Title:
Schneidewerkzeug
Kind Code:
A1


Abstract:
Die Erfindung geht aus von einem Schneidwerkzeug, insbesondere Fliesenschneidwerkzeug, mit einem in einer Werkzeughalterung einer Werkzeugmaschine einspannbaren und rotierend antreibbaren Grundkörper (10) und mit einem mit Schneidpartikeln (14) besetzten Schneidkopf (12). DOLLAR A Es wird vorgeschlagen, daß zumindest der Schneidkopf (12) und der Grundkörper (10) jeweils von zumindest einem Bauteil gebildet sind und das den Schneidkopf (12) bildende Bauteil über eine lösbare Verbindung mit dem Grundkörper (10) verbindbar und auswechselbar ausgeführt ist.



Inventors:
BERGER GUENTHER (DE)
CHOMIENNE STEPHANE (DE)
Application Number:
DE10101451A
Publication Date:
08/01/2002
Filing Date:
01/15/2001
Assignee:
ROBERT BOSCH GMBH
International Classes:
Domestic Patent References:
DE19730539C1N/A
DE4314868A1N/A
DE4436917A1N/A



Claims:
1. Schneidwerkzeug, insbesondere Fliesenschneidwerkzeug, mit einem in einer Werkzeughalterung einer Werkzeugmaschine befestigbaren und rotierend antreibbaren Grundkörper (10) und mit einem mit Schneidpartikeln (14) besetzten Schneidkopf (12), dadurch gekennzeichnet, daß zumindest der Schneidkopf (12) und der Grundkörper (10) von separaten Bauteilen gebil­det sind und das den Schneidkopf (12) bildende Bauteil über eine lösbare Verbindung mit dem Grundkörper (10) verbindbar und auswechselbar ausgeführt ist.

2. Schneidwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die lösbare Verbindung von einer Gewindeverbindung gebil­det ist.

3. Schneidwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidkopf (12) ein Innengewinde (16) aufweist.

4. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidkopf (12) einen Kern (18) aus einem gut wärmeleitenden Metall aufweist.

5. Schneidwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundkörper (10) einen Behäl­ter (20) zur Aufnahme von Kühlmittel (24) aufweist.

6. Schneidwerkzeug nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (20) einen nach außen gasdicht verschlosse­nen Raum (22) begrenzt.

7. Schneidwerkzeug nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn­zeichnet, daß der Aggregatzustand des Kühlmittels (24) wäh­rend eines Arbeitsprozesses zumindest teilweise durch eine auftretende Wärmeenergie veränderbar ist.

8. Schneidwerkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlmittel (24) von einer Flüssigkeit gebildet ist, die während eines Arbeitsprozesses zumindest teilweise ver­dampfbar ist.

9. Schneidwerkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß stets zumindest ein Teil des Kühlmittels (24) während ei­nes Arbeitsprozesses einen flüssigen Zustand aufweist.

10. Schneidwerkzeug nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Kühlmittel (24) von Wasser gebildet und ein Teil des Raums (22) mit Luft (26) gefüllt ist.

Description:
Stand der Technik Die Erfindung geht aus von einem Schneidwerkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Es sind Diamantbohrkronen und Fliesenschneidwerkzeuge be­kannt, die einen in einer Werkzeughalterung einer Werkzeugma­schine einspannbaren und rotierend antreibbaren Grundkörper und einen mit Diamanten besetzten Schneidkopf aufweisen. Der Grundkörper und der Schneidkopf sind unlösbar miteinander verbunden. Beim Arbeiten mit einer Werkzeugmaschine, beispielsweise beim Bohren, Meißeln, Schleifen, Sägen, Fräsen usw., entsteht durch Reibung im Arbeitsbereich Wärme. Um eine Überhitzung und einen dadurch bedingten erhöhten Verschleiß und/oder eine Beschädigung eines Werkzeugs sowie eine Beschädigung eines zu bearbeitenden Gegenstands zu vermeiden, ist bekannt, mit ei­ner Vorrichtung den Arbeitsbereich mit Wasser zu spülen. Beim Bohren von Beton oder Gestein kommen dabei sogenannte Naß-Bohrkronen zum Einsatz.Vorteile der Erfindung Die Erfindung geht aus von einem Schneidwerkzeug, insbesonde­re einem Fliesenschneidwerkzeug, mit einem in einer Werkzeug­halterung einer Werkzeugmaschine, insbesondere einer Hand­werkzeugmaschine, befestigbaren und rotierend antreibbaren Grundkörper und mit einem mit Schneidpartikeln besetzten Schneidkopf. Es wird vorgeschlagen, daß zumindest der Schneidkopf und der Grundkörper von separaten Bauteilen gebildet sind und das den Schneidkopf bildende Bauteil über eine lösbare Verbindung mit dem Grundkörper verbindbar und auswechselbar ausgeführt ist. Mit der Möglichkeit den Schneidkopf vom Grundkörper zu tren­nen, kann bei einem verschlissenen und/oder defekten Schneid­kopf dieser separat gewechselt werden, ohne daß der Grundkör­per ausgetauscht werden muß. Der Grundkörper kann mehrfach genutzt und Kosten können eingespart werden, und zwar insbe­sondere bei kostenintensiven, hochwertigen Grundkörpern. Fer­ner ist möglich, einen Grundkörper für mehrere verschiedene Schneidköpfe zu verwenden. Durch die Wahl der Schneidparti­kel, deren Bindung am Schneidkopf, deren Anzahl und deren Qualität kann gezielt auf spezielle Kundenwünsche eingegangen werden. Der Schneidkopf kann dabei farblich entsprechend ge­kennzeichnet werden. Ferner kann ein Schnittdurchmesser durch Auswechseln des Schneidkopfs schnell geändert werden. Vorteilhaft ist die lösbare Verbindung von einer Gewindever­bindung gebildet. An den Schneidkopf und an den Grundkörper können konstruktiv einfach und kostengünstig Gewinde ange­formt werden, die in ihrem Überlappungsbereich eine große Kontaktfläche zueinander aufweisen und einen großen Wär­mestrom vom Schneidkopf über die Kontaktfläche zum Grundkör­per ermöglichen. Um ein unbeabsichtigtes Lösen der Gewinde­verbindung zu vermeiden, können der Schneidkopf und der Grundkörper über einen Formschluß in axialer und/oder in Um­fangsrichtung gesichert sein, beispielsweise über einen Form­schluß mit einem separaten, stiftähnlichen Bauteil usw. Zur Verbindung des Schneidkopfs mit dem Grundkörper können auch andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende kraft- und/oder formschlüssige Verbindungen vorgesehen werden, wie z. B. Klemmverbindungen, Rastverbindungen usw. Vorteilhaft ist an den Schneidkopf ein Innengewinde ange­formt, das mit einem korrespondierenden Außengewinde am Grundkörper in Eingriff gebracht werden kann. Mit einem In­nengewinde am Schneidkopf kann eine große Außenfläche des Schneidkopfs erreicht werden, über die die beim Schneidvor­gang entstehende Wärme nach außen vorteilhaft abführbar ist. Ferner kann insbesondere der Grundkörper vorteilhaft ge­schützt im Innengewinde des Schneidkopfs angeordnet werden. Weist der Schneidkopf einen Kern mit gut leitendem Metall auf, wie z. B. Kupfer, kann die Wärme besonders vorteilhaft vom Schneidkopf zum Grundkörper abgeführt werden. Es kann ei­ne hohe Lebensdauer erreicht und Kosten können reduziert wer­den. Besonders vorteilhaft ist der Grundkörper aus einem Behälter zur Aufnahme von Kühlmittel gebildet. Grundkörper ohne inte­griertes Kühlsystem sind in der Regel kostengünstiger als Grundkörper mit Kühlsystem, wodurch die erfindungsgemäße Lö­sung mit dem auswechselbaren Schneidkopf sich besonders für letztere, hochwertige Grundkörper eignet. Die hochwertigen Grundkörper mit offenen und geschlossenen Kühlsystemen können vorteilhaft mehrfach verwendet werden. Bei einem entsprechenden Grundkörper kann eine beim Schneiden entstehende Wärme über die lösbare Verbindung an das im Be­hälter befindliche Kühlmittel abgegeben werden. Eine starke Erwärmung des Schneidkopfs kann vermieden und die Lebensdauer kann erhöht werden. Ferner wird vorgeschlagen, daß der Behälter einen nach außen gasdicht verschlossenen Raum begrenzt. Es kann eine vorteil­hafte Kühlung des Werkzeugs von innen erreicht und ein Kon­takt des Kühlmittels mit einer Bearbeitungsstelle vermieden werden. Mit dem geschlossenen Raum kann ein geschlossenes, sauberes und insbesondere für elektrische Handwerkzeugmaschi­nen geeignetes System zur Wärmeabfuhr aus dem Bereich der Ar­beitsfläche erreicht und eine thermische Überlastung verhin­dert werden. Pumpen und Kühlkreisläufe sowie ein besonderer Schutz von elektrischen Bauteilen vor dem Kühlmittel können im Vergleich zu offenen Systemen vermieden werden. Es können trotz einer guten Wärmeabfuhr aus dem Bereich der Arbeitsflä­che kostengünstige Werkzeuge geschaffen werden, die in Stan­dardmaschinen verwendet werden können. Der Raum kann durch verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Kon­struktionen dicht verschlossen sein, beispielsweise durch einen Deckel und/oder durch ein oder mehrere Sicherheitsventi­le, die öffnen, bevor das Werkzeug durch einen Überdruck zer­stört wird. Ist der Aggregatzustand des Kühlmittels während eines Ar­beitsprozesses zumindest teilweise durch eine auftretende Wärmeenergie veränderbar, kann die Aggregatzustandsänderung besonders vorteilhaft zur Wärmeabfuhr aus dem Bereich der Ar­beitsfläche genutzt werden. Als Kühlmittel können verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende feste, pastenförmige oder flüssige Materialien verwendet werden. Besonders vorteilhaft ist das Kühlmittel jedoch von einer Flüssigkeit gebildet, die während eines Ar­beitsprozesses zumindest teilweise verdampfbar ist. Um einen vorteilhaften Verdampfungsprozeß zu erreichen und einen uner­wünschten Überdruck zu vermeiden, ist der Raum vorzugsweise nur zu einem Teil mit der Flüssigkeit und zu einem Teil mit einem Gas gefüllt. Der Gasanteil kann beim Verdampfen des Wassers zusammengedrückt werden. Das Werkzeug verhält sich wie ein Druckkessel mit hohen Drücken, beispielsweise bis zu 100 bar bei 300°C, auf die das Werkzeug ausgelegt werden muß. Die auftretenden Drücke können leicht durch Dampfdruckkurven bestimmt werden. Möglich ist jedoch auch, eine Begrenzungs­wand des Raums gezielt elastisch verformbar auszuführen. Verdampft die Flüssigkeit an einer Fläche im Raum im Bereich einer Arbeitsfläche, breitet sich der Dampf über den Raum schnell aus und führt die Wärme vorteilhaft aus dem Bereich der Arbeitsfläche effektiv ab. Bei Wasserdampfung kann gegen­über Wassererwärmung eine höhere Wärmeenergie aufgenommen werden, und es kann ein großer Wärmestrom zu kühlen Bereichen hin erreicht werden, in denen der Wasserdampf kondensiert und Wasser zur Kühlung wieder zur Verfügung steht. Der Verdamp­fungsprozeß nimmt proportional zur Verdampfungsenthalpie des Kühlmediums Energie auf. Ist stets zumindest ein Teil des Kühlmittels während eines Arbeitsprozesses in einem flüssigen Zustand, kann ferner eine auf die Flüssigkeit wirkende Fliehkraft genutzt werden, so daß zumindest eine Fläche des Raums im Bereich der Arbeits­fläche stets mit der Flüssigkeit bedeckt ist. Wärmestaus durch Gasblasen können sicher vermieden werden. Ferner kann durch eine Verwirbelung des Wassers während des Betriebs des Werkzeugs eine zusätzliche Wärmeabfuhr an kühle Bereiche und eine zusätzliche Kühlwirkung erreicht werden. Alternativ oder ergänzend zur Rückführung vom flüssigen Wasser durch die wir­kende Fliehkraft zum Arbeitsbereich sind ein oder mehrere, den Kapillareffekt nutzende Elemente im Grundkörper denkbar, über die das Wasser zurückgeführt werden kann. Ein sich im Betrieb einstellendes Gleichgewicht zwischen flüssigem und dampfförmigem Kühlmittel kann durch verschiede­ne Parameter beeinflußt werden, wie beispielsweise durch Wahl einer Flüssigkeit mit einer bestimmten Siedetemperatur, durch die Menge der eingebrachten Flüssigkeit, durch einen bestimm­ten Druck im Raum im abgekühlten Zustand usw. Um zu errei­chen, daß das Kühlmittel bereits bei niedrigen Temperaturen verdampft, und um bei einer niedrigen Temperatur den Effekt des Wechsels des Aggregatzustands nutzen zu können, wird vor­teilhaft eine Flüssigkeit mit einer niedrigen Siedetemperatur verwendet, wie beispielsweise Alkohol. Um bei dem Verdampfungsprozeß möglichst viel Energie abführen zu können, wird vorteilhaft eine Flüssigkeit mit hoher Verdampfungsenthalpie verwendet, wie beispielsweise Wasser. In einer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß das Kühlmittel von Wasser gebildet und ein Teil des Raums mit Luft gefüllt ist. Das Werkzeug kann dadurch besonders kosten­günstig und einfach hergestellt werden. Ferner können mit ei­ner Wasser-Luft-Füllung Umweltbelastungen, beispielsweise bei einem Defekt des Werkzeugs, sicher vermieden werden. Ist der Raum zwischen zumindest einem Innenrohr und einem Au­ßenrohr angeordnet, kann das Werkzeug leicht, stabil und ko­stengünstig hergestellt werden. Ferner kann insbesondere bei Diamantbohrern konstruktiv einfach im radial inneren Bereich ein gewünschter Freiraum geschaffen werden. Die Rohre können durch verschiedene, dem Fachmann als geeignet erscheinende Verbindungsverfahren verbunden werden, wie beispielsweise La­serschweißen, Löten, Kleben usw. Besonders vorteilhaft werden die Rohre und/oder zusätzliche andere Bauteile in einem ge­meinsamen Verfahrensschritt miteinander verbunden und mögli­cherweise gleichzeitig die Schneidpartikel am Werkzeug befe­stigt, beispielsweise indem Kontaktstellen mit einem Lot be­schichtet und anschließend die Teile in einem Ofen fest ver­bunden werden. Ferner ist vorteilhaft ein den Raum verschließendes Bauteil rotationssymmetrisch an einem in der Werkzeughalterung befe­stigbaren bzw. einspannbaren Schaftende angeordnet. Am Schaftende ist das Bauteil im Betrieb vor äußeren Einflüssen geschützt, und insbesondere kann bei rotierenden Werkzeugen eine Unwucht durch das Bauteil sicher vermieden werden. Das Bauteil kann durch verschiedene Verbindungen befestigt sein, beispielsweise durch eine Klebe-, Löt- oder Schweißver­bindung usw. Wird das Bauteil über ein Gewinde befestigt, kann eine besonders kostengünstige, saubere und einfache Mon­tage erreicht werden. Ist das Bauteil eine Schraube, kann diese zudem vorteilhaft dazu genutzt werden, den Schaft zu stabilisieren. Ferner kann ein kostengünstiger und sicherer Verschluß des Raums mit einer eingepreßten Kugel erreicht werden. Mit einem sogenannten Kugelverschluß kann ein Befüllkanal mit einer kleinen Querschnittsfläche ausgeführt und Auswirkungen auf die Stabilität können weitgehend vermieden werden, beispiels­weise auf einen Schaft des Grundkörpers. Ferner ist ein unge­wünschtes Öffnen vermeidbar. Vorteilhaft besitzt der Grundkörper zumindest in einem Be­reich eine durch wenigstens eine Kühlrippe vergrößerte Ober­fläche. Mit einer großen Oberfläche kann eine gute Wärmeab­fuhr aus dem Raum nach außen erreicht werden. Daneben kann der Grundkörper mit einer Kühlluft angeströmt werden, bei­spielsweise mit einer Motorkühlluft einer Werkzeugmaschine. Besitzt der Grundkörper einen Arbeitsbereich mit einer klei­nen Querschnittsfläche bzw. mit einem kleinen Volumen, bei­spielsweise ein Grundkörper eines Bohrers oder eines Fliesen­schneidwerkzeugs mit einem kleinen Durchmesser, so daß im Ar­beitsbereich nur eine kleine Menge an Kühlmittel untergebracht werden kann, ist vorteilhaft in axialer Richtung vor dem Arbeitsbereich der Raum mit einer größeren Querschnitts­fläche ausgeführt als im Arbeitsbereich. Es kann dadurch ein ausreichendes Raumvolumen für das Kühlmittel geschaffen wer­den. Es entsteht eine Art Vorratsraum für das Kühlmittel. Aus dem Vorratsraum kann über eine große Oberfläche Wärme vor­teilhaft nach außen abgeführt werden, und zwar insbesondere bei hohen Drehzahlen. Die erfindungsgemäße Lösung kann bei verschiedenen, dem Fach­mann als sinnvoll erscheinenden Schneidwerkzeugen eingesetzt werden, und zwar bei Schneidwerkzeugen mit einer in Längs­richtung und/oder einer quer zur Längsrichtung des Werkzeugs verlaufenden Bearbeitungsrichtung. Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Lösung jedoch bei Fliesenschneidwerkzeu­gen einsetzbar, die in der Regel eine quer zur Längsrichtung des Werkzeugs verlaufende Bearbeitungsrichtung aufweisen. Trotz geteiltem Schneidkopf und Grundkörper kann eine vor­teilhafte Kühlung der Seitenflächen des Schneidkopfs erreicht werden.Zeichnung Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbe­schreibung. In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibun­gen und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombi­nation. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen. Es zeigen: Fig. 1 eine vergrößerte Darstellung eines Längs­schnitts durch einen Schneidkopf, Fig. 2 eine Draufsicht auf einen Grundkörper, Fig. 3 einen Schnitt entlang der Linie III-III in Fig. 2, Fig. 4 eine Draufsicht auf ein Verschlußteil des Grundkörpers, Fig. 5 einen Schnitt entlang der Linie V-V in Fig. 4 und Fig. 6 einen Schnitt durch den Schneidkopf und den Grundkörper im montierten Zustand.Beschreibung des Ausführungsbeispiels Fig. 1 zeigt einen von einem Sinterbauteil gebildeten Schneidkopf 12 eines Fliesenschneidwerkzeugs 28 mit einer Ar­beitsfläche 30, die mit Schneidpartikeln 14 versehen ist, und zwar mit Diamanten in einem Sintervorgang. Der Schneidkopf 12 weist einen eingepreßten Kern 18 aus Kup­fer auf. In den Kern 18 ist ein Innengewinde 16 eingebracht, über das der Schneidkopf 12 auf ein Außengewinde 48 eines Aufnahmebereichs 46 eines Grundkörpers 10 des Fliesenschneid­werkzeugs 28 aufgeschraubt werden kann (Fig. 1, 2, 3 und 6). Ist der Schneidkopf 12 verschlissen, kann dieser einfach vom Grundkörper 10 abgeschraubt und ausgewechselt werden. Der Grundkörper 10 ist von einem Behälter 20 zur Aufnahme von Kühlmittel 24 gebildet und besitzt ein erstes Bauteil 32, das einen Raum 22 bildet, und ein zweites Bauteil, das ein Ver­schlußteil 36 für den Raum 22 bildet (Fig. 2 bis 5). Das Ver­schlußteil 36 kann in das erste Bauteil 32 eingepreßt und durch Löten mit diesem stoffschlüssig verbunden werden (Fig. 6). Das den Raum 22 bildende Bauteil 32 weist an einer dem Schneidkopf 12 zugewandten Seite eine Verjüngung 44 auf, an die sich in Richtung des Schneidkopfs 12 der Aufnahmebereich 46 mit dem Außengewinde 48 anschließt. Vor der Verjüngung 44 besitzt das Bauteil 32 einen im Verhältnis zum Schneidkopf 12 großen Durchmesser, wodurch ein vorteilhaft großes Raumvolu­men für das Kühlmittel 24 erreicht werden kann. Es sind je­doch auch Schneidwerkzeuge denkbar, deren Grundkörper den gleichen Durchmesser wie der Schneidkopf oder einen kleineren Durchmesser als der Schneidkopf aufweisen. Die Verjüngung 44 bildet zudem eine axiale Anschlagfläche für den Schneidkopf 12. Der bolzenförmige Aufnahmebereich 46 ist hohl ausgeführt, und zwar ist in das Bauteil 32 von dem dem Schneidkopf 12 abgewandten Ende in Richtung Schneidkopf 12 eine Bohrung 34 eingebracht. Aus dem Aufnahmebereich 46 kann dadurch über das Kühlmittel 24 vorteilhaft Wärme abgeführt werden. An das Verschlußteil 36 ist in axialer Richtung an der dem Schneidkopf 12 abgewandten Seite ein Schaft 38 mit einer kon­zentrischen Bohrung 40 angeformt. Mit dem Schaft 38 kann der Grundkörper 10 in einer Werkzeughalterung einer nicht näher dargestellten Handwerkzeugmaschine eingespannt und rotierend angetrieben werden. In die Bohrung 40 ist auf der dem Schneidkopf 12 abgewandten Seite ein Innengewinde 42 einge­bracht, in das eine nicht näher dargestellte Schraube mit ei­ner Dichtscheibe eingeschraubt und der Raum 22 gasdicht ver­schlossen werden kann (Fig. 4 und 5). Das Kühlmittel 24 ist Wasser, wobei ein Teil des Raums 22 mit Luft 26 gefüllt ist. Während eines Arbeitsprozesses wird das flüssige Kühlmittel 24 durch eine wirkende Fliehkraft radial nach außen an eine Wandung 50 des Raums 22 gedrückt. Durch die wirkende Kraft verteilt sich das Kühlmittel 24 über die Länge des Raums 22 und gelangt dadurch in die Bohrung 34 des Aufnahmebereichs 46 des Fliesenschneidwerkzeugs 28. Wird durch eine Reibarbeit des Schneidkopfs 12 im vorderen Aufnahmebereich 46 des Raums 22 eine Siedetemperatur des Kühlmittels 24 erreicht, wobei die Bearbeitungsrichtung im wesentlichen quer zur Längsrichtung des Fliesenschneidwerk­zeugs verläuft, verdampft das Kühlmittel 24 teilweise. Das verdampfte Kühlmittel 24 breitet sich über den Raum 22 aus und führt aus dem Bereich der Arbeitsfläche 30 Wärme ab. Das Mengenverhältnis Luft 26 zu Kühlmittel 24 ist in der Weise abgestimmt, daß stets zumindest ein Teil des Kühlmittels 24 während eines Arbeitsprozesses flüssig ist.Bezugszeichen10 Grundkörper12 Schneidkopf14 Schneidpartikel16 Innengewinde18 Kern20 Behälter22 Raum24 Kühlmittel26 Luft28 Fliesenschneidwerkzeug30 Arbeitsfläche32 Bauteil34 Bohrung36 Verschlußteil38 Schaft40 Bohrung42 Innengewinde44 Verjüngung46 Aufnahmebereich48 Außengewinde50 Wandung