Title:
Herstellung mobil terminierter Verbindungen mit dynamisch zugeordneten drahtlosen IP-Endgeräten bei Telematikanwendungen in Fahrzeugen
Kind Code:
B4


Abstract:

Verfahren zum Erhalten einer Internetverbindung mit den Schritten:
Senden einer Internetverbindungsanfrage von einer Rufzentrale an eine Fahrzeugtelematikeinheit;
Bereitstellen einer IP-Adresse und von Serveranrufparametern für die Fahrzeugtelematikeinheit; und
Aufbauen einer Internetverbindung an der bereitgestellten IP-Adresse mit den Serveranrufparametern, die von einer Telematikeinheit der Rufzentrale stammen.




Inventors:
Crocker, Dwayne A. (Oxford, Mich., US)
Gryc, Andrew J. (West Bloomfield, Mich., US)
Glaza, Mark J. (Warren, Mich., US)
Correia, John J. (Livonia, Mich., US)
Application Number:
DE102004055293
Publication Date:
11/18/2010
Filing Date:
11/16/2004
Assignee:
General Motors Corp. (Detroit, Mich., US)



Foreign References:
200301034822003-06-05
200200013172002-01-03
WO2003032598A12003-04-17
Attorney, Agent or Firm:
Manitz, Finsterwald & Partner GbR (München, 80336)
Claims:
1. Verfahren zum Erhalten einer Internetverbindung mit den Schritten:
Senden einer Internetverbindungsanfrage von einer Rufzentrale an eine Fahrzeugtelematikeinheit;
Bereitstellen einer IP-Adresse und von Serveranrufparametern für die Fahrzeugtelematikeinheit; und
Aufbauen einer Internetverbindung an der bereitgestellten IP-Adresse mit den Serveranrufparametern, die von einer Telematikeinheit der Rufzentrale stammen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeugtelematikeinheit mit einem Internetserver mit den Serveranrufparametern an der bereitgestellten IP-Adresse verbunden wird.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Internetserver durch die Rufzentrale gesteuert wird.

4. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Serveranrufparameter umfassen:
eine TCP-Portnummer;
einen Verbindungsfehlertimeout und
eine Dienstart.

5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Internetverbindungsanfrage über Fernsprechtechnik bereitgestellt wird.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Internetverbindungsanfrage über eine Fernsprechverbindung bereitgestellt wird, wenn eine bereits zuvor hergestellte Verbindung zwischen der Telematikeinheit und der Rufzentrale existiert.

7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Internetverbindungsanfrage über SMS bereitgestellt wird.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Internetverbindungsanfrage über SMS bereitgestellt wird, wenn keine bereits zuvor hergestellte Verbindung zwischen der Telematikeinheit und der Rufzentrale existiert.

9. Von einem Computer verwendbares Medium mit einem Programm zum Erhalten einer Internetverbindung, umfassend:
einen von einem Computer lesbaren Programmcode zum Senden einer Internetverbindungsanfrage von einer Rufzentrale zu einer Fahrzeugtelematikeinheit, wenn das Programm von dem Computer ausgeführt wird;
einen von einem Computer lesbaren Programmcode zum Bereitstellen einer IP-Adresse und von Serveranrufparametern für die Fahrzeugtelematikeinheit, wenn das Programm von dem Computer ausgeführt wird; und
einen von einem Computer lesbaren Programmcode zum Aufbauen einer Internetverbindung an der bereitgestellten IP-Adresse mit den Serveranrufparametern, die von einer Telematikeinheit der Rufzentrale stammen, wenn das Programm von dem Computer ausgeführt wird.

10. Von einem Computer verwendbares Medium nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch einen von einem Computer lesbaren Programmcode zum Verbinden der Fahrzeugtelematikeinheit mit einem Internetserver mit den Serveranrufparametern an der bereitgestellten IP-Adresse.

11. Von einem Computer verwendbares Medium nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
der von einem Computer lesbare Programmcode für die Serveranrufparameter umfasst:
einen von einem Computer lesbaren Programmcode für eine TCP-Portnummer;
einen von einem Computer lesbaren Programmcode für einen Verbindungsfehlertimeout; und
einen von einem Computer lesbaren Programmcode für eine Dienstart.

12. Von einem Computer verwendbares Medium nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch einen von einem Computer lesbaren Programmcode zum Bereitstellen der Internetverbindungsanfrage über Fernsprechtechnik.

13. Von einem Computer verwendbares Medium nach Anspruch 12, gekennzeichnet durch einen von einem Computer lesbaren Programmcode für die Internetverbindungsanfrage, die über Fernsprechtechnik bereitgestellt wird, wenn eine bereits zuvor hergestellte Verbindung zwischen der Telematikeinheit und der Rufzentrale existiert.

14. Von einem Computer verwendbares Medium nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch einen von einem Computer lesbaren Programmcode zum Bereitstellen der Internetverbindungsanfrage über SMS.

15. Von einem Computer verwendbares Medium nach Anspruch 14, gekennzeichnet durch einen von einem Computer lesbaren Programmcode für die Bereitstellung einer Internetverbindungsanfrage über SMS, wenn keine bereits zuvor hergestellte Verbindung zwischen der Telematikeinheit und der Rufzentrale existiert.

16. System zum Erhalten einer Internetverbindung, umfassend:
ein Mittel zum Senden einer Internetverbindungsanfrage von einer Rufzentrale an eine Fahrzeugtelematikeinheit;
ein Mittel zum Bereitstellen einer IP-Adresse und von Serveranrufparametern für die Fahrzeugtelematikeinheit; und
ein Mittel zum Aufbauen einer Internetverbindung an der bereitgestellten IP-Adresse mit den Serveranrufparametern, die von einer Telematikeinheit der Rufzentrale stammen.

17. System nach Anspruch 16, gekennzeichnet durch ein Mittel zum Verbinden der Fahrzeugtelematikeinheit mit einem Internetserver mit den Serveranrufparametern an der bereitgestellten IP-Adresse.

18. System nach Anspruch 17,
gekennzeichnet durch:
ein Mittel, um den Internetserver durch die Rufzentrale zu steuern.

19. System nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Serveranrufparameter umfassen:
eine TCP-Portnummer;
einen Verbindungsfehlertimeout; und
eine Dienstart.

Description:

Diese Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf die Herstellung von Internetverbindungen zwischen einer Telematikeinheit und einem Internetanbieter. Im Speziellen bezieht sich diese Erfindung auf ein Verfahren zur Herstellung mobil terminierter Verbindungen mit dynamisch zugeordneten drahtlosen IP-Endgeräten bei Telematikanwendungen in Fahrzeugen.

In der US 2003/0103482 A1 wird beispielsweise ein Verfahren beschrieben, mit dem eine Verbindung mit einem drahtlosen Kommunikationsgerät hergestellt werden kann. Bei dem Verfahren wird eine eindeutige Kennung des drahtlosen Kommunikationsgeräts in einem Speicher eines zweiten drahtlosen Kommunikationsgeräts gespeichert. Außerdem wird die Kennung des drahtlosen Kommunikationsgeräts von dem zweiten drahtlosen Kommunikationsgerät einem drahtlosen Kommunikationsnetzwerk zur Verfügung gestellt und mit dem drahtlosen Kommunikationsgerät auf Grundlage seiner dynamischen Adresse kommuniziert.

Ferner beschreibt die US 2002/0001317 A1 ein Verfahren, mit dem Sprache und Daten zur Übertragung durch einen einzigen digitalen drahtlosen Telefonanruf kombiniert werden können. Bei dem Verfahren wird zunächst eine Datenanrufverbindung von einem Mobiltelefon aus zu einem beliebigen Ziel hergestellt. Der Anruf wird durch ein Paar Modems geleitet, die mit dem Anrufsverbindungspfad in Serie geschaltet sind. Die digitalen Nicht-Sprachdaten werden mit den vocodierten digitalen Sprachdaten gemultiplext, um einen gemultiplexten digitalen Datenstrom zu erzeugen, der von dem Mobiltelefon aus über die Modems an das Ziel gesandt wird.

Außerdem beschreibt die WO 03/032598 A1 ein Verfahren zur Steuerung eines Netzwerks, an das ein Kommunikationsgerät angeschlossen ist. Bei dem Verfahren werden zunächst Informationen hinsichtlich der Leistungsfähigkeit des Netzwerks beschafft, auf Grundlage derer dann die Verbindungsleistung ausgewertet wird.

Da die Zugangsmöglichkeit mittels Transmission Control Protocol/Internet Protocol (TCP/IP) (auch als Datenpaket oder packet data bezeichnet) über drahtlose Wide Area Networks (WANs) immer mehr zunimmt, wird ein zu jeder Zeit an jedem Ort möglicher mobiler Zugang ins Internet immer alltäglicher. Die Fähigkeit einer solchen Datensendung bietet viele Vorteile, eine höhere Datenrate und standardisierte Protokollarchitekturen inbegriffen. Zusätzlich zum mobilen Internetzugang ermöglicht das Datenpaket die Implementierung vieler Anwendungen. Z. B. ermöglicht Telematik in Fahrzeugen Anwendungen, bei denen es für gewöhnlich verlangt wird, große Datenmengen zum oder vom Fahrzeug zu übertragen, wie z. B. Routendaten für die Navigation, Herunterladen von neuen Anwendungen und ferngesteuertes Aktualisieren der Software (reflashing) der Fahrzeugsteuerungsmodule.

Anwendungen, die diese TCP/IP-Zugangsmöglichkeit in mobilen Fahrzeugen nutzen, sind gewöhnlich in zwei Kategorien aufgeteilt: mobil terminiert (MT) und mobil ausgehend (MO). Drahtlose Datenpaketnetze wurden für MO-Verbindungen optimiert, da ein Anwender im Normalfall eine mobile Verbindung von einem mobilen Endgerät aufbaut.

Allerdings stellen drahtlose Datenpaketnetze dem Endgerät typischerweise nur eine dynamisch zugeteilte IP-Adresse zur Verfügung. Dies kommt daher, dass mobile Anwender gewöhnlich nur temporäre Verbindungen zum Internet aufbauen, und daher, dass Beschränkungen im Adressbereich des momentanen Protokollstandards (Ipv4) die Anzahl der IP-Adressen, die den drahtlosen Geräten zur Verfügung stehen, beschränken. Obwohl statische IP-Adressen zugeteilt werden können, sind sie gewöhnlich aufwändig und im momentanen System ineffizient.

Diese Beschränkungen stellen ein Problem für Telematikanwendungen, die außerhalb des Fahrzeugs aufgebaut werden und eine mobil terminierte Verbindung erfordern, dar. Ein Faktor, der den Erhalt einer drahtlosen MT-Datenpaketverbindung beeinträchtigt, ist die Tatsache, dass das physikalische Medium für die Daten drahtlos und nicht immer verfügbar ist. Ein mobiles Endgerät kann nur TCP/IP-Daten senden, nachdem das drahtlose Trägersystem spezifische physikalische Kanäle für die Datensendung zugeteilt hat. Nach einer inaktiven Periode kann das Netz anderen Anwendern von Datenpaketen automatisch die Kanäle neu zuordnen, und das Endgerät kann in einen Ruhezustand übergehen, wobei eine sofortige Datenübertragung dann nicht mehr möglich ist und das Endgerät wieder Ressourcen für die Datenübertragung anfordern muss. Sogar wenn einem Endgerät eine statische IP-Adresse zugeordnet wird, ist der Aufbau einer MT-Verbindung mit diesem Endgerät, während es im Ruhezustand ist, in dem keine physikalischen Funkkanäle für den Datentransfer zugeteilt sind, nicht immer erfolgreich.

Dementsprechend wäre es wünschenswert, ein Verfahren zur Herstellung mobil terminierter Verbindungen zum Internet zu haben, das die zuvor genannten Nachteile beseitigt.

Ein Aspekt der vorliegenden Erfindung bietet ein Verfahren zum Erhalten einer Internetverbindung. Das Verfahren umfasst das Senden einer Internetverbindungsanfrage von einer Rufzentrale an eine Fahrzeugtelematikeinheit und das Bereitstellen einer IP-Adresse und von Serveranrufparametern für die Fahrzeugtelematikeinheit. Das Verfahren umfasst außerdem das Aufbauen einer Internetverbindung an der bereitgestellten IP-Adresse mit den Serveranrufparametern, die von einer Telematikeinheit der Rufzentrale stammen.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt ein von einem Computer verwendbares Medium bereit, das ein von einem Computer lesbares Programm zum Erhalten einer Internetverbindung umfasst, zur Verfügung. Das von einem Computer verwendbare Medium umfasst einen von einem Computer lesbaren Programmcode zum Senden einer Internetverbindungsanfrage von einer Rufzentrale an eine Fahrzeugtelematikeinheit und zum Bereitstellen einer IP-Adresse und von Serveranrufparametern für die Fahrzeugtelematikeinheit. Das von einem Computer verwendbare Medium umfasst auch einen von einem Computer lesbaren Programmcode zum Aufbauen einer Internetverbindung an der bereitgestellten IP-Adresse mit den Serveranrufparametern, die von einer Telematikeinheit der Rufzentrale stammen

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung stellt ein System zum Erhalten einer Internetverbindung bereit. Das System umfasst ein Mittel zum Senden einer Internetverbindungsanfrage von einer Rufzentrale zu einer Fahrzeugtelematikeinheit und zum Bereitstellen einer IP-Adresse und von Serveranrufparametern für die Fahrzeugtelematikeinheit. Das System stellt auch ein Mittel zum Aufbauen einer Internetverbindung an der bereitgestellten IP-Adresse mit den Serveranrufparametern, die von einer Telematikeinheit der Rufzentrale stammen, bereit.

Die Erfindung wird im Folgenden beispielhaft anhand der Zeichnung beschrieben; in dieser zeigt:

1 ein Blockdiagramm zur Erläuterung einer Betriebsumgebung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

2 ein Flussdiagramm eines allgemeinen Verfahrens zur Herstellung mobil terminierter Verbindungen mit dynamisch zugeordneten drahtlosen IP-Endgeräten gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;

3 ein Flussdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung einer mobil terminierten Verbindung mit dynamisch zugeordneten drahtlosen IP-Endgeräten bei Telematikanwendungen in Fahrzeugen gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und

4 ein Flussdiagramm eines weiteren Verfahrens zur Herstellung einer mobil terminierten Verbindung mit dynamisch zugeordneten drahtlosen IP-Endgeräten bei Telematikanwendungen in Fahrzeugen gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

1 ist eine Erläuterung der Betriebsumgebung für eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. 1 zeigt ein mobiles Fahrzeugkommunikationssystem (MVCS) 100. Das mobile Fahrzeugkommunikationssystem 100 umfasst ein mobiles Fahrzeug 110, einen Fahrzeugkommunikationsbus 112, eine Fahrzeugkommunikationseinheit (VCU) 120, einen oder mehrere drahtlose Trägersysteme 140, ein oder mehrere Kommunikationsnetze 142, ein oder mehrere Bodennetze 144, ein oder mehrere Client-, Personal- oder Anwendercomputer 150, ein oder mehrere Web-Hostingportale 160 und eine oder mehrere Rufzentralen 170. In einer Ausführungsform wird das mobile Fahrzeug 110 als ein mit zum Senden und Empfangen von Sprach- und Datenverbindungen angemessener Hard- und Software ausgestattetes mobiles Fahrzeug implementiert.

In einer Ausführungsform ist die VCU 120 eine Telematikeinheit mit einem digitalen Signalprozessor (DSP) 122, der mit einem drahtlosen Modem 124, einer globalen Positionsbestimmungssystemeinheit (GPS-Einheit) 126, einem fahrzeuginternen Speicher 128, einem Mikrofon 130, einem oder mehreren Lautsprechern 132, einem eingebauten oder fahrzeuginternen Mobiltelefon 134 und einer Fahrzeugkommunikationsplattform (VCP) 136 verbunden ist. Der DSP 122 wird auch Mikrocontroller, Controller, Hostprozessor, ASIC oder Fahrzeugkommunikationsprozessor genannt. Die GPS-Einheit 126 stellt die Längen- und Breitengradkoordinaten des Fahrzeugs sowie einen Zeit- und einen Datumsstempel bereit. Das fahrzeuginterne Mobiltelefon 134 ist ein Funktelefon, wie z. B. ein analoges, digitales, Dualmodus-, Dualband-, Multimodus- oder Multibandfunktelefon. In einem anderen Beispiel ist das Mobilfunksystem ein analoges Mobilfunksystem, das im 800 MHz-Band betrieben wird. Das Mobilfunksystem ist ein digitales Mobilfunksystem, das im 800 MHz-, 900 MHz-, 1900 MHz- oder in jedem anderen als Träger für Mobilkommunikation geeigneten Band betrieben wird. Beispiele solcher digitalen Mobilfunksysteme umfassen Codemultiplex-Vielfachzugriff (CDMA) (z. B. IS-95), Global System for Mobile Communications (globales System für Mobilkommunikation) (GSM), Frequenzvielfachzugriff (FDMA) und Zeitvielfachzugriff (TDMA).

Der DSP 122 führt verschiedene Computerprogramme aus, die Programmier- und Betriebsmodi von elektronischen und mechanischen Systemen im mobilen Fahrzeug 110 steuern. Der DSP 122 steuert die Kommunikation zwischen der VCU 120, dem drahtlosen Trägersystem 140 und der Rufzentrale 170. In einer Ausführungsform verwaltet der DSP 122 die Kommunikationskanäle und das Übertragen von Daten über die VCP 136. In einer Ausführungsform ist eine Spracherkennungsanwendung auf dem DSP 122 installiert, um menschliche Sprache, die über ein Mikrofon 130 eingegeben wird, in digitale Signale zu übersetzen. Der DSP 122 generiert und empfängt digitale Signale, die zwischen der VCU 120 und einem Fahrzeugkommunikationsbus 112, der mit verschiedenen elektronischen Modulen im Fahrzeug 110 verbunden ist, übertragen werden. In einer Ausführungsform aktivieren die digitalen Signale den Programmiermodus und die Betriebsmodi und stehen für die Datenübertragung bereit. In dieser Ausführungsform werden die Signale vom DSP 122 in Stimm- oder Sprachnachrichten übersetzt und durch den Lautsprecher 132 gesendet.

Das mobile Fahrzeug 110 sendet über den Fahrzeugkommunikationsbus 112 Signale zu verschiedenen Geräteeinheiten und Systemen im mobilen Fahrzeug 110, um verschiedene Funktionen, wie z. B. Entriegeln einer Tür, Öffnen des Kofferraums, Festlegen persönlicher Einstellungen und Abfragen der VCU 120 auszuführen. Zur Vereinfachung der Interaktionen zwischen den verschiedenen Kommunikations- und elektronischen Modulen verwendet der Fahrzeugkommunikationsbus 112 Busschnittstellen wie z. B. Controller-Area Network (CAN), International Organisation for Standardisation (ISO) Standard 9141, ISO Standard 11898 für Hochgeschwindigkeitsanwendungen, J1850 und ISO Standard 11519 für Anwendungen mit langsameren Geschwindigkeiten.

Das mobile Fahrzeug 110 sendet und empfängt über die VCU 120 Funksendungen vom drahtlosen Trägersystem 140. Das mobile Fahrzeug 110 kann mit einem oder mehreren drahtlosen Trägersystemen 140 in Verbindung stehen. Das drahtlose Trägersystem 140 kann als jedes zum Übertragen eines Signals vom mobilen Fahrzeug 110 zum Kommunikationsnetzwerk 142 geeignete System implementiert werden. Das drahtlose Trägersystem kann jede Art von Fernsprechtechnik, bei der elektromagnetische Wellen ein Signal über einen Teil oder den ganzen Kommunikationspfad befördern, umfassen. In einer Ausführungsform überträgt das drahtlose Trägersystem 140 analoge Ton- und/oder Videosignale. In einem Beispiel überträgt das drahtlose Trägersystem 140 analoge Ton- und/oder Videosignale wie z. B. Signale von AM- und FM-Funkstationen und Sendern oder digitale Tonsignale im S-Band (zugelassen in den U. S.) und im L-Band (verwendet in Europa und Kanada). In einer Ausführungsform ist das drahtlose Trägersystem 140 ein Satellitensendesystem, das über einem Spektrum im ”S”-Band (2,3 GHz), welches von der U. S. Federal Communications Commission (FCC) zum landesweiten Senden satellitenbasierter digitaler Ton- und Funkdienste (DARS von Digital Audio Radio Service) zugeteilt wurde, sendet. In einem anderen Beispiel umfasst das drahtlose Trägersystem 140 einen nach eingeführten Protokollen wie z. B. IS-6372 SMS Standards, IS-136 Luftschnittstellenstandards für SMS, und GSM- 03.40- und 09.02-Standards modellierten Kurznachrichtendienst. Ähnlich wie beim Funkruf könnte eine SMS-Nachricht an eine Reihe von lokalen Empfängern gesendet werden. In einem anderen Beispiel verwendet der Träger Dienste, die mit anderen Standards, wie z. B. IEEE 802.11 konformen Standards, Bluetoothsystemen und ähnlichen konform sind.

Das Kommunikationsnetz 142 umfasst Dienste von einer oder mehreren Mobilfunkvermittlungsstellen und drahtlosen Netzen. Das Kommunikationsnetz 142 verbindet das drahtlose Trägersystem 140 mit dem Bodennetz 144. Das Kommunikationsnetz 142 kann als jedes beliebige geeignete System oder jeden beliebigen geeigneten Zusammenschluss von Systemen zum Verbinden des drahtlosen Trägersystems 140 mit dem mobilen Fahrzeug 110 und dem Bodennetz 144 implementiert werden.

Das Bodennetz 144 ist ein öffentliches Fernsprechwählnetz (PSTN). Das mobile Fahrzeug 110 kann mit einem oder mehreren Bodennetzen 144 in Verbindung stehen. In einer Ausführungsform wird das Bodennetz 144 als Internetprotokoll-(IP-)Netz implementiert. In anderen Ausführungsformen wird das Bodennetz 144 als Kabelnetz, optisches Netz, anderes drahtloses Netz oder jede Kombination aus diesen implementiert. Das Bodennetz 144 ist mit einem oder mehreren Festnetztelefonen verbunden. Das Bodennetz 144 verbindet das Kommunikationsnetz 142 mit dem Anwendercomputer 150, dem Web-Hostingportal 160 und der Rufzentrale 170. Das Kommunikationsnetz 142 und das Bodennetz 144 verbinden das drahtlose Trägersystem 140 mit dem Web-Hostingportal 160 und der Rufzentrale 170.

Der Client-, Personal- oder Anwendercomputer 150 umfasst ein von einem Computer verwendbares Medium zum Ausführen von Internetbrowser- und Internetzugangscomputerprogrammen zum Senden und Empfangen von Daten über das Bodennetz 144 und wahlweise über das Kabel- oder drahtlose Kommunikationsnetz 142 zum und vom Web-Hostingportal 160. Der Personal- oder Anwendercomputer 150 sendet über eine Webseitenschnittstelle mittels Kommunikationsstandards wie z. B. Hypertexttransportprotokoll (HTTP) und Transport-Kontrollprotokoll Internetprotokoll (TCP/IP), Daten zum Web-Hostingportal. In einer Ausführungsform umfassen die Daten Fahrzeugdaten wie z. B. Vorlieben und Auswahlmöglichkeiten des Anwenders und Betriebsmodi elektronischer und mechanischer Systeme im Inneren des mobilen Fahrzeugs 110. Im Betrieb nutzt ein Fahrer den Anwendercomputer 150, um die Anwendereinstellungen für das mobile Fahrzeug 110 zu initialisieren oder diese neu festzulegen. Verschiedene Fahrzeugdaten werden von der Clientseite der Software zu der Software des Web-Hostingportals 160 auf der Serverseite übertragen. Andere Fahrzeugdaten werden im Web-Hostingportal 160 gespeichert.

Das Web-Hostingportal 160 umfasst ein oder mehrere Datenmodems 162, einen oder mehrere Webserver 164, eine oder mehrere Datenbanken 166 und ein Netzwerk 168. In einer Ausführungsform ist das Web-Hostingportal 160 direkt durch ein Kabel mit der Rufzentrale 170 oder durch Telefonleitungen mit dem Bodennetz 144, das mit der Rufzentrale 170 verbunden ist, verbunden. Das Web-Hostingportal 160 ist mit dem Bodennetz 144 durch ein oder mehrere Datenmodems 162 verbunden. Das Bodennetz 144 sendet digitale Daten zum und vom Modem 162, wobei diese Daten anschließend zum Webserver 164 übertragen werden. In einer Ausführungsform befindet sich das Modem 162 im Inneren des Webservers 164. Das Bodennetz 144 überträgt Datennachrichten zwischen dem Web-Hostingportal 160 und der Rufzentrale 170.

Der Webserver 164 empfängt über das Bodennetz 144 Daten vom Anwendercomputer 150. In alternativen Ausführungsformen umfasst der Anwendercomputer 150 ein drahtloses Modem zum Senden von Fahrzeugdaten zum Web-Hostingportal 160 über ein drahtloses Kommunikationsnetz 142 und ein Bodennetz 144. Die Daten werden von dem Modem 162 empfangen und zu einem oder mehreren Webservern 164 gesendet. In einer Ausführungsform kann der Webserver 164 als jede beliebige geeignete Hard- und Software implementiert sein, die dazu fähig ist, Webdienste zum Senden und Empfangen von Fahrzeugdaten zwischen dem Anwendercomputer 150 und der VCU 120 im mobilen Fahrzeug 110 bereitzustellen. Der Webserver 164 sendet oder empfängt über das Netzwerk 168 Datensendungen von einer oder mehreren Datenbanken 166. Der Webserver 164 umfasst Computeranwendungen und Dateien zum Verwalten von Fahrzeugdaten und zum Erzeugen angeforderter Daten.

In einer Ausführungsform sind ein oder mehrere Webserver 164 über das Netzwerk 168 vernetzt, um unter seinen Netzwerkkomponenten, wie z. B. der Datenbank 166, Fahrzeugdaten zu verteilen. In einem Beispiel ist die Datenbank 166 ein Teil des Webservers 164 oder ein separater Computer. Der Webserver 164 sendet über das Modem 162 und über das Bodennetz 144 Datensendungen zur Rufzentrale 170.

Die Rufzentrale 170 ist ein Ort, an dem viele Rufsignale zur gleichen Zeit empfangen und betreut oder bedient werden, oder von dem viele Signale zur gleichen Zeit gesendet werden. In einer Ausführungsform ist die Rufzentrale eine Telematikrufzentrale, die die Kommunikation von und zu der VCU 120 im mobilen Fahrzeug 110 erleichtert. In einem Beispiel ist die Rufzentrale eine Sprach-Rufzentrale, die verbale Kommunikation zwischen einem Berater in der Rufzentrale und einem Teilnehmer im mobilen Fahrzeug ermöglicht. In einem anderen Beispiel umfasst die Rufzentrale jede dieser Funktionen. In anderen Ausführungsformen befinden sich die Rufzentrale 170 und das Web-Hostingportal 160 in derselben oder in verschiedenen Einrichtungen.

Die Rufzentrale 170 umfasst ein oder mehrere Sprach- und Datenschalter 172, eine oder mehrere Kommunikationsdiensteverwaltungseinrichtungen 174, einen oder mehrere Kommunikationsdienstedatenbanken 176, einen oder mehrere Kommunikationsdiensteberater 178 und ein oder mehrere Netzwerke 180.

Der Schalter 172 der Rufzentrale 170 stellt eine Verbindung mit dem Bodennetz 144 her. Der Schalter 172 sendet Sprach- oder Datensendungen von der Rufzentrale 170 und empfängt über das drahtlose Trägersystem 140, das Kommunikationsnetz 142 und das Bodennetz 144 Sprach- oder Datensendungen von der VCU 120 im mobilen Fahrzeug 110. Der Schalter 172 empfängt Datensendungen von und sendet Datensendungen an ein oder mehrere Web-Hostingportale 160. Der Schalter 172 empfängt oder sendet über ein oder mehrere Netzwerke 180 Datensendungen von oder an eine oder mehrere Kommunikationsdiensteverwaltungseinrichtungen 174.

Die Kommunikationsdienstetverwaltungseinrichtung 174 ist eine beliebige geeignete Hard- und Software, die dazu fähig ist, für die VCU 120 im mobilen Fahrzeug 110 Kommunikationsdienste bereitzustellen. Die Kommunikationsdiensteverwaltungseinrichtung 174 sendet/empfängt über das Netzwerk 180 Datensendungen an/von eine/r oder mehrere/n Kommunikationsdienstedatenbanken 176. Die Kommunikationsdiensteverwaltungseinrichtung 174 sendet/empfängt über das Netzwerk 180 Datensendungen an/von einen/m oder mehrere/n Kommunikationsdiensteberatern 178. Die Kommunikationsdienstedatenbank 176 sendet/empfängt über das Netzwerk 180 Datensendungen an/von Kommunikationsdiensteberatern 178. Der Kommunikationsdiensteberater 178 empfängt/sendet Sprach- oder Datensendungen vom/zum Schalter 172.

Die Kommunikationsdiensteverwaltungseinrichtung 174 erleichtert einen oder mehrere Dienste, wie z. B., aber nicht nur, Registrierungsdienste, Navigationsunterstützung, Fernsprechauskunft, Pannenhilfe, Ortsauskunft im geschäftlichen oder privaten Umfeld, Informationsdiensteunterstützung, Notfallhilfe, und Kommunikationsunterstützung und Fahrzeugdatenmanagementdienste. Die Kommunikationsdiensteverwaltungseinrichtung 174 empfängt über den Anwendercomputer 150, das Web-Hostingportal 160 und das Bodennetz 144 von einem Anwender Dienstanforderungen für Dienste. Die Kommunikationsdiensteverwaltungseinrichtung 174 sendet und empfängt über das drahtlose Trägersystem 140, das Kommunikationsnetz 142, das Bodennetz 144, den Sprach- und Datenschalter 172 und das Netzwerk 180 Fahrzeugdaten für die VCU 120 im mobilen Fahrzeug 110. Die Kommunikationsdiensteverwaltungseinrichtung 174 speichert oder fragt Fahrzeugdaten und Informationen von der Kommunikationsdienstedatenbank 176 ab. Die Kommunikationsdiensteverwaltungseinrichtung 174 kann dem Kommunikationsdiensteberater die angeforderten Informationen 178 bereitstellen.

In einer Ausführungsform ist der Kommunikationsdiensteberater 178 ein realer Berater. In einer anderen Ausführungsform ist der Kommunikationsdiensteberater 178 als ein virtueller Berater implementiert. In einem Beispiel ist ein realer Berater ein Mensch in der Dienstezentrale zur Bereitstellung von Diensten in verbaler Kommunikation mit einem Teilnehmer, der im mobilen Fahrzeug 110 über die VCU 120 Dienste anfordert. In einem anderen Beispiel wird ein virtueller Berater als eine künstliche Sprachausgabenschnittstelle implementiert, die auf die Anfragen von der VCU 120 im mobilen Fahrzeug 110 antwortet.

Der Kommunikationsdiensteberater 178 stellt für die VCU 120 im mobilen Fahrzeug 110 Dienste bereit. Die Dienste, die vom Kommunikationsdiensteberater 178 bereitgestellt werden, umfassen Registrierungsdienste, Navigationsunterstützung, Echtzeithilfe im Verkehr, Fernsprechauskunft, Pannenhilfe, Ortsauskunft im geschäftlichen oder privaten Umfeld, Informationsdiensteunterstützung, Notfallhilfe und Kommunikationsunterstützung. Der Kommunikationsdiensteberater 178 kommuniziert über das drahtlose Trägersystem 140, das Kommunikationsnetz 142 und das Bodennetz 144 mittels Sprachsendungen oder durch die Kommunikationsdiensteverwaltungseinrichtung 174 und den Schalter 172 mittels Datensendungen mit der VCU 120 im mobilen Fahrzeug 110. Der Schalter 172 wählt zwischen Sprach- und Datensendungen.

Durch das Senden eines Befehls per Sprache oder digitalem Signal an die VCU 120 startet das mobile Fahrzeug 110 eine Dienstanfrage an die Rufzentrale 170, worauf die VCU 120 über das drahtlose Modem 124, das drahtlose Trägersystem 140, das Kommunikationsnetz 142 und das Bodennetz 144 zur Rufzentrale 170 ein Anweisungssignal oder ein Sprachsignal sendet. In einer weiteren Ausführungsform dient die Dienstanfrage dem Hochladen von Fahrzeugdaten. In wieder einer weiteren Ausführungsform empfängt das mobile Fahrzeug 110 von der Rufzentrale 170 eine Anfrage, verschiedene Fahrzeugdaten vom mobilen Fahrzeug 110 über die VCU 120, das drahtlose Modem 124, das drahtlose Trägersystem 140, das Kommunikationsnetz 142 und das Bodennetz 144 zur Rufzentrale 170 zu senden.

2 ist ein Flussdiagramm eines allgemeinen Verfahrens zur Herstellung mobil terminierter Verbindungen mit dynamisch zugeordneten drahtlosen IP-Endgeräten für eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

2 zeigt ein allgemeines Verfahren 200 zur Herstellung einer mobil terminierten Verbindung zwischen der VCU 120 und dem Bodennetz 144. Das Bodennetz 144 ist vorzugsweise ein Internetprotokollnetz, es kann aber als jedes geeignete Netz impelementiert werden. Das Verfahren beginnt bei Block 210.

Die Rufzentrale 170 stellt bei Block 220 eine Anfrage nach einer Verbindung, die zwischen der VCU 120 und dem Bodennetz 144 gemacht werden soll. In einer Ausführungsform fordert die Rufzentrale 170 über das Webportal 160 eine IP-Adresse und Serveranrufparameter vom IP-Netz 144 an. In einer Ausführungsform umfassen die Serveranrufparameter einen TCP-Portnummernparameter, einen Verbindungsfehlertimeoutparameter und einen Dienstartparameter. Die TCP-Portnummer ist eine Portnummer des Webservers 164. Das Kommunikationsnetz 142 ordnet den Endgeräten der mobilen Fahrzeuge dynamische IP-Adressen zu. Das Endgerät des mobilen Fahrzeugs ist die VCU 120. Der Verbindungsfehlertimeoutparameter gibt an, wie viel Zeit abläuft, während der kein Datentransfer erfolgt, so dass im drahtlosen IP-Endgerät abgeschätzt werden kann, ob die Verbindung fehlgeschlagen ist. Der Dienstartparameter gibt an, welche Art von Dienst angefordert wird. Dies könnte z. B. eine Anfrage für einen Download eines bestimmten Updates einer Anwendung sein oder eine Anfrage nach einem Update einer Fahrtroute. In einer Ausführungsform hat die Rufzentrale 170 Zugang zum Bodennetz 144 über den Webserver 164, der durch die Rufzentrale 170 über das Webportal 160 gesteuert wird. Die Rufzentrale 170 bestimmt über den Webserver 164, der mit dem Bodennetz 144 in Verbindung steht, die IP-Adresse und die Serveranrufparameter.

Die Rufzentrale 170 sendet dann bei Block 230 die angeforderte IP-Adresse und die Serveranrufparameter über das drahtlose Trägersystem 140 an die Fahrzeug-VCU 120. Das drahtlose Trägersystem 140 kann jedes beliebige verfügbare drahtlose Trägersystem sein. In einer Ausführungsform ist das drahtlose Trägersystem 140 ein Fernsprechnetz. In einer anderen Ausführungsform ist das drahtlose Trägersystem 140 ein SMS-Netz.

Das Fahrzeugkommunikationssystem 120 empfängt die angeforderten Parameter und die IP-Adresse und stellt bei Block 240 über das Kommunikationsnetz 142 und das Bodennetz 144 unter Verwendung der bereitgestellten Parameter und IP-Adresse eine TCP/IP-Verbindung zur Rufzentrale 170 her. In einer Ausführungsform beendet die VCU 120 die Verbindung zur Rufzentrale 170, nachdem die IP-Adresse und die Parameter empfangen worden sind. Das Fahrzeugkommunikationssystem stellt dann an der angegebenen IP-Adresse eine TCP/IP-Verbindung zu einem Server der Rufzentrale 170 her. In einer anderen Ausführungsform beendet die VCU 120 nach dem Empfang der IP-Adresse und der Serveranrufparameter, die Verbindung zur Rufzentrale 170 nicht. Stattdessen wird parallel zur Verbindung mit der Rufzentrale 170 eine TCP/IP-Verbindung zum Server der Rufzentrale 170 auf einem anderen Kanal hergestellt.

Nachdem eine TCP/IP-Verbindung zwischen der VCU 120 und der Rufzentrale 170 hergestellt wurde, erfolgt bei Block 250 eine Datenübertragung. Die Daten werden von der VCU 120 über das Bodennetz 144 und das drahtlose Trägersystem 140, und umgekehrt, übertragen. Das Verfahren endet bei Block 260.

Es sollte beachtet werden, dass das Kommunikationsnetz 142 und das Bodennetz 144 die IP-Adresse des Servers der Rufzentrale 170 nicht kennen. Das Kommunikationsnetz 142 und das Bodennetz 144 sind Durchgangsnetze.

3 ist ein Flussdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung einer mobil terminierten Verbindung mit dynamisch zugeordneten drahtlosen IP-Endgeräten bei Telematikanwendungen in Fahrzeugen.

3 beschreibt ein Verfahren 300 zur Herstellung einer mobil terminierten Verbindung von einer Telematikanwendung in einem Fahrzeug, falls eine bereits zuvor existierende Verbindung zwischen der Rufzentrale 170 und der VCU 120 vorhanden ist. Das Verfahren beginnt bei Block 310.

Bei Block 320 besteht eine bereits zuvor existierende Verbindung zwischen dem mobilen Fahrzeug 110 und der Rufzentrale 170 über das drahtlose Trägersystem 140. In einer Ausführungsform ist die bereits zuvor existierende Verbindung zwischen dem mobilen Fahrzeug 110 und dem Berater 178 ein Sprachruf über das Modem 124. Das mobile Fahrzeug 110 kommuniziert mit dem Berater 178 über die VCU 120. Die VCU 120 umfasst eine Telematikeinheit. Das drahtlose Trägersystem 140 umfasst ein Fernsprechnetz oder jedes beliebige drahtlose System, das geeignet ist, Sprach- und Datennachrichten zu übertragen.

Bei Block 330 sendet die Rufzentrale 170 an das Webportal 160 eine Anfrage zur Herstellung einer Verbindung über das drahtlose Trägersystem 140 zum Bodennetz 144 durch die VCU 120 des mobilen Fahrzeugs 110. In der bevorzugten Ausführungsform ist das Bodennetz 144 ein Internetprotokollnetz. Die Rufzentrale 170 fordert die Zuordnung einer dynamischen IP-Adresse und Serveranrufparametern zur VCU 120 des mobilen Fahrzeugs 110 durch den Webserver 164 an. In einer Ausführungsform wird der Webserver 164 durch die Rufzentrale 170 gesteuert.

Die Rufzentrale 170 weist dann die Fahrzeug-VCU 120 bei Block 340 an, die drahtlose Verbindung zum Modem 162 zu schalten. Die Rufzentrale 170 sendet über die zuvor hergestellte Verbindung eine Anfrage an die VCU 120, die die VCU 120 anweist, mit dem Modem 162 über das drahtlose Trägersystem 140 in einen Datenübertragungsmodus zu schalten.

Bei Block 350 sendet die Rufzentrale 170 über das drahtlose Trägersystem 140 an die VCU 120 eine Anfragebotschaft zur Verbindung zum Internet. In einer Ausführungsform umfasst die Anfragebotschaft einen Befehl für die VCU 120, eine TCP/IP-Datenpaketverbindung zum Internet herzustellen, eine IP-Adresse und Serveranrufparameter. In einer weiteren Ausführungsform umfassen die Serveranrufparameter eine TCP-Portnummer, einen Verbindungsfehlertimeoutparameter und eine Dienstartanfrage. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das drahtlose Trägersystem 140 ein Fernsprechnetz. Das drahtlose Trägersystem 140 kann dazu verwendet werden, die bereits zuvor existierende Verbindung zwischen dem mobilen Fahrzeug 110 und der Rufzentrale 170 auszunutzen. In einer anderen Ausführungsform umfasst das drahtlose Trägersystem 140 ein SMS-Netz.

Nach dem Empfangen und Bearbeiten der Anfragebotschaft entscheidet die VCU 120 bei Block 360, ob die Verbindung zwischen der VCU 120 und der Rufzentrale 170 beendet wird. In einer Ausführungsform beendet die VCU 120 vor der Herstellung einer TCP/IP-Verbindung mit der Rufzentrale 170 die Verbindung zwischen sich selbst und der Rufzentrale 170. In einer anderen Ausführungsform beendet die VCU 120 die Verbindung mit der Rufzentrale 170 nicht. Statt dessen baut die VCU 120 unter Verwendung der oben beschriebenen IP-Adresse und der Serveranrufparameter eine separate Verbindung zum Verbinden mit dem Internet auf.

Bei Block 370 stellt die VCU 120 eine TCP/IP-Datenpaketverbindung zwischen sich selbst und dem Bodennetz 144 her. In einer Ausführungsform ist das Bodennetz 144 ein IP-Netz. Die VCU 120 verwendet die empfangenen Serveranrufparameter und die IP-Adresse, um die Verbindung herzustellen. Die Serveranrufparameter und die IP-Adresse können zum Verbinden zum und Einloggen in den Webserver 164 verwendet werden.

Nach der Herstellung einer TCP/ IP-Verbindung zum Internet beginnt die VCU 120 bei Block 380 mit dem Senden und Empfangen von Daten. Die Daten können vom Fahrzeug 110 zum Internetserver 164 oder umgekehrt übertragen werden. Deshalb stellt die VCU 120 des mobilen Fahrzeugs 110, obwohl das Verfahren 300 außerhalb des mobilen Fahrzeugs 110 veranlasst wird, tatsächlich den Aufruf für die Verbindung zum Internet her. Das Verfahren endet bei Block 390.

4 ist ein Flussdiagramm eines anderen Verfahrens zur Herstellung einer mobil terminierten Verbindung mit dynamisch zugeordneten drahtlosen IP-Endgeräten bei Telematikanwendungen in Fahrzeugen gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

4 zeigt ein Verfahren 400 zur Herstellung einer mobil terminierten Verbindung von einer Telematikanwendung in Fahrzeugen, wenn keine bereits zuvor existierende Verbindung zwischen der Rufzentrale 170 und der VCU 120 des mobilen Fahrzeugs 110 vorliegt. Das Verfahren beginnt bei Block 410, wenn die Rufzentrale festlegt, dass eine Verbindung zwischen dem Bodennetz 144 und dem mobilen Fahrzeug 110 erforderlich ist. In einer Ausführungsform ist das Bodennetz 144 ein IP-Netz.

Die Rufzentrale 170 sendet bei Block 420 an das Webportal 160 eine Anfrage zur Bereitstellung von Verbindungsparametern für eine Verbindung zwischen der VCU 120 des mobilen Fahrzeugs 110 und dem IP-Netz 144 über das drahtlose Trägersystem 140. Die Rufzentrale 170 fordert die Zuordnung einer dynamischen IP-Adresse und Serveraufrufparametern zur VCU 120 durch den Webserver 164 an. In einer Ausführungsform wird der Webserver 164 durch die Rufzentrale 170 gesteuert.

Die Rufzentrale 170 stellt dann bei Block 430 über das drahtlose Trägersystem 140 eine Verbindung zur VCU 120 her. In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das drahtlose Trägersystem 140 ein SMS-Netz. SMS-Botschaften können, ohne dass eine komplette Zweiwege-Verbindung benötigt wird, zum mobilen Fahrzeug gesendet werden. Das SMS-Netz kann somit verwendet werden, um von der Tatsache zu profitieren, dass zwischen der Rufzentrale 170 und der VCU 120 keine komplette drahtlose Verbindung hergestellt werden muss. In einer anderen Ausführungsform umfasst das drahtlose Trägersystem 140 ein Fernsprechnetz.

Die Rufzentrale 170 sendet bei Block 440 über das drahtlose Trägersystem 140 eine Anfragebotschaft an die VCU 120. In einer Ausführungsform umfasst die Anfragebotschaft einen Befehl für die VCU 120 zur Herstellung einer TCP/IP-Datenpaketverbindung zum Internet, eine IP-Adresse und Serveranrufparameter. In einer weiteren Ausführungsform umfassen die Serveranrufparameter eine TCP-Portnummer, einen Verbindungsfehlertimeoutparameter und eine Dienstartanfrage.

Bei Block 450 wird die Anfrage der Rufzentrale 170 von der VCU 120 bearbeitet. Die VCU 120 kann schon mit einer Kommunikation über das drahtlose Trägersystem 140 beschäftigt sein. Z. B. kann der Anwender das Mobiltelefon 134 benutzen, oder er kann mit einem von dem durch die Rufzentrale 170 für die Verbindung festgelegten verschiedenen Bodennetz verbunden sein. In einer Ausführungsform werden die Serveranrufparameter und die IP-Adresse solange gespeichert, bis die Telematikeinheit zur Herstellung der angeforderten Verbindung zum IP-Netz 144 frei wird. In einer anderen Ausführungsform werden die Serveranrufparameter und die IP-Adresse verwendet, um, sobald die Anfrage empfangen wird, eine Verbindung herzustellen, und andere laufende VCU 120 Vorgänge werden unterbrochen.

Die VCU 120 stellt bei Block 460 eine TCP/IP-Datenpaketverbindung zwischen sich selbst und dem Bodennetz 144 her. Das Bodennetz 144 ist vorzugsweise ein Internetprotokoll-IP-Netz. Die VCU 120 verwendet die empfangenen Serveranrufparameter und die IP-Adresse, um die Verbindung herzustellen. Die Serveranrufparameter und die IP-Adresse können zum Verbinden zum und Einloggen ins Internet über den Webserver 164 verwendet werden. In einer Ausführungsform beendet die VCU 120 die Verbindung zwischen sich selbst und der Rufzentrale 170, bevor eine TCP/IP-Verbindung zum Internetnetz 144 hergestellt wird. In einer anderen Ausführungsform beendet die VCU 120 die Verbindung zur Rufzentrale 170 nicht. Stattdessen baut die VCU 120, wie zuvor beschrieben, zum Verbinden mit dem Internet unter Verwendung der IP-Adresse und der Serveranrufparameter eine separate Verbindung auf.

Nach der Herstellung einer TCP/IP-Verbindung zum Internet beginnt die VCU 120 bei Block 470 mit dem Senden und Empfangen von Daten. Die Daten können vom Fahrzeug 110 zum Internetserver 164 oder umgekehrt übertragen werden. Deshalb stellt die VCU 120 des mobilen Fahrzeugs 110, obwohl das Verfahren 400 außerhalb des mobilen Fahrzeugs 110 veranlasst wird, tatsächlich den Aufruf für die Verbindung zum Internet her. Das Verfahren endet bei Block 480.

Zusammengefasst bietet die Erfindung ein Verfahren zum Erhalten einer Internetverbindung. Das Verfahren ermöglicht das Senden einer Internetverbindungsanfrage von einer Rufzentrale an eine Fahrzeugtelematikeinheit und das Bereitstellen einer IP-Adresse und von Serveranrufparametern für die Fahrzeugtelematikeinheit. Das Verfahren ermöglicht auch das Aufbauen einer Internetverbindung an der bereitgestellten IP-Adresse mit den Serveranrufparametern, die von der Telematikeinheit der Rufzentrale stammen.