Title:
Decorative fillet for applying on edge of furniture plate, has foil whose upper surface is covered with lacquer on which printed design is applied, where design has region at which upper surface of foil is translucent
Kind Code:
A1


Abstract:
The fillet has a foil (16) which covers an upper surface of a plastic fillet. The upper surface of the foil is covered with a lacquer on which a printed design (20) is applied, where the lacquer is formed by a PVC- lacquer on a base of an organic solvent. The printed design comprises of a region at which the upper surface of the foil is translucent. The upper surface of the foil glitters and the lacquer is transparent. An independent claim is also included for a method for manufacturing a decoration slat.



Inventors:
Henke, Roger (32549 Bad Oeynhausen, DE)
Application Number:
DE102005007027A
Publication Date:
08/17/2006
Filing Date:
02/15/2005
Assignee:
Project Kunststoff-Profiltechnik GmbH (Bad Salzuflen, 32105, DE)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE1903710A1N/A
DE4208991A1N/A



Attorney, Agent or Firm:
TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte (Bielefeld)
Claims:
1. Dekorleiste (10) mit einer Kunststoffleiste (12), die auf einer ersten Oberfläche (14) von einer Folie (16) bedeckt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Folie (16) mit einem Lack (18) bedeckt ist, auf den ein Druckbild (20) aufgebracht ist, das Bereiche aufweist, an denen die Oberfläche der Folie (16) durchscheint.

2. Dekorleiste (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche der Folie (16) metallisch glänzt und der sie bedeckende Lack (18) im wesentlichen durchsichtig ist.

3. Dekorleiste (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Lack (18) durch einen PVC-Lack auf der Basis eines organischen Lösungsmittels gebildet wird.

4. Dekorleiste (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der bedruckte Lack (18) mit einem Abschlußlack (22) überzogen ist.

5. Dekorleiste (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Oberfläche (24) der Kunststoffleiste (12) mit einem Haftvermittler (26) versehen ist.

5. Verfahren zur Herstellung einer Dekorleiste (10), bei dem in einem ersten Schritt
a) eine erste Oberfläche (14) einer Kunststoffleiste (12) mit einer Folie (16) beschichtet wird,
gekennzeichnet durch die folgenden weiteren Schritte:
b) Behandeln der Oberfläche der Folie (16) mit einem Lack (18 ), der ein organisches Lösungsmittel enthält, und
c) Bedrucken der so behandelten Folie (16).

7. Verfahren nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen Schritt, in dem d) die bedruckte Folie (16) mit einem Abschlußlack (22) überzogen wird.

8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7. dadurch gekennzeichnet, daß in Schritt a) die Folie (16) eine metallisch glänzende Oberfläche aufweist und in Schritt b) der Lack (18) im wesentlichen durchsichtig ist und in Schritt c) das Druckbild (20) Bereiche aufweist, an denen die Oberfläche der Folie (16) durchscheint.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8. dadurch gekennzeichnet, daß eine zweite Oberfläche (24) der Kunststoffleiste (12) mit einem Haftvermittler (26) versehen wird.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Schritte a), b) und c) und ggf. d) an einer Kunststoffleiste (12) in der Form eines durchlaufenden Endlosbandes ausgeführt werden.

Description:

Die Erfindung betrifft eine Dekorleiste mit einer Kunststoffleiste, die auf einer ersten Oberfläche von einer Folie bedeckt ist.

Dekorleisten, die auf einer Kunststoffleiste aufbauen, sind insbesondere als Dekor-Kantenbänder für Kanten von Möbelplatten bekannt. Üblicherweise wird das Dekor der Dekorleiste dabei einem Dekor einer Fläche der Möbelplatte angepaßt.

Bei einem herkömmlichen Verfahren wird beispielsweise die Kunststoffleiste mit einem Dekor bedruckt. Besondere Effekte, beispielsweise eine metallisch glänzende Oberfläche, sind jedoch auf diese Weise ohne weiteres nicht erreichbar.

Es ist außerdem bekannt, eine Kunststoffleiste durch Heißsiegeln mit einer Folie zu beschichten. Die Struktur der Oberfläche ist dann jedoch durch die Folie vorgegeben.

Aus DE 198 23 195 ist ein Verfahren bekannt, bei dem ein Kunststoffband eine Koronabehandlung erfährt und danach mit einem Tintenstrahldrucker bedruckt wird. Die Tinte kann beispielsweise Metallsplitter enthalten. Durch die Koronabehandlung wird eine Haftung der Tintentropfen auf dem Kunststoffband erreicht. Nachteilig ist dabei jedoch, daß eine aufwendig mit Metallsplittern angereicherte Spezialtinte benötigt wird.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Dekorleiste und ein Verfahren zur Herstellung derselben zu schaffen, bei dem auf einfachere Art und Weise ein metallisch strukturiertes Dekor der Dekorleiste zu erreichen ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Dekorleiste der eingangs genannten Art gelöst, bei der die Oberfläche der Folie mit einem Lack bedeckt ist, auf dem ein Druckbild aufgebracht ist, das Bereiche aufweist, an denen die Oberfläche der Folie durchscheint.

Die Aufgabe wird außerdem gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung einer Dekorleiste mit den folgenden Schritten:

  • a) Beschichten einer ersten Oberfläche einer Kunststoffleiste mit einer Folie,
  • b) Behandeln der Oberfläche der Folie mit einem Lack, der ein organisches Lösungsmittel enthält und
  • c) Bedrucken der so behandelten Folie.

Es kann beispielsweise eine metallisch glänzende Folie verwendet werden, die durch Heißsiegeln aufgebracht wird. Indem auf die Oberfläche der Folie ein Lack aufgetragen wird, der ein organisches Lösungsmittel enthält, wird sowohl die Haftung dieses Lacks auf der Folie als auch insbesondere die Haftung einer Druckfarbe auf der mit dem Lack behandelten Folie erreicht. Die Haftung des Druckbildes bleibt bestehen, nachdem das anfangs im Lack enthaltene Lösungsmittel sich verflüchtigt hat. Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird also eine Dekorleiste erzeugt, die von einer bedruckten Folie bedeckt ist.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Vorzugsweise glänzt die Oberfläche der Folie metallisch, und der sie bedeckende Lack ist – jedenfalls nach einer Verarbeitungszeit – im wesentlichen durchsichtig. Auf diese Weise kann an den nicht von der Druckfarbe bedeckten Bereichen die Oberfläche der Folie mehr oder weniger stark durchscheinen.

Indem das Druckbild Bereiche aufweist, an denen die Oberfläche der Folie durchscheint, läßt sich beispielsweise eine metallisch glänzende Folie mit einer Struktur versehen.

Vorzugsweise wird der bedruckte Lack mit einem Abschlußlack überzogen. Bei diesem kann es sich etwa um einen UV-Abschlußlack, beispielsweise einen Acryllack, handeln. Der Abschlußlack sorgt für einen Schutz des aufgebrachten Druckbildes und verbessert die Kratzfestigkeit der Oberfläche.

Vorzugsweise wird eine zweite Oberfläche der Kunststoffleiste mit einem Haftvermittler versehen. Im Falle eines Kunststoffbandes kann es sich beispielsweise um die Unterseite des Kunststoffbandes handeln. Besonders bevorzugt wird die zweite Oberfläche der Kunststoffleiste physikalisch/chemisch vorbehandelt. bevor sie mit dem Haftvermittler versehen wird. Dazu kann beispielsweise eine Korona-Behandlung erfolgen.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens werden die Verfahrensschritte an einer durchlaufenden Kunststoffleiste ausgeführt. Dabei kann beispielsweise die Folie von einer Rolle zugeführt werden.

Die Erfindung hat den Vorteil, daß herkömmliche Druckfarben und Druckvorrichtungen verwendet werden können und daß insbesondere keine Metallsplitter in der Druckfarbe vonnöten sind, um einen metallisch glänzenden Effekt zu erhalten. Durch die erfindungsgemäße Lösung, einen lösungsmittelhaltigen Lack auf die Folie aufzutragen, wird zum einen erreicht, daß überhaupt Druckfarbe auf der Folie in ausreichender Weise haftet. Zum anderen wird gerade durch die Verwendung einer Folie mit beispielsweise einer einheitlich metallisch glänzenden Oberfläche und einer darauf in verschiedenen Bereichen unterschiedlich stark aufgetragenen Druckfarbe auf sehr effiziente Weise eine metallisch strukturierte Oberfläche erzeugt.

Bei einer Ausführung des Verfahrens an einer Kunststoffleiste in der Form eines durchlaufenden Endlosbandes ergibt sich zudem eine kostengünstige Herstellung der Dekorleiste.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben.

Es zeigen:

1 einen Querschnitt durch ein Teilstück einer Dekorleiste; und

2 eine schematische Darstellung einer Draufsicht auf die Dekorleiste entsprechend einer Ansicht von oben in 1.

Der Aufbau der in 1 und 2 schematisch dargestellten Dekorleiste 10 ist im Querschnitt in 1 zur besseren Veranschaulichung mit nicht maßstabsgetreuen Schichtdicken dargestellt. Der Aufbau der Dekorleiste 10 wird anhand des im folgenden beschriebenen Herstellungsverfahrens erläutert.

Eine beispielsweise durch Extrusion aus Polyethylen (PE), Acrylnitrilbutadienstyrol (ABS), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC) oder Polymethylmethacrylat (PMMA) hergestellte Kunststoffleiste 12 in Form eines Kunststoffbandes läuft durch eine Vorrichtung, an der die im folgenden beschriebenen weitere Bearbeitung der Kunststoffleiste 12 stattfindet.

Eine Oberseite 14 der Kunststoffleiste 12 wird mit einer Folie 16 beschichtet, beispielsweise einer mit einer metallisch glänzenden Folie, die durch Heißsiegeln aufgebracht wird. Ihre metallisch glänzende Oberfläche wird dann mit einem Lack 18 behandelt, beispielsweise einem PVC-Lack. Der Lack 18 enthält ein organisches Lösungsmittel, das je nach Material der Folie 16 so gewählt ist, daß der Lack 18 gut auf der Folie 16 haftet. Der Lack 18 ist, zumindest in verfestigtem Zustand, im wesentlichen durchsichtig.

In einem weiteren Verfahrensschritt wird die von dem Lack 18 bedeckte Oberfläche der Folie 16 mit einer Druckfarbe 20 bedruckt, die ein in den 1 und 2 schematisch dargestelltes, strukturiertes Druckbild ergibt. Dabei sind Bereiche vorhanden, an denen die Oberfläche der Folie 16 mehr oder weniger stark durchscheint.

Der bedruckte Lack 18 wird schließlich mit einem UV-Abschlußlack, beispielsweise einem Acryllack, überzogen, der die oberste Schicht der Dekorleiste 10 bildet.

Eine Unterseite 24 der Kunststoffleiste 12 wird mit einem Korona-Verfahren vorbehandelt und dann mit einem Haftvermittler 26 versehen.

Die so hergestellte Dekorleiste 10 ist beispielsweise zum direkten Aufbringen auf die Kante einer Möbelplatte geeignet. Auf die beschriebene Weise kann eine mit einer metallisch strukturierten Oberfläche versehene Dekorleiste kostengünstig und effizient hergestellt werden.