedizierte Verbindung zugewiesen werden. Die Teilnehmerstationskategorie kann der Teilnehmerstation aber auch mittels einer in die Teilnehmerstation einsetzbaren oder fest eingebauten Hardware-Speichereinrichtung der Teilnehmerstation zugewiesen werden.

Für verschiedene der Teilnehmerstationskategorien können teilnehmerstations- und/oder funkzugriffstechnologiespezifische Offsetparameter definiert werden zur Auswahl einer bevorzugten Funkzugriffstechnologie zum Durchführen eines Verbindungsaufbaus. Dabei wird als Auswahlkriterium für eine Funkschnittstelle einer spezifischen Funkzugriffstechnologie das Überschreiten eines Qualitätskriteriums für die spezifische Funkzugriffstechnologie abhängig von den momentanen Offsetparametern bevorzugt verwendet. Die Teilnehmerstation kann den oder die Offsetparameter vorteilhaft über eine Rundsendekanal von zumindest einer der Zugangseinrichtungen empfangen. Die Teilnehmerstation kann den oder die Offsetparameter aber vorteilhaft auch über eine dedizierte Verbindung empfangen. Der oder die Offsetparameter werden bevorzugt abhängig von einer momentanen oder einer erwarteten Netzauslastung variabel angepasst an die Teilnehmerstation übertragen.

Eigenständig vorteilhaft ist eine Teilnehmerstation zum Betreiben einer Kommunikationsverbindung über eine Funkschnittstelle eines Funk-Kommunikationssystems, wobei die Teilnehmerstation ausgestaltet ist zum Betreiben von Funkschnittstellen zueinander verschiedener Funkzugriffstechnologien und wobei die Teilnehmerstation ausgelegt ist zum Durchführen eines solchen Verfahrens.

Eigenständig vorteilhaft ist außerdem ein Kommunikationssystem, insbesondere eine netzseitige Zugriffseinrichtung eines Mobilfunk-Kommunikationssystems zum Aufbauen und Betreiben einer Kommunikationsverbindung zwischen einer Teilnehmerstation und einer entfernten Teilnehmerstation oder Datenquelle über eine Funkschnittstelle und eine netzseitige Zugangseinrichtung des Kommunikationssystems, wobei das Kommunikationssystem ausgelegt ist, der Teilnehmerstation Auswahlkriterien zum Zugreifen auf eine ausgewählte verschiedener verfügbarer Funkschnittstellen jeweils zueinander verschiedener Funkzugriffstechnologie abhängig von einer Teilnehmerstationskategorie als einer hardware-unabhängigen Eigenschaft der Teilnehmerstation zu übertragen zum Durchführen eines solchen Verfahrens.

Vorgeschlagen wird demgemäß verschiedene Teilnehmerstationskategorien zu definieren. Benutzer bzw. Teilnehmer und/oder Terminals als Teilnehmerstationen können einer Teilnehmerstationskategorie zugeordnet werden als einer Funktion von z.B. einer Datenraten-Klasse bzw. Teilnehmerstations-Klasse, einer Teilnehmerpriorität, eines Teilnehmerprofils, das heißt Vorzügen oder Einstellungen eines Teilnehmers, etc. Dies bedeutet, dass die Teilnehmer bzw. Teilnehmerstationen einer Teilnehmerstationskategorie abhängig von einer Entscheidung eines Betreibers zugeordnet werden und somit nicht nur hardwareabhängig bzw. systemabhängig zugeordnet werden.

Für verschiedene Teilnehmerstationskategorien werden funkzugriffstechnologie-spezifische Offsetparameter definiert für eine Auswahl eines bevorzugten Systems, um einen Dienstezugriff durchzuführen. Das heißt, eine Funkzugriffstechnologie wird vorzugsweise ausgewählt, falls das Auswahlkriterium das angeforderte Qualitätskriterium für eine spezifische Funkzugriffstechnologie überschreitet, wobei die teilnehmerstations-kategorie-spezifischen Offsetparameter berücksichtigt werden.

Solche Offsetparameter können vorzugsweise in einer Funkzelle über beispielsweise deren Rundfunkkanal in Art einer Rundfunknachricht verbreitet werden. Die Teilnehmerstationskategorie wird der Teilnehmerstation vorzugsweise mittels einer dedizierten Signalisierung übermittelt oder bereits bei deren Auslieferung in dem Terminal gespeichert, beispielsweise mittels einer entsprechenden Speicherung in dem SIM-(Subscriber Identification Module). Möglich ist auch in einer dazu vorteilhaften Variante, die Offsetparameter einer bestimmten Teilnehmerstation individuell mittels einer dedizierten Signalisierung zu signalisieren. In diesem Fall brauchen keine teilnehmerstationskategoriespezifischen Offsetparameter per Rundfunksignal verbreitet zu werden, da der Offset teilnehmerstationsspezifisch gehandhabt wird.

Falls der Offset auf dem Rundfunkkanal signalisiert wird, kann der Offset in vorteilhafter Weise gemäß der Lastsituation in dem Netz bzw. in den jeweiligen Zellen oder Netzen eingestellt werden. Falls z.B. die Anzahl von Teilnehmern mit einem Sprachdienst sehr hoch ist und die Anzahl von Teilnehmern mit einer Nutzung von Datendiensten sehr gering ist, kann einer größeren Anzahl von Teilnehmern mit Sprachdienst erlaubt werden, eine Funkzugriffstechnologie mit einer höheren Datenrate zu benutzen. Im Falle eines dedizierten Signalisierens ist besonders vorteilhaft, dass die Offsetparameter der jeweiligen Teilnehmerstation natürlich auch dynamisch zugewiesen werden können.

Vorteilhafterweise kann durch das Einführen der teilnehmerstationskategoriespezifischen Funk-Zugriffstechnologie-Auswahl-Offsetparameter der Teilnehmer bzw. dessen Terminal gezielt sogar dann zum Durchführen eines Zugriffs auf eine bevorzugte Funkzugriffstechnologie aus Sicht einer Dienste-Perspektive veranlasst werden, falls die Funkbedingungen einer anderen Funkzugriffstechnologie besser wären. Zugegriffen wird entsprechend auf die für den entsprechenden angeforderten Dienst ausreichend geeignete Funkzelle und nicht auf die Funkzelle, welche unabhängig vom angeforderten Dienst und tatsächlichen Bedarf am Besten geeignetsten Funkzugriff ermöglicht.

In dem Fall, dass der vom Betreiber definierte Offset gut ausgewählt wurde, werden die Teilnehmerstationen dieser Teilnehmerstationskategorie typischerweise in derjenigen Funkzugriffstechnologie bleiben, in welcher der Zugriff durchgeführt wurde, da die typischen Dienste für diese spezielle Teilnehmerstation in dieser entsprechenden Funkzugriffstechnologie gehandhabt werden. Dies vermeidet eine Umlenkung bzw. erneute Ausrichtung der Teilnehmerstation in einem zweiten Schritt auf eine Zelle mit einer anderen Funkzugriffstechnologie und reduziert daher die Gesamtlatenz zum Einstellen bzw. Einrichten des Dienstes für die den Dienst anfordernde Teilnehmerstation.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird im Gegensatz zu einer Zell-Auswahl oder Zell-Neuauswahl bei einem Einrichten eines Rufs eine Zell-Auswahl bzw. Zell-Neuauswahl aufgrund eines periodischen Updates oder aufgrund einer so genannten Plane-Mobility nicht beeinflusst. Dies liegt daran, dass nach periodischen Updates oder Mobilitäts-Updates nicht erwartet wird, dass ein Dienst gestartet werden soll und daher die Funkverbindungen das einzige relevante Kriterium darstellen. Dieser Unterschied wird sich auswirken auf die bestehende Verfahrensweise gemäß der technischen Spezifikation 3GPP TS 25.304 V6.7.0 (2005-10-14), wo der Unterschied "Zell-Neuauswahl bei Dienste-Setup" mit einem teilnehmerstationsspezifischen/teilnehmerstationsgruppenspezifischen Offset und "Zell-Neuauswahl aufgrund von Mobilitäts-Update oder periodischem Update" ohne einem teilnehmerstations-spezifischen/teilnehmerstations-gruppen-spezifischen Offset vorzugsweise einzuführen sein wird.

Ein Ausführungsbeispiel wird nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 schematisch eine Anordnung von Funkzellen für Zugriffe einer Teilnehmerstation mittels verschiedenartiger Funkzugriffstechnologien und

2 eine beispielhafte Signalisierung zwischen einer Teilnehmerstation und einer netzseitigen Zugangseinrichtung zum Aufbau einer Funkverbindung.

1 zeigt ein einfaches Ausführungsbeispiel einer Anordnung aus einer Teilnehmerstation UE, welche eine Funkschnittstelle V zu einer netzseitigen Zugangseinrichtung NB2 aufbaut, wobei die Teilnehmerstation UE jedoch auch Verbindungen über weitere Funkschnittstellen zu weiteren netzseitigen Zugangseinrichtungen NB1, NB3 aufbauen könnte. Unter Teilnehmerstation UE ist eine beliebige Datenendeinrichtung zu verstehen, insbesondere ein Mobilfunkgerät oder eine Computer-Funkschnittstellenkarte.

Bei den drei beispielhaften Zugangseinrichtungen NB1–NB3 handelt es sich beispielhaft um drei Zugangseinrichtungen dreier zueinander jeweils verschiedener Funkzugriffstechnologien. Entsprechend sind die drei Zugangseinrichtungen NB1–NB3 drei verschiedenen Netzen 2G, 3G, 3G+ zugeordnet und bilden beim dargestellten Ausführungsbeispiel jeweils eine Funkzelle aus, wobei sich die Teilnehmerstation UE im Bereich aller drei Funkzellen befinden soll. Die drei Netze 2G, 3G, 3G+ sind vorzugsweise über ein im Hintergrund befindliches oder übergeordnetes Netz N oder sonstige Verbindungen untereinander verbunden, so dass die Teilnehmerstation UE jeweils die gewünschte Verbindung zu einer entfernten Teilnehmerstation über ein beliebiges dieser drei Netze 2G, 3G, 3G+ aufbauen könnte.

Zu Beginn eines Verbindungsaufbaus, das heißt insbesondere beim Übergang von einem untätigen Zustand (IDLE-Mode) zu einem verbundenen Zustand (Connected Mode) wählt die Teilnehmerstation UE nicht diejenige Zugangseinrichtung NB3 mit der höchsten Sendeleistung I = 3 sondern eine der Zugangseinrichtungen NB2 mit einer besser geeigneten Zugriffstechnologie aus, auch wenn deren Sendeleistung I = 2 geringer aber noch ausreichend ist. Somit besteht ein Zugriffskriterium für die Teilnehmerstation darin, vorzugsweise eine Funkschnittstelle V zu einer Zugangseinrichtung NB2 aufzubauen, welche eine geeignete Funkzugriffstechnologie für den durch die Teilnehmerstation UE gewünschten Dienst bzw. dessen Funkzugriffstechnologie bietet, wobei ein Umweg über eine weitere Zugangseinrichtung NB3 mit höherer Sendeleistung I vermieden werden soll. Ein weiteres Kriterium für die Auswahl einer Zugangseinrichtung besteht entsprechend darin, dass diese direkt eine geeignete Funkzugriffstechnologie für den gewünschten bzw. angeforderten Dienst der Teilnehmerstation UE bieten soll.

Dies wird dadurch ermöglicht, dass der Teilnehmerstation UE eine Teilnehmerstationskategorie c zugewiesen wird. Die Zuweisung erfolgt dabei nach verschiedenartigsten Kriterien, beispielsweise einem gewünschten Dienst, wie z.B. dem Dienst zum Aufbau einer Sprachverbindung. Diesem Dienst wird eine niedrige Teilnehmerstationskategorie c = 1 zugewiesen.

Die Zuweisung der Teilnehmerstationskategorie c kann dabei beispielsweise über eine dedizierte Verbindung dc zwischen der Teilnehmerstation UE und der netzseitigen Zugangseinrichtung NB2 erfolgen. Die Zuweisung der Teilnehmerstationskategorie c = 1 kann jedoch auf andere Art und Weise ebenfalls erfolgen. Insbesondere kann die Teilnehmerstationskategorie c bereits auf einer Teilnehmer-Identifizierungskarte (SIM: Subscriber Identification Module), welche in der Teilnehmerstation UE eingesetzt wird, abgespeichert werden. Prinzipiell ist auch möglich, einer Teilnehmerstation UE eine Teilnehmerstationskategorie c fest vorzugeben oder eine maximale Teilnehmerstationskategorie c fest vorzugeben, so dass nachträgliche Änderungen der Teilnehmerstationskategorie c nicht oder nur in begrenztem Maße zulässig bzw. möglich sind.

Insbesondere damit Netzauslastungen geeignet verwaltet werden können, wird den Teilnehmerstationskategorien c ein Offsetparameter o zugeordnet, welcher auf verschiedene Art und Weise von den netzseitigen Zugangseinrichtungen NB1–NB3 zu der Teilnehmerstation UE kommuniziert bzw. signalisiert werden kann. Bei dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Offsetparameter o von der jeweiligen Netzzugangseinrichtung NB1–NB3 über deren Rundfunkkanal BCH signalisiert. Prinzipiell ist jedoch auch die Übertragung über eine bereits bestehende dedizierte Verbindung dc zwischen einer der Zugangseinrichtungen NB2 und der Teilnehmerstation UE möglich.

Zum Verbindungsaufbau wählt die Teilnehmerstation UE entsprechend eine Zugangseinrichtung NB2 aus, zu welcher die entsprechende Funkschnittstelle V aufgebaut wird, wobei sowohl die Teilnehmerstationskategorie c als auch vorzugsweise der Offsetparameter o von dieser bzw. auch von den anderen Netz-Zugangseinrichtungen NB1–NB3 berücksichtigt wird. Beim dargestellten Beispiel ist der Teilnehmerstation UE die niedrigste Teilnehmerstationskategorie c = 1 für Sprachverbindungen zugewiesen. Entsprechend könnte über alle drei der Zugangseinrichtungen NB1–NB3 eine Verbindung aufgebaut werden. Gemäß üblicher Kriterien würde die Teilnehmerstation UE die dritte Zugangseinrichtung NB3 mit der höchsten Sendeleistung I = 3 auswählen. Diese bietet jedoch eine Funkzugriffstechnologie für hochratige Datenverbindungen, was eine Ressourcenverschwendung im Fall des Aufbaus einer Verbindung über diese dritte Zugangseinrichtung NB3 bedeuten würde. Für den gewählten Dienst bzw. die Teilnehmerstationskategorie c = 1 würde üblicherweise am geeignetsten die erste Netz-Zugangseinrichtung NB1 mit einer Funkzugriffstechnologie für insbesondere Sprachverbindungen besonders geeignet sein. Die zweite Zugangseinrichtung NB2 einer höheren Funkzugriffstechnologie 3G signalisiert jedoch über ihren Offsetparameter o = 1, dass ihr zugrunde liegendes Netz nicht vollständig ausgelastet ist und sie daher auch für einfachere Verbindungen wie Sprachverbindungen mit der niedrigsten Funkzugriffstechnologie c = 1 zur Verfügung steht. Entsprechend kann die Teilnehmerstation UE frei zwischen der ersten und der zweiten Zugangseinrichtung NB1 bzw. NB2 auswählen, um eine Funkverbindung aufzubauen.

2 zeigt einen beispielhaften Verbindungsaufbau. Zu einem ersten Zeitpunkt wird davon ausgegangen, dass die Teilnehmerstation UE sich im Ruhezustand (IDLE) befindet und in diesem Zustand eine geeignete Funkzugriffstechnologie auswählt, wobei die Offsetparameter o optional berücksichtigt werden können. Durch eine bestehende dedizierte Verbindung im Ruhezustand hat das Netz N Kenntnis über den geografischen Aufenthaltsort der Teilnehmerstation UE in einem vorgegebenen Bereich. Im Fall eines für die Teilnehmerstation UE eingehenden Rufs führt das Netz N auf Bereichsbasis ein Paging durch, sodass die Teilnehmerstation UE erfährt, dass ein eingehender Ruf vorliegt. Der Benutzer bzw. Teilnehmer der Teilnehmerstation UE oder die Teilnehmerstation UE automatisch selber entscheidet, einen geeigneten Dienstezugriff durchzuführen und greift auf eine der verfügbaren Zugangseinrichtungen zu. Dazu wählt die Teilnehmerstation UE eine Zelle der bevorzugten Funkzugriffstechnologie aus, wobei in diesem Fall mit Blick auf den konkreten Wunsch des Verbindungsaufbaus die Offsetparameter o für den Verbindungsaufbau berücksichtigt werden. Damit führt die Teilnehmerstation UE die entsprechende Diensteanfrage in der bevorzugten Funkzugriffstechnologie aus.