Title:
Elektronisches Partiturgerät
Kind Code:
A1


Abstract:

Die Erfindung betrifft eine elektronisches Partiturgerät. Eine Audioeinheit empfängt ein akustisches Signal. Eine Tonsignalerkennungseinheit führt an einem akustischen Signal einen Tonfrequenz-Erkennungsprozess zur Erlangung einer erkannten Musiknote durch. Eine Mikroprozessoreinheit empfängt Partiturdaten mit einer Vielzahl von Standardmusiknoten und mindestens eine erkannte Musiknote und vergleicht diese erkannte Musiknote mit der Vielzahl von Standardmusiknoten, um für die erkannte Musiknote eine entsprechende Position in den Partiturdaten zu finden, wobei die Partiturdaten in mindestens eine Seite segmentiert werden können. Eine Displayeinheit zeigt mindestens eine Seite der Partiturdaten an, wobei die Mikroprozessoreinheit eine weitere Seite der Partiturdaten anzeigt, wenn sich die erkannte Musiknote an einer bestimmten vorgegebenen Position auf der mindestens einen Seite der Partiturdaten befindet.




Inventors:
Shao, Shu-Lan (Hsinchu City, TW)
Application Number:
DE102004012803A
Publication Date:
05/12/2005
Filing Date:
03/16/2004
Assignee:
Sunplus Technology Co., Ltd. (Hsinchu, TW)
International Classes:
Domestic Patent References:
DE10130087A1N/A
DE19737553A1N/A
DE19937409A1N/A
DE3839361A1N/A



Foreign References:
GB2334137A
5894100
EP0400255
WO2001050452A2
JPH0720858A1995-01-24
JPH0573042A1993-03-26
Claims:
1. Ein elektronisches Partiturgerät, welches Folgendes umfasst:
eine Audioeinheit, um ein akustisches Signal zu empfangen;
eine Tonsignalerkennungseinheit, die an akustischen Signalen einen Tonfrequenz-Erkennungsprozess zur Erlangung einer erkannten Musiknote durchführt;
eine Mikroprozessoreinheit, zum Empfangen von Partiturdaten mit einer Vielzahl von Standardmusiknoten und mindestens einer erkannten Musiknote, und zum Vergleichen dieser erkannten Musiknote mit der Vielzahl von Standardmusiknoten, um für die erkannte Musiknote eine entsprechende Position in den Partiturdaten zu finden, wobei die Partiturdaten in mindestens eine Seite zu segmentieren sind und jede Seite eine Vielzahl von Takten und jeder Takt mindestens eine Standardmusiknote enthält; und
eine Displayeinheit, die mindestens eine Seite der Partiturdaten anzeigt; wobei die Mikroprozessoreinheit eine weitere Seite der Partiturdaten anzeigt, wenn sich die erkannte Musiknote an einer bestimmten Position in mindestens einer Seite der Partiturdaten befindet.

2. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 1, mit einer Speichereinheit, worin die Partiturdaten gespeichert werden.

3. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 1, wobei die vorgegebene Position die letzte Standardmusiknote auf der mindestens einen angezeigten Seite der Partitur ist, die von der Displayeinheit angezeigt wird.

4. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 1, wobei die vorgegebene Position der letzte Takt der mindestens einen angezeigten Seite der Partitur ist, die von der Displayeinheit angezeigt wird.

5. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 1, wobei die Tonsignalerkennungseinheit einen Analog-Digital-Umsetzer und einen Frequenzwandler umfasst.

6. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 1, mit einer Speichereinheit und einer Lautsprechereinheit, wobei die Speichereinheit die erkannten Musiknoten speichert und die Mikroprozessoreinheit die Lautsprechereinheit so steuert, dass diese die erkannten, in der Speichereinheit gespeicherten Musiknoten abspielt.

7. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 6, mit einem Metronom, um ein bestimmtes Tempo zu erzeugen, wobei die Mikroprozessoreinheit und das Metronom zusammenwirken, um die von der Speichereinheit gespeicherten, erkannten Musiknoten über die Lautsprechereinheit wiederzugeben.

8. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 6, mit einem Stimmer, der einen richtigen Ton erzeugt, welcher mit einem gespielten Ton zu vergleichen ist, um einen Fehlerwert zu erhalten, welcher dann in der Speichereinheit gespeichert und auf der Displayeinheit angezeigt wird, so dass der Benutzer während des Spiels stimmen kann.

9. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 2, bei dem die Speichereinheit mindestens einen vorgegebenen Bewertungswert speichert, und die Mikroprozessoreinheit mindestens einen vorgegebenen Bewertungswert mit den erkannten Musiknoten vergleicht, um ein Bewertungsergebnis zu erzielen.

10. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 9, worin mindestens ein vorgegebener Bewertungswert eine Note oder ein Tempo der Partitur sein muss.

11. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 2, bei dem die Speichereinheit Dynamik-Zeichen für die elektronische Partitur gespeichert hat, die mit einer Lautstärkenveränderung der erkannten Musiknoten verglichen wird.

12. Ein elektronisches Partiturgerät, mit
einer Audioeinheit, um ein akustisches Signal zu empfangen;
einer Tonsignalerkennungseinheit, die an akustischen Signalen einen Tonfrequenz-Erkennungsprozess zur Erlangung von erkannten Musiknoten durchführt;
einer Seitenwechseleinheit zur Erzeugung eines Seitenwechsel-Steuersignals;
einer Speichereinheit zum Speichern von Partiturdaten und erkannten Musiknoten, wobei die Partiturdaten in mindestens eine Seite segmentiert werden, und jede Seite eine Vielzahl von Takten und jeder Takt mindestens eine Standardmusiknote enthält;
einer Mikroprozessoreinheit; und
und einer Displayeinheit, die mindestens eine Seite der Partiturdaten anzeigt;
worin der Mikroprozessor das Seitenwechsel-Steuersignal empfängt und die Displayeinheit so steuert, dass diese eine andere Seite der Partiturdaten anzeigt.

13. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 12, bei dem die Seitenwechseleinheit aus mindestens einer Tastenbedienungseinheit besteht, mit der das Seitenwechsel-Steuersignal erzeugt wird, wenn der Benutzer die Taste berührt, so dass der Mikroprozessor die Displayeinheit so steuert, dass diese eine andere Seite der Partiturdaten anzeigt.

14. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 12, bei dem die Seitenwechseleinheit aus mindestens einem Lichtsensor besteht, mit dem das Seitenwechsel-Steuersignal erzeugt wird, wenn der Benutzer den Lichtfluss blockiert, so dass der Mikroprozessor die Displayeinheit so steuert, dass diese eine andere Seite der Partiturdaten anzeigt.

15. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 12, bei dem die Tonsignalerkennungseinheit einen Analog-Digital-Umsetzer und einen Frequenzwandler umfasst.

16. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 12, mit einer Lautsprechereinheit, wobei die Mikroprozessoreinheit die Lautsprechereinheit so steuert, dass diese die erkannten Musiknoten abspielt, die von der Speichereinheit gespeichert wurden.

17. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 16, mit einem Metronom, um ein Tempo zu erzeugen, wobei Mikroprozessoreinheit und Speichereinheit zusammenwirken, um die von der Speichereinheit gespeicherten erkannten Musiknoten über die Metronomeinheit abzuspielen.

18. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 12, bei dem die Speichereinheit mindestens einen vorgegebenen Bewertungswert gespeichert hat und die Mikroprozessoreinheit mindestens einen vorgegebenen Bewertungswert mit den erkannten Musiknoten vergleicht, um ein Bewertungsergebnis zu erzielen.

19. Das elektronische Partiturgerät gemäß Anspruch 18, bei dem mindestens ein vorgegebener Bewertungswert eine Note oder ein Tempo der Partitur ist.

Description:
HINTERGRUND DER ERFINDUNG1. ERFINDUNGSBEREICH

Die vorliegende Erfindung ist ein elektronisches Gerät, genauer ein elektronisches Partiturgerät.

2. Beschreibung Stand der Technik

Gegenwärtig müssen Musiker ihre Partitur vor dem Spiel so ordnen, dass sie während des Spielens leicht durch die verschiedenen Seiten blättern können. Dies kann einen Musiker jedoch vom Spiel ablenken. Oder aber die Musiker bitten eine andere Person, die Partitur für sie umzublättern, so wie es Pianisten tun, doch dies ist ebenso umständlich.

Außerdem kommt es vor, dass ein Musiker oder Komponist während des Spiels Noten oder Änderungen niederschreiben muss, worauf er dann die Melodie erneut spielen muss. Es gibt kein elektronisches Gerät, das eine solche Speicher- und Kommentierfunktion bietet. Des weiteren gibt es für Anfänger kein elektronisches Gerät, das dabei helfen kann, richtig zu spielen, oder sogar eine Einordnung des Spiels des Anfängers nach einem gewissen musikalischen Bewertungssystem vorzunehmen. Einem Anfänger können Fehler während des Spiels leicht entgehen (z.B. falscher Ton oder falsches Tempo).

Aus diesem Grund ist ein elektronisches Partiturgerät anstrebenswert, welches die oben genannten Probleme lindern und/oder gänzlich beseitigen kann.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Ein Hauptziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein elektronisches Partiturgerät anzubieten, das automatisch durch die Partitur scrollen kann.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung liegt darin, ein elektronisches Partiturgerät anzubieten, welches von einem Musiker gespielte Musik aufnehmen, anzeigen und abspielen kann, so dass der Spieler sein eigenes Spiel überprüfen kann.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein elektronisches Partiturgerät anzubieten, das eine Bewertungsfunktion bietet, um die Leistung des Spielers bewerten zu können.

Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung eines elektronischen Partiturgerätes beinhaltet Folgendes: eine Audioeinheit zum Empfang von akustischen Signalen; eine Tonsignalerkennungseinheit, die an akustischen Signalen einen Tonfrequenz-Erkennungsprozess zur Erlangung von erkannten Musiknoten durchführt; eine Mikroprozessoreinheit, die Partiturdaten mit einer Vielzahl von Standardmusiknoten und mindestens eine erkannte Musiknote empfängt und diese erkannte Musiknote mit der Vielzahl von Standardmusiknoten vergleicht, um dann für die erkannte Musiknote eine vergleichbare Position in den Partiturdaten zu finden, wobei die Partiturdaten in mindestens eine Seite segmentiert werden können und jede Seite eine Vielzahl von Takten und jeder Takt mindestens eine Standardmusiknote enthält; und eine Displayeinheit, die mindestens eine Seite der Partiturdaten anzeigt, wobei die Mikroprozessoreinheit eine andere Seite der Partiturdaten anzeigt, wenn sich die erkannte Musiknote an einer vorher festgelegten Position auf der mindestens einen Seite der Partiturdaten befindet.

In einer anderen Erscheinungsform der vorliegenden Erfindung eines elektronischen Partiturgerätes ist Folgendes enthalten: eine Audioeinheit zum Empfang von akustischen Signalen; eine Tonsignalerkennungseinheit, die an akustischen Signalen einen Tonfrequenz-Erkennungsprozess zur Erlangung von erkannten Musiknoten durchführt; eine Seitenwechseleinheit, die ein Seitenwechsel-Steuersignal erzeugt; eine Speichereinheit, die Partiturdaten und die erkannten Musiknoten speichert, wobei die Partiturdaten in mindestens eine Seite segmentiert werden können und jede Seite eine Vielzahl von Takten und jeder Takt mindestens eine Standardmusiknote enthält; eine Mikroprozessoreinheit; und eine Display-Einheit, die jeweils mindestens eine Seite der Partiturdaten anzeigt, wobei der Mikroprozessor das Seitenwechsel-Steuersignal erhält und die Displayeinheit so steuert, dass diese eine andere Seite der Partiturdaten anzeigt.

Andere Ziele, Vorteile und Neuerungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden genaueren Beschreibung anhand der beigefügten Zeichnungen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine Blockzeichnung der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

2 ist eine Blockzeichnung der dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

3 zeigt einen externen Teil der vorliegenden Erfindung.

GENAUE BESCHREIBUNG DER AUSGEWÄHLTEN AUSFÜHRUNGSFORM

In der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dient ein Pianist als Beispiel-Musiker. Wenden wir uns nun 1 zu, worin die erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung als Blockzeichnung dargestellt wird. Ein elektronisches Partiturgerät der vorliegenden Erfindung besteht aus einem Mikrofon 11, einer Tonsignalerkennungseinheit 12, einer Speichereinheit 13, einer Mikroprozessoreinheit 14, einer Displayeinheit 15, einem Lautsprecher 16, mindestens einem Auswahl-/Einstellknopf 17, einem Metronom 18 und einem Stimmer 10. Die Tonsignalerkennungseinheit 12 umfasst einen Analog-Digital-Umsetzer 121 und einen Frequenzwandler 122. Der Frequenzwandler 122 sollte vorzugsweise durch ein FFT-Bauteil (schnelle Fourier Transformation) realisiert werden, um eine schnelle Fourier-Transformation durchzuführen.

Mithilfe des Mikrofons 11 wird die vom Musiker gespielte Musik empfangen, d.h. jeder Ton entspricht einem akustischen Signal und das Mikrofon 11 empfängt diese akustischen Signale. Die Tonsignalerkennungseinheit 12 führt einen Tonsignal-Erkennungsprozess an den akustischen Signalen aus, d.h. die akustischen Signale werden anhand ihrer Frequenz als Musiknoten erkannt. Mithilfe des Analog-Digital-Umsetzers 121 wandelt die Tonsignalerkennungseinheit 12 die akustischen Signale in Digitalsignale um, woraufhin der Frequenzwandler 122 die Signale abtastet. Darüber hinaus kann der Frequenzwandler 122 den Abtastzeitpunkt für jeden Abtastpunkt vereinfachen, um einen besseren Abtastwert zu erhalten, so dass die Frequenz des akustischen Signals erkannt werden kann.

In dieser Ausführungsform kann die Speichereinheit 13 ein eingebauter Speicher sein, eine Speicherkarte, die während des Betriebs ausgetauscht werden kann, oder ein anderer beweglicher Datenträger, worauf die Daten der Musikkomposition gespeichert sind. Diese Musikkompositionsdaten stellen die Partitur für eine Melodie dar und können als mindestens eine Seite in herkömmlichem Partiturformat dargestellt werden. Jede Partiturseite umfasst eine Vielzahl von Takten und jeder Takt umfasst mindestens eine Musiknote, d.h. die Musikkompositionsdaten setzen sich zusammen aus einer Vielzahl von Takten und Musiknoten. Möchte der Spieler zum Beispiel die "Mondscheinsonate" spielen, so kann er den Auswahl-/Einstellknopf 17 betätigen und die Melodie auswählen, worauf die Displayeinheit 15 die erste oder eine andere Seite der Partiturseiten der Melodie anzeigt, die der Spieler ausgewählt hat.

Mithilfe der Mikroprozessoreinheit 14 werden die Musiknoten empfangen, die durch die Tonsignalerkennungseinheit 12 erkannt wurden, und sequentiell mit den in Speichereinheit 13 gespeicherten Partiturdaten verglichen, angefangen von der allerersten Note der Partitur. Dadurch kann für die gerade gespielte Musiknote (d.h. die gerade erkannte Musiknote) die entsprechende Position in den Partiturdaten festgestellt werden. Befindet sich nun diese entsprechende Position innerhalb der letzten Positionen der Partiturdaten (z.B. die letzte Musiknote), welche in der Displayeinheit angezeigt werden, dann steuert die Mikroprozessoreinheit 14 die Displayeinheit 15 so, dass diese die nächste Seite anzeigt, d.h. die Mikroprozessoreinheit 14 steuert das Wechseln der Seite oder das Scrollen auf der Displayeinheit 15.

Die Mikroprozessoreinheit 14 kann jeweils einen ganzen Abschnitt mit den Partiturdaten vergleichen, und ein Zwischenspeicher im Gerät (hier nicht eingezeichnet) speichert die erkannten Musiknoten. Des weiteren kann die Mikroprozessoreinheit 14 die Displayeinheit 15 so steuern, dass diese die nächste Seite anzeigt, wenn sich die erkannten Musiknoten im letzten oder vorletzten Takt befinden.

Der Stimmer 10 kann die richtigen Noten für das jeweilige Instrument zur Verfügung stellen. Mit anderen Worten, im Stimmer sind die korrekten Noten gespeichert, so dass die Tonsignalerkennungseinheit 12 die gespielten Musiknoten erkennen und die Mikroprozessoreinheit 14 die gespielten Noten mit den richtigen, in Stimmer 10 gespeicherten Noten vergleichen kann, um daraus einen Fehlerwert zu ermitteln. Die Mikroprozessoreinheit 14 speichert diesen Fehlerwert in Speichereinheit 13 und zeigt den Fehlerwert auf der Displayeinheit 15 an, so dass der Spieler den Wert als Bezugston zum Stimmen nutzen kann. Der Stimmer kann während der gesamten Spielzeit als Bezug zum Stimmen des Instruments dienen.

Das elektronische Partiturgerät der vorliegenden Erfindung kann nicht nur die gespeicherten Partituren für den Spieler seitenweise anzeigen, sondern dem Spieler auch beim Komponieren einer Partitur (d. h. die erkannten Musiknoten werden gespeichert) und bei der Bewertung des Gespielten behilflich sein. Im Folgenden werden diese zwei Funktionen näher erklärt.

Viele Komponisten spielen erst frei auf ihrem Instrument und schreiben dann die Musik nieder, die sie gerade gespielt haben, wodurch sie jedoch gezwungen sind, den kreativen Spielprozess zu unterbrechen. Daher verfügt das vorliegende elektronische Partiturgerät über eine Echtzeitaufnahmefunktion. Wenn der Spieler die Echtzeitaufnahmefunktion benutzen möchte, muss er durch Betätigung des Auswahl-/Einstellknopfes ein Tempo für die Melodie wählen (z.B. 4/4-Takt) und die Mikroprozessoreinheit 14 stellt das Metronom 18 entsprechend ein. Beginnt der Spieler zu spielen, erkennt die Tonsignalerkennungseinheit 12 die Musik, die durch das Mikrofon 11 empfangen wird, und die Speichereinheit 13 speichert die erkannten Musiknoten. Nach dem Spiel kann der Spieler den Abspielknopf (nicht eingezeichnet) betätigen, um die erkannten Musiknoten mit dem vom Metronom 18 vorgegebenen Tempo über den Lautsprecher 16 abzuspielen, der Spieler kann sein Spiel hören und entscheiden, ob er Änderungen vornehmen möchte.

Ein Anfänger kann oft nicht selbst entscheiden, ob er eine Melodie korrekt gespielt hat. Gängige Fehler sind falsches Tempo und falsche Töne. Die vorliegende Erfindung beinhaltet eine Bewertungsfunktion, die beim Üben hilfreich ist. Die Tonsignalerkennungseinheit 12 erkennt die Musik, die durch das Mikrofon 11 empfangen wird, und die Speichereinheit 13 speichert die erkannten Musiknoten und ähnliche Daten wie z.B. Tempi. Danach vergleicht die Mikroprozessoreinheit 14 die erkannten Musiknoten und Tempi mit den ersten und zweiten vorgegebenen Werten der Partitur, die in der Speichereinheit 13 gespeichert sind, wobei die ersten vorgegebenen Werte die Noten und die zweiten vorgegebenen Werte die Tempi der Partitur sind.

D.h., die Mikroprozessoreinheit 14 vergleicht die gespielte Musik mit mindestens einem vorgegebenen Wert aus der elektronischen Partitur und bewertet die gespielte Musik. Die Bewertung kann in einer Prozentzahl ausgedrückt werden, z.B. wie viele falsche Noten in zehn Takten gespielt wurden, oder kann mithilfe von Lichtern das erreichte Level anzeigen.

Darüber hinaus hält die vorliegende Erfindung für den bereits geübten Spieler eine Bewertungsfunktion bezüglich Dynamik bereit; die Tonsignalerkennungseinheit 12 erkennt Veränderungen in der Lautstärke der gespielten Musik und vergleicht sie mit den Dynamik-Zeichen (wie Crescendo oder Diminuendo) der Partitur, die in der Speichereinheit 13 gespeichert sind. Eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sehr ähnlich. Der einzige Unterschied liegt darin, wie die Mikroprozessoreinheit 14 den Seitenwechsel oder das Scrollen im Display herbeiführt. Die Tonsignalerkennungseinheit 12 führt die Tonsignalerkennung am akustischen Signal durch, welches sie durch Mikrofon 11 empfängt, um die erkannten Musiknoten zu erhalten, und die Mikroprozessoreinheit 14 sammelt statistische Daten über die Geschwindigkeit, mit der die erkannten Musiknoten erzeugt wurden (d.h. die Empfangsgeschwindigkeit des Mikrofons 11), um damit den richtigen Seitenwechsel- oder Scroll-Zeitpunkt berechnen zu können.

Ein und dieselbe Melodie wird jedoch von jedem Spieler anders gespielt, deshalb kann auch die Spielgeschwindigkeit von Spieler zu Spieler variieren. Aus diesem Grund sammelt die Mikroprozessoreinheit 14 statistische Daten über die Geschwindigkeit, mit der die erkannten Musiknoten erzeugt wurden, und nach einem bestimmten Zeitraum (z.B. 15 Sekunden) sammelt sie erneut statistische Daten über diese Geschwindigkeit, um die Spielgeschwindigkeit so genau wie möglich zu ermitteln und dadurch die Displayeinheit 15 zu steuern und die Seite zum richtigen Zeitpunkt zu wechseln.

Nun wenden wir uns 2 zu. 2 ist eine Blockzeichnung der dritten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung und der ersten Ausführungsform sehr ähnlich. Das elektronische Partiturgerät der vorliegenden Erfindung besteht aus einem Mikrofon 21, einer Tonsignalerkennungseinheit 22, einer Speichereinheit 23, einer Mikroprozessoreinheit 24, einer Displayeinheit 25, einem Lautsprecher 26, mindestens einem Auswahl-/Einstellknopf 27, einem Metronom 28, einem Stimmer 20 und einer Seitenwechseleinheit 29. In dieser Ausführungsform wird die Seitenwechseleinheit 29 dazu genutzt, um die Seiten der Partitur manuell zu wechseln oder zu scrollen, was sich von der automatischen Seitenwechselvorrichtung der ersten Ausführungsform unterscheidet. Die folgende Beschreibung erklärt die Einzelheiten.

Die Speichereinheit 23 speichert die Partiturdaten, und der Mikroprozessor steuert die Displayeinheit 25, so dass diese die erste Seite der Partiturdaten anzeigt. In dieser Ausführungsform kann in der Seitenwechseleinheit 29 ein Lichtsensor oder eine Tastenbedienungseinheit (z.B. ein Knopf oder ein Pedal) eingesetzt werden. Wie in 3 aufgezeigt, werden in der Seitewechseleinheit 29 zwei Lichtsensoren 321, 322 eingesetzt; wenn der Nutzer im Display 'umblättern' will, muss er nur die Hand vor dem elektronischen Partiturgerät bewegen, die zwei Lichtsensoren fühlen Lichtveränderung und Zeitdifferenz ab und erzeugen ein Seitenwechsel-Steuersignal für die Mikroprozessoreinheit 24, und die Mikroprozessoreinheit 24 steuert die Displayeinheit 25 daraufhin so, dass diese eine andere Seite der Partitur anzeigt. Darüber hinaus kann die Mikroprozessoreinheit 24 auch steuern, ob eine Seite vor- oder zurückgeblättert werden soll, dies wird von den beiden Sensoren 321, 322 anhand der Lichtveränderung, welche durch die Handbewegung und die Richtung dieser Bewegung ausgelöst wird, abgefühlt; wenn sich die Hand nach links bewegt, wird eine Seite vorgeblättert, bewegt sich die Hand nach rechts, wird zurückgeblättert.

Handelt es sich bei der Seitenwechseleinheit 29 um einen Seitenwechsel-Knopf, dann drückt der Musiker oder die Musikerin nur den Knopf, wenn eine Seite weiter geblättert werden soll, dabei wird die Displayeinheit 25 von der Mikroprozessoreinheit 24 so gesteuert, dass eine andere Seite der Musiknoten angezeigt wird. Handelt es sich bei der Seitenwechseleinheit 29 um ein Pedal, dann betätigt der Musiker nur das Pedal, wenn eine Seite weiter geblättert werden soll, dabei wird die Displayeinheit 25 von der Mikroprozessoreinheit 24 so gesteuert, dass eine andere Seite der Musiknoten angezeigt wird. In der Seitenwechseleinheit 29 können auch mehrere Seitenwechsel-Knöpfe oder ein Pedal mit mindestens zwei möglichen Stellungen verwendet werden. All die anderen Hauptelemente (wie etwa Mikrofon 21, Tonsignalerkennungseinheit 22 und Metronom 28) funktionieren ähnlich wie in der ersten Ausführungsform , so dass keine weitere Beschreibung notwendig ist. Des weiteren sind in 3 mehrere Knöpfe eingezeichnet, die auf einer Seite des Gerätes zum Auswählen, Steuern oder Einstellen angebracht sind.

Nach der vorangegangenen Beschreibung beinhaltet die vorliegende Erfindung eine automatische und eine manuelle Seitenwechselvorrichtung, wobei die automatische Seitenwechselvorrichtung eine entsprechende Position in den erkannten Musiknoten findet, um den richtigen Zeitpunkt für den Seitenwechsel zu ermitteln, und die manuelle Seitenwechseleinrichtung eine Tastenbedien- oder Sensorsteuereinheit nutzt, um den Seitenwechsel auszulösen. Außerdem beinhaltet die vorliegende Erfindung eine automatische Aufnahmefunktion und eine Bewertungsfunktion.

Die vorliegende Erfindung wurde anhand seiner bevorzugten Ausführungsformen beschrieben, es sind jedoch noch viele andere Modifikationen und Variationen möglich, die verwirklicht werden können, ohne von Geist und Bereich dieser Erfindung abzuweichen, auf welche im Folgenden ein Anspruch erhoben wird: