Title:
Intaglio printing machine has screen printing cylinder for transfer of screen printing ink to printing plate cylinder
Kind Code:
C1


Abstract:
The printing machine has a printing plate cylinder (2), a printing cylinder (1) and at least one screen printing cylinder (7), for transfer of screen printing ink to the printing plate cylinder, provided with a printing plate having different recesses for reception of the intaglio printing ink and the screen printing ink, the recesses for the screen printing ink having a larger size.



Inventors:
SCHAEDE JOHANNES (DE)
Application Number:
DE10025996A
Publication Date:
07/12/2001
Filing Date:
05/25/2000
Assignee:
KOENIG & BAUER AG (DE)
Domestic Patent References:
DE19746268A1N/A1999-04-22



Foreign References:
EP03513661993-12-15
EP03431061989-11-23
EP08644211998-09-16
EP05630071993-09-29
Claims:
1. Intaglio-Druckmaschine mit einem Plattenzylinder (2) und einem Druckzylinder (1) dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens einen Siebdruckzylinder (7) zur Übertragung einer Siebdruckfarbe auf den Plattenzylinder (2) aufweist, dass eine Druckplatte des Plattenzylinders (2) erste Vertiefungen (11) zur Aufnahme von Tiefdruckfarbe und zweite Vertiefungen (12) zur Aufnahme von Siebdruckfarbe aufweisen und dass die zweiten Vertiefungen (12) größer als die ersten Vertiefungen (11) sind.

2. Intaglio-Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Plattenzylinder (2) eine Stahlstichdruckplatte aufweist.

3. Intaglio-Druckmaschine nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Plattenzylinder (2) ein Sammelzylinder (6) zugeordnet ist.

4. Intaglio-Druckmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Sammelzylinder (6) eine Mehrzahl von Schablonenzylindern (4) zugeordnet ist.

5. Intaglio-Druckmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Schablonenzylinder (4) ein Farbwerk (8) zugeordnet ist.

6. Intaglio-Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Plattenzylinder (2) eine Wischeinrichtung (3) zugeordnet ist.

7. Intaglio-Druckmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Siebdruckzylinder (7) an dem Plattenzylinder (2) auf die Produktionsrichtung bezogen vor der Wischeinrichtung (3) angeordnet ist.

8. Intaglio-Druckmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Siebdruckzylinder (7) an dem Plattenzylinder (2) auf die Produktionsrichtung bezogen hinter der Wischeinrichtung (3) angeordnet ist.

9. Intaglio-Druckmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Siebdruckzylinder (7) an dem Sammelzylinder (6) angeordnet ist.

Description:
Die Erfindung betrifft eine Intaglio-Druckmaschine entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Aus EP 03 43 106 A2 ist eine Druckmaschine mit einer auf einem Formzylinder angeordneten Stichtiefdruckplatte und einem Druckzylinder bekannt, bei der die Stichtiefdruckplatte gleichzeitig als Nassoffsetdruckplatte für ein zusätzliches Offsetdruckwerk dienen kann. Eine Druckmaschine mit einem Tiefdruckwerk mit Formzylinder und Druckzylinder ist ferner aus der EP 03 51 366 B1 bekannt. Das Tiefdruckwerk ist in dieser Druckmaschine mit einem indirekt arbeitenden Druckwerk kombiniert, aus dem ihm bedruckte Bögen mit Hilfe einer zwischengeschalteten Bogentransportvorrichtung zugeführt werden. Derartige Druckmaschinen erlauben das Übereinanderdrucken mit unterschiedlichen Techniken auf dem gleichen Bedruckstoff mit einem hohen Grad von Passerhaltigkeit. Sie werden daher bevorzugt für den Druck von Dokumenten eingesetzt, die einen hohen Grad an Fälschungssicherheit aufweisen müssen, wie etwa Banknoten, Wertpapiere, Ausweisdokumente etc. Die EP 08 64 421 A1 beschreibt eine Druckmaschine mit austauschbaren Farbauftrageinrichtungen für unterschiedliche Druckverfahren. Die EP 05 63 007 A1 zeigt eine Intaglio-Druckmaschine, an deren Plattenzylinder ein Schablonenzylinder und ein Sammelzylinder angestellt sind. An den Sammelzylinder sind wiederum mehrere Schablonenzylinder angestellt. Die DE 197 46 268 A1 offenbart, Lacke unterschiedlicher Viskosität mittels unterschiedlicher Druckverfahren aufzubringen. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Intaglio-Druckmaschine zu schaffen, mit der unterschiedliche Druckfarben aufgetragen werden können. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass sie das Drucken von tastbaren Merkmalen auf einfache Weise und mit hoher Passergenauigkeit in Bezug auf weitere Druckmotive ermöglicht. Die Anbringung derartiger tastbarer Motive ist insbesondere bei Geldscheinen erwünscht, um auch sehbehinderten Personen eine sichere Erkennung der Banknoten und Unterscheidung ihrer Nennwerte zu ermöglichen. Die Druckplatte des Formzylinders einer solchen Maschine weist Vertiefungen auf, wobei es sich dabei nicht nur um Vertiefungen zum Aufnehmen einer Druckfarbe handeln kann, sondern auch Siebdruckfarbe gezielt in derartige Vertiefungen eingebracht werden kann, um sie anschließend mit einem der Form der Vertiefung entsprechenden Profil zu drucken. Bei dem mit der Druckmaschine ausgeführten Tiefdruckverfahren handelt es sich vorzugsweise um ein Sammeldruckverfahren, d. h. es existiert ein Sammelzylinder, auf dem verschiedene zu druckende Druckfarben jeweils unabhängig voneinander, vorzugsweise mit Hilfe von Schablonenzylindern, aufgetragen werden und das so erzeugte vollständige Tiefdruckmotiv in einem einzigen Spaltdurchgang auf den Bedruckstoff übertragen wird. Einer ersten Ausgestaltung zufolge ist der Siebdruckzylinder an dem Formzylinder angeordnet. Er kann dort bezogen auf die Produktionsrichtung hinter einer für den Tiefdruck an sich bekannten Wischeinrichtung angeordnet sein, so dass der Siebdruckvorgang im wesentlichen unbeeinflusst durch den Tiefdruck abläuft. Der Siebdruckzylinder kann jedoch an dem Formzylinder auch vor einer solchen Wischeinrichtung angeordnet sein, so dass die Siebdruckfarbe in entsprechender Weise wie die Druckfarbe gewischt wird. Einer zweiten Ausgestaltung zufolge ist der Siebdruckzylinder an dem Sammelzylinder angeordnet und trägt die Siebdruckfarbe zunächst auf diesen auf. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch eine erste Ausgestaltung der Druckmaschine; Fig. 2 einen entsprechenden Schnitt durch eine zweite Ausgestaltung; Fig. 3 die Oberfläche einer in der Druckmaschine verwendeten Tiefdruckplatte im Schnitt; Fig. 4 und Fig. 5 einen Schnitt durch eine dritte bzw. vierte Ausgestaltung der Druckmaschine; Die in Fig. 1 im schematischen Schnitt dargestellte Ausgestaltung der Druckmaschine weist eine Mehrzahl von Farbwerken 8 auf, die jeweils mit einem Schablonenzylinder 4 zusammenwirken und Farbe auf erhabene Bereiche des zugeordneten Schablonenzylinders 4 übertragen. Die Schablonenzylinder 4 wirken ihrerseits mit einem Sammelzylinder 6 zusammen, auf den sie die von den Farbwerken 8 empfangene Farbe übertragen. Auf dem Sammelzylinder 6 wird auf diese Weise ein mehrfarbiges Muster erzeugt, dessen farbige Zonen jeweils den erhabenen Bereichen der Schablonenzylinder 4 entsprechen. Der Sammelzylinder 6 wirkt seinerseits mit einem Formzylinder 2, z. B. einem Plattenzylinder 2 zusammen, auf dem Tiefdruckplatten, insbesondere Stahlstrichdruckplatten, montiert sind. Diese Druckplatten werden im Kontakt mit dem Sammelzylinder 6 entsprechend dem auf letzterem gebildeten Farbmuster eingefärbt, wobei die Druckfarbe beim Durchgang durch den Spalt zwischen Plattenzylinder 2 und Sammelzylinder 6 im wesentlichen in geätzte oder gravierte feine Kanäle gedrückt wird, die einem auf dem Bedruckstoff zu druckenden, detailreichen Muster entsprechen. In Produktionsrichtung, d. h. im Uhrzeigersinn in der Fig. 1, hinter dem Spalt ist eine Wischeinrichtung 3 angeordnet, die jene Anteile der Druckfarbe, die in den feinen Kanälen keinen Platz gefunden haben, von der Oberfläche des Plattenzylinders 2 beseitigt. Im Anschluss an die Wischeinrichtung 3 ist an dem Umfang des Plattenzylinders 2 ein Siebdruckzylinder 7 einer Siebdruckeinheit angeordnet. Dieser trägt eine Siebdruckfarbe auf die mit der Druckfarbe voreingefärbten und gewischten Druckplatten des Plattenzylinders 2 auf. In einem sich in Produktionsrichtung anschließenden Spalt 9 zwischen dem Plattenzylinder 2 und einem Druckzylinder 1 wird die Gesamtheit der auf den Druckzylinder 2 aufgetragenen Farben auf einen Bedruckstoff, insbesondere auf Papierbogen gedruckt, die dem Spalt 9 durch eine (nicht dargestellte) Fördereinrichtung zugeführt werden. Die Druckmaschine erzeugt so auf dem Plattenzylinder 2 ein vollständiges Zwischenbild, das sämtliche Farben des zu druckenden Bildes enthält und in einem einzigen Spaltdurchgang auf den Bedruckstoff übertragen wird. Diese Anordnung erlaubt es, das Siebdruckmuster mit einem extrem hohen Grad an Genauigkeit in Bezug auf das Tiefdruckmuster auf den Druckplatten zu positionieren und so einen Grad an Passerhaltigkeit zu erreichen, der in zwei durch einen Schritt des Förderns des Bedruckstoffs getrennten Druckvorgängen nicht realisierbar ist. Bei dieser Druckmaschine wird man zweckmäßigerweise eine Siebdruckfarbe mit einer hohen Viskosität im Vergleich zu der auf der Oberfläche des Druckzylinders 1 liegenden Tiefdruckfarbe wählen, um zu vermeiden, dass auf die Planflächen der Druckplatten aufgetragene Siebdruckfarbe beim Durchgang durch den Spalt 9 in unerwünschtem Maße flachgedrückt wird, was zu einem unsauberen Druckbild führen könnte und die Tastbarkeit des Siebdruckmusters auf dem fertigen Druckerzeugnis beeinträchtigt. Die Druckmaschine der Fig. 2 unterscheidet sich von der aus Fig. 1 durch die Anordnung des Siebdruckzylinders 7 in Produktionsrichtung hinter dem Sammelzylinder 6 und vor der Wischeinrichtung 3. Fig. 3 zeigt in einem Schnitt eine Druckplatte zur Verwendung in dieser Druckmaschine. Ihre Oberfläche umfasst zwischen planen, nicht druckenden Bereichen 13 jeweils feine Kanäle 11 und größere Vertiefungen 12. Die Kanäle 11 können die Vertiefungen 12 kreuzen. Die Kanäle 11 dienen jeweils zur Aufnahme von Druckfarbe von dem Sammelzylinder 6, wohingegen die größeren Vertiefungen 12 zur Aufnahme von Siebdruckfarbe vorgesehen sind. Beim Durchgang des mit Druck- und Siebdruckfarbe eingefärbten Plattenzylinders 2 durch die Wischeinrichtung 3 werden die planen Bereiche 13 der Druckplatte von Farbe befreit, wohingegen in den Kanälen 11 bzw. Vertiefungen 12 die aufgetragene Farbe zurückbleibt und beim Durchgang durch den Spalt 9 auf den Bedruckstoff übertragen wird. Wie man erkennt, tragen bei dieser Ausgestaltung also die Druckplatten nicht nur das Tiefdruckmuster, sondern auch das des Siebdrucks. Ein Flachdrücken von mit Siebdruckfarbe eingefärbten Bereichen der Druckplatten beim Durchgang durch den Spalt 9 ist bei dieser Ausgestaltung ausgeschlossen, denn der im Spalt 9 wirksame Anpressdruck zwischen den planen Bereichen 13 der Druckplatte und dem Bedruckstoff bzw. dem Druckzylinder 1 hindert die Siebdruckfarbe daran, aus den Vertiefungen 12 seitlich zu entweichen. Die Siebdruckfarbe wird daher in einer Kontur auf den Bedruckstoff aufgetragen, die dem Tiefenprofil der Vertiefungen 12 entspricht. Es kann so ein sehr akkurates und reproduzierbares Druckbild erzeugt werden. Bei der in Fig. 4 gezeigten Abwandlung ist der Siebdruckzylinder 7 in Produktionsrichtung noch vor dem Sammelzylinder 6 angeordnet. Dies hat bei Verwendung einer Druckplatte wie in Fig. 3 gezeigt die Folge, dass die Vertiefungen 12 bereits mit Siebdruckfarbe gefüllt sind, wenn das Einfärben mit Druckfarbe stattfindet. Da sich folglich beim Aufbringen der Siebdruckfarbe auf die Druckplatte in deren Vertiefungen 12 noch keine Druckfarbe befinden kann, ist eine farbliche Verfremdung der Siebdruckfarbe durch Druckfarbe am fertigen Druckerzeugnis weitgehend ausgeschlossen. Fig. 5 zeigt eine weitere Ausgestaltung der Druckmaschine, die sich von den oben beschriebenen dadurch unterscheidet, dass der Siebdruckzylinder 7 am Sammelzylinder 6 angeordnet ist, anstatt am Plattenzylinder 2. Er kann dort, wie in der Figur gezeigt, bezogen auf die Produktionsrichtung vor dem Schablonenzylinder 4, oder hinter ihnen angeordnet sein. Auch bei dieser Ausgestaltung durchläuft die auf dem Plattenzylinder 2 aufgetragene Siebdruckfarbe die Wischeinrichtung 3, die Wirkungen und Vorteile dieser Ausgestaltung entsprechen daher im wesentlichen denen, die mit Bezug auf die Ausgestaltungen der Fig. 2 und 4 beschrieben wurden.Bezugszeichenliste1 Druckzylinder2 Formzylinder, Plattenzylinder3 Wischeinrichtung4 Schablonenzylinder5 ä6 Sammelzylinder7 Siebdruckzylinder8 Farbwerk9 Spalt10 ä11 Kanal12 Vertiefung13 Bereich, planer