Title:
Rotatable root canal instrument for filling of tooth root canal with gutta percha has lockable grip over drive part and instrument part is reveled towards tip that has blunt edge and is manufactured from nickel titanium material
Kind Code:
A1


Abstract:
Rotatable root canal instrument has a grip (4) which is lockable with the drive and has the instrument part (5) at the opposite side toward the direction of the tip. The outer part of this instrument part are in the form of screw (1). The instrument part is made of nickel titanium material and the edges of the screw are blunt.



Inventors:
Schlepper, Harald (München, 81539, DE)
Application Number:
DE102004053343A
Publication Date:
05/11/2006
Filing Date:
11/04/2004
Assignee:
VDW GmbH (München, 81737, DE)
International Classes:



Attorney, Agent or Firm:
Wilhelms, Kilian & Partner (München)
Claims:
1. Rotierendes Zahnwurzelkanalinstrument zum Füllen von Zahnwurzelkanälen mit Guttapercha mit
– einem Griffteil (4), der an einem Ende so ausgebildet ist, dass er an einen Antriebsteil anschließbar ist, und
– einem am anderen Ende des Griffteils (4) vorgesehenen Instrumententeil (5), der sich in Richtung auf seine Spitze verjüngt und an seine Außenseite eine in Form einer Förderschnecke ausgebildete Schraube (1) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass
– der Instrumententeil (5) aus einem Nickeltitanwerkstoff gebildet ist und
– die Kanten der Schnecke (1) stumpf ausgebildet sind.

2. Zahnwurzelkanalinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanten der Schnecke (1) rund poliert sind.

3. Zahnwurzelkanalinstrument nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper des Instrumententeils (5) ein Zwei-, Drei- oder Vierkantprofil mit abgerundeten Profilkanten ist.

4. Zahnwurzelkanalinstrument nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper des Instrumententeils (5) ein Zwei- oder Dreikantprofil mit konvex geformten Seiten ist.

5. Zahnwurzelkanalinstrument nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die konvex geformten Seiten aus nach außen vorstehenden Erhebungen bestehen.

6. Zahnwurzelkanalinstrument nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebungen aus zwei nach außen gestellten Seitenteilstücken bestehen, die unter einem stumpfen Winkel aneinander stoßen.

Description:

Die Erfindung betrifft ein rotierendes Zahnwurzelkanalinstrument zum Füllen von Zahnwurzelkanälen mit Guttapercha mit einem Griffteil, der an einem Ende so ausgebildet ist, dass er an einen Antriebsteil anschließbar ist, und einem am anderen Ende des Griffteils vorgesehenen Instrumententeil, der sich in Richtung auf seine Spitze verjüngt und an seiner Außenseite eine in Form einer Förderschnecke ausgebildete Schraube aufweist.

Ein derartiges Zahnwurzelkanalinstrument, dessen Instrumententeil aus Edelstahl besteht und das durch hohe Drehzahlen das Guttapercha erwärmt und nach dem Prinzip einer Förderschnecke in den Zahnwurzelkanal apikalwärts kompaktiert, ist auf dem Markt als sogenannte Hedstroemfeile oder K-Feile mit umgekehrtem Schneidenprofil erhältlich.

Bedingt durch die große Steifigkeit von Edelstahl und das vorgesehene Schneidenprofil kombiniert mit den hohen Drehzahlen ist der Einsatz eines derartigen Zahnwurzelkanalinstrumentes insbesondere bei gekrümmten Zahnwurzelkanälen nicht gefahrenlos. Es können insbesondere Brüche des Instrumententeils und ungewollte Nachbearbeitungen des Zahnwurzelkanalsystems, Perforationen und viae falsae auftreten.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht daher darin, ein rotierendes Zahnwurzelkanalinstrument der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem diese Gefahren insbesondere die Gefahr einer ungewollten Nachbearbeitung des Kanalsystems ausgeschlossen, zumindest aber gemindert sind.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, dass der Instrumententeil aus einem Nickeltitanwerkstoff gebildet ist und die Schneckenkanten stumpf ausgebildet sind.

Aufgrund des erfindungsgemäß benutzten Werkstoffes Nickeltitan für den Instrumententeil hat dieser eine ausreichende Flexibilität für die rotierende Anwendung selbst in gekrümmten Zahnwurzelkanälen, was die Reibung an den Kanalwänden und die Materialbelastung deutlich reduziert. Dadurch sind Brüche mit ihren unangenehmen Folgen seltener. Das Formgedächtnis dieses Materials, das auch als „memory effect" bezeichnet wird, vermeidet darüber hinaus Verformungen. Bei dem erfindungsgemäßen Zahnwurzelkanalinstrument wird weiterhin vollkommen auf Schneidkanten verzichtet, der Instrumententeil ist vollkommen stumpf. Dadurch wird einer ungewollten Nachbearbeitung des Zahnwurzelkanalsystems, Perforationen und viae falsae entgegengewirkt.

Besonders bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Zahnwurzelkanalinstruments sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 6.

Wenn insbesondere der Körper des Instrumententeils einen Querschnitt in Form eines Drei- oder Vierkantprofils mit konvexem Querschnitt hat, ergibt sich eine höhere Stabilität und eine größere Reibungsfläche, was sich günstig auf die Funktion des Instrumentes auswirkt.

Im Folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnung ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Zahnwurzelkanalinstrumentes näher beschrieben.

Es zeigen

1 eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels,

2 eine Querschnittsansicht des in 1 dargestellten Ausführungsbeispiels und

3 eine REM Aufnahme des Querschnitts eines Ausführungsbeispiels mit noch nicht fertig abgerundeten Profilkanten.

Das in 1 dargestellte rotierende Zahnwurzelkanalinstrument zum Füllen von Zahnwurzelkanälen mit Guttapercha weist einen Griffteil 4 auf, der an einem Ende so ausgebildet ist, dass er an einen Antriebsteil, beispielsweise ein übliches Winkelstück anschließbar ist. Über dieses Winkelstück wird das Instrument zur Rotation gebracht.

An dem anderen Ende des Griffteils 4 befindet sich der eigentliche Instrumententeil 5, der in der dargestellten Weise in Richtung auf seine Spitze verjüngt ausgebildet ist.

Der Instrumententeil 5 ist an seiner Außenseite in Form einer Förderschnecke mit einem dementsprechend ausgebildeten Schraubengang 1 versehen, dessen Kanten stumpf, insbesondere rund poliert sind.

Das Material des Instrumententeils 5 ist ein Nickeltitanwerkstoff insbesondere Nitinol (46 % Nickel, 54 % Titan).

Wie es insbesondere in 2 und 3 dargestellt ist, ist der Körper des Instrumententeils 5 in Form eines Dreikantprofils ausgebildet. Dieser Körper kann aber auch ein Zwei- oder Vierkantprofil sein.

Zur Verstärkung des Instrumentenkerns und zur Vergrößerung der Stabilität und der Reibungsfläche sind die Seiten 3 der Querschnittsfläche bei Zwei- oder Dreikantkantprofilen konvex ausgebildet. Diese konvexe Ausbildung ergibt sich aus Erhebungen zwischen den äußeren Profilkanten und kann insbesondere aus zwei Teilstücken bestehen, die unter einem stumpfen Winkel aneinander stoßen.

Auch die Kanten des Zwei-, Drei- oder Vierkantprofils sind stumpf, beispielsweise rund poliert ausgebildet.