Title:
Kommunikationssystem
Kind Code:
B4


Abstract:

Kommunikationssystem mit
einem digitalen zellularen Mobilfunknetz (1), welches
mit einem Vermittlungsnetz (2) verbundene Basisstationen (3, 4) aufweist,
die Vermittlungsknoten für Kommunikationsverbindungen (5, 6) im Mobilfunknetz (1) bereitstellen,
zur Versorgung von
im Mobilfunknetz (1) betreibbaren mobilen Endgeräten (7, 8),
wobei
sich erste mobile Endgeräte (7) in einem bodennahen Bereich (10) befinden,
sich zweite mobile Endgeräte (8), in einem sich im Luftraum (11) befindlichen Transportmittel (9) befinden,
dadurch gekennzeichnet,
dass
das eine digitale zellulare Mobilfunknetz (1) ein Mobilfunknetz (1) gemäß einem GSM-, GPRS- und/oder UMTS-Funknetzstandard ist,
für Kommunikationsverbindungen (5) im Mobilfunknetz (1) einen ersten Betriebsmodus des Mobilfunknetzes (1) nutzende erste Basisstationen (3) vorhanden sind
und
für Kommunikationsverbindungen (6) im Mobilfunknetz (1) einen zweiten Betriebsmodus des Mobilfunknetzes (1) nutzende zweite Basisstationen (4) vorhanden sind,
erste und/oder zweite Basisstationen (3, 4) für Kommunikationsverbindungen (5, 6) zumindest teilweise gleichzeitig im...




Inventors:
Schmitz, Peter (Reinheim, 64354, DE)
Holzer, Harald (Ubstadt-Weiher, 76698, DE)
Application Number:
DE102005011087
Publication Date:
04/14/2011
Filing Date:
03/08/2005
Assignee:
Vodafone Holding GmbH (Düsseldorf, 40213, DE)



Foreign References:
67354382004-05-11
WO1999040749A11999-08-12
WO1999022465A11999-05-06
Other References:
BIALA, J.: Mobilfunk und Intelligente Netze. Braunschweig (u.a.): Vieweg, 1994, ISBN: 3-528-05302-X, S. 64-89
Attorney, Agent or Firm:
Weisbrodt & Rother (Duisburg, 47051)
Claims:
1. Kommunikationssystem mit
einem digitalen zellularen Mobilfunknetz (1), welches
mit einem Vermittlungsnetz (2) verbundene Basisstationen (3, 4) aufweist,
die Vermittlungsknoten für Kommunikationsverbindungen (5, 6) im Mobilfunknetz (1) bereitstellen,
zur Versorgung von
im Mobilfunknetz (1) betreibbaren mobilen Endgeräten (7, 8),
wobei
sich erste mobile Endgeräte (7) in einem bodennahen Bereich (10) befinden,
sich zweite mobile Endgeräte (8), in einem sich im Luftraum (11) befindlichen Transportmittel (9) befinden,
dadurch gekennzeichnet,
dass
das eine digitale zellulare Mobilfunknetz (1) ein Mobilfunknetz (1) gemäß einem GSM-, GPRS- und/oder UMTS-Funknetzstandard ist,
für Kommunikationsverbindungen (5) im Mobilfunknetz (1) einen ersten Betriebsmodus des Mobilfunknetzes (1) nutzende erste Basisstationen (3) vorhanden sind
und
für Kommunikationsverbindungen (6) im Mobilfunknetz (1) einen zweiten Betriebsmodus des Mobilfunknetzes (1) nutzende zweite Basisstationen (4) vorhanden sind,
erste und/oder zweite Basisstationen (3, 4) für Kommunikationsverbindungen (5, 6) zumindest teilweise gleichzeitig im ersten und zweiten Betriebsmodus des Mobilfunknetzes (1) betreibbar sind,
wobei
eine Kommunikationsverbindung (5) zwischen einem ersten mobilen Endgerät (7) und dem Mobilfunknetz (1) unter Nutzung erster Basisstationen (3) erfolgt
und
eine Kommunikationsverbindung (6) zwischen einem zweiten mobilen Endgerät (8) und dem Mobilfunknetz (1) unter Nutzung zweiter Basisstationen (4) erfolgt.

2. Kommunikationssystem nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Entkopplung von Kommunikationsverbindungen (5) im ersten Betriebsmodus von Kommunikationsverbindungen (6) im zweiten Betriebsmodus.

3. Kommunikationssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Entkopplung über die Nutzung unterschiedlicher Signalisierungskanäle für die Kommunikationsverbindungen (5, 6) im ersten und zweiten Betriebsmodus erfolgt.

4. Kommunikationssystem nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Entkopplung über die Nutzung unterschiedlicher Netzwerkcodes für die Kommunikationsverbindungen (5, 6) im ersten und zweiten Betriebsmodus erfolgt.

5. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Entkopplung über den von den jeweiligen Kommunikationsprotokollen des Mobilfunknetzes (1) genutzten Netzwerkcode erfolgt.

6. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Entkopplung über die Nutzung unterschiedlicher Frequenzbänder erfolgt.

7. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Entkopplung über die Nutzung unterschiedlicher Funknetzstandards des Mobilfunknetzes (1) erfolgt.

8. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass erste Basisstationen (3) wenigstens teilweise Antennen mit zumindest für Kommunikationsverbindungen (5) auf den bodennahen Bereich (10) ausgerichteten Sende-/Empfangskörper aufweisen.

9. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zweite Basisstationen (4) wenigstens teilweise Antennen mit zumindest für Kommunikationsverbindungen (6) auf den Luftraum (11) ausgerichteten Sende-/Empfangskörper aufweisen.

10. Kommunikationssystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Antennen zumindest zum Aufrechterhalten einer Kommunikationsverbindung (6) hinsichtlich ihrer Ausrichtung einem sich in einem sich im Luftraum (11) befindlichen Transportmittel (9) befindenden zweiten mobilen Endgerät (8) nachführbar sind, vorzugsweise automatisch.

11. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass erste und/oder zweite mobile Endgeräte (3, 4) für Kommunikationsverbindungen (5, 6) zumindest teilweise gleichzeitig im ersten und zweiten Betriebsmodus des Mobilfunknetzes (1) betreibbar sind.

12. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch eine über das Vermittlungsnetz (2) des Mobilfunknetzes (1) erfolgende Kommunikationsverbindung zwischen wenigstens einem ersten mobilen Endgerät (7) und wenigstens einem zweiten mobilen Endgerät (8) unter Nutzung einer Kommunikationsverbindung (5) zwischen einem ersten mobilen Endgerät (7) und dem Mobilfunknetz (1) unter Nutzung erster Basisstationen (3) und einer Kommunikationsverbindung (6) zwischen einem zweiten mobilen Endgerät (8) und dem Mobilfunknetz (1) unter Nutzung zweiter Basisstationen (4).

13. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite mobile Endgerät (8) in dem sich im Luftraum (11) befindlichen Transportmittel (9), vorzugsweise einem Hubschrauber, fest installiert ist.

14. Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch eine Nutzung der zweiten mobilen Endgeräte (8) und Basisstationen (4) für Kommunikationsanwendungen im Bereich von Behörden und/oder Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

15. Basisstation (3, 4), welche einen Vermittlungsknoten für Kommunikationsverbindungen (5, 6) in einem digitalen zellularen Mobilfunknetz (1) bereitstellend ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass diese in einem Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 14 betreibbar ist.

16. Mobiles Endgerät (7, 8), welches in einem digitalen zellularen Mobilfunknetz (1) betreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass dieses in einem Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 14 betreibbar ist.

17. Verfahren zum Betreiben von Basisstationen (3, 4) nach Anspruch 15 und/oder mobilen Endgeräten (7, 8) nach Anspruch 16 in einem Kommunikationssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 14.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kommunikationssystem mit einem digitalen zellularen Mobilfunknetz, welches mit einem Vermittlungsnetz verbundene Basisstationen aufweist, die Vermittlungsknoten für Kommunikationsverbindungen im Mobilfunknetz bereitstellen, zur Versorgung von im Mobilfunknetz betreibbaren mobilen Endgeräten, wobei sich erste mobile Endgeräte in einem bodennahen Bereich befinden, sich zweite mobile Endgeräte in einem sich im Luftraum befindlichen Transportmittel befinden.

Ferner betrifft die vorliegende Erfindung in bzw. mit dem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem betreibbare Basisstationen und/oder mobile Endgeräte sowie entsprechende Verfahren zum Betreiben derselben in bzw. mit dem erfindungsgemäßen Kommunikationssystem.

Derartige, eine mobile Kommunikation zum Austausch von Sprache und/oder Daten ermöglichende Kommunikationssysteme sind im Stand der Technik, beispielsweise aus dem 1994 im Vieweg Verlag erschienen Buch von Jacek Biala, „Mobilfunk und Intelligente Netze”, in zahlreichen Ausgestaltungen bekannt, Insbesondere in Form von gemäß den GSM-, GPRS- und/oder UMTS-Funknetzstandards arbeitenden Mobilfunknetzen. Kommunikationsverbindungen zwischen dem Mobilfunknetz und einem mobilen Endgerät erfolgen dabei in der Regel unter Nutzung hierarchisch strukturierter Kommunikationsprotokolle gemäß einem Standard des Mobilfunknetzes.

Problematisch bei den bisher bekannten Kommunikationssystemen sind Kommunikationsverbindungen mit sich in einem sich im Luftraum befindlichen Transportmittel befindenden mobilen Endgeräten. Aufgrund deren in der Regel relativ großen Abstandes zu auf dem Boden bzw. im erdnahen Bereich, beispielsweise auf bzw. an Gebäuden oder dergleichen Bauwerken, befindlichen Basisstationen eines Mobilfunknetzes sowie bzw. als auch aufgrund deren relativ großer Bewegungsgeschwindigkeit im Luftraum sind Kommunikationsverbindungen mit diesen mobilen Endgeräten bisher hinsichtlich Qualität und Zuverlässigkeit stark beeinträchtigt und allenfalls technisch aufwändig realisierbar. So ist aus der US 6 735 438 B1 die Nutzung von zwei Mobilfunknetzen, einem Mobilfunknetz für den Bodenbereich und einem mit dem Mobilfunknetz für den Bodenbereich kompatiblen Mobilfunknetz für den Luftbereich, bekannt.

Darüber hinaus beeinflussen und/oder stören sich derartige Kommunikationsverbindungen zwischen sich im Luftraum befindlichen Transportmitteln befindenden mobilen Endgeräten und dem Mobilfunknetz und Kommunikationsverbindungen zwischen sich in einem bodennahen Bereich befindenden mobilen Endgeräten und dem Mobilfunknetz gegenseitig, insbesondere da Kommunikationsverbindungen zwischen sich im Luftraum befindenden mobilen Endgeräten und dem Mobilfunknetz aufgrund des relativ großen Abstandes und der Bewegungsgeschwindigkeit der mobilen Endgeräte in der Regel mit höheren Sendeleistungen erfolgen bzw. erfolgen müssen. Die WO 99/22465 A1 schlägt daher zur Ausbildung eines Luftnetzes zu einem Bodennetz die Nutzung von Frequenzbereichen vor, die über die von herkömmlichen Bodennetzen genutzten Frequenzbereiche hinausgehen. Nachteilig hierbei ist insbesondere, dass dies kommunikationssystemseitig die Ausbildung einer zusätzlichen Infrastruktur für das Luftnetz erforderlich macht, insbesondere das Vorsehen von Antennen für unterschiedliche Frequenzen für das Bodennetz und das Luftnetz.

Die Zuverlässigkeit und Qualität von Kommunikationsverbindungen ist insbesondere für Kommunikationsanwendungen im Bereich von Behörden und/oder Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, sogenannte BOS-Anwendungen, von erhöhter Bedeutung, wie beispielsweise auch aus der WO 99/40749 A1 hervorgeht. BOS-Anwendungen sind seitens öffentlicher Organisationen als auch im Bereich privater Unternehmen gegeben, beispielsweise bei der Polizei, der Feuerwehr, im Rettungsdienst, im Katastrophenschutz. Diese nutzen oftmals im Rahmen der Wahrnehmung der ihnen zugewiesenen Sicherheitsaufgaben sich im Luftraum bewegende Transportmittel, vorzugsweise Hubschrauber und benötigen entsprechend sichere und zuverlässige Kommunikationsverbindungen. Bisher nutzen diese in der Regel dazu digitale Bündelfunknetze, beispielsweise gemäß dem sogenannten TETRA-Standard, und in diesen betreibbare Einrichtungen Endgeräte. Nachteilig bei derartigen Bündelfunknetzen ist insbesondere, dass diese aufgrund der im Vergleich zu öffentlichen zellularen Mobilfunknetzen, insbesondere gemäß dem GSM-Standard, relativ geringen Teilnehmerzahl potentieller Nutzer in der Regel nicht wirtschaftlich flächendeckend betreibbar sind.

In Anbetracht dieses Standes der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, unter Meidung der beschriebenen Nachteile eine einfache und kostengünstige Lösung für ein eingangs genanntes Kommunikationssystem bereitzustellen, mit der insbesondere Störungen und/oder Beeinflussungen der Kommunikationsverbindungen zwischen dem Mobilfunknetz und den mobilen Endgeräten untereinander vermeidbar sind und die Zuverlässigkeit und Qualität von Kommunikationsverbindungen verbessert ist.

Zur technischen Lösung dieser Aufgabe wird mit der vorliegenden Erfindung ein Kommunikationssystem mit den Merkmalen des Anspruch 1 vorgeschlagen.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass durch Nutzung von unterschiedlichen Betriebsmodi des Mobilfunknetzes für Kommunikationsverbindungen im Mobilfunknetz eine insbesondere Störungen und/oder Beeinflussungen der Kommunikationsverbindungen zwischen dem Mobilfunknetz und den mobilen Endgeräten untereinander vermeidende Entkopplung der Kommunikationsverbindungen erzielbar ist, ohne dass technisch aufwändige und/oder kostenintensive Änderungen seitens der Komponenten des Kommunikationssystems, insbesondere seitens des Mobilfunknetzes und/oder der mobilen Endgeräte erforderlich sind. Die erfindungsgemäße Nutzung öffentlicher zellularer Mobilfunknetze, vorteilhafterweise gemäß dem GSM-, GPRS- und/oder UMTS-Standard, und deren Infrastruktur erlaubt dabei einen flächendeckenden und wirtschaftlichen Betrieb. Der erfindungsgemäße Betrieb der Basisstationen bildet so im Mobilfunknetz quasi ein Bodennetz und ein Luftnetz aus.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung erfolgt eine Entkopplung von Kommunikationsverbindungen im ersten Betriebsmodus von Kommunikationsverbindungen im zweiten Betriebsmodus vorteilhafterweise über die Nutzung unterschiedlicher Signalisierungskanäle für die Kommunikationsverbindungen im ersten und zweiten Betriebsmodus. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung erfolgt die Entkopplung über die Nutzung unterschiedlicher Netzwerkcodes für die Kommunikationsverbindungen im ersten und zweiten Betriebsmodus, vorteilhafterweise über den von den jeweiligen Kommunikationsprotokollen des Mobilfunknetzes genutzten Netzwerkcode. Die beiden Betriebsmodi unterscheiden sich so vorteilhafterweise ausschließlich durch den Netzwerkcode voneinander.

Gemäß einem weiteren vorteilhaften Vorschlag der Erfindung wird eine Entkopplung der Kommunikationsverbindung über die Nutzung unterschiedlicher Frequenzbänder und/oder unterschiedlicher Funknetzstandards des Mobilfunknetzes, vorteilhafterweise gemäß GSM-, GPRS- und/oder UMTS-Standard, realisiert. Insbesondere in Kombination mit einer Entkopplung der Signalisierungskanäle für die Kommunikationsverbindungen im ersten und zweiten Betriebsmodus und/oder des jeweils genutzten Netzwerkcodes ist so eine weitere Reduzierung von Störungen und/oder Beeinträchtigungen der Kommunikationsverbindungen untereinander und dadurch eine Verbesserung der Zuverlässigkeit und Qualität der Kommunikationsverbindungen erzielbar.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weisen erste Basisstationen wenigstens teilweise Antennen mit zumindest für Kommunikationsverbindungen auf den bodennahen Bereich ausgerichteten Sende-/Empfangskörper und/oder zweite Basisstationen wenigstens teilweise Antennen mit zumindest für Kommunikationsverbindungen auf den Luftraum ausgerichteten Sende-/Empfangskörper auf. Durch diese Maßnahmen, vorzugsweise einzeln und/oder in Kombination miteinander, wird eine weitere Entkopplung der im Luftraum bzw. im bodennahen Bereich erfolgenden Kommunikationsverbindungen voneinander erzielt, so dass auch physikalisch im Mobilfunknetz quasi ein Bodennetz und ein Luftraumnetz für Kommunikationsverbindungen gegeben sind.

Gemäß einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Antennen mit zumindest für Kommunikationsverbindungen auf den Luftraum ausgerichteten Sende-/Empfangskörpern der zweiten Basisstationen zumindest zum Aufrechterhalten einer Kommunikationsverbindung hinsichtlich ihrer Ausrichtung einem sich in einem sich im Luftraum befindlichen Transportmittel befindenden zweiten mobilen Endgerät nachführbar ausgebildet. Dabei erfolgt die Nachführung vorteilhafterweise automatisch, vorzugsweise mittels einer entsprechenden Steuereinrichtung seitens der jeweiligen zweiten Basisstation.

Ferner kann seitens eines Transportmittels für ein in diesem fest installiertes und insofern aufgrund der Mobilität des Transportmittels mobilen zweiten Endgerätes und/oder einem sich in dem Transportmittel befindenden zweiten mobilen Endgerät eine entsprechende einen in Richtung Erdboden ausgerichteten und/oder ausrichtbaren Sende-/Empfangskörper aufweisende Antenne für das zweite mobile Endgerät vorgesehen sein, welche vorteilhafterweise zumindest zum Aufrechterhalten einer Kommunikationsverbindung hinsichtlich ihrer Ausrichtung vorzugsweise automatisch nachführbar ist. Vorteilhafterweise ist der Sende-/Empfangskörper einer derartigen Antenne nach Art einer Richtantenne strahlartig ausgebildet.

Vorteilhafterweise sind erste und/oder zweite Basisstationen für Kommunikationsverbindungen zumindest teilweise gleichzeitig im ersten und zweiten Betriebsmodus des Mobilfunknetzes betreibbar. Dadurch ist insbesondere die Orts- und/oder Zeitwahrscheinlichkeit einer Funkversorgung für Kommunikationsverbindungen gemäß ersten und/oder zweiten Betriebsmodus des Mobilfunknetzes erhöhbar, vorteilhafterweise nach Bedarf und vorzugsweise in steuerbarer Form seitens des Mobilfunknetzes und/oder der zweiten mobilen Endgeräte im Luftraum.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass erste und/oder zweite mobile Endgeräte für Kommunikationsverbindungen zumindest teilweise gleichzeitig im ersten und zweiten Betriebsmodus des Mobilfunknetzes betreibbar sind.

Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems ist gekennzeichnet durch eine über das Vermittlungsnetz des Mobilfunknetzes erfolgende Kommunikationsverbindung zwischen wenigstens einem ersten mobilen Endgerät und wenigstens einem zweiten mobilen Endgerät unter Nutzung einer Kommunikationsverbindung zwischen einem ersten mobilen Endgerät und dem Mobilfunknetz unter Nutzung erster Basisstationen und einer Kommunikationsverbindung zwischen einem zweiten mobilen Endgerät und dem Mobilfunknetz unter Nutzung zweiter Basisstationen.

Vorteilhafterweise ist das zweite mobile Endgerät in dem sich im Luftraum befindlichen Transportmittel, vorzugsweise einem Hubschrauber, fest installiert.

Eine weitere besonders bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Kommunikationssystems ist gekennzeichnet durch eine Nutzung der zweiten mobilen Endgeräte und Basisstationen für Kommunikationsanwendungen im Bereich von Behörden und/oder Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Vorteilhafterweise ist der für Kommunikationsverbindungen im Mobilfunknetz Kommunikationsprotokolle eines zweiten Betriebsmodus des Mobilfunknetzes und dementsprechend zweite Basisstationen und zweite mobile Endgeräte dazu den TETRA-Standard und/oder den TETRAPOL-Standard nutzend bzw. diesen entsprechend nutzend ausgebildet.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand des in der Figur der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Dabei zeigt:

1 in einer schematischen Darstellung ein Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Kommunikationssystem.

Das in 1 dargestellte Kommunikationssystem besteht aus einem digitalen zellularen Mobilfunknetz 1 und in diesem betreibbaren mobilen Endgeräten, vorliegend in Form von Mobilfunktelefonen 7 und 8.

Das Mobilfunknetz 1 weist Basisstationen 3 und 4 auf, die mit einem in 1 symbolisch dargestellten Vermittlungsnetz 2 des Mobilfunknetzes 1 verbunden sind. Über das Vermittlungsnetz 2 bzw. von diesem aus besteht ein – hier nicht weiter dargestellter Zugang bzw. Übergang zu anderen Kommunikationsnetzen, beispielsweise einem drahtgebundenen Fernsprechnetz, auch Festnetz genannt, oder dem Internet. Bei dem in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Vermittlungsknoten für Kommunikationsverbindungen 5 bzw. 6 im Mobilfunknetz 1 bereitstellenden Basisstationen 3 und 4 jeweils untereinander miteinander vernetzt. Seitens des Mobilfunknetzes 1 vorgesehene, hier nicht explizit dargestellte Mobilfunkvermittlungsstellen, sogenannte Mobile Switching Center (MSC), sind vorteilhafterweise von beiden Basisstationen 3 und 4 gemeinsam nutzbar ausgebildet. Derartige Mobilfunkvermittlungsstellen (MSCs) sind vorliegend Bestandteil des in 1 symbolisch dargestellten Vermittlungsnetzes 2 des Mobilfunknetzes 1.

Die Basisstationen 3 und 4 bilden gemäß der Senderreichweite und der Struktur der jeweils verwendeten Antennen eine sogenannte Zelle des zellularen Mobilfunknetzes 1. Sich innerhalb einer Zelle befindende mobile Endgeräte 7 und 8 können über eine mittels Funk erfolgende Kommunikationsverbindung 5 und 6 zwischen dem jeweiligen mobilen Endgerät 7 und 8 und der jeweiligen Basisstation 3 und 4 mit dem bzw. über das Mobilfunknetz 1 kommunizieren. Die Kommunikationsverbindungen 5 bzw. 6 einer entsprechenden Kommunikation zwischen dem Mobilfunknetz 1 und einem mobilen Endgerät 7 bzw. 8 erfolgen dabei unter Nutzung hierarchisch strukturierter Kommunikationsprotokolle gemäß einem Standard des Mobilfunknetzes 1, vorliegend gemäß dem GSM-, GPRS- und/oder UMTS-Funknetzstandard.

Wie in 1 dargestellt, befinden sich die mit dem Bezugszeichen 7 gekennzeichneten mobilen Endgeräte 7 – erste mobile Endgeräte im Sinne der vorliegenden Erfindung – in einem bodennahen Bereich 10 des Mobilfunknetzes 1. Im bodennahen Bereich 10 des Mobilfunknetzes 1, werden dabei vorliegend für im Mobilfunknetz 1 erfolgende Kommunikationsverbindungen 5 die Basisstationen 3 – erste Basisstationen im Sinne der vorliegenden Erfindung – verwendet. Die ersten Basisstationen 3 nutzen dabei vorliegend für die Kommunikationsverbindungen 5 einen ersten Betriebsmodus des Mobilfunknetzes 1.

Wie weiter in 1 dargestellt, befinden sich ein mit dem Bezugszeichen 8 gekennzeichnetes mobiles Endgerät 8 – ein zweites mobiles Endgerät im Sinne der vorliegenden Erfindung – in einem sich im Luftraum 11 des Mobilfunknetzes 1 befindlichen Transportmittel, vorliegend einem Hubschrauber 9. Im Luftraum 11 des Mobilfunknetzes 1, werden dabei vorliegend für im Mobilfunknetz 1 erfolgende Kommunikationsverbindungen 6 die Basisstationen 4 – zweite Basisstationen im Sinne der vorliegenden Erfindung – verwendet. Die zweiten Basisstationen 4 nutzen dabei vorliegend für die Kommunikationsverbindungen 6 einen zweiten Betriebsmodus des Mobilfunknetzes 1.

Durch die Nutzung der unterschiedlichen Betriebsmodi des Mobilfunknetzes 1 für die Kommunikationsverbindungen 5 und 6 im Mobilfunknetz 1, vorliegend vorteilhafterweise durch Nutzung unterschiedlicher Signalisierungskanäle für die Kommunikationsverbindungen im ersten und zweiten Betriebsmodus über den von den jeweiligen Kommunikationsprotokollen genutzten Netzwerkcode, ist eine Entkopplung der Kommunikationsverbindungen 5 und 6 gegeben. Dadurch werden Störungen und/oder Beeinflussungen der Kommunikationsverbindungen 5 und 6 zwischen dem Mobilfunknetz 1 und den mobilen Endgeräten 7 und 8 untereinander vermieden.

Das in der Fig. der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel dient lediglich der Erläuterung der Erfindung und ist für diese nicht beschränkend.

Bezugszeichenliste

1
Mobilfunknetz
2
Vermittlungsnetz (Mobilfunknetz (1))
3
erste Basisstation (Mobilfunknetz (1))
4
zweite Basisstation (Mobilfunknetz (1))
5
Kommunikationsverbindung (erster Betriebsmodus)
6
Kommunikationsverbindung
7
erstes mobiles Endgerät/Mobilfunktelefon
8
zweites mobiles Endgerät
9
Transportmittel/Hubschrauber
10
bodennaher Bereich
11
Luftraum