Title:
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen flächiger Bauteile mit vorbestimmtem Oberflächenaussehen, insbesondere von Frontplatten von Küchenelementen
Kind Code:
A1


Abstract:
The invention relates to a method for the production of components with a pre-determined surface appearance, in particular for front panels of kitchen units, whereby the components are printed with a pre-determined pattern by means of a printing method which may be programmed corresponding to the appearance achieved. The invention further relates to a device for the production of said components and a system in which groups of said components are produced.



Inventors:
BAUER JOERG R (DE)
Application Number:
DE10031030A
Publication Date:
01/17/2002
Filing Date:
06/26/2000
Assignee:
BAUER, JOERG R.
Domestic Patent References:
DE19532724A1N/A



Foreign References:
6050680
EP0931649
Claims:
1. Verfahren zum Herstellen flächiger Bauteile mit vorbestimmtem Oberflächenausse­hen, insbesondere von Frontplatten von Küchenelementen, bei welchem Verfahren flächige Bauteile mittels eines hinsichtlich des sich ergebenden Aus­sehens programmierbaren Druckverfahren zur Ausbildung eines vorbestimmten Musters be­druckt werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die zu bedruckenden Oberflächen aus Holz beste­hen.

3. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die zu bedruckenden Oberflächen aus Kunststoff bestehen.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei dreidimensionale Oberflächen bedruckt werden.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei nach einem Tintenstrahlverfahren bedruckt wird, bei dem Färbeflüssigkeiten unterschiedlicher Farbe aus unterschiedlichen Dü­sen abgespritzt werden.

6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei eine programmierbare homogene Farbe dadurch erzeugt wird, daß unterschiedliche Farben entsprechend der programmierten Farbe aus unter­schiedlichen Düsen in einem Sammelbehälter abgespritzt werden, in dem Tinte der program­mierten homogenen Farbe entsteht, die anschließend abgespritzt wird.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die mit dem vorbestimmten Mu­ster ausgebildete Oberfläche mit widerstandsfähigem Klarlack beschichtet wird.

8. Vorrichtung zum Herstellen flächiger Bauteile mit vorbestimmtem Oberflächenausse­hen, insbesondere von Frontplatten von Küchenelementen, enthaltendeine Unterlage (12) zur Aufnahme flächiger Bauteile (2),eine der Oberfläche der flächigen Bauteile gegenüberliegend angeordnete Druckeinrichtung (28) mit Farbdüsen zum Abspritzen unterschiedlich gefärbter Tinten,eine Fördereinrichtung (8) zum Erzeugen einer Relativbewegung zwischen den Farbdüsen und den flächigen Bauteilen,eine Sensoreinrichtung (30, 32, 34) zum Erfassen der Positionen der Oberflächen der flächi­gen Bauteile undein elektronisches Steuergerät (36, 38, 40) zum Steuern des Betriebs der Fördereinrichtung (8)und der Druckeinrichtung (28) derart, daß auf der Oberfläche der flächigen Bauteile (2) ein vorbestimmtes, programmierbares Muster gedruckt wird.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei der Abstand zwischen den Farbdüsen und der Unterlage verstellbar ist.

10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, wobei die Druckeinrichtung (283) Farbdüsen zum Bedrucken von Seitenflächen der flächigen Bauteile (22) enthält.

11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei ein an einem Träger (50) längsverschiebbarer Druckkopf (281) vorgesehen ist und der Träger um eine zur Richtung der Verschiebbarkeit senkrechte Achse (52) verschwenkbar ist.

12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei die Druckeinrichtung wenig­stens einen zweidimensional verschwenkbaren Druckkopf (282, 283) aufweist.

13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 12, wobei die Druckeinrichtung einen Druckkopf (72) mit einem Zwischenbehälter (74) aufweist, in den mehrere Düsen (A, B, C, X) Tinte abspritzen und der zur Versorgung wenigstens einer weiteren Düse (78) mit Tinte dient.

14. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei eine Spüleinrichtung (80, 82) für den Zwi­schenbehälter (74) vorgesehen ist.

15. System zum Herstellen von Gruppen flächiger Bauteile mit vorbestimmtem Aussehen, insbesondere von Frontplatten für eine aus Elementen bestehenden Küche, enthaltendeinen Bestelleingang (100), in dem eine Gruppe flächiger Bauteile entsprechend einer einge­gangenen Bestellung datenmäßig zusammengestellt wird,eine Konfektioniereinrichtung (102, 104, 108), in der die flächigen Bauteile der Gruppe ent­sprechend den bestellten Größen und der bestellten Anzahl hergestellt werden, undeine Oberflächenbearbeitungseinrichtung (110, 112), in der die Oberflächen der konfektio­nierten Gruppe von Bauteilen das vorbestimmte Aussehen erhalten.

Description:
Ein Konstruktionsmerkmal üblicher Küchen liegt darin, daß unterschiedlichste Küchenele­mente, Schubladen, Schränke, Elektrogeräte usw. mit Frontplatten versehen werden, die der Küche ein eigenes und gefälliges Aussehen verleihen. Die Vielzahl von Frontplattengrößen und die Vielzahl von von den Kunden gewünschten Oberfächen, die unterschiedliche Holz­arten, Kunststoffoberflächen, unterschiedliche Farben und Muster umfassen, führt zu einer außerordentlich kostenintensiven Produktion mit großer Lagerhaltung. Beispielweise werden Frontplatten aus unterschiedlichem Massivholz oder mit unterschiedlichen Holzfurnieren her­gestellt, die dann in der gewünschten Farbe gebeizt und oberflächenversiegelt werden. Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die vorgenannte Problematik zu mildern. Das im Anspruch 1 gekennzeichnete Verfahren liefert eine Lösung für das vorgenannte Pro­blem. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können auf flächigen Bauteilen mit beispielweise le­diglich zwei Arten von Oberflächen, nämlich einer Holzfurnieroberfläche und einer Kunst­stoffoberfläche, die unterschiedlichsten Oberflächen ausgebildet werden, die das Aussehen unterschiedlichster Holzarten mit unterschiedlichsten Einfärbungen oder von nicht gemaser­ten Oberflächen mit unterschiedlichsten Mustern haben. Die Differenzierung der Oberflächen geschieht erst am Ende des Produktionsprozesses, so daß eine bestellnahe Fertigung ohne große Lagerhaltung möglich ist. Die Unteransprüche 2 bis 7 sind auf vorteilhafte Durchführungsformen des erfindungsgemä­ßen Verfahrens gerichtet. Die im Anspruch 1 angegebene Vorrichtung liefert eine weitere Lösung für die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe. Die Unteransprüche 9 bis 14 sind auf vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung gerichtet. Die Erfindung ist überall dort einsetzbar, wo bei flächigen Bauteilen bezüglich des Aussehens eine hohe Vielfalt vor Kunde mit geringen Kosten erreicht werden soll. Die Erfindung ist ins­besondere in der Möbelindustrie und besonders vorteilhaft bei der Fertigung von Küchen ein­setzbar. Die Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnungen beispielsweise und mit weiteren Einzelheiten erläutert. Es stellen dar: Fig. 1 zwei Frontplatten mit unterschiedlicher Oberflächenstruktur, Fig. 2 eine schematische Ansicht einer erfindunggemäßen Vorrichtung, Fig. 3 eine schematische Ansicht einer in der erfindungsgemäßen Vorrichtung ent­haltenen Baugruppe, Fig. 4 ein Beispiel von weiteren in der erfindungsgemäßen Vorrichtung enthaltenen Baugruppen, Fig. 5 ein Detail der Vorrichtung zum Bedrucken von Handhabungsknöpfen, Fig. 6 eine mit einem Dekor versehene Frontplatte, Fig. 7 einen Querschnitt durch eine Frontplatte zu Erläuterung des Bedruckens, Fig. 8 eine Gruppe von Frontplatten, Fig. 9 einen schematischen Querschnitt durch einen Druckkopf, Fig. 10 einen schematischen Querschnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform ei­nes Druckkopfes, Fig. 11 den Druckkopf der Fig. 10 in einer Spüleinrichtung und Fig. 12 ein Systen für die Herstellung von zu einer bestellten Küche gehörenden Frontplatten. Fig. 1 zeigt beispielhaft zwei Frontplatten 2, wobei die linke eine Holzoberfläche mit einer Maserung 4 aufweist und die rechte eine homogene Kunststoffoberfläche aufweist. Die Front­platten können unterschiedlichsten Aufbau und Oberflächen haben, beispielsweise einen Preßspangrundkörper, auf den ein Holzfurnier aufgebracht ist, einen Kunststoffgrundkörper, auf den Material aufkaschiert ist, so daß die Oberfläche dreidimensional strukturiert ist, usw. Die Frontplatten können auch aus Massivholz sein. Die gestrichelt eingezeichneten Linien 6 sind Konturlinien zur Verdeutlichung, daß die Front­platten in unterschiedlichsten Größen benötigt werden, wobei auch nicht rechtwinklige Front­platten, runde und ovale Frontplatten usw. vorgesehen sein können. Fig. 2a zeigt in einer Aufsicht und Fig. 2b in einer Seitenansicht eine Vorrichtung zum Aufbringen vorbestimmter Muster auf eine Frontplatte 2. Die Frontplatte 2 befindet sich auf einer Fördereinrichtung 8, die beispielsweise ein über Rol­len bzw. Walzen 10 bewegtes Förderband 12 enthält, zu dessen Antrieb ein Motor 14 vorge­sehen ist. Quer über das Förderband 12 erstreckt sich ein Portal 16, an dessen Querbalken 18 ein Wagen 20 längst des Querbalkens 18 beweglich geführt ist. Zum Antrieb des Wagens ist ein Motor 22 vorgesehen, dessen Ritzel 24 mit einer Verzahnung des Wagens 20 kämmt. An dem Wagen 20 ist mittels eines nicht dargestellten Antriebs eine Konsole 26 in Richtung des Doppelpfeils (Fig. 2b) senkrecht verschiebbar geführt, an deren Ende ein Druckkopf 28 befestigt ist, der beispielsweise in Art eines Druckkopfes aufgebaut ist, wie er in Tintenstrahl­druckern bzw. Ink-Jet oder Bubble-Jet Druckern verwendet wird, wobei aus Farbdüsen des Druckkopfes Färbeflüssigkeitstropfen abspritzbar sind. Zur Erfassung der Position der Frontplatte 2, deren Kontur und Dicke sind Sensoren 30, 32 und 34 vorgesehen, wobei der Sensor 30 beispielsweise die Vorderkante die auf dem Förderband 12 bewegten Frontplatte 2 erfaßt, der Sensor 32 die Höhe der Frontplatte 2 erfaßt und der an dem Querbalken 18 angebrachte Sensor 34 die Seitenkante der Frontplatte 2 erfaßt. Die Sensoren können optisch, mit Ultraschall oder sonstwie arbeiten und können zusätzlich beweglich angeordnet sein, so daß die gesamte Geometrie der Oberfläche der Frontplatte 2 jeweils erfaßt werden kann, bevor die Oberfläche in den Bereich unter dem Druckkopf 28 kommt. In den Figuren nicht eingezeichnet ist der Färbeflüssigkeitsvorrat und die Färbeflüssigkeitsbe­schickung für den Druckkopf 28, die beispielsweise aus großen Vorratsbehältern erfolgen kann, die auf dem Wagen 20 abgeordnet sind. Zur Steuerung der Vorrichtung ist ein Steuergerät mit einem Computer 36, einer Tastatur 38 und einem Bildschirm 40 vorgesehen. Es versteht sich, daß zusätzlich ein Lautsprecher vorge­sehen sein kann. An Eingänge 42 des Computers 36 sind die Sensoren 30, 32 und 34 angeschlossen; an Aus­gänge 44 sind die Antriebe zur zweidimensionalen Bewegung (in Querrichtung des Förder­bandes 12 und senkrecht zu dessen Oberfläche) für den Druckkopf 28, die Steuerleitungen zur Ansteuerung des Druckkopfes 28 und gegebenenfalls die Antriebe zur Bewegung einer oder mehrerer der Sensoren 30, 32 und 34 sowie der Antrieb 14 des Förderbandes 12 angeschlos­sen. Über einen weiteren Eingang 46 werden Daten eingegeben, die das Muster angeben, das von dem Druckkopf 28 erzeugt werden soll. Für die Ausbildung dieser Muster bestehen alle Frei­heitsgrade, wobei die Muster durch Scannen von Bildvorlagen in digitaler Form erzeugt wer­den können, gespeichert werden können und dann durch entsprechende Ansteuerung des Druckkopfes 28 sowie dessen Bewegung relativ zur Frontplatte 2 in Verbindung mit der Steuerung des Antriebs 14 auf die Frontplatte 2 aufgebracht werden können. Bezüglich der Datenverarbeitung stehen alle modernen Technologien zur Verfügung, wie sie beispielsweise für heutige Fotodrucke üblich sind. Aufbau und Arbeitsweise der einzelnen Element der Vorrichtung sind an sich bekannt und werden daher nicht erläutert. Eine auf dem Förderband 12 befindliche Frontplatte 2 wird von den Sensoren 30, 32 und 34 hinsichtlich ihrer Lage und Größe erkannt, so daß der Wagen 20 und der senkrechte Antrieb der Konsole 26 sowie der Druckkopf 28 von dem Computer 36 entsprechend den gerade wirksamen Musterdaten derart gesteuert werden, daß das erwünschte Muster ausgebildet wird. Wenn die gesamte Kontur der Frontplatte 2 erfaßt wird, geschieht dies derart, daß prak­tisch keine Färbeflüssigkeit auf das Förderband 12 aufgebracht wird und die Oberfläche der Frontplatte 2 auch in ihren Randbereichen vollständig bedruckt ist. Die beschriebene Vorrichtung kann in vielfältiger Weise abgeändert werden. Beispielsweise ist, wenn die Geometrie der jeweiligen Frontplatte bekannt ist und die Frontplatte 2 an einer jeweiligen Bezugsposition auf das Förderband 12 aufgelegt wird und in vorbestimmter Weise zum Förderband 12 ausgerichtet ist, nur erforderlich, die Vorderkante der Frontplatte 2 bzw. die Lage der Bezugsposition relativ zum Querbalken 18 zu erfassen, so daß der Aufwand für die Sensoren entsprechend vermindert werden kann. Die senkrechte Bewegbarkeit des Druck­kopfes 28 ist erforderlich, da entsprechend den Spezifikationen des Druckkopfes 28 und der erzielbaren Musterfeinheit ein vorbestimmter Abstand zwischen den Farbdüsen des Druck­kopfes 28 und der zu bedruckenden Oberfläche der Frontplatte 2 erforderlich ist. Der in Fig. 2 dargestellte, einzige bewegliche Druckkopf mit mehreren Farbdüsen (nicht dargestellt) zum Abspritzen unterschiedlicher Färbeflüssigkeiten kann beispielsweise durch in Förderrichtung hintereinander angeordnete Düsenbalken ersetzt werden, die sich quer über das Förderband 12 erstrecken und jeweils eine Reihe von Farbdüsen aufweisen, die selektiv vom Computer 36 ansteuerbar sind. Die Düsen der einzelnen Düsenbalken verspritzen jeweils nur eine Farbe, so daß jede Musterfarbe mit drei hintereinander angeordneten Düsenbalken erzeugbar ist. Fig. 3 zeigt ein vorteilhaftes Detail einer erforderlichenfalls zusätzlich vorhandenen Druck­einrichtung in perspektivischer Darstellung. Bei dieser Druckeinrichtung ist der Druckkopf 28 an einem Träger 50 längsbeweglich in Richtung des Doppelpfeils geführt und ist der Träger 50 um eine zur Richtung des Doppelpfeils senkrechte Achse 52 schwenkbar. Zusätzlich kann der Träger 50 höhenverstellbar oder der Druckkopf 28 relativ zum Träger 50 höhenverstellbar sein. Mit der Anordnung ist es, wie unmittelbar einsichtig, möglich, Seitenflächen der Frontplatte 2 zu bedrucken, auch wenn die Seitenflächen schräg zur Förderrichtung des Förderbandes 12 gerichtet sind. Fig. 4 zeigt weitere Details möglicher Ausbildungen der Druckeinrichtung. Druckköpfe 282 sind einer Konsole 262 mittels eines nicht dargestellten Antriebs derart schwenkbar, daß an der Frontplatte 22 ausgebildete Vorsprünge 54 bedruckt werden können. Die Konsole 262 kann zusätzlich in senkrechter Richtung verschiebbar sein und die Druckköpfe 282 können beispielsweise durch entsprechende Lagerung von Tragarmen 56 an der Konsole 262 um eine senkrechte Achse schwenkbar sein. Durch die damit geschaffenen kinematischen Möglich­keiten ist es möglich, die Vorsprünge 54 derart zu bedrucken, daß sich die Farbdüsen der Druckköpfe 282 jeweils in einem vorbestimmten Abstand von der Oberfläche und senkrecht zur Oberflächenrichtung gerichtet befinden, wodurch sich hochqualitative Muster ausbilden lassen. Der in Fig. 4 weiter dargestellte Druckkopf 283 ist insgesamt derart beweglich, daß die Sei­tenflächen der Frontplatte 22 bedruckbar sind. Wie aus den bisherigen Zeichnungen unmittelbar ersichtlich, kann mit einem Druckkopf 28, der an einer senkrecht und in Querrichtung des Förderbandes 12 beweglichen Konsole 26 ( Fig. 2) um eine senkrechte und eine waagrechte Achse schwenkbar angeordnet ist, im Zu­sammenwirken mit einer Vorwärts- und einer Rückwärtsbewegung des Förderbandes 12 jede Oberflächenkontur einer Frontplatte 2 bedruckt werden, beispielsweise auch Betätigungs­knöpfe 60, die gemäß Fig. 5 an einer Frontplatte 2 vorgesehen sind. Fig. 6 zeigt ein Beispiel eines Dekors bzw. Musters 62, das auf eine mit einer Maserung 4 versehene Oberfläche einer Frontplatte 2 aufgebracht ist. Die Maserung 4, die durch das Holz selbst gegeben sein kann und/oder ebenfalls durch Bedrucken aufgebracht ist, kann unter­schiedlich betont werden, je nach homogener Kontrastfarbe, in der die Oberfläche bespritzt bzw. bedruckt ist, wobei im dargestellten Beispiel zusätzlich ein rechteckiger Rahmen als De­kor bzw. Muster aufgebracht ist. Fig. 7 zeigt eine Frontplatte, die einen Grundkörper 62, beispielsweise aus Preßspan, auf­weist, auf den ein Furnier 66 aus weichem bzw. saugfähigem Holz aufgebracht ist. Wenn auf diese Art einer saugfähigen Oberfläche Flüssigkeitströpfchen 66 aufgebracht werden, verlau­fen diese ähnlich wie bei faserigem oder feuchtem Papier seitlich und fließen ineinander, wo­durch optisch sehr gefällige Muster erzeugt werden können, wenn unterschiedlich gefärbte Flüssigkeitströpfchen 66 mit ihren Randbereichen ineinanderl aufen. Die Menge der Färbeflüssigkeiten der einzelnen Flüssigkeitströpfchen, die ineinander läuft, kann durch das Volumen der Flüssigkeitströpfchen und die Art der Oberfläche beeinflußt werden. Fig. 8 zeigt ein Beispiel, in dem durch entsprechende Bedruckung einzelner Frontplatten 210 bis 215 ein Gesamtmuster bzw. optischer Gesamteindruck erzeugt werden kann. Gemäß Fig. 9 können in einem Druckkopf 28 unterschiedliche, mit unterschiedlich gefärbter Färbeflüssigkeit beschickte Farbdüsen 701 bis 704 vorgesehen sein, wobei beispielsweise die Druckköpfe 701, 702 und 723 mit Farben beschickt werden, die i‚Ù ‚908949DEA110031030 DE011205 n ihrer Addition Schwarz er­geben und der Druckkopf 704 unmittelbar mit schwarz gefärbter Färbeflüssigkeit beschickt wird. Fig. 10 zeigt eine Ausführungsform eines Druckkopfes 72, der in sich vier verschiedene Druckköpfe A, B, C und X enthält, wobei die Druckköpfe A, B, C mit unterschiedlich ge­färbten Färbeflüssigkeiten beschickt werden und der Druckkopf X mit einer Spülflüssigkeit beschickt wird. Die Druckköpfe A, B, C spritzen die jeweilige Färbeflüssigkeit in einen Zwi­schenbehälter 74, der mit einem Rührer 76 versehen ist, und aus dem ein weiterer Druckkopf 78 beschickt wird. Mit dem zusammengesetzten Druckkopf 72 wird folgendes erreicht: Durch entsprechende Ansteuerung der Druckköpfe A, B, C läßt sich in dem Zwischenbehälter 74 aus den drei unterschiedlichen Färbeflüssigkeiten jede Mischfarbe in programmierter Wei­se erzeugen, deren Homogenität durch den Rührer 76 gewährleistet wird. Aus dem Druckkopf 78 kann auf diese Weise Färbeflüssigkeit jeder gewünschten Farbe großflächig und homogen abgespritzt und auf eine Oberfläche aufgebracht werden. Fig. 11 zeigt den Druckkopf 72 der Fig. 10 bei einem Spülvorgang, wenn ein Farbwechsel erforderlich ist. Aus dem Druckkopf X wird in den Zwischenbehälter 74, nachdem dessen programmiertes Flüssigkeitsvolumen weitgehend verspritzt ist, aus einem Vorratsbehälter 80 Spülflüssigkeit gespritzt, die in einem Kreislauf 82 geführt wird. Die Spülflüssigkeit kann bei 86, wenn die Färbeflüssigkeit pigmentierte Färbeflüssigkeit ist, gefiltert werden und den Zwi­schenbehälter 74 wiederholt durchströmen, bis keine Farbrückstände mehr vorhanden sind, und dann dem Vorratsbehälter 80 erneut zugeführt werden. Die Bezugszeichen 88 und 90 stellen Ventile dar, Bezugszeichen 92 bezeichnet eine Pumpe. Mit der Anordnung der Fig. 11 können in umweltfreundlicher Weise und unter geringen Färbeflüssigkeitsverlusten unter­schiedliche homogene Farben verspritzt werden. Vorzugsweise wird der bisher geschilderten Bedruckung der Oberflächen der Frontplatten 2 eine Beschichtungsstufe nachgeschaltet, in der die mit Färbeflüssigkeit in einem vorbestimm­ten Muster und/oder mit einer vorbestimmten Hintergrundfarbe ausgebildete Oberfläche mit einer Schutzschicht versehen wird, indem diese Schutzschicht entweder als Folie oder als Ein- oder Zweikomponenten-Kunstharzlack aufgebracht wird. Die Schutzschicht, die vorzugswei­se transparent ist, macht die Oberfläche strapazierfähig, chemisch unempfindlich und kratz­fest. Sie vermindert desweiteren die Anforderungen an die UV-Beständigkeit der verwende­ten Färbeflüssigkeiten bzw. Tinten, mit denen die Bedruckung erfolgt. Die Schutzschicht kann durch Spritzen, Rollen oder auch sonstige, an sich bekannte Weise ausgebildet werden. Die beschriebenen Verfahren können in vielfältiger Weise abgeändert werden. Die Bedruc­kung muß nicht zwangsläufig nach dem Tintenstrahlverfahren erfolgen. Die Einfärbung und/oder Musterausbildung der Oberflächen kann mit jedweden anderen Verfahren folgen, das vorzugsweise programmierbar ist, so daß ein hohes Maß an Flexibilität gegeben ist. Fig. 12 zeigt schematisch die Struktur eines gesamten Systems zum Herstellen von Gruppen von Frontplatten, die für eine Küche benötigt werden. Bezugszeichen 100 bezeichnet den Bestelleingang, in dem auf unterschiedlichster Weise Be­stellungen einer Küche eingehen. Eine bestellte Küche ist gekennzeichnet durch die Art und Anzahl ihrer Bauelemente, wie Schränke, Fächer, Elektrogeräte usw. , die zur Sichtseite alle durch Frontplatten abgeschlossen sind, die ein spezifisches Dekor aufweisen, das sich beispielsweise durch das Oberflächenmaterial, die Grundfarbe und das Muster mit den jeweili­gen Farben auszeichnet. Auf Grund einer bestellten Küche wird im Bestelleingang 100 eine Gruppe von Frontplatten datenmäßig zusammengestellt, die für die Küche benötigt werden und die zunächst hinsicht­lich ihrer Oberflächenbeschaffenheit und Abmessungen zusammengestellt wird. Je nachdem, ob die benötigten Frontplatten in einem Lager 102 bereits fertig vorhanden sind oder in einer Zuschneideeinrichtung 104 mit den jeweiligen Maßen hergestellt werden müssen, geht der bestellte Datensatz durch das Lager 102 oder die Zuschneideeinrichtung 104. In der Zuschneideeinrichtung 104 werden die benötigten Frontplatten aus großflächigen Ta­feln 106 ausgeschnitten, wobei die Tafeln 1061 beispielsweise Tafeln mit Holzfurnier sind und die Tafeln 1062 Tafeln mit Kunststoffoberfläche sind. Die maßlich zugeschnittenen, aus den Tafeln erzeugten Platten werden vorzugsweise unmittelbar nach dem Zuschneiden mit Umleimern bzw. Kantenschützern versehen, wenn dies für das jeweilige Material erforderlich ist, beispielsweise wenn der Tafelgrundkörper aus Preßspan ist. In einer Konfektioniereinrichtung 108 werden die einzelnen, der Küchenbestellung entspre­chenden Tafeln dann zusammengestellt und in der nachgeschalteten Bedruckeinrichtung 110 mit der bzw. den vorbestimmten Farben in dem vorbestimmten Muster ausgebildet. Der Be­druckeinrichtung 110 ist eine Oberflächenbeschichtungseinrichtung 112 nachgeschaltet, in der die mit dem jeweiligen Muster bzw. Dekor ausgebildeten Frontplatten mit verschleißar­men, dauerhaltbaren Oberflächen versehen werden, beispielsweise mit einem Zweikompo­nenten-Kunstharz-Transparentlack versehen werden. In der Station 114 steht der für die Kü­che benötigte Satz von Frontplatten dann für die weitere Bearbeitung zur Verfügung. Mit dem vorgeschriebenen System wird bei einem Minimum an Lagerhaltung eine flexible Produktion erzielt, mit der die benötigten Frontplatten unmittelbar entsprechend der jeweili­gen Kundenbestellung hergestellt werden. Dadurch, daß die zu einer Küche gehörenden Frontplatten unmittelbar hintereinander die Stationen 110 und 112 durchlaufen, ist ihre ma­ximale Übereinstimmung miteinander gegeben. Dennoch können Ersatzteile durch die pro­grammierte Steuerung und den Einsatz genormter Färbeflüssigkeiten in einwandfreier Quali­tät nachgeliefert werden. Es versteht sich, daß das System in unterschiedlichster Weise abgeändert werden kann. Bei­spielsweise kann der Station 104 eine Station nachgeschaltet sein, in der die ausgeschnittenen Platten mit dreidimensionalen Ornamenten ergänzt werden. Des weiteren kann ein Satz von Platten aus unmittelbar zugeschnittenen und dem Lager entnommenen Platten zusammenge­stellt werden. Es versteht sich, daß das beschriebene System zum Einsatz für die Produktion jedwelcher Möbel geeignet ist.Bezugszeichenliste2 Frontplatte4 Maserung6 Konturlinien8 Fördereinrichtung10 Walze12 Förderband14 Motor16 Portal18 Querbalken20 Wagen22 Motor24 Ritzel26 Konsole28 Druckkopf30 Sensor30 Sensor34 Sensor36 Computer38 Tastenfeld40 Bildschirm42 Eingänge44 Ausgänge46 Eingang50 Träger52 Achse54 Vorsprung56 Tragarm58 Tragarm60 Betätigungsknopf62 Muster64 Grundkörper66 Flüssigkeitströpfchen70 Farbdüse72 Druckkopf74 Zwischenbehälter76 Rührer78 Druckkopf80 Vorratsbehälter82 Kreislauf86 Filter88 Ventil90 Ventil92 Pumpe100 Bestelleingang102 Lager104 Zuschneideeinrichtung106 Tafel108 Konfektionierstation110 Bedruckeinrichtung112 Beschichtungseinrichtung114 Abgabestation