Title:
Verfahren zur Audiocodierung
Kind Code:
A1


Abstract:
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kodierung von Audiosignalen. Die zu einem Klangfeld gehörenden Klangquellen werden zuerst einzeln mit einem herkömmlichen Kompressionsverfahren komprimiert. Wird die maximal erlaubte Datenrate überschritten, so erfolgt eine Zusammenfassung von Klangquellen und anschließende neue Kompression oder eine neue Kompression mit stärkerem Kompressionsfaktor. Jeder dieser Klangquellen wird eine Positionsinformation und Informationen über die Quelle zugeordnet. Informationen über die Eigenschaften des nachzubildenden Raumes sowie Informationen über die aktuellen horizontalen und vertikalen Sichtwinkel werden in den erzeugten Datenstrom eingefügt. Im Wiedergabegerät wird die Größe und Position der Bildprojektion ausgewertet und basierend darauf und auf den anderen Parametern eine Abbildung der Klangquellen auf die vorhandenen Lautsprecher durchgeführt.



Inventors:
SCHULZ DONALD (DE)
Application Number:
DE10154932A
Publication Date:
06/12/2003
Filing Date:
11/08/2001
Assignee:
GRUNDIG AKTIENGESELLSCHAFT
International Classes:



Claims:
1. Verfahren zur Codierung von Audiosignalen, wobei mehrere Audiosignale mit einem an und f�r sich bekannten Kompressionsverfahren komprimiert werden, dadurch gekennzeichnet, dass

�hnliche zu einem Klangfeld geh�rende Klangquellen so zusammengefasst und die Kompressionsfaktoren so gew�hlt werden, dass die maximal zul�ssige Datenrate nicht �berschritten wird,

zu jeder dieser zusammengefassten Klangquellen Informationen �ber die Art der Quelle sowie Positionsinformation, die angibt, wo sich das Objekt in Bezug auf den Betrachter befindet, beigef�gt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Informationen �ber die Eigenschaften des nachzubildenden Raumes sowie Informationen �ber die aktuellen horizontalen und vertikalen Sichtwinkel in den erzeugten Datenstrom eingef�gt werden.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Wiedergabeger�t die Gr��e und Position der Bildprojektion ausgewertet und basierend darauf auf den Eigenschaften des nachzubildenden Raumes, auf den Informationen �ber die aktuellen horizontalen und vertikalen Sichtwinkeln sowie den Positionsinformationen und Informationen �ber die Arten und Abstrakteigenschaften der Quellen eine Abbildung der Klangquellen auf die vorhandenen Lautsprecher durchgef�hrt wird.

4. Verfahren nach einem der Anspr�che 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Codierung das AC3-Verfahren, das DTS-Verfahren oder das MP3- Verfahren, oder das AAC-Verfahren, das WMA-Verfahren oder ein �hnliches Verfahren angewendet wird.

5. Verfahren nach einem der Anspr�che 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationen �ber die Art der Quelle in Form von Algorithmen oder Parametern zu vorgegebenen Algorithmen angegeben wird.

6. Verfahren nach einem der Anspr�che 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationen �ber die Eigenschaften des nachzubildenden Raumes in Form von Algorithmen oder Parametern zu vorgegebenen Algorithmen angegeben wird.

7. Verfahren nach einem der Anspr�che 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wiedergabe �ber Kopfh�rer oder �ber Lautsprecher erfolgt.

8. Verfahren nach einem der Anspr�che 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Klangquelle eine Information �ber deren Abstrahleigenschaften zugewiesen werden kann.

9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstrahleigenschaften kugelf�rmig, kegelf�rmig, fl�chenf�rmig oder nierenf�rmig sind.

10. Verfahren nach einem der Anspr�che 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Wiedergabeger�t die Eigenschaften des Abh�rraumes, d. h. des Raumes in dem die Lautsprecher aufgestellt werden, einstellbar sind und/oder durch Messungen bestimmt werden k�nnen und diese bei der Wiedergabe ber�cksichtigt werden.

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigenschaften des Abh�rraumes durch die Geometrie des Raumes und Beschaffenheit der W�nde und des Bodens vorgegeben werden.

12. Verfahren nach einem der Anspr�che 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine beliebige Anzahl an Lautsprechern zur Wiedergabe verwendbar ist.

13. Verfahren nach einem der Anspr�che 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lautsprecherpositionen dem Wiedergabeger�t bekannt gemacht werden, so dass die bestm�gliche Abbildung der einzelnen Kan�le auf die Lautsprecher vorgenommen wird.

14. Vorrichtung zur Durchf�hrung des Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Anspr�che.

Description:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Audiocodierung gem�ss den Merkmalen des Oberbegriffes der Anspr�che 1 und 14.

Bei der Wiedergabe von Filmton und Musiksignalen wird versucht, die Abbildung des Klanges mit der Position der Entstehung in Einklang zu bringen. Bei reinen Musiksignalen wird schon eine gute Approximation durch Verwendung von Stereolautsprechern erreicht. Will man allerdings bei Musikst�cken einen anderen Raumeindruck erzielen, beispielsweise den eines Jazz-Clubs, so reichen diese zwei Lautsprecher kaum aus. Insbesondere bei Filmmaterial sind mehr Kan�le w�nschenswert, da auch akustische Effekte, die von hinten kommen, wiedergegeben werden sollen.

Eines der bekanntesten Verfahren hierf�r ist das sogenannte "Dolby Pro Logic" Verfahren, welches bei Filmmaterial im wesentlichen dazu eingesetzt wird, die Lokalisation des Klanges beeinflussen zu k�nnen. So werden Sprecher �blicherweise auf den Center-Kanal abgebildet und Ger�usche k�nnen ausschlie�lich aus den hinteren Lautsprechern kommen.

Weiterhin gibt es eine ganze Klasse von Verfahren, die zur Nachbildung von Raumakustiken verwendet werden. H�ufig anzutreffende Bezeichnungen derartiger Verfahren lauten "Hall", "Stadium", "Jazz", "Club" etc.. Bei diesen auf Musiksignale optimierten Verfahren ist es nicht erw�nscht, Sprachsignale (Gesang) nur aus dem Center-Lautsprecher zu vernehmen oder ein Musiksignal nur aus den hinteren Lautsprechern auszugeben, welches unter Verwendung des "Dolby Pro Logic" Verfahrens m�glich ist.

Bei dem Nachfolgeverfahren von Dolby Pro Logic, welches Dolby Pro Logic II genannt wurde, ist abgesehen von dem Filmmodus ein Modus f�r Musik vorgesehen, der diese Unterschiede ber�cksichtigt.

Aus EP 0 481 374 B1 ist ein Verfahren zum Kodieren von Sprache bekannt. Hierbei wird eine diskrete Umformung eines Sprachfensters vorgenommen, um ein diskretes Spektrum von Koeffizienten zu erhalten. Eine angen�herte Einh�llenden des diskreten Spektrums wird in jedem einer Vielzahl von Unterb�ndern errechnet und zum digitalen Kodieren der definierten Einh�llenden eines jeden Unterbands verwendet. Innerhalb von Subb�ndern wird jeder skalierte Koeffizient in eine Anzahl von Bits mit mindestens einem von einer Vielzahl von Quantisierern unterschiedlicher Bitl�ngen umgerechnet. Der f�r jedes Unterband benutzte Ouantisierer wird f�r jedes Sprachfenster durch Berechnen der Zuweisung von Bits als eine Anzahl von Bits gr��er als oder gleich Null bestimmt, in Abh�ngigkeit einer Leistungsdichteabsch�tzung f�r das Unterband und einer Verzerrungsfehlerabsch�tzung f�r das Sprachfenster.

Aus EP 0 587 733 B1 ist ein Signalanalysesystem zur Filterung von einem ein oder mehrere Signale repr�sentierenden Eingangsabtastwert bekannt. Es sind Eingangspuffermittel zum Gruppieren der Eingangsabtastwerte in Zeitbereichs- Signalabtastwertbl�cke vorgesehen. Die Eingangsabtastwerte sind analysefenster-gewichtete Abtastwerte. Au�erdem sind Analysemittel zur Erzeugung von Spektralinformation als Antwort auf die Zeitbereichs- Signalabtastwertbl�cke vorhanden; wobei die Spektralinformation Spektralkoeffizienten umfa�t, die im wesentlichen einer geradzahlig gestapelten Zeitbereichs-Aliasingaufhebungs-Transformation angewendet auf die Zeitbereichs-Signal-Abtastwertbl�cke entspricht. Bei den Spektralkoeffizienten handelt es sich im wesentlichen um Koeffizienten einer modifizierten diskreten Cosinus-Transformation bzw. Koeffizienten einer modifizierten diskreten Sinus- Transformation. Die Analysemittel umfassen Vorw�rts-Vor- Transformationsmittel zur Erzeugung modifizierter Abtastwertbl�cke und Vorw�rts-Transformationsmittel zur Erzeugung von Frequenzbereichs- Transformationskoeffizienten.

Aus EP 0 664 943 B1 ist eine Kodiervorrichtung zur adaptiven Verarbeitung von Audiosignalen f�r das Kodieren, �bertragen oder Speichern und Wiedergewinnen bekannt, wobei der Rauschpegel mit dem Signalamplitudenpegel schwankt. Es ist eine Verarbeitungseinrichtung vorhanden, welche auf Eingangssignale derart anspricht, da� sie entweder ein erstes und ein zweites Signal oder die Summe und Differenz des ersten und zweiten Signals ausgibt. Das erste und zweite Signal entsprechen den beiden matrixkodierten Audiosignalen einer vier zu zwei Audiosignalmatrix, wobei die Verarbeitungseinrichtung auch ein Steuersignal erzeugt, welches anzeigt, ob das erste und zweite Signal oder die Summe und Differenz des ersten und zweiten Signals ausgegeben wird.

Aus EP 0 519 055 B1 ist ein Decoder, bestehend aus einem Empfangsmittel zum Empfang einer Mehrzahl von Lieferkan�len formatierter Information, Deformatierungsmitteln zur Erzeugung ansprechend auf die Empfangsmittel, einer deformatierten Darstellung abh�ngig von jedem Lieferkanal, und Synthesemittel zur Erzeugung von Ausgangssignalen abh�ngig von den deformatierten Darstellungen, bekannt. Zwischen den Deformatierungsmitteln und den Synthesemitteln sind Verteilermittel angeordnet, welche auf die Deformatierungsmittel ansprechen und einen oder mehrere Zwischensignale erzeugen, wobei wenigstens ein Zwischensignal durch Kombination der Information von zwei oder mehr der deformatierten Darstellungen erzeugt wird. Die Synthesemittel erzeugen ein jeweiliges Ausgangssignal als Antwort auf jedes der Zwischensignale.

Aus EP 0 520 068 B1 ist ein Kodierer zum Kodieren von zwei oder mehr Audiokan�len bekannt. Der Kodierer weist eine Teilbandeinrichtung zum Erzeugen von Teilbandsignalen, eine Mischeinrichtung zum Schaffen eines oder mehrerer zusammengesetzter Signale, und Mittel zum Erzeugen von Steuerinformation f�r ein entsprechendes zusammengesetztes Signal auf. Au�erdem weist der Kodierer eine Kodiereinrichtung zum Erzeugen kodierter Information durch Zuteilen von Bits zu dem einen oder mehreren zusammengesetzten Signalen auf. Es ist weiterhin eine Formatiereinrichtung zum Zusammensetzen der kodierten Information und der Steuerinformation zu einem Ausgabesignal vorhanden.

Aus EP 0 208 712 B1 ist ein Sprachkodierer bekannt. Dieser Sprachkodierer enth�lt eine Fourier-Transformationseinrichtung zur Ausf�hrung einer diskreten Fourier-Transformation eines ankommenden Sprachsignals zur Erzeugung eines diskreten Transformationsspektrums von Koeffizienten, eine Normierungseinrichtung zum Modifizieren des Transformationsspektrums zur Erzeugung eines normierten, flacheren Spektrums und zum Codieren einer Funktion, durch die das diskrete Spektrum modifiziert wird. Au�erdem ist eine Einrichtung zum Codieren wenigstens eines Teils des Spektrums vorhanden. Die Normierungseinrichtung weist eine Einrichtung (44) zum Definieren der approximierten Einh�llenden des diskreten Spektrums in jedem von mehreren Unterb�ndern von Koeffizienten und zum Codieren der definierten Einh�llenden eines jedes Unterbandes von Koeffizienten und Einrichtungen zum Skalieren jedes Spektrumkoeffizienten relativ zur definierten Einh�llenden des betreffenden Unterbandes von Koeffizienten auf.

Als weitere allgemein bekannte Verfahren zur Verbesserung dieses Problems wurden dann die Verfahren Dolby Digital (auch bekannt unter dem Namen AC3) und DTS eingef�hrt, welche die Wiedergabe von 6 unterschiedlichen Kan�len gestatten. Trotzdem damit ein rechter und ein linker hinterer separater Kanal m�glich sind, war dies f�r eine perfekte Wiedergabe immer noch nicht genug, daher wurden diese Verfahren durch Matrizierung wieder so erweitert, dass ein zus�tzlicher hinterer Centerkanal m�glich ist. Mit DTS-ES DISCRETE wurde dann auf die Matrizierung verzichtet und ein echter siebter Audiokanal �bertragen. THX-EX erzeugt mittlerweile 8 Kan�le und bei AAC sind sogar �ber 100 separate Audiokan�le m�glich.

Aus ISO/IEC JTC 1/SC 29/WG11 (MPEG 4 Structured Audio) ist ein Verfahren bekannt, welches f�r die synthetische Erzeugung von Musiksignalen die M�glichkeit bietet, den k�nstlich erzeugten Musikinstrumenten eine Positionsinformation sowie einen oder mehrere Effekte zuzuweisen. Es ist auch m�glich, Samples derart zu integrieren.

Nachteilig bei MPEG 4 Structured Audio ist, dass es f�r die Echtzeit�bertragung �ber einen Kanal mit begrenzter Datenrate nicht geeignet ist, da keine obere Begrenzung f�r die Datenrate und die Rechenleistung vorgesehen ist. Auch die Beschr�nkung auf Samples, welche normalerweise nur kurzen Klangst�cken entsprechen und die auch schon dem Wiedergabeger�t zu dem Zeitpunkt komplett bekannt sein m�ssen, wenn deren abspielen beginnt stellt ein Problem dar. Weiterhin ist eine Synchronisation schwierig, soll mit dem Abspielen an einer bestimmten Stelle begonnen werden so ist es eventuell n�tig, die Datei komplett von Anfang an zu berechnen. Einer Anwendung bei Filmmaterial wiederspricht auch das Fehlen einer Kompression der Samples, welche dadurch unn�tig viel Datenspeicher ben�tigen. Die Angabe der Winkel der Schallquellen alleine reicht auch nicht aus, um immer eine gute Zuordnung der Schallquellen zum Bildmaterial zu erreichen, da das Bildmaterial durch verschiedene Projektionstechniken unterschiedliche Gr��en und Entfernungen zum Beobachter aufweisen kann. Ist am linken Bildrand ein Sprecher zu sehen, so sollte dessen Sprache in einem Kino auch aus den linken Lautsprechern wiedergegeben werden, bei einer Darstellung �ber einen 5 Meter entfernten Fernseher mit 72 cm Bildschirmdiagonale macht es aber mehr Sinn, die Sprache auch auf dem mittleren Lautsprecher auszugeben, da dann auch dort der Sprecher zu sein scheint.

Nachteilig bei allen bekannten Erfindungen bez�glich der Audiodatenkompression ist, dass aufgrund der Fixierung der Positionen der Klangquellen eine hohe Anzahl an Audikan�len zur Nachbildung des gew�nschten Klangfeldes ben�tigt wird. Dies verursacht eine hohe Datenmenge, die sowohl bei Speichermedien als auch bei der �bertragung unerw�nscht ist. Weiterhin ist die M�glichkeit der Nachbildung von Raumakustiken durch die Fixierung der Lautsprecherpositionen eingeschr�nkt.

Beispielsweise ist bei Dolby Digital und DTS kein Deckenlautsprecher vorgesehen, der von oben kommende Kl�nge nachbilden k�nnte.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren anzugeben, welches eine effiziente Codierung von mehreren Audiosignalen unter Ber�cksichtigung des zugeh�rigen Klangfeldes erm�glicht.

Die vorliegende Erfindung l�st diese Aufgabe durch die Merkmale der Anspr�che 1 und 14. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abh�ngigen Anspr�chen, der zugeh�rigen Beschreibung nebst Fig. 1 angegeben.

Die vorliegende Erfindung l�st die Aufgabe dadurch, dass die zu einem Klangfeld geh�renden Klangquellen zuerst einzeln mit einem herk�mmlichen Kompressionsverfahren, beispielsweise AC3, MP3, AAC, WMA, usw. komprimiert werden. Bei einer �berschreitung einer maximal erlaubten Datenrate wird eine Zusammenfassung von Klangquellen oder eine st�rkere Kompression zur Verringerung der Datenrate durchgef�hrt. Jeder dieser Klangquellen werden Informationen �ber deren Art sowie eine Positionsinformation hinzugef�gt, die angibt, wo sich das Objekt in Bezug auf den Betrachter befindet. Informationen �ber die Eigenschaften des nachzubildenden Raumes sowie �ber die aktuellen horizontalen und vertikalen Sichtwinkel werden �bertragen. Basierend auf den Positionsinformationen und Informationen �ber die Quellen, den Informationen �ber die Eigenschaften des nachzubildenden Raumes, den aktuellen horizontalen und vertikalen Sichtwinkeln sowie �ber der Gr��e und Position des Bildes des Wiedergabeger�tes werden dann Nachbearbeitungen und Abbildungen der einzelnen Quellen auf die vorhandenen Lautsprecher oder ein Kopfh�rersignal durchgef�hrt.

Betrachtet man nat�rliche Klangfelder, so stellt man fest, dass das menschliche Geh�r diese derart analysiert, dass eine Aufteilung in verschiedene Klangquellen sowie deren Charakteristiken stattfindet und zudem die Eigenschaft des Raumes, in welchem die akustische Wiedergabe erfolgt, ausgewertet wird. Die Aufteilung der Klangquellen erfolgt in erster Linie durch Auswertung der spektralen Zusammensetzung und der Position der Schallquelle. Laufzeitunterschiede und die richtungsabh�ngige Frequenzempfindlichkeitskurve des Geh�rs haben nur einen geringen Einfluss auf die Aufteilung. Eine gute Approximation vieler Klangfelder kann schon erreicht werden, wenn zwei Sprachkan�le sowie zwei Effektkan�le zur Verf�gung stehen. Damit kann die Kommunikation zweier Personen sowie diverse Umgebungsger�usche (beispielsweise vorbeifahrende Autos) erfasst und nachgebildet werden.

Erfindungsgem�� werden die von verschiedenen Klangquellen erzeugten Audiodaten in der Art und Weise codiert, dass Klangquellen zusammengefasst werden, die f�r das Geh�r gleiche Eigenschaften besitzen und diese dann mit einer Positionsinformation, einer Information �ber die Art des Kanales (Gesang, Hintergrundger�usch, Sprache . . .) sowie einer Information �ber eventuell m�gliche Effekte (Hall, Dynamikkompressor) versehen werden. Diese Informationen werden kontinuierlich �bertragen. Bei der Wiedergabe kann �ber die Art des Kanales eine Nachbearbeitung erfolgen, in der dann z. B. f�r Hintergrundger�usche dieses Signal mehrfach dekorreliert und auf die Lautsprecher ausgegeben wird. Es wird jeder Signalart ein individueller Nachverarbeitungsalgorithmus zugeordnet. Eine vorteilhafte Implementierung ergibt sich, wenn zus�tzlich noch zu jeder Klangquelle eine Information �ber deren Abstrahlcharakteristik, wie kugelf�rmig, nierenf�rmig etc., �bertragen wird. Eine weitere vorteilhafte Implementierung ergibt sich, wenn zus�tzlich noch Informationen �ber die gew�nschte Raumcharakteristik (z. B. Badezimmer, Kathedrale, usw.), Parameter (z. B. Hallzeit) bzw. direkt algorithmische Beschreibungen zur Erzielung dieser Klangeindr�cke sowie Eigenschaften der einzelnen Schallquellen (wie z. B. Sprache oder Musik oder Effekt) mit�bertragen werden. Als Parameter zur Beschreibung der Raumcharakteristik sind z. B. die Raumgeometrie und die Raumabsorptionseigenschaften zu �bertragen. Ein Wohnzimmer mit Gardinen und Teppichb�den schluckt n�mlich den Schall viel st�rker als ein Badezimmer oder eine Kirche.

Ist ein Wiedergabeger�t nicht leistungsf�hig genug, diese Daten auszuwerten, so ignoriert es eben diese Zusatzdaten bei der Wiedergabe.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich, wenn zus�tzlich noch Eigenschaften �ber den Sichtwinkel �bertragen werden, d. h. dass man aus den Winkeln der Klangquelle und diesen Sichtwinkeln direkt schlie�en kann, ob das dazugeh�rige Objekt im Bild sichtbar ist. Dies ist dann der Fall, wenn der horizontale Winkel des Objektes innerhalb des horizontalen Sichtwinkelbereiches und der vertikale Winkel des Objektes innerhalb des vertikalen Sichtwinkelbereiches liegt. Der Sichtwinkel ist dabei wie auch die Position der Objekte auf den Betrachter der Orginalszene bezogen. Der Sichtwinkel kann sich laufend �ndern, daher wird dieser vorteilhafterweise zu jedem einzelnen Bild �bertragen. Basierend auf dem Winkel des Objektes, des Sichtwinkels sowie der Position und Gr��e des projezierten Bildes wird dann ein virtueller Winkel bezogen auf die Abh�rposition ermittelt. Damit beim Verlassen von Objekten aus dem Sichtwinkelbereich kein abrupter Sprung stattfindet, wird dort vorteilhafterweise eine nichtlineare Abbildung verwendet. So kann z. B. der bei kleinen Bildschirmen geschrumpfte Winkelbereich durch eine Streckung des restlichen Winkelbereiches ausgeglichen werden. Eine vorteilhafte Ausgestaltungung ergibt sich, wenn die St�rke der Stauchung/Streckung durch den Anwender einstellbar ist.

Durch die Erfindung wird

  • - eine wesentlich realistischere Audiodarbietung erreicht;
  • - die Ausnutzung der vorhandenen Kan�le wesentlich verbessert, somit wird bei DVDs Kapazit�t und bei Broadcast-Verfahren Bandbreite gespart;
  • - bei Hinzuf�gung der Klangeffekte im Endger�t bei der Codierung der unverf�lschten Originalsignale eine wesentlich geringere Datenrate ben�tigt, dies gibt eine zus�tzliche Datenratenersparnis;
  • - die Kanalabbildung wesentlich verbessert, ein �berfliegender Hubschrauber kann mit nur einem Kanal perfekt nachgebildet werden;
  • - das System abw�rtskompatibel gehalten, die Wiedergabe anderer Standards kann durch Annahme der Positionen der Klangquellen auf die dabei �blichen Aufstellungspositionen der Lautsprecher erfolgen; es muss die vom Kunden gew�hlte Lautsprecherkonstellation nicht modifiziert werden;
  • - die Aufstellungspositionen der Lautsprecher nicht vorgegeben und kann beliebig sein, die Lautsprecher m�ssen dem System nur bekannt gemacht werden; das System berechnet dann, auf welchen Lautsprechern es bestimmte Kan�le am geeignetesten ausgibt; so ist es m�glich, die r�umlichen Gegebenheiten perfekt auszunutzen;
  • - eine bessere Anpassung an verschiedene Bildformate bei der Wiedergabe erreicht, Klangquellen zu im Bildbereich geh�renden Objekten k�nnen klanglich auch dorthin fokussiert werden.

Au�erdem ist die Anzahl an aufgestellten Lautsprechern theoretisch unbegrenzt, sie ist nur begrenzt durch die Anzahl an Verst�rkerkan�len und durch die Rechenleistung des Systems. Ein Nutzer kann nachtr�glich ohne gro�en Aufwand und Probleme zwei seitliche Lautsprecher nachr�sten oder einen Deckenlautsprecher entfernen.

Schlie�lich ist die zur �bertragung der Zusatzinformationen ben�tigte Datenmenge gegen�ber der Datenmenge zur Codierung der einzelnen Audiokan�le vernachl�ssigbar gering.

Im Weiteren wird die Erfindung anhand eines konkreten Ausf�hrungsbeispieles Fig. 1 beschrieben.

Das Ausf�hrungsbeispiel zeigt eine erfindungsgem��e Vorrichtung. Die erfindungsgem��e Vorrichtung weist die Audiosignaleing�nge A1 bis An auf. �ber die Eing�nge I1 bis In werden zu den n Audiosignalen Informationen zu der Position und die Eigenschaften des entsprechenden Audiosignales �bertragen. �ber den Eingang SF werden die horizontalen und vertikalen Sichtwinkel sowie die Eigenschaft des nachzubildenden Raumes eingespeist. Die eingehenden Audiosignale werden in den Vorrichtungen K1 bis Kn in der Datenrate zu den Signalen C1 bis Cn komprimiert. Die Datenstr�me C, I und SF werden dann in der Vorrichtung MX zu einem einzelnen Datenstrom US zusammengemischt. Der Datenstrom US kann dann entweder im Broadcasting- Format �bertragen werden oder auch auf einem Speichermedium zwischengespeichert werden. Zur Ausgabe wird dieser Datenstrom dann auf eine Vorrichtung DX gegeben, die daraus wieder die Datenstr�me C1 bis Cn regeneriert sowie ISF1 bis ISFn erzeugt. ISFi entspricht dabei dem Datenstrom Ii, dem noch SF hinzugef�gt ist. Die komprimierten Datenstr�me C1 bis Cn werden in den Vorrichtungen D1 bis Dn dekomprimiert. Die einzelnen dekomprimierten Datenstr�me werden dann jeweils zusammen mit ihrem zugeh�rigen Datenstrom ISFi sowie dem Signal BP auf die Vorrichtungen R1 bis Rn gegeben. Das Signal BP entspricht dabei einer Information �ber das Bildformat, der Position des Wiedergabeger�tes sowie den vom Kunden gew�hlten Parametern zur Wiedergabe. In den Vorrichtungen Ri erfolgt dann eine Abbildung der dekodierten Audiosignale auf die Summensignale S1 bis Sk unter Ber�cksichtigung der in BP und ISFi vorhandenen Parameter. Die Anzahl der Summensignale k entspricht dabei der vom Kunden installierten Anzahl an Lautsprechern. Die von den einzelnen Vorrichtungen Ri erzeugten Summensignale S werden summiert und dann auf die Lautsprecher L1 bis Lk ausgegeben. Bezugszeichenliste A Audiosignaleingang

BP Information �ber Bildformat, Position der Klangquelle und Kundenparameter

C Komprimierte Audiosignale

D Vorrichtung zur Dekompression einzelner Audiosignale

DX Vorrichtung zur Aufspaltung des Datenstromes

I Eingang f�r Informationen zu einem Audiosignal

ISF Information zu einem Audiosignal sowie Informationen �ber die Sichtwinkel der Klangquelle

K Vorrichtung zur Kompression einzelner Audiosignale

L Lautsprecherausgangssignal

MX Vorrichtung zur Zusammenmischung einzelner Datenstr�me

R Vorrichtung zur Abbildung eines Audiosignales auf die Lautsprechersignale

S Summenkan�le f�r die Lautsprecher

SF Informationen �ber die Sichtwinkel der Klangquellen

US �bertragungsstrecke