Title:
Mehrlagiger Schlauch aus profiliertem Bandmaterial
Kind Code:
A1


Abstract:
Bei einem Schlauch, hergestellt durch schraubenförmiges, mehrlagiges Wickeln von profilierten Bandmaterial mit agraffartiger, eingehakter Bindung, bei dem eine im wesentlichen parallel zur Schlauchlängsachse umgebogenen Profilschlaufe der einen bzw. ersten, im Querschnitt S-förmigen Lage als schlaufenförmige Bandverdopplung und einstückig mit einer Überdeckung in Form eines horizontalen, verlängerten Profilendabschnitts ausgebildet ist, die eine in entgegengesetzter Richtung umgebogene Profilschlaufe der benachbarten bzw. zweiten, im Querschnitt S-förmigen Lage schlauchinnenseitig untergreift, wobei die Profilschlaufe von der Bandverdopplung in Achsrichtung des Schlauches verschiebbar aufgenommen ist, ist die Profilschlaufe der zweiten Lage als eine schlaufenförmige Bandverdopplung und einstückig mit einer einen horizontalen, verlängerten Profilendabschnitt aufweisenden Überdeckung ausgebildet, die die schlaufenförmige Bandverdopplung der ersten Lage schlauchaußenseitig übergreift.



Inventors:
HUPERTZ GUENTER (DE)
BAUMHOF DIETMAR (DE)
Application Number:
DE10113180A
Publication Date:
10/10/2002
Filing Date:
03/19/2001
Assignee:
WESTFALIA METALLFORMTECHNIK GMBH & CO.
International Classes:
Domestic Patent References:
DE3441064C2N/A



Foreign References:
6378561
EP0596578
Claims:
1. Schlauch, hergestellt durch schraubenförmiges, mehrlagiges Wickeln von profiliertem Bandmaterial mit agraffartiger, eingehakter Bindung, bei dem eine im wesentlichen parallel zur Schlauchlängsachse umgebogene Profil­schlaufe der einen bzw. ersten, im Querschnitt S-förmigen Lage als schlaufenförmige Bandverdopplung und einstückig mit einer Überdeckung in Form eines horizontalen, verlängerten Profilendabschnitts ausgebildet ist, die eine in entgegengsetzter Richtung umgebogene Profilschlaufe der be­nachbarten bzw. zweiten, im Querschnitt S-förmigen Lage schlauchinnen­seitig untergreift, wobei die Profilschlaufe von der Bandverdopplung in Achsrichtung des Schlauches verschiebbar aufgenommen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilschlaufe der zweiten Lage (3) als schlaufenförmige Bandver­dopplung (6a bzw. 6b) und einstückig mit einer einen horizontalen, verlän­gerten Profilendabschnitt aufweisenden Überdeckung (8a oder 8b) bzw. (9a oder 9b) ausgebildet ist, die die schlaufenförmige Bandverdopplung der er­sten Lage schlauchaußenseitig übergreift.

2. Schlauch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der ersten und zweiten Wickellagen (1, 2 bzw. 1 + n, 2 + n) zwei schlaufenförmige Bandverdopplungen (6a, 6b bzw. 7a, 7b) aufweist, die mit ihren offenen Schlaufen einander zugewandt in unterschiedlicher Höhe ausgebildet sind.

3. Schlauch nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den von einerseits den horizontalen Überdeckungen (8a, 8b; 9a, 9b) und andererseits den S-förmigen Profilabschnitten (2a, 3a) der jeweils komplementären Wickellage (2; 3) eingeschlossenen Freiräumen (11a, 11b) Dichtungen (12) angeordnet sind.

4. Schlauch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch schlauchaußenseitig und/oder -innenseitig im Bereich der Überdeckungen (8a, 8b; 9a, 9b) angeordnete Dichtungen (13, 14).

Description:
Die Erfindung betrifft einen Schlauch, hergestellt durch schraubenförmiges, mehr­lagiges Wickeln von profiliertem Bandmaterial mit agraffartiger, eingehakter Bin­dung, bei dem eine im wesentlichen parallel zur Schlauchlängsachse umgeboge­ne Profilschlaufe der einen bzw. ersten, im Querschnitt S-förmigen Lage als schlaufenförmige Bandverdopplung und einstückig mit einer Überdeckung in Form eines horizontalen, verlängerten Profilendabschnittes ausgebildet ist, die eine in entgegengesetzter Richtung umgebogene Profilschlaufe der benachbarten bzw. zweiten, im Querschnitt S-förmigen Lage schlauchinnenseitig untergreift, wobei die Profilschlaufe von der Bandverdopplung in Achsrichtung des Schlauches ver­schiebbar aufgenommen ist. Ein solcher Schlauch, der vorrangig an Abgasanlagen mit den dort hohen Anforde­rungen an die Gasdichtheit verwendet wird und mit jedem beliebigen Querschnitt, z. B. rund oder eckig, in üblicher Weise hergestellt werden kann, ist durch die DE 34 41 064 C2 bekanntgeworden. Bei diesen im Längsschnitt des Schlauches ge­sehen S-förmigen Wickellagen wird jeweils eine schlaufenförmige Bandverdopp­lung einer ersten Wickellage mit einer nur einlagigen, umgebogenen Profilschlaufe der jeweils anderen Wickellage zu einer in Achsrichtung verschiebbaren Schlaucheinheit verhakt, d. h. der Schlauch läßt sich sowohl strecken als auch stauchen, wobei die Wickellagen sich entsprechend gegeneinander verschieben. Dieses Bewegungsspiel wird durch einen geringen Abstand ermöglicht, der den horizontalen Verschiebeweg oder auch die Biegsamkeit des Schlauches bestimmt bzw. begrenzt und zwischen den jeweilig vertikal verlaufenden Abschnitten der S-Form und dem vertikalen Endabschnitt der einlagig abgebogenen Profilschlaufe zur Verfügung steht. Bei diesem agraffähnlichen Profil besitzt der Schlauch durch die Bandverdopplung und die Überdeckung aufgrund der verlängerten Profil-Endabschnitte eine schlauchinnenseitige Gestaltung mit Schuppen, während er außenseitig aber in den Bereichen mit dem für das Bewegungsspiel benötigten Abständen offen ist. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemäßen Schlauch, ins­besondere für Abgasleitungen von Brennkraftmaschinen, mit verbesserten Eigen­schaften, insbesondere höherer Dichtheit und Haltbarkeit, zu ermöglichen. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Profilschlaufe der zweiten Lage als eine schlaufenartige Bandverdopplung und einstückig mit einer einen horizontalen, verlängerten Profilendabschnitt aufweisenden Überdeckung ausgebildet ist, die die schleifenförmige Bandverdopplung der ersten Lage schlauchaußenseitig übergreift. Indem somit aufgrund der auch außenseitigen Überdeckungen, d. h. verlängerten Profilendabschnitte eine Gestaltung des Schlauches mit Schuppen sowohl auf der Innen- als auch auf der Außenseite und damit ein Doppelschuppenschlauch erreicht wird, läßt sich die Dichtheit gegen­über dem seit vielen Jahren bewährten, bekannten Abgasschlauch noch weiter erhöhen. Dieser ist nicht nur in der gestreckten, sondern auch in der gestauchten Lage sowie in jeder Arbeitsposition absolut überdeckt und dicht. Damit wird gleichzeitig die Haftbarkeit deutlich verbessert, weil Verschmutzungen bzw. Schmutzpartikel von außen nicht in Windungen des Schlauches gelangen können, so daß sich insbesondere auch abrassive Medien nicht mehr schädigend auswir­ken. Weiterhin ergibt sich eine Reduzierung der Abgasgeräusche. Nach einer bevorzugten Ausführung der Erfindung weist jede der ersten und zweiten Wickellagen zwei schlaufenförmige Bandverdopplungen auf, die mit ihren offenen Schlaufen einander zugewandt in unterschiedlicher Höhe ausgebildet sind. Über die gesamte Länge des Schlauches ist somit die Bandverdopplung der einen Lage mit jeweils der komplementären Bandverdopplung der anderen Lage verhakt, wobei die Höhendifferenz zwischen den in unterschiedlichen Ebenen an­geordneten Bandverdopplungen einer Lage zumindest der Dicke einer solchen Bandverdopplung entspricht. Über die Schlauchlänge sind im Wechsel die Über­deckungen bzw. Schuppen derselben Wickellage einmal innen und einmal außen. Insgesamt liegt außen und innen eine weitestmöglich durchgehend glatte Schlauchoberfläche vor, was wegen der außen verlaufenden Schuppen auch die gasdichte Anschlußtechnik, z. B. über Schellen, erleichtert und verbessert. Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß in den von einerseits den hori­zontalen Überdeckungen und andererseits den S-förmigen Profilabschnitten der jeweils komplementären Wickellage eingeschlossenen Freiräumen Dichtungen angeordnet sind, die sich wegen der glatten Außenfläche des Schlauches alterna­tiv oder ergänzend vorteilhaft auch schlauchaußenseitig im Bereich der Überdec­kungen vorsehen lassen. Diese durch die erfindungsgemäße Doppelschuppen­schlauch-Gestaltungen in einfacher Weise möglichen zusätzlichen Dichtungen tragen unterstützend zu dem außerordentlich hohen Grad der Dichtheit des Schlauches bei. Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels der Erfindung. Es zeigen: Fig. 1 die Gesamtansicht eines aus profiliertem Bandmaterial mehrlagig herge­stellten Schlauches; Fig. 2 in stark vergrößertem Maßstab die in Fig. 1 strichpunktiert eingekreiste Ein­zelheit mit schematischer Darstellung der Anbindung der einzelnen Wickel­lagen; Fig. 3 im vergrößerten Maßstab einen Teil-Längsschnitt durch den Schlauch nach Fig. 1 im Zustand der gestreckten, auseinandergezogenen Wickellagen; Fig. 4 den Schlauch-Teil-Längsschnitt nach Fig. 3 mit demgegenüber gestauchten Wickellagen; und Fig. 5 einen Teil-Längsschnitt wie nach Fig. 4 mit verschiedensten Dichtungsan­ordnungen. Ein in Fig. 1 gezeigter Schlauch 1 besteht aus zahlreichen Windungen, die durch schraubenförmiges Wickeln von beispielsweise metallischem profiliertem Band­material mehrlagig hergestellt sind. Die einzelnen Wickellagen 2 und 3 (vgl. die Fig. 3 und 4) wiederholen sich wechselweise und sind über die Länge des Schlau­ches 1 durch Profilschlaufen-Einhakungen 4 formschlüssig aneinandergereiht mit­einander verbunden. Wie näher den Fig. 3 und 4 zu entnehmen ist, besitzt jede Wickellage 2 bzw. 3 in Längsrichtung des Schlauches 1 gesehen ein im Querschnitt im wesentlichen S-förmiges Profil 2a bzw. 3a, wobei im Anschluß an die im Ausführungsbeispiel zur Schlauchmitten- und -längsachse 5 parallelen Horizontalabschnitte 2b bzw. 3b gegensinnig abgebogene, schlaufenförmige Bandverdoppelungen 6a, 6b bzw. 7a, 7b ausgebildet sind. Diese gehen in das jeweilige Profil bzw. die Wickellagen 2 und 3 beendenden Überdeckungen 8a, 8b bzw. 9a, 9b, d. h. in das jeweilige S-Profil 2a bzw. 3a verlängernden Profilendabschnitten über. Diese unter- bzw. übergreifen wechselweise von Wickellage zu Wickellage 2 bzw. 3 in dem in Fig. 4 gezeigten gestauchten Betriebszustand des Schlauches 1 abwechselnd die obere bzw. untere Bandverdopplung 6a oder 6b bzw. 7a oder 7b der jeweils komple­mentären Wickellage. Die Wickellagen 2 bzw. 3 sind mit ihren gegensinnig ausgebildeten schlaufenför­migen Bandverdopplungen 6a, 6b bzw. 7a, 7b ineinandergehakt, wobei die Tiefe 10 bzw. Breite der Bandverdopplung (vgl. Fig. 4) das Ausmaß der horizontalen Verschiebung der Wickellagen 2 und 3 relativ zueinander festlegt, ohne den Ha­kenverbund aufzuheben; die auseinandergezogene Ausgangs- bzw. Strecklage des Schlauches 1, bei der die Bandverdopplungen 7a und 6b bzw. 6a und 7b völ­lig ineinander getaucht sind, ist in Fig. 3 gezeigt. In jedem Fall sorgen jedoch die Schuppen-Überdeckungen 8a, 8b bzw. 9a, 9b dafür daß das Schlauchinnere sowohl an der Schlauchmantel-Innenseite als auch an der Schlauchmantel-Außenseite eingekammert ist und Schmutz nicht von au­ßen eindringen und in die Windungen gelangen kann. Die innen- und außenseiti­gen Überdeckungen 8a, 8b bzw. 9a, 9b schaffen zudem weitestmöglich durchge­hend glatte Flächen, was einerseits die Durchströmungsbedingungen verbessert und andererseits die gasdichte Anschlußtechnik mittels von außen angesetzten Schellen (in den Figuren nicht gezeigt) begünstigt. Zudem bietet sich die Möglich­keit, in z. B. den von den horizontalen Überdeckungen 8a, 8b bzw. 9a, 9b und den S-förmigen Profilabschnitten 2a, 2b eingeschlossenen Freiräumen 11a, 11b zu­sätzlich noch Dichtungen 12 vorzusehen, wie ä allerdings stark überzeichnet ä in Fig. 3 verdeutlicht. Schließlich erlaubt es die glatte Außenfläche des Schlauches 1, daß weiterhin auch im Bereich der Überdeckungen 8a, 8b bzw. 9a, 9b Um­fangs-Dichtungen 13, wie ebenfalls in Fig. 3 schematisch angedeutet, vorgesehen werden können. Die Vielfalt der möglichen Dichtungsanordnungen wird durch Fig. 5 veranschaulicht, in der Dichtschnüre 14 weiterhin auch in dem Freiraum zwi­schen den ineinandergehakten Bandverdoppelungen 6b, 7a bzw. 6a, 7b vorgese­hen sind. Diese Dichtvarianten können in ihrer Gesamtheit oder einzeln bzw. in Kombination, d. h. wie gemäß Fig. 3 mit Dichtschnüren 12 und 13 oder nur Dicht­schnüren 12 bzw. 13 bzw. 14 zur Anwendung kommen.