Title:
Verfahren zum Auswählen mindestens eines Kommunikationsdienstes, Kommunikationseinrichtung, Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte und Computerprogrammelement
Kind Code:
B4


Abstract:

Verfahren zum Auswählen mindestens eines Kommunikationsdienstes,
• bei dem mindestens ein in eine Kommunikationseinrichtung (118) eingegebenes Auswahlkriterium gespeichert wird,
• bei dem eine Kommunikationsdienst-Nachricht (406) von der Kommunikationseinrichtung (118) empfangen wird, wobei die Kommunikationsdienst-Nachricht (406) Information über mindestens einen Kommunikationsdienst enthält,
• bei dem unter Verwendung des mindestens einen Auswahlkriteriums bestimmt wird, ob der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll, und
• bei dem für den Fall, dass der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll, die Kommunikationseinrichtung (118) eine Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht (410), mit welcher angegeben wird, dass der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen wird, erzeugt und an eine Servereinrichtung (301) sendet,
wobei das mindestens eine Auswahlkriterium auf einer Chipkarte (304) der Kommunikationseinrichtung (118) gespeichert wird, und
• eine Verarbeitungseinheit (318) der Kommunikationseinrichtung (118) unter Verwendung der Kommunikationsdienst-Nachricht (406) eine Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht (407) erzeugt, welche eine Information über den mindestens einen Kommunikationsdienst enthält,
• die Verarbeitungseinheit (318) der Kommunikationseinrichtung die Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht (407) an eine Verarbeitungseinheit (316) der Chipkarte (304) übermittelt,
• die Verarbeitungseinheit (316) der Chipkarte (304) unter Verwendung des mindestens einen Auswahlkriteriums bestimmt, ob der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll, und ...




Inventors:
Eckert, Michael (38122, Braunschweig, DE)
Niekerk, Sabine van (38228, Salzgitter, DE)
Application Number:
DE102005043005A
Publication Date:
02/09/2017
Filing Date:
09/09/2005
Assignee:
Intel Deutschland GmbH, 85579 (DE)
International Classes:



Foreign References:
200500763692005-04-07
200501920212005-09-01
EP12719702003-01-02
WO2002091702A12002-11-14
Other References:
ETSI TS 131 102 V6.10.0 (2005-06). Technical Specification. Juni 2005.
Attorney, Agent or Firm:
BOEHMERT & BOEHMERT Anwaltspartnerschaft mbB - Patentanwälte Rechtsanwälte, 28209, Bremen, DE
Claims:
1. Verfahren zum Auswählen mindestens eines Kommunikationsdienstes,
• bei dem mindestens ein in eine Kommunikationseinrichtung (118) eingegebenes Auswahlkriterium gespeichert wird,
• bei dem eine Kommunikationsdienst-Nachricht (406) von der Kommunikationseinrichtung (118) empfangen wird, wobei die Kommunikationsdienst-Nachricht (406) Information über mindestens einen Kommunikationsdienst enthält,
• bei dem unter Verwendung des mindestens einen Auswahlkriteriums bestimmt wird, ob der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll, und
• bei dem für den Fall, dass der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll, die Kommunikationseinrichtung (118) eine Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht (410), mit welcher angegeben wird, dass der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen wird, erzeugt und an eine Servereinrichtung (301) sendet,
wobei das mindestens eine Auswahlkriterium auf einer Chipkarte (304) der Kommunikationseinrichtung (118) gespeichert wird, und
• eine Verarbeitungseinheit (318) der Kommunikationseinrichtung (118) unter Verwendung der Kommunikationsdienst-Nachricht (406) eine Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht (407) erzeugt, welche eine Information über den mindestens einen Kommunikationsdienst enthält,
• die Verarbeitungseinheit (318) der Kommunikationseinrichtung die Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht (407) an eine Verarbeitungseinheit (316) der Chipkarte (304) übermittelt,
• die Verarbeitungseinheit (316) der Chipkarte (304) unter Verwendung des mindestens einen Auswahlkriteriums bestimmt, ob der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll, und
• bei dem die Verarbeitungseinheit (318) der Kommunikationseinrichtung (118) die Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht (410) erzeugt und an die Servereinrichtung (301) sendet,
wobei vorgesehen ist, dass, nachdem die Chipkarte (304) eine Übereinstimmung einer oder mehrerer der Auswahlkriterien mit der Information über den Kommunikationsdienst in der Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht (407) beziehungsweise der Kommunikationsdienst-Nachricht (406) feststellt, ein Teilnehmer (401) zunächst mittels der Kommunikationseinrichtung (303) über dieses Ereignis benachrichtigt wird, so dass der Teilnehmer (401) daraufhin entscheiden kann, ob er den entsprechenden Kommunikationsdienst tatsächlich empfangen möchte und bei Bedarf eine Subskribierung für diesen Dienst veranlassen kann, indem die Kommunikationseinrichtung (303) eine entsprechende Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht erzeugt und an die Servereinrichtung (301) sendet.

2. Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei die Kommunikationsdienst-Nachricht (406) eine Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachricht ist, mit welcher der mindestens eine Kommunikationsdienst bekannt gemacht wird.

3. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, bei dem der mindestens eine Kommunikationsdienst ein Kommunikationsdienst ist, bei dem Information von einer Kommunikationsdienst-Servereinrichtung (304) an mehrere Kommunikationseinrichtungen übermittelt wird.

4. Verfahren gemäß Anspruch 3, bei dem der mindestens eine Kommunikationsdienst ein Broadcast-Kommunikationsdienst ist.

5. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem der mindestens eine Kommunikationsdienst ein im Rahmen eines zellularen Mobilfunk-Netzwerks (105) bereitgestellter Kommunikationsdienst ist.

6. Verfahren gemäß Anspruch 5, bei dem der mindestens eine Kommunikationsdienst ein im Rahmen eines GSM-Mobilfunk-Netzwerks, eines 3GPP-Mobilfunk-Netzwerks oder eines 3GPP2-Mobilfunk-Netzwerks bereitgestellter Kommunikationsdienst ist.

7. Verfahren gemäß Anspruch 6, bei dem der mindestens eine Kommunikationsdienst ein im Rahmen eines UMTS-Mobilfunk-Netzwerks, eines CDMA2000-Mobilfunk-Netzwerks oder eines FOMA-Mobilfunk-Netzwerks bereitgestellter Kommunikationsdienst ist.

8. Verfahren gemäß Anspruch 1, bei dem das mindestens eine Auswahlkriterium auf einer Subscriber Identity Module-Chipkarte oder auf einer Universal Integrated Circuit Card-Chipkarte (304) der Kommunikationseinrichtung (118) gespeichert wird.

9. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 8, bei dem das mindestens eine Auswahlkriterium unter Verwendung eines Chipkarten-Kommunikationsprotokolls gespeichert wird.

10. Verfahren gemäß Anspruch 9, bei dem das mindestens eine Auswahlkriterium unter Verwendung eines Subscriber Identity Module Application Toolkit-Kommunikationsprotokolls oder unter Verwendung eines UMTS Subscriber Identity Module Application Toolkit-Kommunikationsprotokolls gespeichert wird.

11. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 oder 8 bis 10, bei dem unter Verwendung des mindestens einen Auswahlkriteriums unter Verwendung eines Chipkarten-Kommunikationsprotokolls bestimmt wird, ob der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll.

12. Verfahren gemäß Anspruch 1 oder einem der Ansprüche 8 bis 11, bei dem die Verarbeitungseinheit (316) der Chipkarte (304) eine Chipkarten-Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht (409), mit welcher angegeben wird, ob der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll, erzeugt und an die Verarbeitungseinheit (318) der Kommunikationseinrichtung (118) übermittelt.

13. Verfahren gemäß Anspruch 12, wobei die Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht eine Chipkarten-Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachricht ist, mit welcher der mindestens eine Kommunikationsdienst bekannt gemacht wird.

14. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, bei dem als Kommunikationseinrichtung ein Kommunikationsendgerät, insbesondere ein Mobilfunk-Kommunikationsendgerät (118), verwendet wird.

15. Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14, bei dem die Kommunikationseinrichtung (118) als Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht (410) eine Kommunikationsdienst-Subskribierungs-Nachricht erzeugt und an die Servereinrichtung (301) sendet, wobei die Kommunikationseinrichtung (118) den mindestens einen Kommunikationsdienst mittels der Kommunikationsdienst-Subskribierungs-Nachricht (410) subskribiert.

16. Kommunikationseinrichtung,
• mit einer Eingabeeinheit (311) zum Eingeben mindestens eines Auswahlkriteriums in die Kommunikationseinrichtung (118),
• mit einem Speicher (315) zum Speichern des mindestens einen eingegebenen Auswahlkriteriums,
• mit einem Empfänger (309), der eingerichtet ist, eine Kommunikationsdienst-Nachricht (406) zu empfangen, wobei die Kommunikationsdienst-Nachricht (406) Information über mindestens einen Kommunikationsdienst enthält,
• mit einer Ermittlungseinheit (316), die eingerichtet ist, unter Verwendung des mindestens einen Auswahlkriteriums zu ermitteln, ob der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll,
• mit einer Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht-Erzeugungseinheit (318), welche eingerichtet ist, eine Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht (410) zu erzeugen, mit welcher angegeben wird, dass der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen wird, abhängig von einem Ermittlungsergebnis der Ermittlungseinheit (316),
• mit einem Sender (308), der eingerichtet ist, die Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht (410) an eine Servereinrichtung (301) zu senden,
• mit einer Chipkarte (304), welche einen Chipkarten-Speicher (315) aufweist zum Speichern des mindestens einen Auswahlkriteriums, und
• mit einer Verarbeitungseinheit (318) zum Bearbeiten von einer empfangenen Kommunikationsdienst-Nachricht (406),
• wobei die Verarbeitungseinheit (318) eingerichtet ist zum Erzeugen einer Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht (407), welche eine Information über den mindestens einen Kommunikationsdienst enthält, unter Verwendung der empfangenen Kommunikationsdienst-Nachricht (406),
• wobei die Verarbeitungseinheit (318) mit der Chipkarten-Verarbeitungseinheit (316) gekoppelt ist,
• wobei die Verarbeitungseinheit (318) eingerichtet ist zum Übermitteln der Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht (407) an die Chipkarten-Verarbeitungseinheit (316),
wobei die Chipkarten-Verarbeitungseinheit (316) eingerichtet ist zum Bereitstellen eines Chipkarten-Kommunikationsprotokolls zum Speichern des mindestens einen Auswahlkriteriums,
wobei die Chipkarten-Verarbeitungseinheit (316) die Ermittlungseinheit aufweist, und
wobei die Kommunikationseinrichtung (118) dafür vorgesehen ist, dass, nachdem die Chipkarte (304) eine Übereinstimmung einer oder mehrerer der Auswahlkriterien mit der Information über den Kommunikationsdienst in der Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht (407) beziehungsweise der Kommunikationsdienst-Nachricht (406) feststellt, ein Teilnehmer (401) zunächst mittels der Kommunikationseinrichtung (118) über dieses Ereignis benachrichtigt wird, so dass der Teilnehmer (401) daraufhin entscheiden kann, ob er den entsprechenden Kommunikationsdienst tatsächlich empfangen möchte und bei Bedarf eine Subskribierung für diesen Dienst veranlassen kann, indem die Kommunikationseinrichtung (303) eine entsprechende Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht (410) erzeugt und an die Servereinrichtung (301) sendet.

17. Kommunikationseinrichtung gemäß Anspruch 16, wobei die Kommunikationsdienst-Nachricht eine Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachricht (406) ist, mit welcher der mindestens eine Kommunikationsdienst bekannt gemacht wird.

18. Kommunikationseinrichtung gemäß Anspruch 16 oder 17, eingerichtet zum Empfangen und Verarbeiten mindestens eines Kommunikationsdienstes, bei dem Information von einer Kommunikationsdienst-Servereinrichtung (301) an mehrere Kommunikationseinrichtungen übermittelt wird.

19. Kommunikationseinrichtung gemäß einem der Ansprüche 16 bis 18, eingerichtet zum Empfangen und Verarbeiten mindestens eines Broadcast-Kommunikationsdienstes.

20. Kommunikationseinrichtung gemäß einem der Ansprüche 16 bis 19, eingerichtet zum Empfangen und Verarbeiten mindestens eines Kommunikationsdienstes, welcher im Rahmen eines zellularen Mobilfunk-Netzwerks (105) bereitgestellt wird.

21. Kommunikationseinrichtung gemäß Anspruch 20, eingerichtet zum Empfangen und Verarbeiten mindestens eines Kommunikationsdienstes, welcher im Rahmen eines GSM-Mobilfunk-Netzwerks, eines 3GPP-Mobilfunk-Netzwerks oder eines 3GPP2-Mobilfunk-Netzwerks bereitgestellt wird.

22. Kommunikationseinrichtung gemäß Anspruch 21, eingerichtet zum Empfangen und Verarbeiten mindestens eines Kommunikationsdienstes, welcher im Rahmen eines UMTS-Mobilfunk-Netzwerks, eines CDMA2000-Mobilfunk-Netzwerks oder eines FOMA-Mobilfunk-Netzwerks bereitgestellt wird.

23. Kommunikationseinrichtung gemäß Anspruch 16, wobei die Chipkarte als Subscriber Identity Module-Chipkarte oder als Universal Integrated Circuit Card-Chipkarte (304) eingerichtet ist.

24. Kommunikationseinrichtung gemäß Anspruch 16, wobei die Chipkarten-Verarbeitungseinheit (316) eingerichtet ist zum Bereitstellen eines Subscriber Identity Module Application Toolkit-Kommunikationsprotokolls oder eines UMTS Subscriber Identity Module Application Toolkit-Kommunikationsprotokolls zum Speichern des mindestens einen Auswahlkriteriums.

25. Kommunikationseinrichtung gemäß Anspruch 16,
• wobei die Chipkarten-Verarbeitungseinheit (316) eingerichtet ist zum Erzeugen einer Chipkarten-Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht (409), mit welcher angegeben wird, ob der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll,
• wobei die Chipkarten-Verarbeitungseinheit (316) eingerichtet ist zum Übermitteln der Chipkarten-Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht (409) an die Verarbeitungseinheit (318).

26. Kommunikationseinrichtung gemäß Anspruch 25, wobei die Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht eine Chipkarten-Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachricht ist, mit welcher der mindestens eine Kommunikationsdienst bekannt gemacht wird.

27. Kommunikationseinrichtung gemäß Anspruch 25 oder 26, wobei die Verarbeitungseinheit (318) die Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht-Erzeugungseinheit aufweist.

28. Kommunikationseinrichtung gemäß einem der Ansprüche 16 bis 27, eingerichtet als Kommunikationsendgerät, insbesondere als Mobilfunk-Kommunikationsendgerät (118).

29. Kommunikationseinrichtung gemäß einem der Ansprüche 16 bis 28, wobei die Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht-Erzeugungseinheit eingerichtet ist zum Erzeugen der Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht als eine Kommunikationsdienst-Subskribierungs-Nachricht (410), wobei der mindestens eine Kommunikationsdienst mittels der Kommunikationsdienst-Subskribierungs-Nachricht (410) subskribiert wird.

30. Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte,
• mit einer Verarbeitungseinheit (316), welche eingerichtet ist zum Bereitstellen eines Chipkarten-Kommunikationsprotokolls zum Speichern mindestens eines eingegebenen Auswahlkriteriums,
• mit einem Chipkarten-Speicher (315), der eingerichtet ist, das mindestens eine eingegebene Auswahlkriterium zu speichern,
• mit einem Chipkarten-Empfänger (313), der eingerichtet ist, eine Chipkarten-Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachricht (407) von einer Kommunikationseinrichtung (303) zu empfangen, wobei die Chipkarten-Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachricht (407) eine Information über mindestens einen Kommunikationsdienst enthält,
• mit einer Ermittlungseinheit (316), die eingerichtet ist, unter Verwendung des mindestens einen Auswahlkriteriums zu ermitteln, ob der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll,
wobei die Chipkarte (304) dafür eingerichtet ist, dass, nachdem die Chipkarte (304) eine Übereinstimmung einer oder mehrerer der Auswahlkriterien mit der Information über den Kommunikationsdienst in der Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht (407) feststellt, ein Teilnehmer (401) zunächst mittels der Kommunikationseinrichtung (303) über dieses Ereignis benachrichtigt wird, so dass der Teilnehmer (401) daraufhin entscheiden kann, ob er den entsprechenden Kommunikationsdienst tatsächlich empfangen möchte und bei Bedarf eine Subskribierung für diesen Dienst veranlassen kann, indem die Kommunikationseinrichtung (303) eine entsprechende Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht erzeugt und an die Servereinrichtung (301) sendet.

31. Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte gemäß Anspruch 30,
• mit einer Chipkarten-Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht-Erzeugungseinheit (316), welche eingerichtet ist, eine Chipkarten-Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht (409) zu erzeugen, mit welcher angegeben wird, dass der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen wird, abhängig von einem Ermittlungsergebnis der Ermittlungseinheit (316), und
• mit einem Chipkarten-Sender, der eingerichtet ist, die Chipkarten-Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht (409) an die Kommunikationseinrichtung (303) zu senden.

32. Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte gemäß Anspruch 30, eingerichtet als Subscriber Identity Module-Chipkarte oder als Universal Integrated Circuit Card-Chipkarte (304).

33. Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte gemäß Anspruch 30, wobei die Chipkarten-Verarbeitungseinheit (316) eingerichtet ist zum Bereitstellen eines Subscriber Identity Module Application Toolkit-Kommunikationsprotokolls oder eines UMTS Subscriber Identity Module Application Toolkit-Kommunikationsprotokolls zum Speichern des mindestens einen Auswahlkriteriums.

34. Computerprogrammelement zur Ausführung eines Verfahrens zum Auswählen mindestens eines Kommunikationsdienstes nach einem der Ansprüche 1 bis 15 mittels eines Prozessors (305, 312).

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auswählen mindestens eines Kommunikationsdienstes, eine Kommunikationseinrichtung, eine Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte sowie ein Computerprogrammelement.

Sowohl in einem Mobilfunk-Kommunikationssystem der zweiten Generation, beispielsweise bei GSM (Global System for Mobile Communication) wie auch in einem Mobilfunk-Kommunikationssystem der so genannten dritten Generation wie beispielsweise dem UMTS-Mobilfunk-Kommunikationssystem (Universal Mobile Telecommunications System) oder dem CDMA2000-Mobilfunk-Kommunikatonssystem (Code Division Multiple Access 2000-Mobilfunk-Kommunikationssystem) ist eine Mobilfunkendgerät-Chipkarte für jeden Mobilfunk-Teilnehmer vorgesehen, gemäß GSM üblicherweise bezeichnet als Subscriber Identity Module (SIM), wobei gemäß UMTS üblicherweise eine funktional entsprechende logische Einheit vorgesehen ist, dort bezeichnet als UMTS Subscriber Identity Module (USIM), um das jeweilige Mobilfunkendgerät des Mobilfunk-Teilnehmers in dem Mobilfunk-Kommunikationsnetz in Betrieb zu nehmen. Die USIM ist gemäß UMTS auf einer als Universal Integrated Circuit Card (UICC) bezeichneten physikalischen Chipkarte implementiert.

Auf der USIM oder SIM, allgemein auf der Mobilfunk-Kommmunikationsendgerät-Chipkarte bzw. auf der entsprechenden logischen Einheit, sind üblicherweise alle wichtigen Daten des Teilnehmer-Anschlusses gespeichert, die zur Identifizierung und zum Nachweis der Zugangsberechtigung des Mobilfunk-Teilnehmers dienen, beispielsweise die Rufnummer des Mobilfunk-Teilnehmers oder dessen Identitätsangabe, gemäß UMTS auch bezeichnet als International Mobile Subscriber Identity (IMSI).

Gemäß dem UMTS-Kommunikationsstandard beinhaltet die UICC eine so genannte USAT-Funktionalität (USIM Application Toolkit), welche es ermöglicht, dass die UICC mittels USAT-Kommandos interaktiv mit dem Mobilfunkendgerät (gemäß UMTS bezeichnet als Mobile Equipment, ME) kommuniziert und daraufhin definierte vorgegebene Funktionen ausgeführt werden. Die USAT-Spezifikationen behandeln die Schnittstelle zwischen dem Mobilfunkendgerät und der UICC und weisen im Wesentlichen einen Satz von Kommandos auf, welche das Mobilfunkendgerät interaktiv mit der UICC umsetzen kann. In Abhängigkeit von den spezifizierten Kommandos können dann beispielsweise die Kommunikationsnetzbetreiber über das Mobilfunk-Kommunikationsnetz bestimmte Mobilfunkdienste direkt auf das Mobilfunkendgerät programmieren. Ferner können Mobilfunk-Teilnehmer bestimmte Anwendungen und Dienste auf ihrem Mobilfunkendgerät nach ihren Bedürfnissen und Wünschen einrichten und anpassen.

Ein Beispiel für einen Kommunikationsdienst, den USAT sinnvoll unterstützen kann, ist der so genannte Multimedia Broadcast- und Multicast-Dienst (Multmedia Broadcast and Multicast Service, MBMS). MBMS ist ein Kommunikationsdienst, bei dem dieselben Daten an mehrere Mobilfunk-Teilnehmer gleichzeitig übertragen werden, d. h. anders ausgedrückt, es handelt sich bei diesem Kommunikationsdienst um eine Punkt-zu-Mehrpunkt-Übertragung. Die zu übertragenden MBMS-Daten werden in diesem Fall über gemeinsame Verbindungswege von einem Sender zu den Empfängern im Idealfall nur einmal gesendet. Die benötigte Bandbreite in dem Kommunikations-Netzwerk und auf der Luftschnittstelle für die Übertragung eines Services (Kommunikationsdienstes) an eine Gruppe von Empfängern, anders ausgedrückt an eine Gruppe von Mobilfunkendgeräten, wird dadurch stark verringert.

Anwendungsbeispiele sind News-Groups, Audio-Streaming, Video-Streaming, verteilte Anwendungen, usw. In einem Mobilfunk-Kommunikationssystem wie beispielsweise GSM oder UMTS werden den Mobilfunk-Teilnehmern eine Vielfalt an Kommunikationsdiensten wie beispielsweise News, Sport-Nachrichten, Wetter-Nachrichten und Börsen-Nachrichten angeboten. Damit sich die Mobilfunk-Teilnehmer über die zur Verfügung stehenden Kommunikationsdienste informieren können, werden spezielle Benachrichtigungs-Nachrichten, so genannte Service Announcements, in den Mobilfunkzellen ausgesendet.

Gemäß dem derzeitigen Mobilfunk-Kommunikationsstandard MBMS können die Mobilfunk-Teilnehmer sich über die angebotenen Kommunikationsdienste informieren, indem sie ihre Mobilfunkendgeräte für den Empfang von Service Announcements (im Folgenden auch bezeichnet als Service-Announcement-Nachrichten) konfigurieren.

Möchte ein Mobilfunk-Teilnehmer einen bestimmten MBMS-Kommunikationsdienst empfangen, so muss er manuell eine entsprechende Konfiguration an seinem Mobilfunkendgerät vornehmen beziehungsweise sich beim Mobilfunk-Kommunikations-Netzbetreiber beziehungsweise bei dem Kommunikationsdienst-Anbieter (Service Provider) zu diesem Kommunikationsdienst einschreiben. Das Einschreiben zu einem Kommunikationsdienst wird auch als Subskribierung bezeichnet.

Eine automatische Subskribierung entsprechend den Mobilfunk-Teilnehmer-Präferenzen ist gemäß dem Stand der Technik nicht möglich.

[1] beschreibt ein UMTS-Mobilfunk-Kommunikationssystem, bei dem unter Verwendung spezieller Nachrichten unter Verwendung des USIM Application Toolkits Multimedia-Nachrichten (Multimedia Message Service, MMS) verarbeitet werden.

Weiterhin ist es aus [2] bekannt, Eigenschaften eines Terminals unter Verwendung von USAT zu ermitteln und diese Eigenschaften an das Netzwerk bereitzustellen.

Weiterhin sind in [3] verschiedene USAT-Kommandos definiert, welche MBMS-Sicherheitsmerkmale realisieren, beispielsweise Kommandos für den Austausch von (kryptographischen) MBMS-Schlüsseln.

In Druckschrift [4] ist ein Verfahren zum Empfangen eines Kommunikationsdienstes in einem mobilen Endgerät von einem Kommunikationsnetzwerk beschrieben. Das Endgerät kann für verschiedene Kommunikationsdienste Prioritäten festlegen. Das Netzwerk bestimmt unter Berücksichtigung der Prioritäten und der Fähigkeiten des Endgerätes, welche Dienste von dem Endgerät empfangen werden sollen.

Druckschrift [5] beschreibt ein Verfahren, bei dem ein Server eine Service-Announcement-Nachricht an eine Mobilstation sendet, wobei die Nachricht einen MBMS-Dienst und ein Ereignis betrifft, das mit dem Dienst im Zusammenhang steht. Die Nachricht wird von der Mobilstation empfangen. In Reaktion auf den Empfang der Nachricht bestimmt die Mobilstation, ob eine Subskribierung zu dem Dienst und dem Ereignis erfolgen soll. In Reaktion auf die Bestimmung, dass eine Subskription erfolgen soll, sendet die Mobilstation eine Subskriptions-Anforderungsnachricht bzgl. des Dienstes bzw. Ereignisses.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, in einfacher und komfortabler Weise angebotene Kommunikationsdienste in einem Kommunikationsnetzwerk auszuwählen.

Das Problem wird durch das Verfahren zum Auswählen mindestens eines Kommunikationsdienstes, durch eine Kommunikationseinrichtung, durch eine Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte sowie durch ein Computerprogrammelement mit den Merkmalen gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst.

Die Erfindung kann sowohl in Software, d. h. mittels eines Computerprogramms, als auch in Hardware, d. h. mittels einer speziellen elektrischen Schaltung oder in beliebig hybrider Form, d. h. in beliebigen Teilen in Hardware oder Software, realisiert werden.

Anschaulich kann ein Aspekt der Erfindung darin gesehen werden, dass automatisiert mittels einer Kommunikationseinrichtung oder mittels einer Chipkarte einer Kommunikationseinrichtung unter Verwendung zuvor eingegebener und gespeicherter Auswahlkriterien bei Eingehen (Empfangen) einer Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachricht, mit welcher ein Kommunikationsdienst angeboten wird, überprüft wird, ob der angebotene Kommunikationsdienst für den jeweiligen Teilnehmer gemäß dem oder den eingegebenen und gespeicherten Auswahlkriterien von Interesse ist und somit gegebenenfalls der Kommunikationsdienst in Anspruch genommen wird oder nicht.

Beispielhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Die im Folgenden beschriebenen Ausgestaltungen der Erfindung gelten, soweit sinnvoll, für das Verfahren zum Auswählen mindestens eines Kommunikationsdienstes, für die Kommunikationseinrichtung, für die Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte sowie für das Computerprogrammelement.

Die Kommunikationsdienst-Nachricht kann eine Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachricht sein, mit welcher der mindestens eine Kommunikationsdienst bekannt gemacht wird, anschaulich ausgedrückt angeboten wird.

Der mindestens eine Kommunikationsdienst kann ein Kommunikationsdienst sein, bei dem Information von einer Kommunikationsdienst-Servereinrichtung an mehrere Kommunikationseinrichtungen übermittelt wird. In diesem Fall ist die Kommunikationseinrichtung eingerichtet zum Empfangen und Verarbeiten eines Kommunikationsdienstes, bei dem Information von einer Kommunikationsdienst-Servereinrichtung an mehrere Kommunikationseinrichtungen übermittelt wird.

In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung kann der mindestens eine Kommunikationsdienst ein Broadcast-Kommunikationsdienst sein, in welchem Fall beispielsweise die Kommunikationseinrichtung eingerichtet ist zum Empfangen und Verarbeiten eines Broadcast-Kommunikationsdienstes. Der jeweilige Kommunikationsdienst kann beispielsweise mittels des Multimedia Broadcast und Multicast Service-Kommunikationsprotokolls (MBMS-Kommunikationsprotokoll) übertragen und verarbeitet werden.

Der mindestens eine Kommunikationsdienst kann ferner ein im Rahmen eines zellularen Mobilfunk-Kommunikationsnetzwerks bereitgestellter Kommunikationsdienst sein, beispielsweise ein im Rahmen eines GSM-Mobilfunk-Kommunikationsnetzwerks, eines 3GPP-Mobilfunk-Kommunikationsnetzwerks wie beispielsweise eines UMTS-Mobilfunk-Kommunikationsnetzwerks oder eines FOMA-Mobilfunk-Kommunikationsnetzwerks (Freedom of Mobile Multimedia Access), oder ein im Rahmen eines 3GPP2-Mobilfunk-Kommunikationsnetzwerks wie beispielsweise eines CDMA2000-Mobilfunk-Kommunikationsnetzwerks bereitgestellter Kommunikationsdienst sein.

In den jeweiligen Fällen ist die Kommunikationseinrichtung eingerichtet zum Empfangen und Verarbeiten eines Kommunikationsdienstes, welcher im Rahmen des jeweiligen Mobilfunk-Kommunikationsnetzwerks bereitgestellt wird.

Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung kann das mindestens eine Auswahlkriterium auf einer Chipkarte der Kommunikationseinrichtung gespeichert werden. Somit weist die Kommunikationseinrichtung gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung eine Chipkarte auf, welche einen Chipkarten-Speicher aufweist zum Speichern des mindestens einen Auswahlkriteriums.

Weiterhin kann das mindestens eine Auswahlkriterium auf einer Subscriber Identity Module-Chipkarte (SIM) oder auf einer Universal Integrated Circuit Card-Chipkarte (UICC) (dort beispielsweise auf einer USIM) der Kommunikationseinrichtung gespeichert werden, d. h. hinsichtlich der Kommunikationseinrichtung, dass diese eine Chipkarte aufweist, welche als Subscriber Identity Module-Chipkarte (SIM) oder als Universal Integrated Circuit Card-Chipkarte (UICC) (beispielsweise mit einer darin implementierten USIM) eingerichtet ist.

Weiterhin kann das mindestens eine Auswahlkriterium unter Verwendung eines Chipkarten-Kommunikationsprotokolls auf der Chipkarte gespeichert werden. Entsprechend ist in einer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Chipkarte eine Chipkarten-Verarbeitungseinheit aufweist, welche eingerichtet ist zum Bereitstellen eines Chipkarten-Kommunikationsprotokolls zum Speichern des mindestens einen Auswahlkriteriums.

Das mindestens eine Auswahlkriterium kann unter Verwendung eines Subscriber Identity Module Application Toolkit-Kommunikationsprotokolls (SAT-Kommunikationsprotokoll) oder unter Verwendung eines UMTS Subscriber Identity Module Application Toolkit-Kommunikationsprotokolls (USAT-Kommunikationsprotokoll) gespeichert werden.

Entsprechend ist gemäß einer Ausgestaltung der Chipkarte beziehungsweise der Kommunikationseinrichtung eine Chipkarten-Verarbeitungseinheit der Chipkarte eingerichtet derart, dass sie ein Subscriber Identity Module Application Toolkit-Kommunikationsprotokoll (SAT-Kommunikationsprotokoll) oder ein UMTS Subscriber Identity Module Application Toolkit-Kommunikationsprotokoll (USAT-Kommunikationsprotokoll) bereitstellt zum Speichern des mindestens einen Auswahlkriteriums in dem Chipkarten-Speicher.

Unter Verwendung der gemäß UMTS beziehungsweise GSM, allgemein gemäß einem zellularen Mobilfunk-Kommunikationsnetzwerk üblicherweise vorgesehenen Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte und der entsprechenden Ausgestaltung derselben mit einer Verarbeitungseinheit, beispielsweise einem Mikroprozessor und einem Speicher zum Speichern von Computerprogrammen oder Daten, ist es sehr einfach und kostengünstig ermöglicht, automatisch bei Empfangen einer mittels des Mobilfunk-Kommunikationsnetzwerks übertragenen Kommunikationsdienst-Nachricht, mittels der ein Kommunikationsdienst der Kommunikationseinrichtung angeboten wird, gegebenenfalls auszuwählen unter Verwendung und damit unter Berücksichtigung des Auswahlkriteriums oder der Auswahlkriterien, das oder die in dem Chipkarten-Speicher gespeichert ist oder sind. Dieses Kriterium oder diese Kriterien sind teilnehmerspezifisch, da sie dem jeweiligen Mobilfunk-Teilnehmer zugeordnet werden können und verknüpft sind mit der jeweiligen Identität des Mobilfunk-Teilnehmers.

Das Auswahlkriterium kann beispielsweise Präferenzen des Mobilfunk-Teilnehmers beschreiben, so kann beispielsweise das Genre (beispielsweise Musik, Sport, etc.) oder ein konkretes Thema (beispielsweise Rock-Musik, Fußball, etc.) eines Kommunikationsdienstes als Auswahlkriterium vorgesehen sein, in welchem Fall die in der Kommunikationsdienst-Nachricht angegebene Information über das Charakteristikum des jeweils angebotenen Kommunikationsdienstes verwendet werden kann, um diese Information mit der oder den auf der Chipkarte gespeicherte(n) Präferenz(en), allgemein mit der in der Kommunikationseinrichtung gespeicherten Information, zu vergleichen und daraus zu ermitteln, ob für den jeweiligen Mobilfunk-Teilnehmer der angebotene Kommunikationsdienst ausreichend interessant ist hinsichtlich der, von dem Teilnehmer üblicherweise selbst, eingegebenen Präferenzen. Nur dann, wenn der angebotene Kommunikationsdienst hinsichtlich des Präferenz-Profils, welches in Form der Auswahlkriterien in der Kommunikationseinrichtung gespeichert ist, wird der Kommunikationsdienst in Anspruch genommen. Beispielsweise subskribiert sich die Kommunikationseinrichtung mittels der Teilnehmer-Identität für den Mobilfunk-Teilnehmer bei dem jeweils angebotenen Kommunikationsdienst.

Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass unter Verwendung des mindestens einen Auswahlkriteriums unter Verwendung eines Chipkarten-Kommunikationsprotokolls bestimmt wird, ob der angebotene Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll.

Gemäß einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass eine Verarbeitungseinheit der Kommunikationseinrichtung unter Verwendung der Kommunikationsdienst-Nachricht eine Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht erzeugt, welche eine Information über den mindestens einen Kommunikationsdienst enthält, welcher beispielsweise mittels der von der Kommunikationseinrichtung empfangenen Kommunikationsdienst-Nachricht angegeben ist. Die Verarbeitungseinheit der Kommunikationseinrichtung übermittelt die Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht an eine Verarbeitungseinheit der Chipkarte und die Verarbeitungseinheit der Chipkarte bestimmt unter Verwendung des mindestens einen Auswahlkriteriums, ob der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll. Die Verarbeitungseinheit der Chipkarte erzeugt eine Chipkarten-Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht, mit welcher angegeben wird, ob der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll, und übermittelt diese an die Verarbeitungseinheit der Kommunikationseinrichtung. Die Verarbeitungseinheit der Kommunikationseinrichtung wiederum erzeugt auf den Erhalt der Chipkarten-Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht hin die Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht und sendet diese an die Servereinrichtung.

Die Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht kann eine Chipkarten-Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachricht sein, mit welcher der mindestens eine Kommunikationsdienst bekannt gemacht wird, anschaulich ausgedrückt angeboten wird.

In einer Ausgestaltung der Kommunikationseinrichtung ist vorgesehen, dass die Chipkarten-Verarbeitungseinheit die Ermittlungseinheit aufweist.

Weiterhin kann die Kommunikationseinrichtung eine Verarbeitungseinheit aufweisen zum Bearbeiten von einer empfangenen Kommunikationsdienst-Nachricht. Die Verarbeitungseinheit der Kommunikationseinrichtung kann gemäß dieser Ausgestaltung der Erfindung eingerichtet sein zum Erzeugen einer Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht, welche eine Information über mindestens einen Kommunikationsdienst enthält, unter Verwendung der empfangenen Kommunikationsdienst-Nachricht. Die Verarbeitungseinheit der Kommunikationseinrichtung ist in diesem Fall beispielsweise mit der Chipkarten-Verarbeitungseinheit gekoppelt und die Verarbeitungseinheit der Kommunikationseinrichtung ist weiterhin eingerichtet zum Übermitteln der Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht an die Chipkarten-Verarbeitungseinheit. Ferner kann die Chipkarten-Verarbeitungseinheit eingerichtet sein zum Erzeugen einer Chipkarten-Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht, mit welcher angegeben wird, ob der mindestens eine Kommunikationsdienst in Anspruch genommen werden soll. Die Chipkarten-Verarbeitungseinheit kann eingerichtet sein zum Übermitteln der Chipkarten-Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht an die Verarbeitungseinheit.

Diese Ausgestaltung der Erfindung betrifft ein einfaches Speichern von Auswahlkriterien und damit von Teilnehmer-Präferenzen auf der Chipkarte und das Abprüfen der Teilnehmer-Präferenzen hinsichtlich eines angebotenen Kommunikationsdienstes auf der Chipkarte, beispielsweise somit auf einer SIM oder einer UICC, je nach verwendetem Mobilfunk-Kommunikationsstandard.

Weiterhin kann als Kommunikationseinrichtung ein Kommunikationsendgerät, beispielsweise ein Mobilfunk-Kommunikationsendgerät, verwendet werden, anders ausgedrückt, die Kommunikationseinrichtung kann als Kommunikationsendgerat, beispielsweise als Mobilfunk-Kommunikationsendgerät, beispielsweise als Mobilfunktelefon, ausgestaltet sein.

Die Kommunikationseinrichtung kann als Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht eine Kommunikationsdienst-Subskribierungs-Nachricht erzeugen und an die Servereinrichtung senden, wobei die Kommunikationseinrichtung den Kommunikationsdienst mittels der Kommunikationsdienst-Subskribierungs-Nachricht subskribiert, anders ausgedrückt, sich für diesen Kommunikationsdienst einschreibt und somit diesen beantragt.

In einer Ausgestaltung der Kommunikationseinrichtung kann die Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht-Erzeugungseinheit eingerichtet sein zum Erzeugen der Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht als eine Kommunikationsdienst-Subskribierungs-Nachricht, wobei der Kommunikationsdienst mittels der Kommunikationsdienst-Subskribierungs-Nachricht subskribiert wird.

Wie oben beschrieben, kann die Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte eingerichtet sein als Subscriber Identity Module-Chipkarte (SIM) beispielsweise gemäß GSM, oder als Universal Integrated Circuit Card-Chipkarte (UICC) (beispielsweise mit einer darin implementierten USIM) bei Einsatz der Erfindung im Rahmen eines 3GPP-Kommunikationsstandards, beispielsweise gemäß UMTS.

Die Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte kann ferner eine Chipkarten-Verarbeitungseinheit aufweisen, welche eingerichtet ist zum Bereitstellen eines Chipkarten-Kommunikationsprotokolls zum Speichern des mindestens einen Auswahlkriteriums.

Ferner kann die Chipkarten-Verarbeitungseinheit eingerichtet sein zum Bereitstellen eines Subscriber Identity Module Application Toolkit-Kommunikationsprotokolls (SAT-Kommunikationsprotokoll) oder eines UMTS Subscriber Identity Module Application Toolkit-Kommunikationsprotokolls (USAT-Kommunikationsprotokoll) zum Speichern des mindestens einen Auswahlkriteriums.

Ein Aspekt der Erfindung kann anschaulich darin gesehen werden, dass ein Verfahren beziehungsweise eine Kommunikationseinrichtung oder eine Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte bereitgestellt wird zur Auswahl von Diensten, beispielsweise von Kommunikationsdiensten wie beispielsweise einen MBMS-Kommunikationsdienst, mittels der Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte (einer SIM oder einer UICC) auf Basis von zuvor von einem Mobilfunk-Teilnehmer, welchem die jeweilige Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte zugeordnet ist, definierten und auf der Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte gespeicherten Präferenzen. Bei dieser Auswahl kann beispielsweise mittels des jeweils vorgesehenen Chipkarten-Kommunikationsprotokolls, beispielsweise gemäß SAT oder gemäß USAT vorgesehen sein, dass mittels weiterer Kommandos Aktionen veranlasst werden, wie beispielsweise die Einschreibung zu einem jeweiligen Kommunikationsdienst, beispielsweise einem MBMS-Kommunikationsdienst, deren Eigenschaften mit den auf der Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte gespeicherten Teilnehmer-Präferenzen übereinstimmen.

Die Kommunikationsdienst-Nachricht und/oder die Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht können/kann als Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachricht bzw. als Chipkarten-Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachricht ausgebildet sein, d. h. keine Broadcast-Nutzdaten enthalten, sondern eine Nachricht sein, mit der mindestens ein Kommunikationsdienst bekannt gemacht wird. Alternativ können/kann die Kommunikationsdienst-Nachricht bzw. die Chipkarten-Kommunikationsdienst-Nachricht zusätzlich Broadcast-Nutzdaten des mindestens einen Kommunikationsdaten enthalten.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt und werden im Folgenden näher erläutert.

Es ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass, auch wenn im Folgenden die Ausführungsbeispiele unter Berücksichtigung eines UMTS-Mobilfunk-Kommunikationssystems beschrieben werden, die Erfindung ohne weiteres eingesetzt werden kann in einem GSM-Mobilfunk-Kommunikationssystem oder einem CDMA2000-Mobilfunk-Kommunikationssystem oder einem FOMA-Mobilfunk-Kommunikationssystem, allgemein in einem geeigneten zellularen Mobilfunk-Kommunikationssystem. In diesem Fall sind die entsprechenden Einheiten gemäß dem jeweils vorgesehenen Kommunikationsstandard angepasst.

Es zeigen

1 ein Kommunikationssystem gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;

2 eine Darstellung einer Protokollstruktur der UMTS-Luftschnittstelle;

3 eine vereinfachte Darstellung eines Mobilfunk-Kommunikationsendgeräts und einer Servereinrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung; und

4 ein Nachrichtenflussdiagramm, in welchem der Nachrichtenfluss gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist.

1 zeigt ein UMTS-Mobilfunk-Kommunikationssystem 100, aus Gründen der einfacheren Darstellung insbesondere die Komponenten des UMTS-Mobilfunk-Zugangsnetzwerkes (UMTS Terrestrial Radio Access Network, UTRAN), welches eine Mehrzahl von Mobilfunk-Netzwerk-Teilsystemen (Radio Network Subsystems, RNS) 101, 102 aufweist, welche jeweils mittels einer so genannten Iu-Schnittstelle 103, 104 mit dem UMTS-Kernnetzwerk (Core Network, CN) 105 verbunden sind. Ein Mobilfunk-Netzwerk-Teilsystem 101, 102 weist jeweils eine Mobilfunk-Netzwerk-Kontrolleinheit (Radio Network Controller, RNC) 106, 107 auf sowie eine oder mehrere UMTS-Basisstationen 108, 109, 110, 111, welche gemäß UMTS auch als NodeB bezeichnet werden.

Innerhalb des Mobilfunk-Zugangsnetzwerkes sind die Mobilfunk-Netzwerk-Kontrolleinheiten 106, 107 der einzelnen Mobilfunk-Netzwerk-Teilsysteme 101, 102 mittels einer so genannten Iur-Schnittstelle 112 miteinander verbunden. Jede Mobilfunk-Netzwerk-Kontrolleinheit 106, 107 überwacht jeweils die Zuordnung von Mobilfunk-Ressourcen aller Mobilfunkzellen in einem Mobilfunk-Netzwerk-Teilsystem 101, 102.

Eine UMTS-Basisstation 108, 109, 110, 111 ist jeweils mittels einer so genannten Iub-Schnittstelle 113, 114, 115, 116 mit einer der UMTS-Basisstation 108, 109, 110, 111 zugeordneten Mobilfunk-Netzwerk-Kontrolleinheit 106, 107 verbunden.

Jede UMTS-Basisstation 108, 109, 110, 111 spannt anschaulich funktechnisch eine oder mehrere Mobilfunkzellen (CE) innerhalb eines Mobilfunk-Netzwerk-Teilsystems 101, 102 auf. Zwischen einer jeweiligen UMTS-Basisstation 108, 109, 110, 111 und einem Teilnehmergerät 118 (User Equipment, UE), im Folgenden auch bezeichnet als Mobilfunkendgerät, in einer Mobilfunkzelle werden Nachrichtensignale bzw. Datensignale mittels einer Luftschnittstelle, gemäß UMTS bezeichnet als Uu-Luftschnittstelle 117, vorzugsweise gemäß einem Vielfachzugriff-Übertragungsverfahren übertragen.

Beispielsweise wird gemäß dem UMTS-FDD-Modus (Frequency Division Duplex) eine getrennte Signalübertragung in Uplink- und Downlink-Richtung (Uplink: Signalübertragung vom Mobilfunkendgerät 118 zur jeweiligen UMTS-Basisstation 108, 109, 110, 111; Downlink: Signalübertragung von der jeweiligen zugeordneten UMTS-Basisstation 108, 109, 110, 111 zu dem Mobilfunkendgerät 118) durch eine entsprechende separate Zuweisung von Frequenzen oder Frequenzbereichen erreicht.

Mehrere Teilnehmer, anders ausgedrückt mehrere aktivierte oder in dem Mobilfunk-Zugangsnetzwerk angemeldete Mobilfunkendgeräte 118 in derselben Mobilfunkzelle werden vorzugsweise mittels orthogonaler Codes, insbesondere gemäß dem so genannten CDMA-Verfahren (Code Division Multiple Access) voneinander signaltechnisch getrennt.

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass in 1 aus Gründen der einfachen Darstellung nur ein Mobilfunkendgerät 118 dargestellt ist. Allgemein sind jedoch eine beliebige Anzahl von Mobilfunkendgeräten 118 in dem Mobilfunksystem 100 vorgesehen.

Die Kommunikation eines Mobilfunkendgeräts 118 mit einem anderen Kommunikationsgerät kann mittels einer vollständigen Mobilfunk-Kommunikationsverbindung zu einem anderen Mobilfunkendgerät aufgebaut sein, alternativ zu einem Festnetz-Kommunikationsgerät.

Wie in 2 dargestellt ist, ist die UMTS-Luftschnittstelle 117 logisch in drei Protokollschichten gegliedert (in 2 symbolisiert durch eine Protokollschichtanordnung 200). Die die Funktionalität der jeweiligen im Folgenden beschriebenen Protokollschichten gewährleistenden und realisierenden Einheiten (Entitäten) sind sowohl in dem Mobilfunkendgerät 118 als auch in der UMTS-Basisstation 108, 109, 110, 111 bzw. in der jeweiligen Mobilfunk-Netzwerk-Kontrolleinheit 106, 107, implementiert.

In 2 ist die Protokollstruktur 200 aus Sicht des dedizierten Transportkanals DCH (Dedicated Channel) dargestellt.

Die in 2 dargestellte unterste Schicht ist die physikalische Schicht PHY 201, welche gemäß dem OSI-Referenzmodell (Open System Interconnection) gemäß ISO (International Standardisation Organisation) die Protokollschicht 1 darstellt.

Die über der physikalischen Schicht 201 angeordnete Protokollschicht ist die Datensicherungsschicht 202, gemäß OSI-Referenzmodell Protokollschicht 2, welche ihrerseits mehrere Teil-Protokollschichten aufweist, nämlich die Medium Access Control-Protokollschicht (MAC-Protokollschicht) 203, die Radio Link Control-Protokollschicht 204 (RLC-Protokollschicht), die Packet Data Convergence Protocol-Protokollschicht 205 (PDCP-Protokollschicht), sowie die Broadcast/Multicast Control-Protokollschicht 206 (BMC-Protokollschicht).

Die oberste Schicht der UMTS-Luftschnittstelle Uu ist die Mobilfunk-Netzwerkschicht (gemäß OSI-Referenzmodell Protokollschicht 3), aufweisend die Mobilfunk-Ressourcen-Kontrolleinheit 207 (Radio Resource Control-Protokollschicht, RRC-Protokollschicht).

Jede Protokollschicht 201, 202, 203, 204, 205, 206, 207 bietet der über ihr liegenden Protokollschicht ihre Dienste über vorgegebene, definierte Dienstzugangspunkte (Service Access Points) an.

Die Dienstzugangspunkte werden zum besseren Verständnis der Protokollschicht-Architektur mit allgemein gebräuchlichen und eindeutigen Namen versehen, wie beispielsweise logische Kanäle 208 zwischen der MAC-Protokollschicht 203 und der RLC Protokollschicht 204, Transportkanäle 209 zwischen der physikalischen Schicht 201 und der MAC-Protokollschicht 203, Radio Bearer (RB) 210 zwischen der RLC-Protokollschicht 204 und der PDCP-Protokollschicht 205 bzw. der BMC-Protokollschicht 206, sowie Signalling Radio Bearer (SRB) 213 zwischen der RLC-Protokollschicht 204 und der RRC-Protokollschicht 207.

Die in 2 dargestellte Protokollstruktur 200 ist gemäß UMTS nicht nur horizontal in die oben beschriebenen Protokollschichten und Einheiten der jeweiligen Protokollschichten aufgeteilt, sondern auch vertikal in eine so genannte Kontroll-Protokollebene 211 (Control-Plane, C-Plane), welche Teile der physikalischen Schicht 201, Teile der MAC-Protokollschicht 203, Teile der RLC-Protokollschicht 204 sowie die RRC-Protokollschicht 207 enthält und die Nutzer-Protokollebene 212 (User-Plane, U-Plane), welche Teile der physikalischen Schicht 201, Teile der MAC-Protokollschicht 203, Teile der RLC-Protokollschicht 204, die PDCP-Protokollschicht 205 sowie die BMC-Protokollschicht 206 enthält.

Mittels der Einheiten der Kontroll-Protokollebene 211 werden ausschließlich Kontroll-Daten übertragen, die zum Aufbau und zum Abbau sowie zur Aufrechterhaltung einer Kommunikationsverbindung benötigt werden, wohingegen mittels der Einheiten der Nutzer-Ebene 212 die eigentlichen Nutzdaten transportiert werden.

Jede Protokollschicht bzw. jede Einheit (Entität) einer jeweiligen Protokollschicht hat bestimmte vorgegebene Funktionen im Rahmen einer Mobilfunk-Kommunikation.

Senderseitig ist die Aufgabe der physikalischen Schicht 201 bzw. der Einheiten der physikalischen Schicht 201, die sichere Übertragung von von der MAC-Protokollschicht 203 kommenden Daten über die Luftschnittstelle 117 zu gewährleisten. Die Daten werden in diesem Zusammenhang auf physikalische Kanäle (nicht dargestellt in 2) abgebildet. Die physikalische Schicht 201 bietet ihre Dienste der MAC-Protokollschicht 203 über Transportkanäle 209 an, mittels derer festgelegt wird, wie und mit welcher Charakteristik die Daten über die Luftschnittstelle 117 transportiert werden sollen. Die wesentlichen Funktionen, welche von den Einheiten der physikalischen Schicht 201 bereitgestellt werden, beinhalten die Kanalcodierung, die Modulation und die CDMA-Code-Spreizung. In entsprechender Weise führt die physikalische Schicht 201 bzw. die Entitäten der physikalischen Schicht 201 auf der Empfängerseite die CDMA-Code-Entspreizung, die Demodulation und die Decodierung der empfangenen Daten durch und gibt diese dann an die MAC-Protokollschicht 203 zur weiteren Verarbeitung weiter.

Die MAC-Protokollschicht 203 bzw. die Einheiten der MAC-Protokollschicht 203 bietet bzw. bieten ihre Dienste der RLC-Protokollschicht 204 mittels logischer Kanäle 208 als Dienstzugangspunkte an, mittels derer charakterisiert wird, um welchen Dateityp es sich bei den transportierten Daten handelt. Die Aufgabe der MAC-Protokollschicht 203 in dem Sender, d. h. bei Datenübertragung in Uplink-Richtung in dem Mobilfunkendgerät 118, liegt insbesondere darin, die Daten, die an einem logischen Kanal 208 oberhalb der MAC-Protokollschicht 203 anliegen, auf die Transportkanäle 209 der physikalischen Schicht 201 abzubilden. Die physikalische Schicht 201 bietet den Transportkanälen 209 hierzu diskrete Übertragungsraten an. Daher ist eine wichtige Funktion der MAC-Protokollschicht 203 bzw. der Entitäten der MAC-Protokollschicht 203 in dem Mobilfunkendgerät 118 im Sendefall die Auswahl eines geeigneten Transportformates (TF) für jeden konfigurierten Transportkanal in Abhängigkeit von der jeweils aktuellen Datenübertragungsrate und der jeweiligen Datenpriorität der logischen Kanäle 208, die auf den jeweiligen Transportkanal 209 abgebildet sind, sowie der verfügbaren Sendeleistung des Mobilfunkendgeräts 118 (UE). In einem Transportformat ist unter anderem festgelegt, wie viele MAC-Datenpaketeinheiten, bezeichnet als Transportblock, pro Übertragungszeitlänge TTI (Transmission Time Interval) über den Transportkanal 209 an die physikalische Schicht 201 gesendet, anders ausgedrückt, übergeben werden. Die zulässigen Transportformate sowie die zulässigen Kombinationen von Transportformaten der verschiedenen Transportkanäle 209 werden dem Mobilfunkendgerät 118 von der Mobilfunk-Netzwerk-Kontrolleinheit 106, 107 bei dem Aufbau einer Kommunikationsverbindung signalisiert in Form der so genannten Uplink-TFCS (Transport Format Combination Set, Menge der erlaubten Transportformat-Kombinationen). In dem Empfänger werden von den Einheiten der MAC-Protokollschicht 203 die auf den Transportkanälen 209 empfangenen Transportblöcke wieder auf die logischen Kanäle 208 aufgeteilt.

Die MAC-Protokollschicht bzw. die Einheiten der MAC-Protokollschicht 203 weist bzw. weisen üblicherweise drei logische Einheiten auf. Die so genannte MAC-d-Einheit (MAC-Dedicated-Einheit) behandelt die Nutzdaten und die Kontrolldaten, die über die entsprechenden dedizierten logischen Kanäle DTCH (Dedicated Traffic Channel) und DCCH (Dedicated Control Channel) auf die dedizierten Transportkanäle DCH (Dedicated Channel) abgebildet werden. Die MAC-c/sh-Einheit (MAC-Control/Shared-Einheit) behandelt die Nutzdaten und die Kontrolldaten von logischen Kanälen 208, die auf die gemeinsamen Transportkanäle 209, wie beispielsweise der dem gemeinsamen Transportkanal RACH (Random Access Channel) in Uplink-Richtung oder dem gemeinsamen Transportkanal FACH (Forward Access Channel) in Downlink-Richtung abgebildet werden. Die MAC-b-Einheit (MAC-Broadcast-Einheit) behandelt nur die Mobilfunkzellenrelevanten Systeminformationen, die über den logischen Kanal BCCH (Broadcast Control Channel) auf den Transportkanal BCH (Broadcast Channel) abgebildet und per Broadcast zu allen Mobilfunkendgeräten 118 in der jeweiligen Mobilfunkzelle übertragen werden.

Mittels der RLC-Protokollschicht 204 bzw. mittels der Einheiten der RLC-Protokollschicht 204 werden der RRC-Protokollschicht 207 ihre Dienste mittels Signalling Radio Bearer (SRB) 213 als Dienstzugangspunkte und der PDCP-Protokollschicht 205 und der BMC-Protokollschicht 206 mittels Radio Bearer (RB) 210 als Dienstzugangspunkte angeboten. Die Signalling Radio Bearer und die Radio Bearer charakterisieren, wie die RLC-Protokollschicht 204 mit den Datenpaketen umzugehen hat. Hierzu wird beispielsweise von der RRC-Protokollschicht 207 der Übertragungsmodus für jeden konfigurierten Signalling Radio Bearer bzw. Radio Bearer festgelegt. Es sind gemäß UMTS folgende Übertragungsmodi vorgesehen:

  • • Transparent Mode (TM),
  • • Unacknowledged Mode (UM), oder
  • • Acknowledged Mode (AM).

Die RLC-Protokollschicht 204 ist so modelliert, dass es eine eigenständige RLC-Entität pro Radio Bearer bzw. Signalling Radio Bearer gibt. Des Weiteren ist die Aufgabe der RLC-Protokollschicht bzw. ihrer Entitaten 204 in der Sendeeinrichtung, die Nutzdaten und die Signalisierungsdaten von Radio Bearern bzw. Signalling Radio Bearern in Datenpakete aufzuteilen oder zusammenzufügen. Die RLC-Protokollschicht 204 übergibt die nach der Teilung oder dem Zusammenfügen entstandenen Datenpakete an die MAC-Protokollschicht 203 zum weiteren Transport bzw. zur weiteren Verarbeitung.

Die PDCP-Protokollschicht 205 bzw. die Einheiten der PDCP-Protokollschicht 205 ist bzw. sind eingerichtet für die Übertragung bzw. für den Empfang von Daten der so genannten Packet-Switched-Domain (Paketvermittelnde Domäne, PS-Domain). Die Hauptfunktion der PDCP-Protokollschicht 205 ist die Komprimierung bzw. Dekomprimierung der IP-Header-Informationen (Internet Protocol-Header-Informationen).

Die BMC-Protokollschicht 206 bzw. deren Entitäten wird bzw. werden verwendet, um über die Luftschnittstelle so genannte Zell-Broadcast-Nachrichten zu übertragen bzw. zu empfangen.

Die RRC-Protokollschicht 207 bzw. die Entitäten der RRC-Protokollschicht 207 ist bzw. sind für den Aufbau und den Abbau und die Umkonfiguration von physikalischen Kanälen, Transportkanälen 209, logischen Kanälen 208, Signalling Radio Bearers 213 und Radio Bearers 210 sowie für das Aushandeln aller Parameter der Protokollschicht 1, d. h. der physikalischen Schicht 201 und der Protokollschicht 2, verantwortlich. Hierzu tauschen die RRC-Einheiten, d. h. die Einheiten der RRC-Protokollschicht 207 in der Mobilfunk-Netzwerk-Kontrolleinheit 106, 107 und das jeweilige Mobilfunkendgerät 118 über die Signalling Radio Bearers 213 entsprechende RRC-Nachrichten aus.

3 zeigt das Mobilfunkendgerät 118 in seinem Zusammenwirken mit dem Kernnetzwerk 105 und darin mit einer entsprechenden Servereinrichtung 301, welche einen oder mehrere Broadcast-Kommunikationsdienste bereitstellt, im Detail.

Die Servereinrichtung 301 kann von einem Mobilfunk-Kommunikationsnetz-Betreiber bereitgestellt werden oder von einem anderen Betreiber (Service Provider), der Kommunikationsdienste, gemäß diesen Ausführungsformen der Erfindung Broadcast-Kommunikationsdienste, in einem Mobilfunk-Kommunikationssystem bereitstellt.

Das Mobilfunkendgerät 118 ist mittels einer Kommunikationsverbindung unter Verwendung des UTRAN 101, 102, mit der Servereinrichtung 301 verbunden, in 3 symbolisiert mit einem Doppelpfeil 302.

Das Mobilfunkendgerät 118 weist gemäß UMTS das so genannte Mobile Equipment (ME) 303 auf sowie eine Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte, auch bezeichnet als Universal Integrated Circuit Card (UICC) 304.

Das Mobile Equipment 303 weist unter anderem einen Datenverarbeitungs-Prozessor 305 als Verarbeitungseinheit auf sowie einen Speicher 306, ein Modem 307, eine Sendeeinheit 308, eine Empfangseinheit 309, ein Display 310, anders ausgedrückt eine Anzeigeeinheit, und eine Eingabeeinheit 311 (Eingabegerät) zum Eingeben von Daten auf. Die Eingabeeinheit 311 ist beispielsweise eingerichtet als Tastatur, als Spracherkennungseinheit und/oder als Touchpad, etc. Die einzelnen Einheiten 305, 306, 307, 308, 309, 310, 311 sind zur internen Kommunikation mittels eines Datenbusses und/oder mittels eines Steuerbusses miteinander gekoppelt.

Die UICC 304 weist einen Chipkarten-Speicher 314 auf, in welchem das UMTS Subscriber Identity Module (USIM) 315 als logische Einheit gespeichert ist.

Ferner ist ein Chipkarten-Prozessor 312 vorgesehen als Chipkarten-Verarbeitungseinheit zur Datenverarbeitung innerhalb der UICC 304. Weiterhin weist die UICC 304 ein mittels beispielsweise eines Computerprogramms realisiertes USAT-Framework 313 auf, welches die USAT-Kommandos zur Kommunikation zwischen der UICC 304 und dem Mobile Equipment 303 enthält sowie gegebenenfalls USAT-Anwendungen 316 zur Ausführung einfacher Funktionen.

Die UICC 304 und das Mobile Equipment 303 sind mittels einer Mobilfunkendgerät-internen Kommunikationsschnittstelle 317 miteinander verbunden und kommunizieren miteinander gemäß einem Chipkarten-Kommunikationsprotokoll, beispielsweise unter Verwendung des USAT-Framework 313.

Die Kommunikation zwischen dem Mobilfunkendgerät 118 und dem Kernnetzwerk 105 findet unter anderem mittels so genannter Client/Server-Protokolle statt, wobei sich beispielsweise ein Client in dem Mobilfunkendgerät 118, dort genauer realisiert in dem Mobile Equipment 303 (in 3 dargestellt mit Block 318) mit der Servereinrichtung 301 in dem Kommunikations-Kernnetzwerk 105 unterhält, d. h. mit diesen Daten austauscht.

Zusammenfassend sind in dem Chipkarten-Speicher 314 im Rahmen der USIM alle wichtigen Daten des Teilnehmer-Anschlusses gespeichert, die zur Identifizierung und zum Nachweis der Zugangsberechtigung des Mobilfunk-Teilnehmers dienen, beispielsweise dessen Rufnummer oder dessen International Mobile Subscriber Identity (IMSI). Die UICC 304 weist, wie oben beschrieben, die USAT-Funktionalität, bereitgestellt von dem USAT-Framework 313, auf, welches ermöglicht, dass die UICC 304 mittels USAT-Kommandos interaktiv mit dem Mobile Equipment 303 kommuniziert und daraufhin definierte Funktionen ausgeführt werden. Die USAT-Spezifikationen behandeln die Schnittstelle zwischen dem Mobile Equipment 303 und der UICC 304 und weisen im Wesentlichen einen Satz von Kommandos auf, welche das Mobile Equipment 303 interaktiv mit der UICC 304 umsetzen kann. In Abhängigkeit von den spezifizierten Kommandos können beispielsweise die Netzbetreiber über das Mobilfunk-Kommunikationsnetz bestimmte Mobilfunk-Kommunikationsdienste direkt auf das Mobilfunkendgerät 118 programmieren. Ferner können Mobilfunk-Teilnehmer bestimmte Anwendungen und Dienste auf ihrem Mobilfunk-Kommunikationsendgerät 118 nach ihren Bedürfnissen und Wunschen einrichten und anpassen.

Gemäß diesem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist das USAT-Framework 313 derart eingerichtet, dass sie den Multmedia Broadcast and Multicast Service (Multimedia-Broadcast- und Multicast-Dienst, MBMS) unterstützt. MBMS ist ein Dienst, bei dem dieselben Daten an mehrere Mobilfunk-Teilnehmer gleichzeitig übertragen werden, d. h. es handelt sich in diesem Fall um einen Dienst im Rahmen einer Übertragung von Daten von einem Punkt zu mehreren Punkten (Punkt-zu-Mehrpunkt-Übertragung). Die zu übertragenden MBMS-Daten werden über gemeinsame Verbindungswege von einem Sender zu den Empfängern, d. h. zu den jeweiligen Mobilfunkendgeräten 118 im Idealfall nur einmal gesendet. Die benötigte Bandbreite im Kommunikationsnetzwerk und auf der Luftschnittstelle für die Übertragung eines Kommunikationsdienstes an eine Gruppe von Empfängern wird auf diese Weise stark reduziert. Anwendungsbeispiele für Kommunikationsdienste, die mittels MBMS bereitgestellt werden, sind News-Groups, Audio-Streaming, Video-Streaming, verteilte Anwendungen, usw.

Zum Anbieten eines solchen Kommunikationsdienstes, beispielsweise der oben beschriebenen Kommunikationsdienste oder anderer Kommunikationsdienste wie News-Nachrichten, Sport-Nachrichten, Wetter-Nachrichten und Börsen-Nachrichten, werden mittels des MBMS gemäß UMTS oder GSM angeboten, indem spezielle Benachrichtigungs-Nachrichten von dem Mobilfunk-Kommunikationsnetz, beispielsweise von der Servereinrichtung 301, in den Mobilfunkzellen an die Mobilfunkendgeräte 118 ausgestrahlt werden, d. h. ausgesendet werden. Die speziellen Benachrichtigungs-Nachrichten werden in dieser Beschreibung auch als Service Announcement-Nachrichten bezeichnet.

Die Kommunikationsdienste, bereitgestellt mittels MBMS, allgemein jeder Broadcast-Kommunikationsdienst, wird gemäß den folgenden Ausführungsbeispielen der Erfindung mittels der oben beschriebenen BMC-Protokollschicht 206 und den entsprechenden Einheiten, welche jeweils in dem Mobilfunkendgerät 118 beziehungsweise in der Servereinrichtung 301 implementiert sind, übermittelt.

Die Aufgabe der BMC-Protokollschicht 206 beziehungsweise von deren Entitäten ist, wie oben beschrieben, das Übermitteln von Nachrichten an alle oder einige Mobilfunkendgeräte 118 in einer Mobilfunkzelle. Die BMC-Protokollschicht 206 existiert in der Nutzerebene und ist transparent für alle Dienste außer für Rundrufdienste (Broadcast/Multicast). Die BMC-Protokollschicht 206 ist in dem UTRAN 101, 102 implementiert, wie oben beschrieben wurde, und weist eine Instanz der BMC-Entität pro Mobilfunkzelle auf. Die Übertragung von BMC-Protokolldateneinheiten (BMC-PDUs) erfolgt mittels des unbestätigten Übertragungsdienstes der RLC-Protokollschicht über einen logischen Kanal, beispielsweise über den logischen Kanal CTCH (Common Traffic Channel).

Gemäß diesen Ausführungsformen der Erfindung wird angenommen, dass ein Mobilfunk-Teilnehmer mittels der Bediener-Oberfläche (Human Machine Interface, HMI) seines Mobilfunkendgeräts 118, beispielsweise mittels der Eingabeeinheit 311, beispielsweise mittels der Tastatur des Mobilfunkendgeräts 118, seine Präferenzen für den Empfang von Datendiensten, beispielsweise von MBMS-Kommunikationsdiensten, angibt, d. h. in das Mobilfunkendgerät 118 eingibt, welches die eingegebenen Präferenzen als Auswahlkriterium speichert. Dies geschieht, indem das Mobilfunkendgerät 118 nach Abschluss der Eingabe der Präferenzen ein entsprechendes USAT-Kommando mit den Teilnehmer-Präferenzen an die UICC 304 sendet.

Im Falle eines GSM-Kommunikations-Mobilfunkendgeräts wird ein entsprechendes SAT-Kommando an die SIM übermittelt.

Die teilnehmerspezifischen Präferenzen können beispielsweise das Genre (beispielsweise Musik, Sport, etc.) oder ein konkretes Thema (beispielsweise Rock-Musik, Fußball, etc.) eines Kommunikationsdienstes sein.

Alternativ können andere Auswahlkriterien verwendet werden, beispielsweise zeitliche Auswahlkriterien (beispielsweise zu welchem Zeitpunkt ein bereitgestellter Kommunikationsdienst angenommen werden soll) oder örtliche Auswahlkriterien (beispielsweise ein Kriterium, mit welchem angegeben wird, an welchem Ort sich ein Mobilfunk-Teilnehmer bzw. dessen Mobilfunkendgerät befinden sollte, damit ein an diesem Ort bereitgestellter Kommunikationsdienst angenommen werden soll) oder ein Kriterium, welches einen Kommunikationsdienst abhängig von dem diesen Kommunikationsdienst bereitstellenden Provider annimmt.

Die UICC 304 veranlasst aufgrund des empfangenen USAT-Kommandos die Speicherung der Teilnehmer-Präferenzen in dem Speicher 314, anschaulich auf der USIM 315.

Das Mobile Equipment 303 überwacht anschließend den Empfang von Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachrichten, im Folgenden auch bezeichnet als Service-Announcement-Nachrichten. Wenn es zur Übertragung eines Service Announcements (einer Service-Announcement-Nachricht) kommt, anders ausgedrückt, wenn die Empfangseinheit309 eine Service-Announcement-Nachricht empfängt, benachrichtigt das Mobile Equipment 303 die UICC 304 über den Empfang der Service-Announcement-Nachricht mittels eines entsprechenden USAT-Kommandos.

Die UICC 304 überprüft daraufhin, beispielsweise mittels des Chipkarten-Prozessors 312, ob eine oder mehrere der zuvor auf der USIM 315 gespeicherten Teilnehmer-Präferenzen mit den Kommunikationsdienst-Informationen (Serviceinformationen) aus der Service-Announcement-Nachricht, d. h. der Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachricht, übereinstimmen. Wenn eine oder mehrere der Teilnehmer-Präferenzen mit den Serviceinformationen in der Service-Announcement-Nachricht übereinstimmen, veranlasst die UICC 304 das Mobile Equipment 303 mittels eines entsprechenden USAT-Kommandos „Subskribierung”, eine Subskribierung zu diesem MBMS-Kommunikationsdienst bei dem Kommunikationsnetz-Betreiber bzw. bei dem Diensteanbieter (Service Provider) vorzunehmen.

Der Mobilfunk-Teilnehmer wird beispielsweise mittels seines Mobile Equipments, beispielsweise unter Verwendung des Displays 310, über die Subskribierung zu diesem MBMS-Kommunikationsdienst benachrichtigt.

Der Mobilfunk-Teilnehmer kann daraufhin entscheiden, ob er den entsprechenden Dienst, beispielsweise den MBMS-Kommunikationsdienst, tatsächlich empfangen möchte, und bei Bedarf eine Subskribierung zu diesem Dienst veranlassen.

Alternativ kann vorgesehen sein, dass der MBMS-Kommunikationsdienst unmittelbar automatisch von dem Mobile Equipment 303 subskribiert wird.

Gemaß einem Aspekt dieser Ausführungsform der Erfindung ist ein Vorteil dieser Vorgehensweise darin zu sehen, dass sich ein Mobilfunk-Teilnehmer nicht explizit für den Empfang bestimmter Datendienste, allgemein Kommunikationsdienste, beispielsweise MBMS-Kommunikationsdienste, entscheiden muss, bevor der jeweilige Kommunikationsdienst überhaupt angeboten wird, sondern lediglich das Thema oder das Genre oder andere prinzipiell frei vorgebbare Auswahlkriterien festzulegen hat. Die UICC 304 veranlasst daraufhin die Subskribierung zu entsprechenden Kommunikationsdiensten gegebenenfalls automatisch.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die Ausführungsbeispiele erläutert werden unter Berücksichtigung des Multimedia Broadcast and Multicast Services (MBMS). Die Erfindung kann jedoch gleichermaßen auch auf anderen Datendienste angewendet werden, bei denen entsprechende Kommunikationsdienst-Benachrichtigungen, beispielsweise in Form von Service-Announcement-Nachrichten, versendet werden und eine Einschreibung zu einem Dienst vorgesehen ist, allgemein ein explizites Annehmen des jeweiligen Kommunikationsdienstes vorgesehen ist.

Wie oben beschrieben wurde, wird ein USAT-Framework 313 eingesetzt, bei Verwendung anderer Kommunikationsstandards kann jedoch ein entsprechend anderer Mechanismus zur Kommunikation beispielsweise einer Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte und dem Mobilfunkendgerät selbst vorgesehen sein, gemäß GSM beispielsweise ein SAT-Framework (SIM Application Toolkit) der zweiten Mobilfunkgeneration.

In 4 ist das oben allgemein beschriebene Verfahren zur automatischen Auswahl von MBMS-Diensten in einem Nachrichtenflussdiagramm 400 dargestellt.

In einem ersten Schritt gibt ein Mobilfunk-Teilnehmer 401 mittels der Bediener-Oberfläche des Mobilfunkendgeräts 118, genauer mittels der Bediener-Oberfläche des Mobile Equipments 303, d. h. des Mobilfunkengeräts 118 ohne die beziehungsweise unabhängig von der Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte 304, seine Präferenzen für den Empfang von MBMS-Kommunikationsdiensten an, beispielsweise, indem er mittels einer Tastatur 311 seine Präferenzen 402 eingibt oder die Präferenzen einspricht in das Mobile Equipment 303, wobei die eingesprochenen Präferenzen mittels einer in diesem Fall vorgesehenen Spracherkennungseinheit erkannt werden und in die entsprechenden Präferenzen 402 umgesetzt werden.

Die teilnehmerspezifischen Präferenzen 402 können beispielsweise das Genre (beispielsweise Musik, Sport, etc.) oder ein konkretes Thema (beispielsweise Rock-Musik, Fußball, etc.) sein. Darüber hinaus sind gemäß alternativen Ausgestaltungen der Erfindung zusätzliche Parameter wie beispielsweise „nur kostenlose Kommunikationsdienste” oder „nur deutschsprachige Kommunikationsdienste” als Auswahlkriterium vorgesehen oder die anderen oben dargelegten Auswahlkriterien.

Das Mobile Equipment 303 erzeugt und sendet ein entsprechendes USAT-Kommando „Teilnehmer-Präferenzen” 403 an die UICC 304, wobei das USAT-Kommando „Teilnehmer-Präferenzen” 403 die Angabe der Teilnehmer-Präferenzen enthält.

In einem nachfolgenden Schritt (Schritt 404) werden die in dem USAT-Kommando „Teilnehmer-Präferenzen” 403 enthaltenen Teilnehmer-Präferenzen in dem Speicher 314 und darin beispielsweise auf der USIM 315 gespeichert.

Das Mobile Equipment 303 überwacht den Empfang von Service Announcements, allgemein von Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachrichten, die von dem Kommunikationsnetz 105 ausgesendet werden (Schritt 405).

Gemäß dieser Ausführungsform der Erfindung wird nunmehr angenommen, dass das Kommunikationsnetz 105 eine Service-Announcement-Nachricht 406 als Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachricht erzeugt und an die Mobilfunkendgeräte 118, welche sich in der jeweiligen Mobilfunkzelle befinden, aussendet.

Dies bedeutet, dass das Mobilfunk-Netzwerk 105, beispielsweise eine MBMS-Servereinrichtung 301 beim Netzwerkbetreiber beziehungsweise Diensteanbieter, eine Benachrichtigung über einen MBMS-Kommunikationsdienst, welcher von dem Netzwerkbetreiber beziehungsweise dem Diensteanbieter bereitgestellt wird, erzeugt und versendet. Dies erfolgt, indem die Service-Annoucement-Nachricht 406 erzeugt wird und an die Mobilfunkendgeräte 118, welche sich in der Mobilfunkzelle befinden, Broadcast-übertragen wird. Die Service-Announcement-Nachricht 406 weist unter anderem Informationen über den zu übertragenen, d. h. angebotenen, MBMS-Kommunikationsdienst auf, wie beispielsweise das Genre, das konkrete Thema oder eventuell noch weitere Serviceinformationen.

Nachdem das Mobilfunkendgerät 118 mittels der Empfangseinheit 309 die Service-Announcement-Nachricht 406 empfangen hat, erzeugt das Mobile Equipment 303 ein entsprechendes USAT-Kommando „Service Announcement” 407 als Chipkarten-Kommunikationsdienst-Notifizierungsnachricht und übermittelt diese an die UICC 304 und benachrichtigt somit die UICC 304 mittels des USAT-Kommandos „Service Announcement” 407 über diesen Anlass.

Auf den Empfang des USAT-Kommandos „Service Annoucement” 407 hin uberpruft die UICC 304, genauer der Chipkarten-Prozessor 312, ob die zuvor festgelegten und gespeicherten Teilnehmer-Präferenzen auf der USIM 315 mit den Serviceinformationen aus dem USAT-Kommando „Service Announcement” 407, welche den Serviceinformationen der Service-Announcement-Nachricht 406 entsprechen, übereinstimmen (Schritt 408).

Wenn eine oder mehrere der Teilnehmer-Präferenzen, allgemein ausgedrückt der gespeicherten Auswahlkriterien, mit den Serviceinformationen in dem USAT-Kommando „Service Announcement” 407 beziehungsweise der Service-Announcement-Nachricht 406 übereinstimmen, veranlasst die UICC 304 beziehungsweise deren Chipkarten-Prozessor 312 das Mobile Equipment 303 mittels eines entsprechenden USAT-Kommandos „Subskribierung”, allgemein einer Chipkarten-Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht, eine Subskribierung zu diesem angebotenen MBMS-Kommmunikationsdienst beim Kommunikationsnetzbetreiber beziehungsweise beim Diensteanbieter vorzunehmen. Das Mobile Equipment 303 empfängt das USAT-Kommando „Subskribierung” 409 von der UICC 304, erzeugt daraufhin eine Kommunikationsdienst-Subskribierungs-Nachricht 410 gemäß dem MBMS-Protokoll und sendet die Kommunikationsdienst-Subskribierungs-Nachricht 410, allgemein die Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht, an den MBMS-Server, d. h. an die Servereinrichtung 301 beim Kommunikationsnetzbetreiber beziehungsweise dem Diensteanbieter. Ferner wird der Mobilfunk-Teilnehmer 401 mittels einer entsprechenden Subskribierungsinformation (Block 411), welche erzeugt wird ebenfalls von dem Mobile Equipment 303 beziehungsweise dessen Prozessor 305 über die Subskribierung zu diesem jeweiligen MBMS-Kommunikationsdienst benachrichtigt. Beispielsweise wird die entsprechende Subskribierungsinformation auf dem Display 310 des Mobile Equipment 303 dem Mobilfunk-Teilnehmer 401 angezeigt.

Nach erfolgter Subskribierung bei dem Netzwerkbetreiber beziehungsweise dem Diensteanbieter wird der Kommunikationsdienst für das Mobilfunkendgerät 118 erbracht, so werden beispielsweise die entsprechenden Broadcast-Daten im Rahmen des angebotenen und angenommenen, d. h. subskribierten, Kommunikationsdienstes derart an das Mobilfunkendgerät 118 übertragen, dass dieses die Broadcast-Daten entschlüsseln, decodieren und bearbeiten kann, beispielsweise dem Mobilfunk-Teilnehmer 401 mittels des Displays 310 des Mobilfunkendgeräts 118 darstellen kann.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die Daten im Rahmen des Kommunikationsdienstes Multimediadaten sein können, d. h. Audiodaten, Videodaten und/oder textuelle Daten oder auch Binärdateien.

Die Daten können im Rahmen des Kommunikationsdienstes von dem Netzwerkbetreiber beziehungsweise der Servereinrichtung, welcher beziehungsweise welche den MBMS-Kommunikationsdienst erbringt, in einer Weise verschlüsselt übertragen werden, dass das Mobilfunkendgerät 118 diese im Broadcast-Verfahren über den CTCH-Kanal als logischen Kanal übertragenen Daten entschlüsseln und entsprechend weiterverarbeiten beziehungsweise darstellen kann.

In einer Variante der oben beschriebenen Ausführungsbeispiele ist es vorgesehen, dass, nachdem UICC 304 eine Übereinstimmung einer oder mehrerer der Teilnehmer-Präferenzen mit den Serviceinformationen in dem USAT-Kommando „Service Announcement” 407 beziehungsweise der Service-Announcement-Nachricht 406 feststellt, der Teilnehmer 401 zunächst mittels des Mobile Equipment 303 über dieses Ereignis benachrichtigt wird. Der Teilnehmer 401 kann daraufhin entscheiden, ob er den entsprechenden MBMS-Kommunikationsdienst tatsächlich empfangen möchte und bei Bedarf eine Subskribierung für diesen Dienst veranlassen, indem das Mobile Equipment 303 eine entsprechende Kommunikationsdienst-Inanspruchnahme-Nachricht erzeugt und an die Servereinrichtung 301 sendet.

Zusammenfassend kann ein Aspekt der Erfindung in einem erstmaligen Bereitstellen eines Verfahrens zur automatischen Auswahl von Diensten mittels einer UICC, allgemein einer Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte, auf Basis von zuvor von einem Mobilfunk-Teilnehmer definierten und auf der USIM gespeicherten Präferenzen.

Das Mobile Equipment, allgemein das Mobilfunk-Kommunikationsendgerät, weist ohne die zusätzliche Funktionalität der Chipkarte, welche in das Mobilfunk-Kommunikationsendgerät üblicherweise eingebracht ist, folgende Funktionalität auf:

  • • Nach abgeschlossener Eingabe der Teilnehmer-Präferenzen durch den Teilnehmer sendet das Mobile Equipment das USAT-Kommando „Teilnehmer-Präferenzen” an die UICC.
  • • Bei Empfang einer Service-Announcement-Nachricht von einem Kommunikationsnetzbetreiber beziehungsweise Kommunikationsdiensteanbieter sendet das Mobile Equipment das USAT-Kommando „Service Announcement” an die UICC.

Die Kommunikationseinrichtungs-Chipkarte, beispielsweise die UICC, weist folgende Funktionalitäten auf:

  • • Bei Empfang eines USAT-Kommandos „Service Announcement” vergleicht die UICC den Inhalt dieser Nachricht, d. h. beispielsweise die Service-Identifikationsangabe und Serviceinformationen wie zum Beispiel Thema, Genre, Gebühren, Start-Zeitpunkt, End-Zeitpunkt, etc. mit den zuvor vom Mobilfunk-Teilnehmer definierten und auf der USIM gespeicherten Präferenzen.
  • • Bei Übereinstimmung einer oder mehrerer der Teilnehmer-Präferenzen mit den Serviceinformationen im USAT-Kommando „Service Announcement” veranlasst die UICC das Mobile Equipment, mittels des USAT-Kommandos „Subskribierung”, eine Subskribierung zu diesem MBMS-Kommunikationsdienst beim Kommunikationsnetzbetreiber beziehungsweise beim Kommunikationsdienstanbieter vorzunehmen.

In diesem Dokument sind folgende Veröffentlichungen zitiert:

  • [1] EP 1 271 970 A1;
  • [2] WO 2002/091702 A1;
  • [3] ETSI TS 131 102, V6.10.0, Universal Mobile Telecommunications System (UMTS), Characteristics of the USIM Application (3GPP TS 31.102 Version 6.10.0 Release 6), Technical Specification, Juni 2005;
  • [4] US2005/0192021 A1;
  • [5] US 2005/0076369 A1.

Bezugszeichenliste

100
UMTS-Mobilfunk-Kommunikationssystem
101
Mobilfunk-Netzwerk-Teilsystemen
102
Mobilfunk-Netzwerk-Teilsystemen
103
Iu-Schnittstelle
104
Iu-Schnittstelle
105
UMTS-Kernnetzwerk
106
Mobilfunk-Netzwerk-Kontrolleinheit
107
Mobilfunk-Netzwerk-Kontrolleinheit
108
UMTS-Basisstation
109
UMTS-Basisstation
110
UMTS-Basisstation
111
UMTS-Basisstation
112
Iur-Schnittstelle
113
Iub-Schnittstelle
114
Iub-Schnittstelle
115
Iub-Schnittstelle
116
Iub-Schnittstelle
117
Uu-Luftschnittstelle
118
Mobilfunk-Endgerät
200
Protokollschichtanordnung
201
physikalische Schicht
202
Datensicherungsschicht
203
MAC-Protokollschicht
204
RLC-Protokollschicht
205
PDCP-Protokollschicht
206
BMC-Protokollschicht
207
RRC-Protokollschicht
208
logischer Kanal
209
Transportkanal
210
Radio Bearer
211
Kontroll-Protokollebene
212
Nutzer-Protokollebene
213
Signalling Radio Bearer
301
Servereinrichtung
302
Doppelpfeil
303
Mobile Equipment
304
UICC
305
Prozessor
306
Speicher
307
Modem
308
Sendeeinheit
309
Empfangseinheit
310
Display
311
Eingabeeinheit
312
Chipkarten-Prozessor
313
USAT-Framework
314
Chipkarten-Speicher
315
USIM
316
USAT-Anwendung
317
Mobilfunkendgerät-interne-Schnittstelle
318
Client
400
Nachrichtenflussdiagramm
401
Teilnehmer
402
Teilnehmer-Präferenzen
403
USAT-Kommando „Teilnehmer-Präferenzen”
404
Teilnehmer-Präferenzen werden auf USIM gespeichert
405
Mobile Equipment wartet auf und überwacht den Empfang von Service-Announcement-Nachrichten
406
Service-Announcement-Nachrichten
407
USAT-Kommando „Service Announcement”
408
UICC prüft Teilnehmer-Präferenzen
409
USAT-Kommando ”Subskribierung”
410
Subskribierungsnachricht
411
Teilnehmerinformation