Title:
Saugwerkzeug
Kind Code:
A1


Abstract:
Das Werkzeug (1) zum Bohren und/oder Meißeln ist einsetzbar in eine Handwerkzeugmaschine, die eine Absaugvorrichtung (10), mit einem das Werkzeug (1) umfassenden Gehäuse (11) aufweist. Das Werkzeug (1) setzt sich zusammen aus einem rohrförmigen Schaft (2), der einen axial verlaufenden Durchgangskanal (8) besitzt, und einem dem bohrrichtungsseitigen Ende des Schaftes (2) gegenüberliegenden, mit dem Gehäuse (11) der Absaugvorrichtung (10) zusammenwirkenden Anschlussteil (3), mit einem Adapter (6), dessen Umfangsfläche von einer Querbohrung (7) durchbrochen ist, welche eine Saugkammer (12) der Absaugvorrichtung (10) mit dem Durchgangskanal (8) verbindet.



Inventors:
KLEINE WERNER (DE)
BONGERS-AMBROSIUS HANS-WERNER (DE)
Application Number:
DE10000015A
Publication Date:
07/12/2001
Filing Date:
01/03/2000
Assignee:
HILTI AG, SCHAAN



Claims:
1. Werkzeug (1) zum Bohren und/oder Meisseln, einsetzbar in eine Handwerkzeugmaschi­ne, die eine Absaugvorrichtung (10) mit einem das Werkzeug umfassenden Gehäuse (11) aufweist, mit einem rohrförmigen Schaft (2) der einen axial verlaufenden Durch­gangskanal (8) besitzt und mit einem dem bohrrichtungsseitigen Ende des Schaftes (2) gegenüberliegenden, mit dem Gehäuse (11) zusammenwirkenden Anschlussteil (3), das gegenüber dem Schaft (2) einen grösseren Durchmesser aufweist und mit einer, in den Durchgangskanal (8) mündenden, zum Umfang hin offenen Querbohrung (7) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussteil (3) einen Kern (5) und wenigstens einen den Kern (5) umfassenden Adapter (6) aufweist.

2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (6) drehfest mit dem Kern (5) verbunden ist.

3. Werkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (6) von einem Material gebildet ist, das gegenüber dem Material des Kerns (5) und des Schaftes (2) eine geringere Dichte aufweist.

4. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (6) aus Kunststoff gebildet ist.

5. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter unlösbar mit dem Kern verbunden ist.

6. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter auf den Kern aufgespritzt ist.

7. Werkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (6) lösbar mit dem Kern (5) verbunden ist.

8. Werkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Adapter (6) mittels Schultern und Gegenschultern mit dem Kern (5) verbunden ist.

Description:
Die Erfindung betrifft ein Werkzeug zum Bohren und/oder Meisseln, einsetzbar in eine Handwerkzeugmaschine, die eine Absaugvorrichtung mit einem das Werkzeug umfassenden Gehäuse aufweist, mit einem rohrförmigen Schaft, der einen axial verlaufenden Durch­gangskanal besitzt und mit einem, dem bohrrichtungsseitigen Ende des Schaftes gegen­überliegenden, mit dem Gehäuse zusammenwirkenden Anschlussteil, das gegenüber dem Schaft einen grösseren Durchmesser aufweist und mit einer, in den Durchgangskanal mün­denden, zum Umfang hin offene Querbohrung versehen ist. Die Werkzeuge der genannten Art dienen der Bearbeitung von Gestein, Beton, Mauerwerk und dergleichen spröden Materialen. So sind beispielsweise Werkzeuge bekannt, bei denen das abgetragene Bohrklein mittels wenigstens einer am Schaft angeordneten wendelförmi­gen Abfuhrnut aus dem Bohrloch abtransportiert wird. Darüber hinaus sind in der Vergan­genheit auch sogenannte Saugbohrer bekannt geworden. Diese bestehen beispielsweise aus einem eine axiale Bohrung aufweisenden Werkzeug, das mit einer Absaugvorrichtung verbindbar ist, die an eine einen Unterdruck erzeugende Vorrichtung, insbesondere einen Staubsauger oder dergleichen, angeschlossen werden kann. Solche Saugbohrer erbringen dank der Absaugung des Bohrkleins, gegenüber Werkzeugen mit wendelförmigen Abfuhr­nuten, eine höhere Bohrleistung und eine bessere Reinigung des Bohrlochs. Ein derartiges als Saugbohrer ausgebildetes Werkzeug ist beispielsweise in der DE 198 10 192 A1 offenbart. Dieses bekannte Werkzeug, das beispielsweise in eine Handwerkzeugma­schine einsetzbar ist, die eine Absaugvorrichtung mit einem das Werkzeug umfassenden Gehäuse aufweist, besitzt einen rohrförmigen Schaft, der einen axial verlaufenden Durch­gangskanal aufweist. Ein dem bohrrichtungsseitigen Ende des Schaftes gegenüberliegendes Anschlussteil wirkt mit dem Gehäuse zusammen. Das Anschlussteil weist gegenüber dem Schaft einen grösseren Durchmesser auf. Eine zum Umfang des Anschlussteils hin offene Querbohrung mündet in den Durchgangskanal. Bei diesem bekannten Werkzeug ist das Anschlussteil mit dem Schaft verbunden, beispiels­weise verschweisst oder verlötet. Ferner ist es bei einem solchen Werkzeug auch bekannt Schaft und Anschlussteil einstückig auszubilden, wie dies beispielsweise die DE 196 03 528 A1 zeigt. Die bekannte Ausgestaltung des Anschlussteils, wirkt sich, insbesondere bei einstückiger Ausbildung, wirtschaftlich negativ aus, da je nach Durchmesser des Werkzeugs eine erhebli­che Zerspanung notwendig ist. Der maximale Durchmesser des Anschlussteils liegt bei der Herstellung den Durchmesser des Rohlings fest. Die an das Anschlussteil angrenzenden Bereiche des Schaftes oder eines Einsteckendes müssen, beispielsweise durch Zerspanen, auf den gewünschten Durchmesser reduziert werden. Aufgrund der hohen Masse, hervorgerufen durch das Anschlussteil, weisen diese bekannten Werkzeuge ausserdem eine geringere Schlagenergieübertragung zwischen Handwerkzeug­maschine und Werkzeug auf, unabhängig davon, ob es sich um ein einstückiges Werkzeug oder ein mit dem Schaft verbundenes Anschlussteil handelt. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Werkzeug zum Bohren und/oder Meisseln zu schaffen, das wirtschaftlich herstellbar ist und mit dem sich die Schlagenergie­übertragung zwischen Handwerkzeugmaschine und Werkzeug optimieren lässt. Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das Anschlussteil einen Kern und wenigstens einen den Kern umfassenden Adapter aufweist. Die Ausbildung des Anschlussteils durch einen Kern und einen, den Kern umfassenden Ad­apter, ermöglicht eine vorteilhafte Anpassung der Werkzeuge mit unterschiedlichen Durch­messern des Schaftes an die Absaugvorrichtung. So bietet es sich an, das Gehäuse der Absaugvorrichtung auf das Werkzeug mit dem grössten Durchmesser abzustimmen und im Bereich des Anschlussteiles, bei einer Variation des Durchmessers, die Differenz durch den erfindungsgemässen Adapter auszugleichen. Somit ist es möglich, das Werkzeug unter an­deren Gesichtspunkten, beispielsweise der Energieübertragung und der Kosten, zu optimie­ren. Zudem wird das herstellungstechnisch- und materialaufwendige Zerspanen bei der Her­stellung des Werkzeugs vermieden. Vorteilhafterweise ist der Adapter drehfest mit dem Kern verbunden. Zweckmässigerweise ist der Adapter von einem Material gebildet, welches eine geringere Dichte als der Schaft und/oder der Kern aufweist. Dadurch erfolgt eine optimalere Schlage­nergieübertragung, da eine Massenanreicherung im Bereich des Anschlussteils verhindert wird. Darüber hinaus wird die unerwünschte Massenanreicherung auch dadurch erreicht, dass vorteilhafterweise der Adapter eine geringere Dichte als der Kern aufweist. Beispielsweise wird die unerwünschte Massenanreicherung im Bereich des Anschlussteils dadurch verhindert, dass der Adapter aus dünnwandigem Material, beispielsweise Stahl­blech, besteht. Eine weitere Verhinderung einer Massenanreicherung wird mit der Verwendung von vor­zugsweise Kunststoff, beispielsweise Polyamid für den Adapter, welcher eine geringere Dichte gegenüber dem Schaft aufweist, erwirkt. Kunststoff für den Adapter zu verwenden, wirkt sich im Form- und Montageprozess positiv auf die herstellungstechnischen Anforderun­gen und somit Herstellungskosten aus. Zusätzlich ergeben sich dadurch eine höhere Elasti­zität und gute Dichtungseigenschaften des Adapters. Bei Werkzeugen, bei denen die Reduktion der Herstellungskosten im Vordergrund steht, kann der Adapter beispielsweise unlösbar mit dem Kern verbunden sein. Im Rahmen einer unlösbaren Verbindung zwischen Adapter und Kern bildet es sich im Sinne einer produktionstechnisch optimierten Lösung an, den Adapter beispielsweise auf den Kern zu spritzen. Um eine einfache Adaption von Werkzeugen an unterschiedliche Durchmesser in einer be­stimmten Absaugvorrichtung zu gewährleisten, ist der Adapter vorzugsweise lösbar auf den Kern aufgebracht. Somit lassen sich die Abmessungen des Werkzeugs durch die Verwen­dung von verschieden dimensionierten Adapteren variieren. Eine zweckmässige, lösbare Verbindung zwischen Adapter und Kern kann darin bestehen, dass Schultern und Gegenschultern vorgesehen sind. Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen Teil eines erfindungsgemässen Werkzeuges mit Absaugvorrichtung teilweise im Axialschnitt; Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie II-II der Fig. 1, in vergrösserter Darstellung. Fig. 1 zeigt ein insgesamt mit 1 bezeichnetes Werkzeug, bestehend aus einem rohrförmigen Schaft 2, einem insgesamt mit 3 bezeichneten Anschlussteil und einem Einsteckende 4. Das Werkzeug 1 wird im Bereich des Anschlussteils 3 von einer insgesamt mit 10 bezeichneten Absaugvorrichtung umfasst. Der rohrförmige Schaft 2 besitzt einen axial verlaufenden Durchgangskanal 8 und ist an seinem Ende mit dem Anschlussteil 3 verbunden. Das Einsteckende 4 dient dem Anschluss an eine, zeichnerisch nicht dargestellte, Handwerkzeugmaschine. Das Anschlussteil 3 be­steht aus einem Kern 5, der zweckmässigerweise aus demselben Material ist wie das Ein­steckende 4, sowie aus einem Adapter 6, bestehend aus Kunststoff. Das Anschlussteil 3 besitzt eine Querbohrung 7, die in den Durchgangskanal 8 des Schaftes 2 mündet und eine Öffnung 9 an der Umfangsfläche des Adapters 6 aufweist. Die Absaugvorrichtung 10 besitzt ein Gehäuse 11, welches das Anschlussteil 3 an seinem Umfang entlang völlig und entlang der Längsachse grösstenteils umfasst. Das Gehäuse 11 bildet mit der vom Gehäuse 11 umfassten Umfangsfläche des Adapters 6 eine Saugkammer 12, in die sich die Mündungsöffnung 9 der Querbohrung 7 erstreckt. Die Umfangsfläche des Adapters 6 und Kontaktflächen 13 des Gehäuses 11 der Absaugvorrichtung 10 wirken ab­dichtend. Ein am Gehäuse 11 angeordneter Ansaugstutzen 14, mündet in die Saugkammer 12. Auf der dem Einsteckende 4 zugewandten Endzone des Adapters 6 sind einander gegen­überliegende Anflachungen 15 angeordnet, wie dies auch Fig. 2 zeigt. Um eine Drehbewe­gung des Adapters 6 gegenüber dem Kern 5 zu verhindern, weist dieser komplementär aus­gebildete Segmentausnehmungen 16 auf, wie dies ebenfalls auch Fig. 2 zeigt. Zugleich dient die Segmentausnehmung 16 als Anschlagschulter für den Adapter 6. Angrenzend an diesen Bereich ist ein, den Aussenumfang des Adapters 6 zweckmässigerweise teilweise umfas­sender, O-Ring 17, in einer Ausnehmung 18, angeordnet. Die Ausnehmung 18 erstreckt sich über den gesamten Umfang des Adapters 6 und ist derart ausgebildet, dass ein Teil des O-Rings 17 die Umfangsfläche des Adapters 6 radial überragt. Im Gehäuse 11 ist eine Nut 19 angebracht, sodass der auf dem Adapter 6 angeordnete O-Ring 17 in die Nut 19 bringbar ist. Somit liegt eine lösbare Verbindung zwischen dem Gehäuse 11 der Absaugvorrichtung 10 und dem Adapter 6 vor. Um im montierten Zustand ein Abgleiten des Adapters 6 vom Kern 5 in Richtung Ein­steckende 4 zu verhindern, ist auf dem bohrrichtungsseitigen Endabschnitt des Adapters 6 ein Schnappmechanismus ausgebildet. Der Schnappmechanismus ist durch eine an der Innenfläche des Adapters 6 angeordnete Ausnehmung 21, die sich vorzugsweise über den gesamten Umfang erstreckt, und einen an der Stirnseite angeordneten, sich radial nach in­nen erstreckenden Steg 22, ausgebildet. Im montierten Zustand greift der Steg 22 in eine auf dem Kern 5 angeordnete, komplementär zum Steg 22 ausgestaltete, Nut 23.