Title:
Vernebler zur Applikation von Flüssigkeiten auf die Augenoberfläche oder das Augenbindegewebe
Kind Code:
A1


Abstract:
The invention relates to a nebulizer for applying preservative-free liquids on the cornea or the ocular connective tissue, comprising special eye adapters (25) for said nebulizer. The invention also relates to the use of nebulizers in ophthalmological applications. The inventive nebulizers are propellant-free.



Inventors:
DIESTELHORST MICHAEL (DE)
HOCHRAINER DIETER (DE)
MARTIN ISOLDE (DE)
ZIERENBERG BERND (DE)
Application Number:
DE10131174A
Publication Date:
01/16/2003
Filing Date:
06/29/2001
Assignee:
BOEHRINGER INGELHEIM PHARMA (DE)
International Classes:



Claims:
1. Treibgasfreier Vernebler f�r die Applikation von Fl�ssigkeiten auf die Augenhornhaut oder das Augenbindegewebe des Menschen, enthaltend:

ein Vorratsgef�� f�r die zu applizierende Fl�ssigkeit,

einem Aufsatz mit D�se, und

einen Adapter in Form eines durch eine Wand ummantelten Hohlraums mit zwei �ffnungen, wobei

die eine �ffnung die D�se derart umgibt, da� ein daraus austretender Spr�hstrahl ausschlie�lich in den Hohlraum geleitet wird und

die zweite �ffnung, welche der ersten gegen�berliegt, eine Au�enkontur aufweist, welche derart ist, da� die �ffnung den sichtbaren Teil des Auges eines Menschen oder Tieres umschlie�t, ohne das Auge direkt zu ber�hren.

2. Vernebler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da� Fl�ssigkeiten in dem Spr�hnebel einem mittleren Impuls von bis zu 5.10(^-5 � 1) Kilogramm.Meter pro Sekunde, bevorzugt 5.10(^-7 � 1) Kilogramm.Meter pro Sekunde, besonders bevorzugt 5.10(^-8 � 1) Kilogramm.Meter pro Sekunde, nicht �berschreiten, wobei die mittlere Teilchengr��e bis zu 100 Mikrometer, bevorzugt bis zu 20 Mikrometern betr�gt.

3. Vernebler nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, da� sich die Au�enkontur der zweiten �ffnung des Adapters in der Ebene senkrecht zur Verbindungsachse zwischen den beiden �ffnungen als elliptische Form darstellt und sich in der Schnittebene parallel zur Verbindungsachse zwischen den beiden �ffnungen als konkav gekr�mmte Linie mit einem l�nger und einem k�rzer gezogenen Ende darstellt.

4. Vernebler nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, da� der Adapter als integraler Bestandteil untrennbar mit dem Vernebler verbunden ist.

5. Vernebler nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, da� der Adapter auf einen Vorsprung in der N�he der D�se aufgesteckt ist.

6. Vernebler nach einem der vorangegangenen Anspr�che, dadurch gekennzeichnet, da� der Aufsatz mit D�se ein Pumpsystem ist.

7. Vernebler nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, da� das Pumpsystem folgende Merkmale aufweist:
  1. - einen Verschlu� zum Aufsetzen auf den Vorratsbeh�lter, der bevorzugt als Schnapp-, Schraub- oder Crimverschlu� ausgebildet ist;
  2. - einen Pumpkanal, der Fl�ssigkeit aus dem Vorratsbeh�lter in eine Druckkammer pumpen kann;
  3. - ein Ventil im Pumpkanal, das zwischen Vorratsgef�� und Druckkammer ausgebildet ist;
  4. - ein Steigrohr, das von der Druckkammer zu einer D�se f�hrt;
  5. - ein Druckkontrollventil in dem Steigrohr;
  6. - eine D�se zum Vernebeln der Fl�ssigkeit;
  7. - ein Ausl�seelement, �ber das ein Kolben bet�tigt werden kann, der den f�r die Vernebelung notwendigen Druck in der Druckkammer aufbaut;
  8. - Lufteinla�stellen au�erhalb des Pumprohrs oder des Steigrohrs und Lufteinla�wege von au�erhalb des Pumpaufsatzes bis in den Vorratsbeh�lter;
  9. - oligodynamisch wirksame Substanzen in und/oder entlang des Weges den die Fl�ssigkeit im Pumpkanal und/oder Steigrohr zwischen Vorratsbeh�lter und D�se nimmt;
  10. - Mittel zur Sterilisierung entlang des Weges den die einstr�mende Luft nimmt und
  11. - einen Adapter nach einem der vorangegangen Anspr�che, der an der Spitze des Pumpaufsatzes ausgebildet ist.


8. Vernebler, nach einem der vorangegangen Anspr�che, dadurch gekennzeichnet, da� die mittlere Teilchengr��en in der erzeugten Spr�hwolke zwischen 10 und 100 Mikrometern liegt.

9. Vernebler nach einem der vorangegangen Anspr�che, dadurch gekennzeichnet, da� die in der Seitenwand des Adapters �ffnungen ausgebildet sind.

10. Adapter f�r einen Vernebler zur Applikation von Fl�ssigkeit auf die Augenhornhaut oder das Augenbindegewebe des Menschen nach einem der Anspr�che 1 bis 9.

11. Verwendung eines Verneblers nach einem der vorangegangenen Anspr�che zur Applikation von Fl�ssigkeiten auf die Augenhornhaut oder das Augenbindegewebe des Menschen.

Description:

Die vorliegende Erfindung betrifft Vernebler zur Applikation von Fl�ssigkeiten auf die Augenhornhaut oder das Augenbindegewebe, spezielle Augenaufs�tze f�r Vernebler und die Verwendung von Verneblern f�r die ophthalmologische Applikation. Die erfindungsgem��en Vernebler sind treibgasfrei.

Stand der Technik

Zur Behandlungen von trockenen Augen, zur Befeuchtung der Augenoberfl�che bei Kontaktlinsentr�gern, vielen Augenerkrankungen oder Untersuchungsmethoden am Auge werden �blicherweise Medikamente �ber eine w�ssrige Formulierung als Augentropfen verabreicht. F�r diese Applikationsform wurden Fl�ssigkeitsspender entwickelt, bei denen die Formulierung z. B. �ber eine T�lle aus einer Vorratsflasche entlassen wird (Tropfflaschen oder EDO-Ophthiolen). Die w�ssrige Formulierung flie�t dabei meist bedingt durch Aus�bung manuellen Drucks auf die zusammendr�ckbare Vorratsflasche aus der T�llen�ffnung. An dieser bildet sich dann zun�chst ein Tropfen, der erst bei einem bestimmten Verh�ltnis zwischen T�llen�ffnung, Oberfl�chenspannung und Gewicht des Tropfens von der T�lle abrei�t und dann in das Auge tropft. �blicherweise haben w�ssrige Augentropfen ein Volumen von ca. 0,05 ml.

Dies Methode, Fl�ssigkeiten auf ein Auge aufzutropfen hat zum einen den Nachteil, da� sie bei Kindern und �lteren Menschen schwer anwendbar ist.

Ein anderer Nachteil besteht darin, da� die applizierte Formulierung zun�chst nur auf eine Stelle der Hornhaut des Auges aufgetragen wird, was einerseits wegen des lokalen auf der Augenoberfl�che erzeugten Drucks als unangenehm empfunden wird und andererseits dazu f�hrt, da� die Fl�ssigkeitsmenge durch wiederholtes �ffnen und Schlie�en der Augenlider gleichm��ig �ber das Auge verteilt werden mu�.

Ein weiterer Nachteil dieser Methode besteht darin, da� es an der Eintropfstelle zu einer kurzzeitigen Reizungen der Augen kommen kann.

Beschreibung der Erfindung

Damit liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, w�ssrige L�sungen oder ophthalmisch wirksame Formulierungen durch eine einmalige Applikationsform so auf die Augenoberfl�che aufzubringen, da� die lokale Reizung einer Stelle des Augenhornhaut gegen�ber den �blichen Augentropfen verringert wird.

Eine weitere Aufgabe besteht darin, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem Augentropfen in f�r den Benutzer angenehmerer Weise als aus dem Stand der Technik bekannt appliziert werden k�nnen.

Eine weitere Aufgabe besteht darin, ein Verfahren zu entwickeln, bei dem die zu applizierende Fl�ssigkeit gleichm��ig auf das Auge aufgebracht werden kann.

Die vorliegende Erfindung l�st dieses Problem, indem Vernebler geschaffen werden, welche die zu applizierende Formulierung �ber eine D�se in eine Spr�hwolke mit kleinen Teilchengr��en �berf�hren und diese Spr�hwolke mit der Augenoberfl�che in Kontakt bringen.

F�r diese Anwendung kommen z. B. Vernebler in Frage, wie sie aus der inhalativen und intranasalen Applikation von Arzneimitteln bekannt sind.

Dabei m�ssen diese Vernebler in der N�he der D�se, aus der die Spr�hwolke austritt, einen Adapter aufweisen, der die Spr�hwolke von der D�se zum Auge leitet.

Ein weiteres Kriterium f�r diese Vernebler ist, da� der Impuls der aus dem Adapter austretenden Teilchen der Nebelwolke nicht so hoch ist, da� die Hornhaut des Auges verletzt werden kann.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Um dies zu gew�hrleisten sollten die aus der D�se des Verneblers austretenden Teilchen einen bestimmten Impuls nicht �berschreiten, oder aber der Adapter ist so ausgebildet, da� er die Geschwindigkeit der aus der D�se austretenden Teilchen auf dem Weg von der D�se zum Auge entsprechend reduziert.

Der obere Grenzwert des Impulses der aus dem Adapter austretenden Nebelteilchen sollte 5.10(^-5 � 1) Kilogramm.Meter pro Sekunde nicht �berschreiten.

Bevorzugt betr�gt der Impuls im Mittel weniger als 5.10(^-7 � 1) Kilogramm.Meter pro Sekunde. Besonders bevorzugt betr�gt der Impuls im Mittel weniger als 5.10(^-8 � 1) Kilogramm.Meter pro Sekunde.

Ein Impuls von 5.10(^-7) Kilogramm.Meter pro Sekunde entspricht im Fall eines Wassertropfens von 100 Mikrometern Durchmesser einer maximalen Geschwindigkeit von ca. 1000 Metern/Sekunde.

Im bevorzugtesten Fall wird bei dem erfindungsgem��en Verfahren ein Spr�hnebel erzeugt, der einem Aerosol von Wassertropfen mit einem mittleren Durchmesser von ca. 10-100 Mikrometer entspricht.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindungsbeschreibung steht das Zeichen ^ f�r den mathematischen Ausdruck "hoch", d. h. beispielsweise 10(^-2) steht f�r 0,01 usw..

Der Adapter stellt einen von einer Wand umgebenen Hohlraum mit zwei �ffnungen dar. Die eine �ffnung umgibt die D�se derart, da� ein daraus austretender Spr�hstrahl ausschlie�lich in den Hohlraum geleitet wird. Bevorzugt wird die D�se mittig von der �ffnung umgeben. Durch die zweite �ffnung, die in der Regel gegen�ber der ersten �ffnung liegt, verl��t der Spr�hstrahl den Hohlraum, um auf das Auge zu treffen.

Die Au�enkontur der zweiten �ffnung ist bevorzugt so ausgebildet, da� sie den sichtbaren Teil des menschlichen Auges umschlie�t, bevorzugt ohne das Auge direkt zu ber�hren.

Um dieses Kriterium zu erf�llen ist diese zweite �ffnung bevorzugt von folgender Gestalt, wenn der Adapter mit dem Vernebler verbunden ist:

  • - betrachtet man die Ebene senkrecht zur Verbindungsachse zwischen den beiden �ffnungen, ist diese von runder bis/oder elliptischer Form. Diese entspricht der Draufsicht auf die �ffnung des Adapters von der Seiten des Auges.
  • - betrachtet man die Schnittebene, in der die Verbindungsachse zwischen den beiden �ffnungen liegt, stellt sich die Au�enkontur der �ffnung als konkav gekr�mmte Linie mit einem l�nger und einem k�rzer gezogenen Ende dar. D. h. das eine Ende der konkaven Linie hat einen gr��eren Abstand von der D�se als das andere Ende - vorausgesetzt, die D�se befindet sich mittig in der ersten �ffnung.

In seiner einfachsten Ausf�hrungsform ist der Adapter ein trichterf�rmiges Rohr mit zwei gegen�berliegenden �ffnungen, wobei die �ffnung auf der sich verj�ngende Seite die D�se des Verneblers umgibt und dadurch durch den Vernebler verschlossen wird und die �ffnung der anderen Seite so gro� ist, da� die Au�enkonturen eines Auges umschlie�t.

Der Adapter kann �ber die erste �ffnung permanent mit dem Vernebler verbunden sein, z. B. in dem der Rand dieser �ffnung auf einen Teil des Inhaltors aufgeschwei�t ist oder indem der Mantel des Verneblers und der Adapter ein einziges Element darstellen. Der Adapter ist dann integraler Bestandteil des Verneblers und diese erste �ffnung stellt faktisch nur noch einen nicht offenen Teilbereich des Verneblers dar.

Der Adapter kann auch als abnehmbares Element ausgebildet sein. Im diesem Fall sind in der N�he der D�se beim Vernebler ein oder mehrere Vorspr�nge ausgebildet, auf die der Adapter �ber die erste �ffnung aufgesteckt werden kann. Ein solcher Vorsprung kann z. B. ein um die D�se verlaufender Ring mit einer H�he von einigen mm bis einigen cm sein (bis zu 5 cm), bevorzugt mit einer H�he von 1-2,5 cm.

Die mit dem Vernebler verbundene Seite des Adapters kann so ausgebildet sein, da� sie direkt auf die D�se aufgesetzt werden kann oder an einem anderen Element in der Umgebung der D�se befestigt wird.

Das andere Ende des Adapter ist so ausgebildet, da� es so auf das Gesicht eines Menschen aufgesetzt werden kann, da� es den sichtbaren Bereich des im Gesicht liegenden Auges vollst�ndig umschlie�t und dabei m�glichst wenig Gesichtshaut verdeckt. Auf diese Weise wird gew�hrleistet, da� der gr��te Teil des Spr�hnebels die Augenoberfl�che erreicht, ohne da� die Gesichtshaut wesentlich davon befeuchtet wird. Bevorzugt ist die �ffnung dieser Seite des Adapters elliptisch.

An dieser Seite k�nnen optional �ffnungen in der Seitenwand des Adapters ausgebildet sein, durch die �bersch�ssiger Spr�hnebel austreten kann. Diese �ffnungen haben bevorzugt einen Durchmesser von bis zu 1 cm, besonders bevorzugt von bis zu 0,5 cm.

Der Adapter ist ferner dergestalt, da� er weder die Gesichtshaut noch das Auge verletzen kann.

Die erfindungsgem��e Methode zeichnet sich u. a. dadurch aus, da� die Menge der zu applizierenden Formulierung auf wenige Mikroliter begrenzt werden kann.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind solche Vernebler bevorzugt, bei denen bereits eine Menge von weniger als 10 bis 200 Mikroliter, bevorzugt weniger als 150 Mikroliter, mit bevorzugt einem Hub zu einem Aerosol mit einer der oben genannten durchschnittlichen Teilchengr��e vernebelt werden k�nnen. In Alternativausf�hrungen betr�gt die zu vernebelnde Menge 50 bis 150 Mikroliter, bevorzugt 70 bis 140 Mikroliter.

Als Vernebler, die mit dem erfindungsgem��en Aufsatz ausgestattet werden, k�nnen jegliche Arten von Verneblern verwendet werden, die die oben genannten Kriterien erf�llen.

Als Beispiele f�r Vernebler werden genannt: Vernebler, die aus der treibgasfreien pulmonalen Inhalationstherapie der intranasalane Anwendung bekannt sind, wie beispielsweise:

  • a) Vernebler, die aus einer dr�ckbare Plastikflaschen mit T�lle bestehen,
  • b) Vernebler, bestehend aus Glas, Metall- oder Plastikflaschen mit Pumpaufs�tzen, bevorzugt solche wie sie aus der WO 97/18902 bekannt sind, auf die hiermit in vollem Umfang Bezug genommen wird.
  • c) mit Kompressionsluft betriebene Inhalatoren, beispielsweise der Marke Pari� und Pari-Boy�.

Bevorzugte Vernebler sind diejenigen, die unter den Punkt b genannt sind.

Bei solchen Verneblern wird der Vernebelungsproze� durch manuelle Bet�tigten einer Pumpvorrichtung ausgel�st. Zum Druckausgleich Luft in den Vorratsbeh�lter einstr�men, die zuvor sterilisiert wird. Die Wirkstoffformulierung steht dabei bevorzugt unter Normaldruck, auf �berdruck kann verzichtet werden.

Bevorzugt werden bei solchen Verneblern Pumpaufs�tze verwendet, die es erlauben auf die Verwendung von Konservierungsmitteln in den zu applizierenden Formulierungen zu verzichten.

Daher sollte im Rahmen der vorliegenden Erfindung der Pumpaufsatz bevorzugt die folgenden Merkmale aufweisen:

  • - einen Verschlu� zum Aufsetzen auf den Vorratsbeh�lter, der z. B. als Schnapp-, Schraub- oder Crimverschlu� ausgebildet ist;
  • - einen Pumpkanal, der Fl�ssigkeit aus dem Vorratsbeh�lter in eine Druckkammer pumpen kann;
  • - ein Ventil im Pumpkanal, das zwischen Vorratsgef�� und Druckkammer ausgebildet ist;
  • - ein Steigrohr, das von der Druckkammer zu einer D�se f�hrt;
  • - ein Druckkontrollventil in dem Steigrohr;
  • - eine D�se zum Vernebeln der Fl�ssigkeit;
  • - ein Ausl�seelement, �ber das ein Kolben bet�tigt werden kann, der den f�r die Vernebelung notwendigen Druck in der Druckkammer aufbaut;
  • - Lufteinla�stellen au�erhalb des Pumprohrs oder des Steigrohrs und Lufteinla�wege von au�erhalb des Pumpaufsatzes bis in den Vorratsbeh�lter;
  • - oligodynamisch wirksame Substanzen in und/oder entlang des Weges den die Fl�ssigkeit im Pumpkanal und/oder Steigrohr zwischen Vorratsbeh�lter und D�se nimmt;
  • - Mittel zur Sterilisierung entlang des Weges den die einstr�mende Luft nimmt, d. h. zwischen den Lufteintritts�ffnungen und dem Vorratsbeh�lter und
  • - einem Adapter in Form einen Hohlraums mit zwei gegen�berliegenden �ffnungen, wobei die kleinere �ffnung wenigstens die Austrittstelle des Aerosls aus der D�se schl�ssig umgibt und die gr��ere �ffnung eine Kontur aufweist, die es erm�glicht diese �ffnung �ber ein Auge zu st�lpen.

Dieser Art von Verneblern ist f�r die vorliegende Erfindung keineswegs limitierend.

In den Verneblern werden die L�sungsformulierungen in einem Reservoir gelagert. Dabei ist es notwendig, da� die verwendeten Wirkstoffformulierungen eine ausreichende Lagerstabilit�t aufweisen und gleichzeitig so beschaffen sind, da� sie dem medizinischen Zweck entsprechend m�glichst ohne weitere Manipulation, direkt appliziert werden k�nnen. Ferner d�rfen sie keine Bestandteile aufweisen, die so mit dem Vernebler Wechselwirken k�nnen, da� der Vernebler oder die pharmazeutische Qualit�t der L�sung, respektive des erzeugten Aerosols, Schaden nehmen k�nnte.

Beschreibung der Figuren

In Fig. 1 ist ein bevorzugter Vernebler (1) mit Pumpaufsatz (2) dargestellt. Der Pumpaufsatz (2) wird �ber den Schnappverschlu� (3) mit dem Flaschenhals (102) der Vorratsflasche (101) fest verbunden. Diese kann aus Kunststoff, Glas oder Metall, beispielsweise Aluminium sein, sollte jedoch ausreichend steif sein, da� der Pumpenkopf bewegt werden kann, ohne da� die Flasche dabei nachgibt. Die innere Kante des Schnappverschlusses (4) schiebt sich �ber die b�rdelf�rmige Kante (105) des Flaschenhalses (102). Zwischen Flaschenhals und Pumpaufsatz befindet sich eine Dichtung (5), die beispielsweise aus Gummi, Naturkautschuk oder synthetischem Kautschuk oder bevorzugt aus Polyethylen gestaltet ist. Ein Kolben (6) mit einem axialen Pumpkanal (7) befindet sich in dem Druckzylinder (8). Der Kolben (6) wird in der oberen Ruheposition durch die Feder (9) an einem Anschlag gehalten. Die Druckkammer (10) ist mit dem Pumpkanal (7) verbunden und befindet sich zwischen dem Kolben (6) und dem Kugelventil (11).

Der Kolben (6) hat einen kleineren Au�endurchmesser als der Innendurchmesser des Druckzylinders (8), so dass ein Spalt (12) zwischen der Au�enwandung des Kolbens und der Innenwandung des Zylinders bleibt, welcher durch den peripheren Dichtungsk�rper (13) des Kolbens abgedichtet wird. Im unteren Bereich der Druckkammer (10) hat der Druckzylinder (8) einen Bereich (14) mit einem gr��eren Innendurchmesser, in welchem der Dichtungsk�rper (13) keinen dichtenden Effekt aufweist.

Ein Ausl�seelement (15) befindet sich am Kolben (6).

Von dort f�hrt ein Steigrohr (16) mit einem Druckkontrollventil (17), um die zu vernebelnden Fl�ssigkeiten durch die �ffnung (18) auszubringen.

Befindet sich der Kolben (6) in der oberen Ruhelage, wie in der Zeichnung dargestellt, dichtet der Dichtungsk�rper (13) die Druckkammer (10) gegen�ber der �ffnung (19) des Vorratsbeh�lters ab.

Der St��el (20) ist fest mit dem Kolben (6) in der Region (21) verbunden und hat einen sternenf�rmigen Durchmesser, so dass ein Freiraum zwischen der Druckkammer (10) und dem Pumpkanal (7) �brig bleibt.

In Ruheposition ist der St��el (20) weit entfernt von dem Kugelventil (11), so dass dieses Ventil gegen�ber dem Vorratsbeh�lter ge�ffnet ist, wenn genug �berdruck in der Druckkammer (10) erzeugt wird und das Ventil geschlossen ist, wenn der Druck dort niedrig ist.

Der Weg, den die Fl�ssigkeit von dem Vorratsbeh�lter durch den Pumpaufsatz nimmt, wird durch den Pfeil (22) aufgezeigt. Wenn das Kugelventil (11) offen ist, passiert die Fl�ssigkeit dieses Ventil und gelangt in den Pumpkanal (7).

Dabei passiert es auch das offene Druckkontrollventil (17) und gelangt zu der D�se (18). Um biologische Verunreinigung der Fl�ssigkeit in dem Vorratsbeh�lter zu vermeiden, sind oligodynamisch wirksame Substanzen entlang des Weges ausgebildet, den die Fl�ssigkeit von der Vorratskammer bis zur D�se nimmt.

Diese Substanzen k�nnen beispielsweise an der Feder (9), an der Wand des Pumpkanals (7), in dem Druckkontrollventil (17) und/oder an der D�se (18) ausgebildet sein.

Zum Druckausgleich in dem Vorratsbeh�lter (101) nach dem Ausbringen von Fl�ssigkeiten, kann an den Stellen (23) Luft von Au�en in das Ger�t einstr�men und dann in den Vorratsbeh�lter (101) eindringen, wie es zum Beispiel durch den Pfeil (22) in der Zeichnung dargestellt ist.

Entlang des Luftweges sind Mittel zur Sterilisierung der eintretenden Luft ausgebildet. Dazu z�hlen zum Beispiel Sterilit�tsfilter, Membranen, die nur f�r Luft durchl�ssig sind, Bakterien zur�ckhaltende Materialien, oligodynamisch wirksame Substanzen, oder microbiozid wirksame Substanzen oder Kombinationen daraus.

In Fig. 1 ist, beispielhaft ein Sterilit�tsfilter (24) dargestellt.

Wie bereits ausgef�hrt wird der Pumpenaufsatz (2) �ber einen Schnappverschlu� (3) fest mit dem Flaschenhals (102) verbunden.

Auf das Ausl�seelement (15) ist der Adapter (25) so aufgesteckt, da� der Spr�hstrahl aus der D�se (18) kommend direkt in verbreiterten Bereich des Adapters geleitet wird. Der untere Bereich des Adapters (26) ist dabei l�sbar mit dem Ausl�seelement (15) verbunden. Das andere Ende des Adapters (27) ist derart ausgebildet, da� es wie ein Negativ auf die Augenh�hle aufgesetzt werden kann.

In Fig. 2 ist der Adapter (25) noch einmal schematisch dargestellt, dessen unterer Bereich (26) auf einen oder mehrere kreisf�rmig bis elliptisch angeordnete Vorspr�nge in der Umgebung der D�se aufgesetzt wird oder mit der diesem (diesen) fest verbunden ist.

Das als Negativ der Augenh�hle ausgebildete andere Ende des Adapters ist mit (27) gekennzeichnet. Die oben beschriebene konkav ausgebildete Au�enkontur ist nicht dargestellt, wie in keiner der Figuren.

Im Fall von kompressionsluftbetriebenen Verneblern ersetzt der Adapter das Mundst�ck. �blicherweise wird bei diesem Typ von Inhalatoren der Spr�hnebel durch Kompressionsluft in einer Vernebelungskammer erzeugt. Bei manchen derartigen Verneblern wird dann der Spr�hnebel �ber einen Schlauch zu dem Mundst�ck gef�hrt. Im Fall der vorliegenden Erfindung ersetzt ein Adapter dieses Mundst�ck. Ein solcher Adapter ist in Fig. 3 dargestellt. Das Ende welches mit dem Inhalator verbunden wird, verj�ngt sich soweit, da� es dort mit einem Schlauch verbunden werden kann.

Bei anderen Arten von Kompressionsverneblern bilden das Mundst�ck und die Dosierkammer eine fest miteinander verbunden Einheit. In diesem Fall mu� der Adapter zus�tzlich mit einer Dosierkammer ausgestattet werden.

Wie bereits angedeutet, kann der Adapter dergestalt sein, da� in ihm der Impuls Teilchen des Spr�hnebels reduziert wird, insbesondere in dem die Geschwindigkeit der Teilchen reduziert wird.

Im einfachsten Fall wird dies erreicht, indem der Abstand zwischen den beiden �ffnungen des Adapters vergr��ert wird oder der Adapter in diesem Bereich ein bauchf�rmige Vergr��erung (28) aufweist (Fig. 4).

In einer anderen Ausf�hrungsform ist der Innenraum zwischen den beiden �ffnungen leicht helical ausgebildet.

In wieder einer anderen Ausf�hrungsform kann der Adapter derart ausgebildet sein, da� der eintretende Spr�hstrahl zun�chst in zwei oder mehr Kan�le aufgeteilt wird, die dann wieder in einem gemeinsamen Raum m�nden. Von hier aus f�hrt der Weg weiter zur Austritts�ffnung. Eine solche Ausf�hrungsform ist im Querschnitt in Fig. 5 dargestellt. Diese Ausf�hrungsform kann �u�erlich der der Fig. 4 entsprechen. Im Inneren der bauchf�rmigen Ausbuchtung (28) ist eine Insel (29) ausgebildet die �ber d�nne Abstandshalter (30) an der Au�enwand befestigt ist. Die Insel (29) teilt den Weg des einstr�menden Aerosols an der Stelle (31) auf und f�hrt die Teilstr�mungen an der Stelle (32) wieder zusammen. Auf diese Weise prallen die Aerosolteilchen stromabw�rts der Stelle (32) zusammen und verringern dadurch ihre Geschwindigkeit.

Die oben beschriebenen Vernebler sind geeignet, die ophthalmologischen Aerosolzubereitungen zu einem f�r die Applikation am Auge geeignetem Aerosol zu vernebeln.

Als Formulierung, die durch die erfindungsgem��en Vernebler appliziert werden k�nnen eignen sich alle bekannten opthalmologisch wirksamen Formulierungen.

Derartige Formulierungen k�nnen sich vom Stand der Technik auch dahingehend unterscheiden, da� die Wirkstoffe gegebenenfalls h�her konzentriert vorliegen.

Im einfachsten Fall handelt es sich bei der Formulierung lediglich um Wasser (Wasser f�r Injektionszwecke), bzw. isotonisches Wasser. D. h. ein Wirkstoff liegt nicht vor.

Als Co-Solventien kommen unter anderem Ethanol, Polyethylenglykole, Polypropylenglykole, Ethylenglykole, Propylenglykole in Betracht.

Als Wirkstoffe kommen z. B. Wirkstoffe aus der Gruppe der Antibiotika und Antiinfektiva, Anticholinergika, Antiglaukomatosa, Antiseptika, An�sthetika, Augentonika, Corticoide und Steroide, Filmbildner, Gef��aktive Substanzen, Hom�opathika, Mydriatika, NSAID (Phogistika), Prostaglandine, Tr�nenersatzmittel, Vitamine und/oder Virusstatika in Frage.

Den Formulierungen k�nnen ferner alle pharmakologisch und ophthalmisch vertr�glichen pharmazeutische Hilfsstoffe zugesetzt werden. Darunter fallen u. a. Arufil, Benzalkoniumchlorid, Bors�ure, Calciumchlorid, Carbomer, Chlorhexidindigluconat, Citronens�ure, EDTA, Editins�uresalze; Glucose, Glutathiondisulfid, Hydroxyethylcellulose, Hypromellose, Kaliumchlorid, Magnesiumchlorid, Magnesiumsulfat, Magrocol, Mannitol, Natriumacetat, Natriumchlorid, Natriumdihydrogenphosphat, Natriumhydrogencarbonat, Natriumhydroxid, Natriummonohydrogenphosphat, Natriumtetraborat, Natriumthiosulfat, Phenylmercuriborat, Polyethylenoxid, Polyoxyethylen-Polyoxypropylen-Blockpolymer, Polysorbat, Polyvinylalkohol, Povidon, Salzs�ure, Sorbitol, Thiomersal, Tyloxapol.

Die Vorteile des erfindungsgem��en Verfahrens liegen unter anderem darin, da�

  • - die Reizung der Augenhornhaut oder des Augenbindegewebes bei auf diese Art und Weise dem Auge applizierte Formulierungen verringert wird;
  • - ophthalmische Formulierungen gleichm��ig auf der Augenoberfl�che aufgetragen werden und so die Aufnahme durch die Hornhaut oder das Bindegewebe des Auges verbessern;
  • - die opthalmische Formulierungen h�her konzentriert werden k�nnen als herk�mmliche Augentropfen, so da� die Augenhornhaut bzw. das -bindegewebe mit weniger Fremdmaterie konfrontiert wird, die als unangenehm empfunden wird.